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Eine persönliche Nachricht an meine Leser zur Partnersuche

Der Herausgeber
Ich habe hier längere Zeit keine Beiträge zum Dating mehr geschrieben, weil ich mit anderen Tätigkeiten beschäftigt war. Zugleich habe ich das Konzept für die Frage „wie finde ich einen Partner“ etwas verändert. Unter anderem habe ich aus meiner langjährigen Erfahrung mehrere Wege zusammengestellt, wie ihre euren Partner (oder eure Partnerin) finden könnt.

Um nicht missverstanden zu werden: Alles, was ich zuvor schrieb, ist weiterhin gültig. Allerdings haben sich die Möglichkeiten und Bedingungen der Partnersuche in den letzten Jahren verändert. Teilweise suchen die jungen Leute ihre Partner so, wie man es vor 50 Jahren tat: halb zufällig, halb gezielt - und zwar wo immer man ihnen begegnete. Andererseits suchen viele ihre Partner heute über Apps, und das gleicht eher einem Spiel. Schließlich gibt es weiterhin Online-Dating traditioneller Art, für die sich der Markenname „PARSHIP“ durchgesetzt hat. Immerhin spricht man neuerdings von „parshippen“ - wenngleich das Wort nicht im „DUDEN“ erscheint. Hingegen ist „tindern“ (Per App „Tinder“ einen Partner zu suchen) inzwischen ein Wort, das du im Duden findest. Auch die Partnervermittler und die Privat-Zeitungsanzeigen sind nicht ganz verschwunden, doch trifft man dort eher „gesetztere“ Menschen an.

Daraus ergibt sich folgendes Bild unterschiedlicher Möglichkeiten:

Nah oder Fern

- Die traditionelle „Nahsuche“, also das Suchen in unmittelbarer Nähe, existiert weiterhin - vom Sandkasten über die Schule und den Bekanntenkreis der Verwandten bis hin zu Studium und Arbeitsumgebung.

- Die „Fernsuche“ ist nicht wirklich neu, war aber früher nur dem Adel und reisenden Kaufleuten oder Handwerkern vorbehalten. Heute umfasst die „Suche in der Ferne“ sowohl Nachbarstädte wie auch ferne Gemeinden oder Bundesländer - und sie geht sogar über die Landesgrenzen und Kontinente hinaus.

Gezielt oder „Schrotschussmethode“?

- Wenn sich jemand wirklich entschließt, einen Partner(eine Partnerin) zu finden, ist die gezielte Suche das Mittel der Wahl. „Gezielt“ zu suchen heißt nicht, eine Menge Kriterien zu haben und zu schauen, dass alle zutreffen. Vielmehr legst du zwei oder drei Hauptkriterien fest, die du unbedingt von deinem Partner erwartest, und nach denen wählst du aus. Du kannst Nebenkriterien festlegen, aber ich empfehle es dir nicht. Sieh dir die Menschen an, die den Hauptkriterien entsprechen, und entscheide dann, ob du die übrigen Merkmale der Person schätzt.

- Die Schrotschussmethode - auch Dynamitfischen genannt - ist dann angebracht, wenn du viel Zeit hast oder unsicher bist, wen du wirklich treffen willst. Bei dieser Methode schreibst du einfach alle Frauen (Männer) an, die dir „irgendwie“ gefallen, triffst dich mit ihnen, falls sie mit dir in Kontakt treten und siehst sie dir dann an, ob sie dir gefallen.

Die Folgen für dein Leben

Wie immer und überall gibt es täglich Veränderungen in unserem Leben, und manchmal gibt es auch Trends, denen wir folgen. Aber es gibt eben auch natürliche Phänomene, die wir nicht wirklich „Im Griff“ haben, und Vorstellungen, die sehr langlebig sind, ohne dass sie wirklich einen Sinn haben.

Wieder mal DNA-Dating

Ach nee … da hat doch mal wieder jemand eine Geschäftsidee gehabt.

Und ich zitiere mal:

Die Geschäftsidee besteht darin, mithilfe von DNA-Vergleichen sicherzustellen, dass Menschen, die dieselben genetischen Mutationen für Krankheiten wie die Tay-Sachs-Krankheit oder Mukoviszidose besitzen, sich nie begegnen, verlieben und Kinder haben.

Dazu müsste man nun beurteilen, wie groß das Risiko überhaupt ist, dass entsprechend vorgeprägte Menschen einander begegnen. Zudem müsste man den potenziellen Erfolg der Dating-App bemessen können. Und drittes ist die Erkennung unbekannter Erbkrankheiten eigentlich ein Problem der Medizin.

Alte Idee, neu verpackt

Das alles lässt vermuten, dass die Idee so doll nicht ist. Denn beim Online-Dating kommt es drauf an, aus einer Vielzahl von Partnern in einer relativen Nähe auswählen zu können. Die Möglichkeit, auf unbekannte genetische Risiken zu treffen, ist dabei ausgesprochen gering.

Also verkauft der Erfinder einen Zusatznutzen, den nur wenige Menschen benötigen. Laut Presseberichten soll er sozusagen als „Mehrwertdienst“ an Partneragenturen angehängt werden. Es geht also darum, etwas zu verkaufen: DNA-Tests. Erneutes Zitat:

Dem Harvard-Professor zufolge könnten sie in den Abonnementpreis für Dating-Diensten einfließen, der etwa 50 Dollar pro Monat betragen kann. Der Harvard-Professor hat das Startup nach eigenen Angaben zusammen mit anderen Investoren, die er nicht nennen wollte, mitfinanziert.


Die Diskussion über die neue App ist unter den üblichen Verdächtigen heiß entbrannt – entbehrt aber jeder Grundlage. Es ist eine dieser aufgeblasenen Diskussionen, die im Grund ohne jeden Anlass von selbst ernannten Aktivisten und Ideologen in die Welt gesetzt wird.

Und zudem: DNA-Tests zur Kompatibilität sind wirklich nichts Neues – daran haben sich schon zahlreiche „Erfinder“ versucht.

Wenn euch der Test aus gesundheitlichen Gründen interessiert, gibt es eine gute Möglichkeit, sicher zu sein: Zum Arzt deines Vertrauens zu gehen, bevor du heiratest oder dir Kinder wünscht.

Zitate: Heise
Heise beruft sich auf Popularmechanics
Und das alles ist nicht neu: Das Erste

Partnersuche: Gefunden werden wollen

Jüngst wurde ich gebeten, eine Frage zum Online-Dating zu beantworten. Es war nicht DIE FRAGE, aber ich habe dennoch DIE ANTWORT nachgeschoben:

Suchen ist seliger als gefunden werden wollen.


Irgendwie habe ich von den Meinungen anderer gelernt, dass auch „Jungs“ (Männer jeden Alters, wer sonst) sich vorstellen, „irgendwie gefunden“ zu werden. Was dazu führen kann, mit jedem beliebigen Schrott geködert zu werden. Von „schicke erst mal Mäuse rüber“ bis „wir hätten da noch so einen Klub, in man man sich treffen kann.“

Frauen saßen lange Zeit auf den gleichen Bahnhöfen. Sie erwarteten, dass ein ICE sie auf einem Provinzbahnhof abholen würde. Ihr wisst sicher, dass sie in der Provinz (hoffentlich) nicht halten. Stattdessen haben findige Jungs (ja, wieder jeglichen Alters) sie in ihre Kuschelabteile gelockt und am Ende der Reise wieder rausgeschmissen.

Und all das ist so gewesen, weil sie bitteschön „gefunden“ werden wollten.

Also - bitte merken: Suchen heißt nicht, auf Provinzbahnhöfen zu warten, bis ein ICE hält.

Frauen und Online-Dating: Du brauchst aussagefähige Fotos!

Du brauchst aussagefähige Fotos für seriöses Dating, Casual Dating oder intime Begegnungen?
Es wird dich überraschen, dass sie ähnlichen Grundbedingungen folgen.

Rat für die Fotos beim Online-Dating gibt dir jeder, weil Rat billig ist. Wir haben uns ganz woanders erkundigt: dort, wo Stil und erotische Erscheinung eine größere Rolle spielen als bei einem simplen Selfie oder einer Amateur-Aufnahme mit dem Handy. Um es klar zu sagen: Wir haben uns im hochpreisigen Bereich von „Begleiterinnen“ umgesehen.

Und alles fängt an … mit dir und der Wahl des Fotografen. Denn du brauchst einen guten Porträtfotografen, der mehr kann als eine Kamera auf dich halten.

Ich drücke es mal einfach aus:

1. Du musst sagen können, wie und auf wen du wirken willst.
2. Der Fotograf muss diein Anliegen kennen und darauf vorbereitet sein. Es ist ein Unterschied, ob du einige sinnliche Begegnungen suchst oder ob du auf eine Ehe zusteuerst.
3. Du brauchst einen Friseur/eine Friseurin, eine Kosmetikerin und mehrere Bekleidungsstücke, die typisch für dich und deine Absichten sind.
4. In dem Sonderfall, dass du „Casual Dates“ suchst, brauchst du möglicherweise auch verschiedene Dessous. Tipp: Solche Bilder von sich zu haben, schadet nie.
5. Sei offen zum Fotografen. Er (sie) wird ein Gespräch mit dir suchen, wie du aussehen und wirken willst – tut er (sie) es nicht, ist er (sie) kein professioneller Fotograf.

Obwohl Kleidung sehr wichtig ist, stimmte der Satz „Kleider machen Leute“ beim Foto nicht. Das Wichtigste ist deine Haltung, die am besten wirkt, wenn du offen und selbstbewusst daherkommst.

Lebenspartner oder etwas anderes?

Vor allem Frauen leben im Konflikt, ob sie sich als solide darstellen wollen oder als sinnlich-attraktiv. Wenn das mit einem einzigen Foto gelingen soll, wird es schwierig – dann brauchst du mehrere Fotos, die beide Seiten von dir zeigen.

Je exklusiver der Mann sein soll, den du suchst, umso mehr gehören Fotos in einem individuellen, aber durchaus auch formalen Outfit mit sinnlichem Anklang dazu. Egal, ob du seine Ehefrau werden willst oder seine Begleiterin: Ihr werdet in der Öffentlichkeit auftreten müssen.

Gemischte Gefühle – eindeutige Gefühle

Sicher ist: Männer suchen eine selbstbewusste, sinnliche und möglichst schöne Frau – vor allem, wenn du unter 35 bist. Auch wenn du das Attribut „sportlich“ im Sinne hast, bedeutet dies nicht, dass du dich im Wald mit Jogging-Anzug fotografieren lassen solltest. Es gibt angeblich Studien, die aussagen, „spontane“ Fotos würden am besten beim Dating wirken. In Wahrheit wirken professionelle Aufnahmen aber wesentlich besser, in denen deine Spontanität dargestellt wird.

Jedes Foto, auf dem du weder „aalglatt“ noch belanglos aussiehst, hinterlässt beim Betrachter mehrere, manchmal auch durchaus unterschiedliche Eindrücke. Das musst du in Kauf nehmen – zwar kann der Fotograf dir helfen, so auszusehen, wie du gerne wirken würdest – du wirst aber dennoch auf unterschiedliche Männer auch etwas abweichend wirken. Das ist also normal. Unnormal sehen Menschen meist aus, wenn sie auf einem Stuhl sitzend „abfotografiert“ wurden. Das gilt für Aufnahmen in Freizeitkleidung, Formalkleidung und Dessous gleichermaßen. Zu eindeutig auf „brav und bieder“ zu machen erzeugt ebenso einseitige Gefühle wie sich zu sehr mit sinnlichen Attributen zu schmücken.

Also: Wähl dein Fotostudio und deine Fotografin/deinen Fotografen mit bedacht.

Was sollen eigentlich Expertenmeinungen zur Partnersuche bewirken?

Die Welt ist voller Negativberichte über Dates. Dieser Tage las ich mehrfach einen Beitrag des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Das versucht, unter dem Deckmantel der Objektivität und mithilfe eines Paartherapeuten so mehrdeutig wie möglich zu antworten. Ich gestehe: Wüsste ich nichts von der modernen Partnersuche, so würde ich von diesem Artikel abschrecken lassen.

Zitat (Frage an den Therapeuten und Antwort) :

Wie stehst du zu Online Dating? Ich habe mich oft etwas rausgewunden aus den Fragen. Weil ich fast nur Negatives höre über Online Dating.


„Ich höre nur Negatives“ als Argument? Sicher, der Herr Therapeut benutzt einen Nachsatz, um alles zu relativieren:

Dies kann natürlich auch daran liegen, dass erfolgreiche Online-Dater nicht unbedingt bei mir landen.

Schön und gut – aber was ist die Botschaft? Weißes Rauschen? Redundanzen?

Alles Wissen nur vom Hörensagen?

Was der Therapeut „weiß“, ist nichts wirklich Besonderes: Frauen sind begehrt, ihre Briefkästchen sind voll von Angeboten. Da stimmt, aber nicht für jede Altersgruppe. Aber selbst, falls die richtig sein sollte: Ist es deshalb ein Argument gegen Online-Dating? Irgendeine dusselige Verhaltensregel bestimmt, dass sich Frauen suchen und umschwärmen lassen müssen, und diesem Unsinn folgen viel zu viele Frauen da draußen. Besser wäre, selbst aktiv zu suchen.

Zum Zweiten sagt er dies: „Altersunterschiede sind groß“. Nein, das sind sie nicht … aber die Wünsche und Hoffnungen sind unterschiedlich. Vor allem, wenn man die Jagdmentalität der Männer als Maßstab nimmt: Der ältere Mann sucht was Schnuckeliges zum Vorzeigen und was Bewegliches fürs Bett – und was er dabei an Land zieht, muss nicht unbedingt für eine Langzeitbeziehung taugen. Ebenso flüchten manche „jüngere Männer“ in das Königreich der Erfahrungen, dass sie am ehesten bei etwas älteren Frauen finden.

Und sonst? Die Redundanzen nehmen kein Ende. Wir lesen, dass Dating-Situationen „etwas Künstliches“ hätten, und man „mehr Menschen treffen müsse, als einem lieb ist.

Wer am Ende des Artikels klüger geworden ist? Ich weiß es nicht.

Ich selbst wäre verwirrt, wenn ich dem Artikel Glauben schenken müsste und keine eigenen Erfahrungen oder sonst einen Einblick in die Partner-Märkte zu haben.