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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Ein sicheres Konzept zur Erfüllung deiner Beziehungs-Wünsche

Ich hatte schon fast vergessen, welche Formel ich seit jeher „predige“, wenn es um das Kennlernen geht. Nein, nicht ausschließlich um Online-Dating, sondern darum, jemanden für dauerhafte Lust und Liebe zu finden - inklusive Ehen zu schließen und Familien zu gründen.

Nun aber hat eine Bloggerin das Thema aufgegriffen. Es ist so einfach, dass es „auf einen Bierdeckel“ geht. Und ich könnte euch jeden Schritt in einem eigenen Artikel erklären – will ich aber nicht.

Und das ist die Formel: AIDA. In voller Länge ist sie vierteilig, und es gilt nur, die Schritte zu befolgen.

- Aufmerksamkeit erzeugen

Der erste Schritt heißt: Erzeuge Aufmerksamkeit. Du wirst nie jemandem finden, wenn Leute nicht auf dich aufmerksam werden. Das werden sie aber nur, wenn du sagen kannst, WER du bist und WEN du (hauptsächlich) für WAS suchst.

Das erkläre ich noch mal in Langform:

WER du bist interessiert jeden Mann, der dich treffen will. Und je mehr er sich binden will, umso genauer will er das wissen.

WEN du suchst, ist das Zweite, was wirklich wichtig ist. Allerdings interessiert sich kein Mann für deine „Anforderungen“, aber viele gute Männer interessieren sich für deine Wünsche. Denn deine Wünsche bestimmen, mit wem du ausgehen willst – und wo ihr beide dann landet.

Das WAS ist für den Mann ebenfalls interessant. Sag bitte nicht, dass doch jeder Mensch weiß, was eine „Beziehung“ ist. Mit jemandem eine Weltreise anzutreten, ist etwas anderes, als demnächst in ein Eigenheim einzuziehen. Und eine „wundervolle Beziehung“ ist nicht das Gleiche wie die Gründung einer Familie.


Das war schon die Hauptsache. Wenn du nicht weißt, was du willst, kommst du einfach irgendwohin. Meist in ein Bett und oft nicht länger als ein paar Stunden. Wenn du allerdings zu genau weißt, was du willst (alsbaldige Ehe und mindestens zwei Kinder), dann schreckst du Männer ab, die dich erst einmal ohne Druck kennenlernen wollen.

Die nächsten Schritte sind dann:

- Interesse wecken

Wenn jemand aufmerksam geworden ist, und er für dich infrage kommt, dann ist wichtig, dass du deine interessanten Seiten aufblätterst. Dabei wird dir auch auffallen, ob es gemeinsame Wünsche gibt, und du kannst versuchen, ihn über diese Wünsche an dich zu binden. Beim Kennenlernen ist „Interesse wecken“ etwas anderes als bei einer Schaubude auf dem Jahrmarkt. Im Grunde ist es deine Aufgabe bei jedem weiteren Date.

- Durchbruch für Entscheidungen

Das „D“ steht an sich für das englische Wort „Decision“ -Entscheidungen. Es kann sich dabei um das nächste Date handeln, aber auch bereits darum, mit ihm zu schlafen oder ein ganzes Wochenende oder gar einen kurzen Urlaub miteinander zu verbringen. Wenn du wirklich gut bist, bringst du die Entscheidung so vor, dass er nicht mehr „Nein“ sagen kann.

- Aktion, um es wirklich zu tun

Das letzte „A“ ist das Wichtigste. Wenn alles als „besprochen“ gilt, ist noch lange nicht klar, dass es auch passiert. Um ein populäres Beispiel für „Abschied nach dem ersten Date“ zu verwenden: „Willst du ein zweites Date?“ ist zu schwach, um eine Beziehung herzustellen. „Und „kannst du dir Sex mit mir vorstellen?“ sagt nicht aus, dass du es jetzt wirklich willst. Die Aktion setzt voraus, dass etwas wirklich passiert, nicht, dass es nur angedacht wird. Das heißt also: Was sein soll, wird jetzt vereinbart oder sogleich in die Tat umgesetzt.

Ich hoffe, ich habe euch damit nicht gelangweilt. Es ist das älteste Konzept, das wirklich funktioniert, um Entscheidungen herbeizuführen.

Die heikle Frage nach der Anzahl verflossener Sexpartner

Frage nicht ... es ist besser so
Wahrscheinlich hängt euch die Frage zum Hals heraus: „Wie viele Männer hattest du schon?“ Gemeint ist immer „vor mir“ und jede Antwort über „höchstens vier“ erzeugt bei den Kerlen Unbehagen. „Null“ ist natürlich auch nicht gut, zumal, wenn du schon hart gegen 30 gehst.

Männer machen sich oft überhaupt nicht klar, dass sie „Vorgänger“ hatten. Sie rechnen wohl damit, dass es mehr als die oft genannten drei bis fünf Partner waren. Leider ordnen sie Frauen schon in die „Schlampenkategorie“ ein, wenn es mehr als ein Dutzend unterschiedliche Männer waren.

Doch die Realität ist hart. Je mehr Dates jemand hatte, umso mehr erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es dabei zu „Intimkontakten“ kam. Behauptet wird, dass eines von drei bis fünf Dates feucht endet. Und wie viele Dates jemand hatte, kommt sehr darauf an, wie intensiv sie oder er die Partnersuche betreibt.

Online-Dating - die Möglichkeit steigert die Frequenz

Nehmen wir an, jemand sucht zwei Jahren einen Partner online. Die wirklich „Guten“ sind selten dabei, aber mit jedem Dritten bis Fünften lohnt es sich wenigstens, den sexuellen Durst zu löschen. Drei Dates im Monat sind keinesfalls zu viel - und es könnte einmal Sex bedeuten. Das ist wirklich nicht übertrieben viel. Und das ergibt dann im günstigsten Fall 24 Lover für eine Lebensphase. Das Beispiel mag zeigen, dass jemand in einem Leben, das aus mehreren Beziehungsabschnitten besteht, durchaus auf eine höhere Anzahl kommen kann. Normalerweise gilt die Annahme, dass die Möglichkeit, Sex zu haben, auch die Frequenz steigert. Wem das Rechenbeispiel dennoch zu gewagt erscheint, der muss die Statistiken ansehen - so fragwürdig sie auch sein mögen.

Besonders interessant ist aber, wie viele Liebhaber junge Frauen hatten, bevor sie 30 Jahre alt wurden. Denn das ist die Zeit, in der sich viele entschließen, sich zu binden. Wenden wir uns also zunächst ihnen zu.

Ein Blick auf die lästigen Statistiken – wie viele Lover bis 30?

Die Wissenschaft will festgestellt haben, dass die meisten Frauen tatsächlich relativ wenige Bettpartner hatten. Dazu haben wir das Alter, indem die Partnersuche zunächst einmal vorüber ist, mit 30 Jahren angesetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ein Viertel der Frauen noch nie oder bestenfalls einen Sexpartner. Etwa 30 Prozent fallen in die Gruppe derjenigen, die „das Übliche“ angaben, nämlich zwischen zwei und vier Partnern. Ein weiteres Viertel gab an, zwischen fünf und neun Sexpartnern gehabt zu haben und ein Fünftel, dass es deutlich mehr als zehn waren. (1)

Wie viele Lover hatten Frauen über 40?

Ob solche wissenschaftlichen Erhebungen zuverlässig sind, wird oft bestritten. Einzelpersonen geben durchaus an, einige Dutzend Sexpartner im Leben gehabt zu haben - sie gehen in Studien aber unter. Hinzu kommt, dass die Studien oft mit dem 45. Lebensjahr abschließen. Das Sexleben geht aber weiter, und behauptet wird, dass Frauen ab 40 noch einmal eine besonders intensive „Frühlingsphase“ durchleben. Eine Frau, die erzählte, sie habe über 100 Liebhaber gehabt, begründet das so (2):

Das Tolle ist, dass sie (die Frauen ab 40) die mentale Fähigkeit haben, all das Drama, das Sie in Ihren 20ern hatten, abzuschalten, wie etwa „Liebt er mich? Liebt er mich nicht?

Sie führt weiter aus, dass es für sie keine Rolle mehr spielte, ob er sie liebt. Es sei einfach so, dass sie den Moment genießt, wenn sie mit einem Mann das Bett teilt. Und in den letzten zehn Jahren habe sie mehr Männer gehabt als die meisten Frauen in ihrem ganzen Leben.

Das Fazit - kümmere dich nicht um die "vergangenen Sexpartner"

Nachdem dies alles gesagt ist, bleibt die Erkenntnis: Im Grunde ist keine Frage, wie viele Männer eine Frau hatte, sondern ob sie gerne mit ihnen Sex hatte.

Dazu noch ein Zitat: (3)

Die Wahrheit ist, dass es keine ideale Anzahl von Sexualpartnern gibt. Solange eine Person mit ihren sexuellen Erfahrungen glücklich und zufrieden ist ... und ob sie ziemlich häufig oder selten vorkommen, ist sie bereits an ihrem eigenen Ideal angelangt.

Im Grunde geht es niemanden etwas an, wie viele Sexpartner oder Sexpartnerinnen jemand hatte. Und Frauen neigen deutlich mehr als Männer dazu, die Frage nicht zuzulassen oder die Anzahl „herunterzuspielen“. Und letztlich: Wer zählt denn schon wirklich mit? Die meisten Menschen vergessen irgendwann, wer für kurze Zeit durch ihr Leben gezogen ist. Sie wollen sich daran erfreuen, was sie jetzt tun – und nicht nur im Bett.

Falls ihr fragt: „Und die Männer?“ Ja, auch über sie gäbe es etwas mehr zu sagen - aber nicht mehr heute.

Quellen:
(1)Statistiken aus der Forschung.
(2) MindBodyGreen (hier viele weitere Daten und Fakten)
(3) The Guardian - Reportage.

Paare sind Paare – nicht Ostdeutsche oder Westdeutsche

Die Anzahl der Paare, bei denen ein Teil aus dem so benannten „Ostdeutschland“, der andere aus dem ebenfalls so benannten „Westdeutschland“ stammt, ist stetig gewachsen. Nur: Das hat gar nichts mit „Ostdeutschland“ oder „Westdeutschland“ zu tun.

Ich lese (1):

Etwa drei Viertel der Ost-West-Paare leben in Westdeutschland und ein Viertel in Ostdeutschland, was in etwa proportional zur Verteilung der Bevölkerung ist. Außerdem haben Ost-West-Paare aufgrund ihrer recht jungen Geschichte ein etwas niedrigeres Durchschnittsalter und sind seltener miteinander verheiratet als Ost-Ost- beziehungsweise West-West-Paare.

Neben dem berühmten Online-Dating finden sich Paare auch dann, wenn sie sich (beispielsweise durch das Studium oder eine Beschäftigung in einem anderen Bundesland) örtlich nahekommen. Zudem grenzt manches „alte“ Bundesland inzwischen an ein „neues“ Bundesland. Da sind die Entfernungen überschaubar.

Soweit die Tatsachen. Dass es angeblich „so wenige“ sind, liegt an der mangelnden Mobilität aller Deutschen: Sie bevorzugen, ihren Partner oder ihre Partnerin in der Nachbarschaft kennenzulernen. Warum manche Paare lieber im Osten leben, andere aber im Westen, ist reine Spekulation. Leipzig hat ähnliche Attraktionen wie Hamburg, und auf der Straße hört man (zum Leidwesen der Sachsen) vielfältige Landessprachen aus dem In- und Ausland.

In der „Provinz“, in der auch ich wohne, ist es ein wenig anders: Sie ist teils überaltert, andernteils kann man noch überall Reste der DDR-Ideologien durch die Mauerritzen spüren. Besonders empfindlich sind Bürger, die sich durch die Wiedervereinigung (auch nach 30 Jahren) noch benachteiligt fühlen. Es ist schwierig, als sogenannter „Westdeutscher“ mit ihnen zu reden. Aber das muss man auch nicht unbedingt.

Zitat: und weitere Fakten: bib.

Der Morgen - kein Support vom Support, Beige Flaggen und Sinn in Beziehungen

Der Morgen begann heute mit einer E-Mail des „technischen Supports“, deren Inhalt jeder Beschreibung spottet. Ja, ich hatte einen Datenbankfehler, und das hättet ihr merken müssen, Serviceleute! Und je ein Datenbankfehler in zwei verschiedenen Datenbanken an derselben Stelle sollte eigentlich auffallen. Wie ich schon schrieb, habe ich die Fehler gestern beseitigt.

Pest des 21. Jahrhunderts: selbstherrlich Begriffe erfinden - beige Flaggen

Oh ja, der Morgen ringt es an den Tag: „Soziale Netzwerke“ sind eine Pest des 21. Jahrhunderts, weil jeder Blogger oder Netzwerker Begriffe erfinden kann, die dann auch über „offizielle Medien“ verbreitet werden.

Diesmal ist es die „Beige Flagge“ im Plural gebraucht als „beige Flag“. Damit wollte sich eine Tiktokerin aus der Masse an die Öffentlichkeit spülen – und hat es auch geschafft. Denn die „Beigen Flaggen“ stehen für – langweilige Datingpartner.

Und weil wir gerade beim Erfinden sind: Da gab es von der gleichen Netzwerkfrau noch den Begriff „Hot Girl Beige“. Das seien dann „Menschen“ („Girls“ wird nun vermieden), die (1)

… sehr attraktiv sind, sonst aber nicht viel zu bieten haben – oder zumindest auf ihren Profilen quasi nichts über ihren Charakter verraten.

Ich hoffe, dass der Tiktokerin wenigstens ein paar Begriffe zum „Charakter“ einfallen, die nicht den üblichen Standards entsprechen. Denn genau das ist der Knackpunkt bei jedem Profil.

Lesenswert in der NZZ - Beziehungen, therapeutisch gesehen

Ach ja, die NZZ sorgte für das Highlight des Tages. Der Artikel, mit Schweizer Sorgfalt geschrieben, ist lesenswert, und die Aussagen der Therapeutin (Valentina Rauch-Anderegg) klingen kompetent. Was mich ein bisschen störte, war die reißerische Überschrift: „Paartherapeutin aus Zürich über das Geheimnis der Liebe.“ Das bleibt eben ein Geheimnis, egal, was die NZZ da titelte.

Und etwas möchte ich euch noch zitieren (2):

Sich Zeit und Raum zu nehmen und zu geben, um das Wirgefühl zu stärken und sagen zu können: Wir sind ein Team gegen den Rest der Welt, wir packen das. Frischverliebte haben dieses Wirgefühl sehr stark. Sie pflegen es intuitiv. Dauert die Beziehung an, braucht es einen Willen und einen Effort (3) von beiden Seiten, um das Wirgefühl zu stärken.

Das ist zwar nicht das Geheimnis der Liebe, aber einer ihrer Grundpfeiler: das ICH zu erkennen, da DU zu erforschen, ein WIR aufzubauen – und alle dreien dann Raum zum atmen zu lassen.

(1) l'essentiel

(2) NZZ

(3) Schweizerisch für "Eine Anstrengung".

Der „neue“ Geheimcode beim Dating

Voraussichtlich nicht voll kompatibel
Aufgepasst, Singles dieser Erde! Es gibt einen „neuen Geheimcode“ für die Übereinstimmung von Paaren, denn „schon die kleinste Ungereimtheit kann beim Online-Dating das Aus bedeuten.“

Merkwürdigerweise scheint der Autor/die Autorin dann doch etwas unsicher über die Zuverlässigkeit des „geheimen Codes“ zu sein, denn er sei „der Kompatibilität der Sternzeichen“ vergleichbar. Die wiederum ist vergleichbar mit Kartenschlagen und Auspendeln.

Immerhin heißt es, dass „nun die psychologischen Merkmale relevant“ seien.

Der „neue“ Geheimcode ist ein Verfahren, dass fast nur noch in den USA gebräuchlich ist, wo es in der Tat vehemente Bewunderer hat. Was es mit Psychologie zu tun hat, ist umstritten, aber die Erfinderinnen, Katharine Cook Briggs und Isabel Myers waren von ihm überzeugt. Sie führten ihn auf einen der Urväter der Psychologie zurück, auf Carl Gustav Jung. Der letztgenannte ist bei vielen Menschen immer noch eine Art Halbgott der Wissenschaft, obgleich seine Persönlichkeitstheorie reichlich angejahrt ist. Damit der Zeitrahmen deutlich wird: Der Test wurde 1948 entwickelt. Die Forschungen Jungs wurden im Jahr 1921, also vor mehr als hundert Jahren abgeschlossen.

So weit also zum „neuen“ Geheimcode.

Wer nun nicht mehr „ein noch aus“ weiß vor richtigen und falschen Informationen, dem kann ich dies sagen:

Kein Persönlichkeitstest gibt zuverlässig Antwort auf das tatsächliche gegenwärtige und zukünftige Verhalten.

Und irgendwie mussten das auch noch die Autoren von „heute.at“ mitgekriegt haben, die am Ende schreiben:

Beim Online-Dating lässt sich allgemein dazu sagen, dass einem die Gelegenheit seinen Traumpartner zu finden entgehen kann, wenn man zu sehr auf die Testresultate achtet.

Die „Testresultate“ sind bei nahezu jeder Sichtweise „zweite Wahl“, weil für den „gewöhnlichen Single“ Nähe, soziales Umfeld und „pure Sympathie“ mehr zählen als die „Kompatibilität“. Wenn einem nämlich gar nichts mehr einfällt, dann helfen Fremdwörter wie eben jene „Kompatibilität“. Das bedeutet ungefähr so viel wie „passt zusammen“. Und ob man wenigstens mal im groben „Zusammenpasst“, entscheidet die Begegnung, auf Neuhochdeutsch das „Date“.


Referenz: Heute.at Bild:Liebesverlag.de