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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Lob der Schlampe

Weihnachten - Zeit für diese süße Schlampe
Psychologen haben uns gerade gesagt, dass es eigentlich die Mutter ist, die wir begehren. Selbstverständlich nicht unsere Mutter, sondern eine Frau, die „wie unsere Mutter ist“. Warum erinnert mich das nur an das Kabarettprogramm „Alles Schlampen außer Mutti“?

Natürlich – weil es eigentlich die Schlampe ist, die unser Leben einst befeuert hat. Denn sagen wir es mal so: Warum sollten wir die stille Mutter, die geschwätzige Tante Felicitas, oder die potthässliche Cousine Hilde denn als Vorbild für eine sinnliche Frau nehmen?

Haben die Jungs in der Psycho-Branche noch alle auf dem Christbaum?

Gemach, gemach, mein Freund“, sagen die Jungs aus der Psycho-Branche: „Wir reden nicht von den Frauen, mit denen du immer wieder ins Bett willst, sondern von denen, die du vielleicht heiraten würdest.“

Sind "Titten" wirklich wichtig?

Ach ja? Es ist ja erstaunlich, dass die Psychoheinis uns Männer immer sagen, wie würden uns verhalten, wie es die Steinzeitmenschen das angeblich getan haben. Das geben sie dann als „Ergebnisse ihrer Forschungen“ aus. Rausgekommen ist aber immer nur, dass wir so blöd sind, auf schöne Gesichter, Hüft-Becken-Verhältnisse und vorstehende Titten hereinzufallen. Mehr können sie nicht, diese „Wissenschaftler“, weil ihre angeblichen Forschungen darin bestehen, Studenten Fotos zu zeigen. Die Chose mit der Mutter fällt ihnen nur immer dann ein, wenn sie nachdenklich werden und uns sagen wollen, was gut für uns ist.

Unsere "erste Frau" - nur schön, weil es Sex war?

Auch die Sache mit der „ersten Frau, mit der wir geschlafen haben“, ist nicht sonderlich stichhaltig. Wer war denn die, bitte schön? Ach, Sie können sich noch erinnern? Wie nett für Sie. Und: War es toll? Ich sehe schon die langen Gesichter. Es war toll, weil es Sex war, aber nicht, weil die Frau, mit der Sie zusammen waren, alles gegeben hat, was man einem Mann schenken kann, nicht wahr? Also versuche ich mal, Tacheles zu reden: Die Frau, mit der wir Männer immer wieder schlafen wollen, ist die Frau, mit der uns Sex endlich wirklich begeistert hat – und das war zumeist eine „Schlampe“.

Es wäre an der Zeit, das Lob der Schlampe zu singen – und es gab tatsächlich mal eine Zeit, da haben sich die Dichter darin überboten, dies zu tun. Doch in den letzten Jahren haben Feminismus, Gutmenschentum und Neusprech aka „sozial korrektes Verhalten“ uns daran gehindert.

Die Schlampe - großzügig und lustvoll

Dabei ist die Schlampe edlere als viele andere Frauen: Sie ist großzügig im Geben und bescheiden im Nehmen. Sie macht uns das Leben schön statt uns ständig mit ihren (und unseren) Problemen zu konfrontieren. Sie trägt Kleider, die aus anregen und Dessous, die uns aufregen.

Früher hat man ja mal behauptet, dass Frauen aus „beengten Verhältnissen“, wie etwa die berühmte Kiki de Montparnasse, den Aufstieg in die besseren Schichten geschafft haben., weil sie eine animalische Sinnlichkeit verkörperten. Doch das ist längst nicht mehr so. Die sinnliche Schlampe kann Pfarrer- oder Schreinertochter sein, und sie kann den Beruf der Ärztin oder des Zimmermädchens ausführen. „Schlampe sein“ ist eine Einstellung, die Frauen im Gehirn haben, nicht in der sozialen Stellung. Auch die Erziehung spielt eine eher untergeordnete Rolle: Hat die Schlampe einen „bildungsfernen Hintergrund“, so muss sie wenigstens lernen, sich ein bisschen Vornehmheit anzuschminken. War sie hingegen „Tochter“, etwa im Bildungsbürgertum, dann weiß sie genau, wie man mit Charme und Dessous, süßen Frechheiten und anatomischem Wissen die Männer um den Finger wickelt.

Die Ächtung der Schlampen - ein Skandal

„Schlampen“ werden geächtet – von Frauen, von Männern und insbesondere von der Gutmenschenschaft. In ihrem Sinne „taugt die Schlampe nichts“. Die sogenannte „gute“ Gesellschaft redet ihren Töchtern ein. „ja nicht in den Ruf einer Schlampe“ zu kommen – da reicht es schon, vier Mal im Jahr den Freund zu wechseln. Es ist ein Skandal, wie die Gesellschaft mit denjenigen Frauen umgeht, dei Sinneslust schenken, ohne jemals nach einer "Gegenleistung"zu fragen.

Lobt die Schlampen - sie verdienen es

Könnten nicht wenigstens wir Männer die Schlampe loben und verehren? Nichts sollte uns hindern, die Frauen zu loben, die uns die Lust in allen Variationen geschenkt haben, und die wir vor allem deshalb in guter Erinnerung behalten. Sie sind das Lob allemal wert, und sie verdienen es.