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Das Märchen vom prostitutionsfreien Schweden - neu aufgetischt

Eindeutige Anzeichen oder Prostitution im Verborgenen?
Ein Zitat brachte mich wieder zurück in die Realität des Staates Schweden, der gerade- durchaus zurecht - wegen seiner Corona-Politik in der Kritik steht. (Quelle: Headdtopics mit Verweis auf die WELT (1).

Barbara Schmid erzählt die Geschichte einer Frau, die schon mit 17 Jahren anschaffen ging. Der Fall habe ihren Blick auf die Szene verändert: Das Bild der „selbstbestimmten Sexarbeiterin“ sei eine Mär, Prostitution gehöre wie in Schweden verboten.


Das "Schwedische Modell" - real

Prostitution ist ersten in Schweden nicht verboten, und zweitens ist kaum noch nachvollziehbar, wohin sie dort verschwunden ist. Die Gesetze waren damals (1998) erlassen worden, um den Straßenstrich namhaft einzudämmen, weil sich der schwedische Staat mit deutlich feministisch beeinflusstem Parlament offensichtlich schämte, Prostituierte auf der Straße zu sehen. Ziel war allerdings auch, die Prostitution einzudämmen, den Menschenhandel mit Prostituierten zu beenden und damit auch der Kriminalität in diesem Bereich das Wasser abzugraben.

Tatsächlich ist es in Schweden möglich, ertappte „Freier“ zu bestrafen. Dazu benötigt man allerdings stichhaltige Beweise, und die Polizei erhoffte sich damals, diese durch die „Übergabe von Geld“ erbringen zu können.

Die Realität wird verschleiert - in Wahrheit hat das Gesetz nur eine atmosphärische Bedeutung, wie die Regionalbeauftragte für Prostitution und Menschenhandel (Stockholm), Elisabet Lundqvist. neulich in einem Nebensatz zugeben musste:

Das Gesetz verändert den gesellschaftlichen Blick, wie man Prostitution betrachtet, dass Prostitution ein Teil männlicher Gewalt Frauen gegenüber ist ... damit kann man auch ein bisschen Druck ausüben.

Nun ist ohne jeden Zweifel richtig, dass Prostitution in vielen Fällen auf „männliche Gewalt“ trifft. Und genau dafür müsste es Lösungen geben ... die allerdings kaum jemand erarbeiten möchte.

Und es ist nach wie vor unrichtig, dass die Prostitution in Schweden abgeschafft wurde oder verschwunden ist.

Meine Quellen (außer Welt)
Deutschlandfunk, NZZ.
(1) Die WELT verwendet einen minimalen Auszug aus ihrem Artikel, um Abonnements zu verkaufen - der Inhalt konnte daher leider nicht vollständig verifiziert werden.

Kriminelle BDSM-Anhänger als echte Sklavenhalter

Was für viele ein lustvolles Spiel ist, war für vier US-Amerikaner ein verbrecherischer Ernst: Sie hielten sich weibliche Sklaven – in abhörsicheren geheimen Folterkellern.

Was sich wie eine Horrorgeschichte aus einem schlechten Krimi anhört, war keine: Offenbar existiert ein geheimer Markt für Sklavinnen dieser Art, die nach FBI-Angaben für gegen 5.000 US-Dollar gehandelt werden.

Einem der potenziellen „Sklavenhalter“ wurde eine Falle gestellt: Bei einer angeblichen „Sklavenauktion“, bei der er mit der „Kaufsumme“ von 10.000 USD für zwei Sklavinnen erschien, wurde er verhaftet. Wie „Dailydot.com“ berichtete, gab es mehrere solcher Fälle in den USA, teils von bereits bekannten Kriminelle, teils aber auch von „neugierigen“ Ersttätern.

Wie das FBI mitteilte, hält man die Täter für eine extreme, kleine Untergruppe des organisierten Menschenhandels und nicht um gewöhnlichen Menschenhandel, der zumeist in Zwangsarbeit und zur Prostitution führe.

Sex-Arbeiterinnen und Menschenrechte im Bild

Bild: Die Rechte der Prostituierten werden angefeindet, weil sie angeblich lediglich Teil des Menschenhandels sind


Sex-Arbeiterinnen, wie wir angeblich gar nicht so nennen sollten, weil Sex-Arbeit keine „Arbeit“ ist, mit der ein Mehrwert erzielt wird, sollen keine Rechte haben – sagen manche Feministinnen. Die Argumentation: Wenn man ihnen die Menschenrechte zuerkennen würde, die jeder frei geborene Mensch ganz selbstverständlich hat, dann würden wie auch den Kriminellen in ihrem Umfeld Tür und Tor öffnen.

Die Argumente sind hinlänglich bekannt. Und nahezu jeder, sogar die Chefredakteurin der größten Bremer Tageszeitung, hat sich schon dazu geäußert. In Deutschland ist das Thema wohlfeil, weil Prostitution zwar gewissen Einschränkungen unterliegt, aber nicht bestraft wird. Weil das „Experiment“ zumindest aus der Sicht der Feministinnen „gescheitert“ ist, wird nun durch eine „konzertierte Aktion“ bekannter Frauenrechtlerinnen, Autorinnen und Politikerinnen versucht, die Liberalisierung als moralisch verwerflich anzuprangern.

In anderen Ländern wird das Thema auch kontrovers behandelt, teils auch vehement und mit geballter feministischer Energie. Doch einige Stimmen weichen davon ab. Das oben dargestellt Bild der 31-jährigen New Yorker Grafikerin und Autorin Molly Crabapple, zeigt, um was es geht. Die im Hintergrund stehende Prostituierte versucht, die Menschenrechte für sich zu bemühen, während die im Vordergrund stehende Kampagnenreiterin behauptet, jede Art von Sexarbeit begünstige den Menschenhandel.

Beide Standpunkte sind offenbar unvereinbar miteinander.

Bild: © 2015 by Molly Crabapple.