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Das schlechte Gewissen es sich selbst zu machen

Männer – das wissen Frauen selbstverständlich - (oder ahnen es zumindest) finden es saugeil oder je nach Temperament auch unglaublich sinnlich, wenn sie Hand an sich legen. Oder, wie man böswilligerweise sagt, wenn sie „wichsen“.

Weder die himmlischen Heerscharen noch Keuschheitsbelehrungen, je nicht einmal Keuschheitsinstrumente, Verachtung oder Körperstrafen haben sie abhalten können, es zu tun.

Sie meiden zumeist dabei, von anderen männlichen Personen beobachtet zu werden (Wichser, Weichei, schwule Gedanken), befürchten aber vor allem, von einer weiblichen Person dabei erwischt zu werden. Mit runtergezogener Hose, rotem Gesicht und einer weißlichen Flüssigkeit an den Händen. Oh, wie peinlich.

Ein Blogger sagt, der Moment, erwischt zu werden und dabei mit nichts als einem eiskalten Blick gestreift zu werden, sei das Schlimmste dabei:

Dieses Gefühl des schlechten Gewissens wird den heranwachsenden Mann nie mehr verlassen. Es wird ihn leiten in all seinen Entscheidungen. Vor allem jenen, die mit Frauen zu tun haben.


Das schleichende Schuldgefühl und warum Mann es trotzdem tut

Entweder die Männer versuchen, ihre Lust am eigenen Körper vor der späteren Ehefrau zu verbergen, zum Beispiel, indem sie es auf Reisen in Hotelzimmern zelebrieren. Oder aber sie wünschen sich, doch endlich dafür bestraft zu werden, und lassen sich bewusst in einem Rollenspiel erniedrigen, Entwürdigen oder Schlagen. Nun, das gälte als pervers – noch schlimmer jedenfalls als das schuldfreie Masturbieren.

Was, wenn die Ehefrau dahinterkommt?

Was passiert, wenn die Geliebte, Verlobte oder Ehefrau dahinter kommt, dass sich der Mann selber in die Lust hineinsteigert?

Zuerst gehen die Alarmglocken an:

Was will er damit erreichen?
Bin ich nicht mehr attraktiv für ihn?
liebt er mich nicht mehr?
An wen denkt er?
Warum fragt er mich nicht, um es ihm zu machen?


Dann folgen die Vorwürfe. Nun, vielleicht kennen Sie ein paar davon. Sei sind ähnlich, nur wesnetlich heftiger, als wenn sie einer vollbusigen Bedienung zu viel Trinkgeld gegeben hätten, nur wesentlich heftiger.

Eigentlich – macht er’s, weil er Lust dazu hat. Frauen ahnen ohnehin nicht, woran Männer denken, wenn sie diesen oder jenen Sex zelebrieren. Die meisten sind naiv und glauben: „Der denkt jetzt an mich, der liebt mich jetzt, der will mich ganz doll.“

Und in der Realität? Falls Sie eine Frau sind – das wollen Sie gar nicht wissen. Es würde Sie schockieren, vor allem, wenn sie einen Etepete-Komplex haben. Oder wenn Sie selber so rein sind, dass eine Heilige gegen Sie eine Schlampe wäre.

Was lernen wir daraus?

Gefühls-Betrüger Mann?

Falsch wäre: Männer sind Dreckschweine, Gefühls-Betrüger, emotionale Ehebrecher oder so etwas. Richtig ist: Sie mögen das an Ihnen, was Sie am besten können und wobei sie am sichersten zur Befriedigung kommen – und den Rest denken sie sich aus.

Die Vibratoren der Frau – nur für die Vitrine?

Übrigens sind wir uns bei der Liebeszeitung ganz sicher, dass alle ihre Dildos, Penis-, Auflage- und Häschenvibratoren und was dergleichen mehr ist, nicht für die Wohnzimmervitrine gekauft wurde. Und da wäre natürlich zunächst einmal interessant, was sich frau dabei denkt, bevor sie damit sanft, aber sicher zum Orgasmus kommt.

Und was, wenn sie der Ehemann dabei erwischen sollte? Wenn ich jemals wetten würde, würde ich darauf wetten, dass er die Tür schließt und vorgibt, nichts bemerkt zu haben, obgleich’s immer noch surrt.

Denn – würde man sie zur Rede stellen, so würde sie wahrscheinlich sagen, dass es ihr gutes Recht sei, und dass sie ein paar Dutzend Mal damit Orgasmen hatte, während sie mit Ihnen nur einen einzigen hatte. Oder so.

Wie pervers ist eigentlich ... sich zu masturbieren?

Gar nicht. Es ist wundervoll. Männer tun es sowieso, weil es toll für sie ist und sie sowieso nachts regelmäßig „einen Steifen“ bekommen. Frauen brauchen zuerst einen Stups – und wenn du es nur einmal getan hast, willst du es immer wieder tun – mit dem Finger, mit einem Dildo oder einem Vibrator. Meistens bekommst du mit dem Vibrator mehr Orgasmen als mit einem Penis. Ist zwar blöd für die Männer, ist aber so.

Ein „bisschen pervers“, aber ziemlich aufregend ist es, sich vor dem Partner zu masturbieren. Meistens musst du erst mal dein Schamgefühl ablegen – aber dann geht’s ab wie die Post mit ihm/ihr und dir.

In dieser Serie vertreten unsere Autoren ihre persönliche Meinung, aber nicht ihre persönliche Praxiserfahrung. Das Wort „pervers“ wird hier im Sinne des bürgerlichen Gebrauchs im 19. Jahrhundert verwendet. Die Verbreitung als Fantasie liegt erstaunlicherweise bei Frauen wie auch Männern bei mindestens zwei Drittel bis zu drei Viertel der Befragten.



Frauen haben weniger Gewissensbisse bei der Masturbation

Vollständige Befriedigung: vibrierender Sattel
Frauen genießen die Masturbation offenbar schuldfreier als Männer. Denn während Männer sich zu 20 Prozent schuldig fühlen, wenn sie masturbieren, sind es bei den Frauen nur 13 Prozent. Wenn Frauen in einer Beziehung masturbieren, empfinden dies nur 15 Prozent als Betrug am Partner, während dies bei den Männern zu einem Viertel zutrifft.

Zahlenquelle: 2016 by Bijoux Indiscrets. Befragte Personen: 1.465
Bild: Auszug aus einer Anzeige für einen Vibrationssattel: "Der Sattel hat mir vollständige Befriedigung verschafft"

Vor dem Partner masturbieren - Tabu oder Lustverstärker?

Ob Hand oder Toy: Männer lieben es, wenn sich Frauen selbst berühren

Ein Hinweis vorab: Dieser Artikel spricht hauptsächlich „gewöhnliche“ Frauen an. Für Männer ist das Thema der „aktiven“ Masturbation vor Frauen nahezu völlig tabuisiert. Dennoch geschieht dies in Beziehungen er verschiedensten Art.


Manche Menschen haben eine nahezu panische Angst davor, nackt zu sein. Andere sehen es als absolut normal an und wieder andere kokettieren mit ihrer Nacktheit. Bei den meisten Frauen kommt es aber darauf an, wann, wie und wo sie nackt sind: Unter Frauen, am Strand oder in dem magischen Moment, das sie sich vor dem Geliebten zeigen – nackt und sexuell erregt.

„Peinlich“ ist das Wort, das viele Frauen benutzen, wobei die peinlichste Situation oft nicht die Nacktheit selbst, sondern das Ausziehen ist. Doch diese Peinlichkeit lässt sich noch übertreffen: Wenn der Mann fordert: „Nun führ mal deinen Körper vor“, oder noch schlimmer „zeig mir mal, wie du es dir selbst machst.“

Das Thema ist keinesfalls völlig tabu. Im Internet findet man es in einigen Frauenforen, sogar in höchst seriösen. Teils wird das Masturbieren als „das Intimste“ bezeichnet – und dann würde natürlich zur Privatheit gehören. Andrerseits wird aber auch argumentiert, dass nahezu alle Frauen masturbieren – und wenn sie es tun, sollten sie es auch zeigen. Parallel dazu wird behauptet, dass nahezu alle Männer gerne zusehen, wenn Frauen masturbieren, und dabei sogar etwas über die weibliche Sexualität lernen könnten.

Umgekehrt wird natürlich auch ein Schuh daraus – aber es scheint sehr wenige Frauen zu geben, die daran interessiert sind, wie Männer masturbieren – und Männer, die es wollen, gelten als ausgesprochene Perverse.

Die Frage, ob man dem Partner beim Masturbieren zuschauen darf, setzt voraus, dass man nicht „eifersüchtig“ auf Partner mit Solo-Sex ist. Erwischt eine Frau ihren Partner beim Masturbieren, wird sie in der Regel eine Panikattacke bekommen, sich des Wahnsinns echauffieren oder beleidigt fragen: „Bin ich dir nicht attraktiv genug, dass du SO ETWAS tun musst?“ Die meisten Männer, die in Partnerschaften leben, gehet davon aus, dass ihre Partnerin nicht masturbiert – die typische Männerüberheblichkeit. Frauen tun es deshalb immer dann, wenn sie sicher sind, dass ihr Mann längere Zeit abwesend ist – und verstecken ihre „kleinen Utensilien“ zumeist in der Schublade, in der sie „typisch weibliche“ Utensilien oder Utensilien unterbringen. Und während manche Männer auf Dildos und Vibratoren ausgesprochen „eifersüchtig“ sind, sehen andere gerne zu, wie ihre Geliebte durch die eigene Hand – mit oder ohne surrende Hilfsmittel - in Verzückung gerät.

Das berührend des eignen Körpers ist übrigens – auch unter höchst „anständigen“ Frauen – eine zwar aggressive, aber durchaus gebräuchliche Flirtmethode. In der harmlosesten Form werden dabei die Haare, die Ohren oder der Mund leicht berührt. Extremere Formen sind das Lutschen am Finger, das Streichen über die Brüste oder das Berühren der Oberschenkel. Selbst diese extremen Flirtsignale werden von manchen Frauen so elegant ausgeführt, dass die damit verbundenen „Meldungen“ im Gehirn des Mannes nicht bewusst wahrgenommen werden.

Wir haben uns übrigens umgesehen und umgehört, das Thema „Masturbieren für den Partner“ wird zumeist, aber nicht ausschließlich, in ungewöhnlichen Beziehungen diskutiert. Zum Beispiel in solchen, in denen auch Rollenspiele ausgeführt werden oder in denen ein bewusst gewähltes Machtgefälle im sexuellen Bereich besteht, das üblicherweise „D/S“ (1) genannt wird.

Andere Paare kommen auf die Idee, nachdem ihr Sexualleben ein wenig „ausgelaugt“ ist. Das Ziel ist dann zumeist, die eingeschlafene sexuelle Beziehung wieder mit „dem Ungewöhnlichen“ zu würzen.

Was dann passiert und wie Frauen (und Männer) ihre Hemmungen überwinden können, will Isidora hier demnächst ausführlich behandeln.

Diskussionen zum Thema "Masturbieren vor dem Partner"

Med1
Go Feminin.
Elitemedia.
Planet Liebe

(1) D/S - Spiele mit Unterwerfung und Beherrschung.

Wenn uns die wilden Wogen mitreißen: Tabuthema Masturbation

Am Ende alles eine Kopfsache: Masturbation

Männer wissen es, reden aber nie darüber: Wann immer sie masturbieren, laufen Filme in ihren Gehirnen ab, die das Berühren weiblicher Haut und die Aktivitäten weiblicher Münder, Hände und Vaginen ersetzen sollen. Zwar geht die Mär, junge Männer würden auch ohne Träume allein durch „Handarbeit“ zum Ziel kommen, doch genau dort liegt der Unterschied zwischen Verschlingen und Genießen. Mit einer einer individuellen Vorstellung von weiblicher Haut, Dessous oder spezieller Aktivitäten ist es eben erregender.

Frauen fantasieren ebenfalls beim Masturbieren

Auch Frauen fantasieren, während sie masturbieren – und ihre Gedanken sind keinesfalls immer bei den romantischen Aspekten der Lust. Irgendwie muss das Gehirn ja stimuliert werden, um wilde Fantasien in ekstatische Orgasmen zu verwandeln. Die Annahme, die Klitoris allein würde den Job tun, ist völliger Unsinn. Und viele Frauen wollen ihre private Lust wirklich zelebrieren, statt sie auf der Firmentoilette abzuwickeln.

Tabuthema Masturbationsfantasien

Niemand redet darüber. Das Thema ist jederfrau und jedermann peinlich, zumal, wenn nach den Themen und Personen gefragt wird, die im Hirn als „Orgasmusbeschleuniger“ eingesetzt werden. Aus den wenigen Stellungnahmen lässt sich sagen: Es gibt einige Standardsituationen, die allesamt peinlich wirken, sobald die Öffentlichkeit davon Kenntnis bekommt:

1. Sie/er denkt an die Person, mit der sie/er schon häufiger Sex hatte. Peinlich dabei ist, dass die eigene Hand, verbunden mit der Fantasie, oft heftigere Orgasmen auslöst als die Person, von der man träumt. Das schmerzt vor allen den ständigen Partner, falls er davon erfährt.
2. Sie/er träumt von Situationen, in denen das gesamte Spektrum von Blümchensex bis zu Gruppensex und SM-Aktvitäten vorkommt. Die Partner spielen nur eine schemenhafte Rolle und sind als konkrete Personen nicht erkennbar. Diejenigen, die so masturbieren, hüllen sich also in die Wolken der Lust als solche. Kritiker würden sagen, dass der Sex dadurch völlig entpersonalisiert wird.
3. Sie/er denkt an konkrete Personen, zum Beispiel Verkaufspersonal, Arbeitskollegen, Servierer(innen). Sie nehmen in den Masturbationsfantasien sehr plastische Rollen an. Normalerweise erfahren diese Personen niemals etwas davon, sollte dies jedoch geschehen, so sind sie in der Regel ausgesprochen empört oder gar entsetzt. Das ist insoweit verständlich, als sie befürchten, Opfer eines Übergriffs zu werden.

Gedanken erzeugen die wilden Wogen des Orgasmus

Es dürfte kein Geheimnis sein, dass Orgien, Dreier, SM-Szenen und gleichgeschlechtliche Fantasien – also alles, was im Alltag von Herrn oder Frau Mustermann nie vorkommt - in den Fantasien bizarre Blüten treibt. Paare erzählen sich vorsichtshalber niemals etwas über ihre Masturbationsfantasien, um den Partner nicht zu schockieren. Wie sollte auch ein schwäbischer Handwerker begreifen, dass seine Frau eine geheime Sammlung von Vibratoren besitzt, deren Wirkung sie durch pornografische Hefte von „Shemales“ verstärkt?

Wenn Sie der Meinung sind, dass Masturbationsfantasien in der Regel harmloser sind, haben Sie vielleicht recht. Sie sollten aber nicht vergessen, dass Gedanken frei und leichtfüßig sind sind und die einzige Grenze die Ekelhürde im Gehirn ist. Selbst sie wird oft umspielt, wenn die Lust virtuell vergrößert, der Ekel aber überdeckt wird. Im Rahmen dieses Artikels werden wir nicht auf Details eingehen – doch möglicherweise können Sie sich anhand Ihrer eigenen Sexualpraktiken vorstellen, wie oft Sie aus Neugierde reale Grenzen überwunden haben. Virtuelle Grenzen sind noch viel lichter zu überschreiten.

Literarisch ist der Orgasmus "per Fantasie" noch ein stiller See

Selbst literarisch hören wir selten von den erotischen Fantasien und Wirrungen unsrer Mitmenschen. Die Pornografie ist in ihrer Darstellung viel zu realistisch, um die Möglichkeiten der Fantasien abzudecken. Dort, wo tatsächlich Fantasien realisiert werden, wirken sie dann zu exotisch, zu brutal oder zu plakativ. Gerade bei den extremen Fantasien werden ja vom Gehirn alle negativen Gefühle auf ein Minimum reduziert, während der „Orgasmus unter Gefahr“ durchlebt wird. Autoren könnten (und sollten sich vielleicht) überlegen, ob es einen Nachholbedarf gibt - insbesondere bei Leserinnen, denen beispielsweise die „50 Shades of Grey“ viel zu plakativ sind.