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Die Natur und die Liebe

Die Natur schafft Lebewesen ...
Wir müssen reden. Über die Liebe. Ja, über die Liebe.

Zunächst sollten wir feststellen, dass wir zu allererst Teil der Natur sind. Noch bevor wir im Ansatz denken konnten, waren wir Natur. Ich habe neulich einen Säugling auf dem Arm der Mutter gesehen – ich sehe wenige kleine Kinder, weil ich nicht dort bin, wo sie sind. Er unterschied sich im Verhalten nicht sehr von meinem Lieblings-Gorillababy im Leipziger Zoo (oben).

Wir sind ein Teil der Natur

Nachdem ich dies gesagt habe, wiederhole ich: Wir sind ein Teil der Natur, und die Natur bleibt in uns. Sie verabschiedet sich nicht eines Tages und sagt: „Ach ich schäme mich so für dich, Geisteswesen, deswegen hau ich jetzt ab.“ Im Gegenteil: Sie fordert ihre Rechte.

Die Mehrheit sieht die Liebe als ihr "eigen" an

Ich denke, für 90 Prozent der Bevölkerung (wenn nicht noch mehr) ist die Liebe eine wundervolle, wenngleich nicht leicht zu erwerbende Wonne, die auf naturgegebenen, vom Geist etwas modifizierten Regeln beruht. Liebe ist für uns so gut wie immer Nähe, Innigkeit der Gefühle, intime Berührung. Wer Liebe lediglich als Sozialkitt begreift, liegt zwar nicht falsch, denn auch die Rudel- oder Familienbindung stammt von der Natur – sozusagen „jede Spezies nach ihrer Art“. In der Form des reinen „Zusammenhalts“ finden wir in der Soziologie. Dort wird Liebe gelegentlich „als ein gesellschaftlich wirkendes Symbol für Interaktionen betrachtet“ – schon die Wortwahl zeigt: Da werden Gefühle verschleiert und Worten wird eine neue Bedeutung gegeben, um eine Theorie daraus abzuleiten. Humpty Dumpty (1) lässt grüßen.

Nur wenige vereinnahmen die Liebe für sich

Womit wir bei den zehn Prozent wären, für die Liebe nichts Sinnliches ist. Zu ihnen gehören Soziologen, Sophisten und Pfarrer. Die Soziologen und Sophisten sezieren die Liebe, bis sie letztlich leblos am Boden liegt, und die Pfarrer interpretieren das Liebesgebot ihres Religionsstifters – aber so, als ob es eben nicht zur Natur gehöre.

„Liebe“ ist in Wahrheit kein Wert „an sich“, sondern die Bedeutung und damit der Wert der Liebe entsteht durch uns selbst. Durch unsere Entwicklung, namentlich durch die Qualität unsere Begegnungen von Jugend an.

Wie Liebe erfahren wird

Wer in der Jugend kaum Liebe erlebt hat, hält sie für ein begehrenswertes Gut, das später teuer erkauft werden muss: durch Wohlanstand, Gefälligkeiten und gelegentlich auch durch Geschenke. Wenn jemand weiterhin daran scheitert, Liebe zu erwerben, läuft er Gefahr, in Abhängigkeiten zu geraten, die ihn bedrohen.

Anders jene, die in ihrer Jugend alle Liebe dieser Welt geschenkt bekamen. Sie bleiben unbekümmert und wundern sich, wenn jemand für die Liebe einen Wegzoll fordert. Obgleich sie sich anzupassen wissen, verweigern sie doch die Forderung nach „Liebe nur bei Leistung oder Wohlverhalten“. Weil sie sich beständig weigern, sich den Gesetzen des Wohlwollens zu unterwerfen, erschaffen sie sich selbst als Persönlichkeit. Und werden geliebt, weil sie Persönlichkeiten geworden sind.

Sicher – beide Wege sind extrem dargestellt. Das Beispiel soll auch nur zeigen, dass Liebe höchst individuell erlebt wird und keinem „Wertesystem“ folgt.

Zuneigung ist ein Element der Natur, das nicht untersucht werden muss. Es ist Natur pur, mal Zufall, mal das Ergebnis einer langen Suche. Und Liebe ist nach wie vor das Wort, das wir für die innige Zuneigung nutzen sollten. Auf andere Definition können wir wirklich verzichten.

(1) Nach Lewis Carroll. Humpty Dumpty sagt, er könne jedem Wort die Bedeutung geben, die er sich wünscht. "The Question is, which is to be master - thats's all.

Die Liebeszeitung: Liebe an sich - die neue Serie

romantische liebe -liebling des bürgertums


Liebe an sich“ ist ja ein schönes Motto, aber wie füllt die Liebeszeitung eigentlich alles mit Inhalt? Diese Frage stellt sich unsere Redaktion bereits seit geraumer Zeit. Jetzt haben wir die Antwort gefunden, wie wir den Frühling 2012 angehen werden: mit nackten, hautnahen Fakten über die Liebe – mit sensationellen Enthüllungen über Irrtümer, und vor allem: Mit Wahrheiten, die unter die Haut gehen.

Vergessen Sie, was die Schule gelehrt hat

Was Schule über die Liebe lehren, ist eine Mischung aus falsch verstandener Geschichtsschreibung, Zeitgeist und eingelagerter Moral. Die Liebe ist so gut wie nichts von dem, was Ihnen Ihre Religions-, Geschichts- und Deutschlehrer vermittelt haben. Liebe ist … wir sagen es Ihnen. Warten Sie ab.

Wahre Liebe kontra Ware Liebe

Liebe als Tauschgut? Na und? Mit der sichtbaren und unsichtbaren Ware „Liebe“ wird gehandelt, was das Zeug hält, und dies kaum erst seit gestern. Ach, Sie denken, wir meinen jetzt ausschließlich Sex? Dann unterliegen sie einem verbreiteten Irrtum. Wir meinen alles, was handelbar ist – natürlich auch Sex. Liebe ist … manchmal eben auch ein Tauschhandel.

Der liebende Gott? Ach so … den meinen Sie

Der liebende Gott? Gott ist die Liebe? Sie haben Ihr schwarzes Buch wohl nicht gelesen, oder? Der Schöpfergott kannte überhaupt nur die Sexualität – und sonst gar nichts. Liebe ist … seid fruchtbar und mehret euch.

Freundesliebe – ja, manchmal

Die Liebe unter männlichen Freunden kann Gold wert sein – viel mehr als die Liebe zu den Frauen. Doch der Bruderbund ist im Sturzflug begriffen. Ersatz ist nicht in Sicht. Liebe ist … am abkippen, jedenfalls zwischen Männern.

Mutterliebe – die wahre, die einzige Liebe?

Die Liebe der Mutter - nichts prägt sich mehr ein als sie. Die innigliche Zuneigung zwischen Mutter und Sohn prägte ganze Völker. Die „Mama“ in Italien ist immer noch die einzige Frau, auf die der Sohn nichts kommen lässt. Dies hat Sinn, denn die Mutter versorgt uns mit dem Stoff, der unseren Lebensweg gestaltet: Zuversicht. Liebe ist … die Liebe der Mutter zu ihren Kindern – zweifellos.

Körperliche Liebe ist nicht ausschließlich Sex

Die körperliche Liebe ist nicht ausschließlich Sex – sondern sie besteht aus Sinnlichkeit, Wohlfühleffekten und Befriedigung, und dann und wann sicher auch aus Schmerz. Liebe ist … nicht nur die Lust an der Lust – auch die Lust am Schmerz.

Liebe als Spiel

Liebe als Spiel? Verpönt und verfemt für die einen, der Höhepunkt der sinnlichen Lust für die anderen. Liebe als Spiel, als Paralleluniversum – das hat etwas. Liebe ist … ein Spiel, auch wenn sie kein Spiel ist.

Lustgewinn ohne Geschlechtergrenzen

Ja, das staunen Sie, nicht wahr? Hier Homosexuelle, dort Heterosexuelle? Immer mehr Schäfchen grasen auf beiden Seiten des Zaunes – ohne „schwul“, „lesbisch“ oder sonst etwas zu sein. Das Ganze hat mit „Sein“ gar nichts zu tun, sondern ausschließlich mit Handeln. Lieb ist … Genuss am Körperlichen zu finden. Selbstsüchtig? Meinetwegen.

Kitsch, Romantik und Frau Minne

Glauben Sie nicht jeden Blödsinn. Schlager, Groschenromane, Kitsch-Fernsehen – das kippen sie am besten gleich in den Gulli. Was Sie vielleicht nicht wussten: Die „edle Minne“ können sie gleich hinterherkippen. Liebe ist … niemals edel, wenn sie von Begehren begleitet wird – warum auch?

Lesen Sie ab der Osterwoche 2012 Verblüffendes, Unsägliches und Erschütterndes über die Liebe – in der Liebeszeitung, wo sonst?

Mal will sie IHN, mal will sie SIE

Bild © 2006 by yapsnaps


Sexualität ist auch nicht mehr das, was es mal war. Früher war man jedenfalls einfach sexuell "normal", bevor dieser Zustand auf "Heterosexuell" umbenannt wurde. Bereits im wissenschaftsbesessenen 19. Jahrhundert forderten Schöngeister wie auch Forscher, doch den abweichenden Verhaltensweisen klangvolle Namen zu geben. So entstand zum Beispiel der Begriff der "Urninge" für homosexuelle Mä¤nner. Das Problem folgte auf dem Fuße: Ist einer ein Abweichler, also ein "Urning" so braucht auch der Rest der "Stinknormalen" ein Etikett, und das hieß damals Dioning. Erst später erinnerte man sich, dass es auch noch Menschen gab, die sich einfach an der Sexualität erfreuten - sei es mit Frauen oder mit Männern. Sie wurden schnell als "Uranodioninge" etikettiert.

Wir alle wissen - es blieb nicht dabei. Mit der Konstruktion "Homosexuell" wurden erst einmal alle Frauen und Männer erschlagen, die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlten, und für die Wechsler zwischen den Welten hatte man zwar inzwischen auch einen neuen Namen, die Ambisexuellen, die später in "Bisexuelle" umbenannt wurden.

Emblem nach Vorlage von © 2004 caccamo
Nun wissen wir aus der Vergangenheit soviel: Homosexuelle Männer hatten sich in der Öffentlichkeit fein zurückzuhalten. Teils wegen des Ansehens, andernteils wegen der Gesetze, während homosexuelle Frauen, besser bekannt unter dem Namen „Lesbierinnen“ ihren Neigungen mehr oder weniger nonchalant nachgehen konnten.

Bisexuelle Männer waren und sind Objekte lebhafter Spekulationen. Die Wissenschaft schwankt zwischen den Aussagen „sie sind eigentlich homosexuell, aber …“ einereseits und „sie sind eigentlich heterosexuell, aber …“. Wirklich festlegen will sich da keiner, nur ist die Schwelle der Liebe zwischen Männern relativ hoch. Es mag also sein, dass Männer durchaus bisexuelle Gelüste haben, sie aber dennoch niemals in sexuellen Männerfreundschaften ausleben.

Anders bei bisexuellen Frauen: Sie bekennen sich eher zum Wechsel als die Männer – und sagen sogar deutlich, welche Lust sie daran haben. Öffentliche Parallelbeziehungen, Bekenntnisse zur Bisexualität, Umarmungen und Zungenküsse in der Öffentlichkeit sind lediglich das Aushängeschild deiner neuen Mode: „Bisexualität ist das neue kleine Schwarze“, soll ein Promi inoffiziell geäußert haben.. Damit trifft sie den Nagel auf den Kopf: Das „kleine Schwarze“ ist unerlässlich, und so empfinden viele gebildete und unabhängige Frauen ihre Bisexualität: Man braucht sie einfach.

Überhaupt Promis: In den USA hat sogar eine gewisse Tila Tequila eine Datingshow bekommen, in der sie zwischen Frauen und Männern als Partner wählen konnte. Es ist also ausgesprochen populär und keinesfalls peinlich, „bisexuell“ zu tragen.

Ist es nur eine Mode? Oder was empfinden eigentlich Frauen, die „ein bisschen „Bi“ sind, aber nicht so, dass sie es gleich in die Welt hinausposaunen?


(wird fortgesetzt)

Halloween - Opferlamm oder Täterin sein?

Bild © 2007 by slushppub
An Halloween wollen ja fast alle Täter sein und mal richtig die Sau rauslassen. Also: Böser Bube trifft böses Mädchen und dann geht's zur Sache.

Aber böse Mädchen haben auch an Halloween mehr Freude am "Böse Sein" als sonst, und sie können auch mal die Jungs auf eine Weise anmachen, die sonst nicht geht: wenn zum Beispiel die Krankenschwester die Klistierspritze dabei hat, die Domina die Peitsche oder die Polizistin die Handschellen.

Die meisten Kostüme, die "Opfer" darstellen, kommen aus der Märchen- und Feenwelt. In den USA ist zum Beispiel das Wolfsopfer "Rotkäppchen" mit kurzem Röckchen genau so gefragt wie das "arme Schneewittchen". Auch Nonnen und Frauen in Lumpen gehören zu den beliebten "Opfern". In Wirklichkeit sind wir es natürlich nicht - aber wir verlocken damit, dass wir lecker Wolfsbraten und so etwas sind.

Manche Leute sagen, es ist zu gefährlich, wenn man das Büßerhemd trägt, weil da Männer auf falsche Ideen kommen könnten.

Was meint denn ihr eigentlich dazu? Opfer- oder Täterinnenkostüm bei der Halloween-Party? Und wie gefährlich ist es, als "Opfer" zu locken?

Sexy Vampirmädchen mit Biss - wie schminkt man so was?

Ein Kostüm zu haben ist erst ein Drittel deines Auftritts beim Halloween. Nun kommt das Schminken dazu und am Ende dein Verhalten.

Zu Halloween musst du dich nicht unbedingt für die Rolle der Bösen entscheiden, du kannst euch das "verlogenes Opfers" spielen, das in Wirklichkeit den Kerkermeister um die Finger wickelt. Trotzdem zeige ich euch erst einmal, wie man sich auf Vampir schminkt, und zwar sehr schick. Ist alles auf Englisch, aber man kann ja sehen, wie es geht, oder?

Das Bild oben ist ein Standbild aus dem Film.