Skip to content
Werbung Email:

Gladiatorin mit Peitsche

Da stimmt gar nichts - aber sie macht sich gut, nicht wahr?
Diese Gladiatorin mit Peitsche ist etwas jüngeren Datums als die anderen Peitschenladys. Sie tauchte auf dem Titelbild eines Romans aus den 1960er Jahren auf. Armer Legionär - oder wer auch immer du bist.

Hinweis zum Bild: Wir wissen nur, dass es einem Buchtitel entnommen wurde - sonst gar nichts.

Serie: Peitschenladys - die Strafe der geflochteten Seidenpeitsche

Eine der wenigen Illustrationen den mit Erotik durchsetzten Groschenromanen, die von einer Frau stammen: Von Margaret Brundage. Ihr Zeichenstift ist unverkennbar weiblich – und selbst der brutalsten Gewalt gewinnt sie noch Schönheit ab, wie andere Illustrationen belegen.

Die Geschichte gehört zur „Fantasy-Literatur“. Conan the Cimmerian and Natala the Brythunian sind die einzigen Überlebenden einer fiktiven Armee. Nach einer langen Wanderung durch die Wüste und bereits völlig entkräftet, erreichen sie eine Stadt, in der ein monströser Dämon herrscht. Doch nicht nur das: eine betörend schöne Frau, Thalis, begehrt Conan, und um ihn ganz für sich zu haben, versucht sie, Natala aus dem Weg zu schaffen, indem sie Natala dem Dämon zum Fraß vorwerfen will. Doch bevor sie das tut, will sie sich noch rächen.

Die Szene auf dem Titelblatt wird so geschildert: (Texte aus der Novelle)

Jeder Schlag rief angsterfüllte Schreie hervor. Die Schläge, die Natala auf den Sklavenmärkten von Shemite erhielt, verblassten dagegen zur Bedeutungslosigkeit. Sie hatte nie geahnt, wie stark die strafende Wirkung einer Peitsche sein könnte, die aus handgewebten Seidensträngen bestand. Die Streiche waren ungewöhnlich schmerzhaft, mehr als jede Art von Birkenruten oder Lederriemen. Sie flüsterten boshaft, wenn sie die Luft durchschnitten.


Wie immer siegen am Ende natürlich die Guten.

Wurde die Sequenz absichtlich eingebaut, damit sie auf dem Titelblatt illustriert werden konnte?

Aber wie kam es eigentlich dazu, dass der Titel des Weird Tales“-Magazins sich überhaupt auf diese relativ kurze Szene bezog?

Es heißt, dass die Szene nur deshalb in die Geschichte eingebaut wurde, damit der Autor Robert E. Howard auf die Titelseite des Magazins kam. Angeblich soll der Herausgeber Farnsworth Wright solche Szenen geliebt haben – ob er sie selbst mochte oder ob er sich Leser von dem Köder einer peitschenden Frau auf dem Titelbild versprach, ist nicht übermittelt.

Achtung! Die bildlichen Darstellungen werden hier nur zu Dokumentationszwecken veröffentlicht. Es handelt sich um historische Magazine bzw. Darstellungen, deren © weitgehend unbekannt ist.

Serie: Peitschenladys - die Dschungel-Lady mit der Bullenpeitsche

Diese schöne Dame aus dem Dschungel führ die Bullenpeitsche


Ein weiteres Beispiel aus dem Dschungel - der Herr unten scheint sich zu fürchten, aber insgesamt wirkt die Szene nicht bedrohlich. obwohl die Peitsche optisch in eine heftige Bewegung versetzt wurde.

Abenteuer- und Dschungelromane waren eine beliebte Möglichkeit, um die Heldin oder den Helden von fremden, exotischen Menschen peitschen zu lassen. Ich werde Ihnen in einem weiteren Beispiel zeigen, dass dies in alle Richtungen ging: Mal wurde die Frau gepeitscht, mal der Mann. Und die Folterer, die sich der Macht des Bösen verschreiben hatten, waren selbstverständlich auch gelegentlich weiblich.

Achtung! Die bildlichen Darstellungen werden hier nur zu Dokumentationszwecken veröffentlicht. Es handelt sich um historische Magazine bzw. Darstellungen, deren © weitgehend unbekannt ist.

Anmerkungen zu einer Serie von "Peitschenladys"

Peitschenladies und ihre öffentliche Darstellung - in dieser Folge: merkwürdige Fotos

Sie sollen einschüchtern und dennoch feminin wirken. Wer das realisieren will, ist als Fotograf wirklich gefordert. Und weil dies so ist, sehen die Damen alle irgendwie plakativ aus: Meist sind sie schlank, unnatürlich in eine Kleidung verpackt, die nicht recht passen will, mit merkwürdigen Kostümen verziert, die eher an Fetisch-Magazine als an weibliche Dominanz erinnern.

Eine Deko-Peitsche und ein paar Dessous?
Die Kamera des Fotografen sucht sich gelegentlich die Perspektive des lüsternen Männleins: Sie liegt ihr zu Füßen, der Dame, die ihrerseits mit versteinertem Blick oder hämischem Grinsen auf den Wurm zu ihren Füßen hinabblickt.

Die Damen erweisen sich allerdings während des Fotografierens durchaus als sensibel, manchmal gar als eitel, sind nicht so harsch, wie sie auf ihre Kunden wirken. Wie sollen sie denn sein? Möglichst typisch. Der Kunde kauft Illusionen, die er entweder in ähnlicher Form schon einmal erlebt hat, oder er möchte die Dame so sehen, wie er sie in einem pornografischen Film gesehen hat.

Die Bilder, die später entstehen, wirken gekünstelt, gleich, wie viel Mühe sich der Fotograf gab. Die Zeiten, als Mr. Claw sein Model Betty Page irgendwie in den Raum stellen konnte, eine Peitsche mühevoll in der Hand haltend, sind vorbei. Aber die Fotos wirken noch immer noch ähnlich leblos.

Eine Illusion ist nur schwer darstellbar. Die Künstler der Vergangenheit haben dies besser gekonnt. Und heute? Da sollen ein erstarrter, angeblich herrischer Blick, ein Latex-Outfit und eine Peitsche in der Hand einen Eindruck davon vermitteln, wie harsch, unnahbar und brutal die Lady sein kann?

Was meinen Sie? Und interessiert Sie dies Thema überhaupt?

Das © des Bildes ist nicht feststellbar