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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Was Frauen angeblich über „Männermaterial“ denken

Wir hören und lesen ständig von ähnlichen „Gründen“, wenn von den angeblichen oder tatsächlichen Schwierigkeiten bei der Partnersuche die Rede ist:

1. Frauen sind finanziell unabhängiger geworden – eine Ehe ist demnach optional.
2. Kinderlos zu sein ist durch den Zeitgeist mehr in den Fokus gerückt.
3. Feministisches Bewusstsein führt zu einem neuen Selbstwert.

Das bedeutet, so folgern viele Autoren in ähnlicher Weise:

(Diese Frauen …) verlieren das Interesse, sich den Mühlen eines nachhaltigen Beziehungsaufbaus zu unterziehen.

Bliebe zu ergänzen: Auch Männer verlieren das Interesse, sich ständig nach den relativ hohen Vorgaben der Frauen zu orientieren. Wenn ein Mann angeblich „keiner Frau genügt“, dann wird er nach und nach aufgeben, sich für feste Beziehungen zu interessieren.

Das Problem der Frauen steht in der Berichterstattung leider oft im Vordergrund. Sie geben oftmals an, das „Männermaterial“, habe in der heutigen Zeit kein Benehmen und keine Kommunikationsfähigkeit mehr.

„Männermaterial“? Was wäre, wenn Männer so über das „Frauenmaterial“ sprechen würden? Und woher nehmen Frauen eigentlich die Überzeugung, sie würden besser kommunizieren können?

Fragen über Fragen, die wir uns wirklich stellen sollten.

Beispiel aus der Presse (und Ursprung des gekürzten Zitats)


Die weiteren Aussichten … einsame Tage und lauter Lügen

Einsame Tage und Nächte trotz „guter“ Ratschläge?

Mal ehrlich … das ist inzwischen absolut normal. Denn diejenigen unter euch, die viel wollen und kaum etwas zu bieten haben, sind beliebte Opfer für falsche Versprechungen.

Vor einigen Jahren las ich die Annonce (damals noch in der Zeitung:) „Suche einen Mann als Begleiter, Freund und Liebhaber … möglichst in einer Person“. Das ist brutal ehrlich – und kann so auch durchaus akzeptiert werden.

Freund gesucht - oder flirtbereiten Liebhaber?

Aber warum suchen manche Frauen einen wirklich guten Freund und beklagen sich dann, dass der Kandidat „nicht mit ihnen geflirtet“ hat? Da werden Männer selbstverständlich verunsichert. Suchen diese Frauen Schauspieler, die mal den Lebensberater im Mann spielen, dann aber wieder den ausdauernden Liebhaber?

Nein, dies ist nicht mein Thema – es ist das Dauerthema der „Friendzone“, in die Männer fallen. Was heißt: Du als Freund bist der treue, zuverlässige Anker im Leben der Spielerin. Und sie versucht weiterhin, mit vollem Einsatz einen Universalmann an Land zu ziehen, der sich „für alles“ eignet. Und vielleicht darfst du dir sogar noch all die Storys anhören, die sich dabei ergeben haben – feuchte Geschichten, versteht sich.

Arrangementst für Sex - möglich, aber auf Dauer auch befriedigend?

Man kann – frau auch. Sich zum Beispiel entschließen, die lustvollen Momente auf eine Nacht, ein Wochenende oder ein paar Tage zu beschränken. Wem das genug ist – der soll es tun. Ein paar Freunde zum Ausgehen, ein paar Freundinnen für die Psyche – das geht schon, jedenfalls eine Zeit lang.

Die Branche und ihre "guten Ratschläge"

Die „Branche“ bombardiert zurzeit die Presse damit, dass alles ganz anders ist, als es für Herrn oder Frau Mustermann aussieht. Der Tenor ist immer gleich: Du musst nur … irgendeinen Blödsinn glauben oder tun. Dann wird es schon was – also Mann, ab in die Muckibude. Und Frau – mach was anderes mit deinen Haaren, deiner Haut, deiner Kleidung.

Letztendlich heißt dies nur: Mach alles, was andere auch tun, nur viel mehr davon.

Wer glaubt denn an so etwas? Du?

Ich hoffe nicht.

Übrigens: Du kannst das alles ändern. Dieser Artikel wurde geschrieben, um dich wachzurütteln: Geh nicht mit den Massen, sondern finde deinen eigenen Weg durchs Leben.

Sexuelle Verrohung und blumiger Sex

Was ist eigentlich „Hardcore“ und was „Blümchensex“?

Die WELT schreibt in einem der Artikel, die nur Abonnenten zugänglich ist:

Was früher als Hardcore wahrgenommen wurde, gilt heute als Blümchensex.

Na schön – offensichtlich ist mit „Hardcore“ eine pornografische Richtung gemeint, die an den Kern der Sache geht – nämlich an den Geschlechtsakt. Solche Produktionen wurden auch als „XXX-Pornografie“ bezeichnet.

Und Blümchensex?

Oh ja, Blümchensex – der stand einmal für junge Paare, die den Sex selbst ergründen wollten – mit ganz viel Forschersinn, aber wenig Mut, den Deckel vom Topf zu nehmen. Ja, so ungefähr wie bei den Blümchen, die von den Bienen besucht werden ... also äußerst harmlos. Dennoch wurde dieses Tun einstmals mit Argwohn betrachtet - man denke, vor der Ehe ...

Diese Art von Sex wurde einst auch als „Coitus germanicus simplex“ bezeichnet, also so ungefähr als „deutschen Feld-, Wald- und Wiesensex.“

Für Feld, Wald oder Wiese ist es gegenwärtig zu kalt, findet ihr nicht?

Oder befürchtet man, das der verrohte Sex etwa die Eisschicht abschmilzt, die jetzt noch still und schweigend auf Teichen und Tümpeln liegt?

Na schön - also bitte keien Hardcore-Aktivitäten auf dem Eis ... es könnte unter euch schmelzen.

Übrigens: Gramse bleibt Gramse, auch 2026.

Warum du manchmal besser auf dich selbst hörst ...

Warum du manchmal besser auf dich selbst hörst … und warum ich gelegentlich über Partnersuche schweige


Ich bin derzeit mit einem neuen Projekt beschäftigt, das sich mit dem Geben und Nehmen im Alltag beschäftigt. Dazu gehört zwar auch jede Form von „Beziehung“, aber eben nicht ausschließlich die Partnersuche, die inzwischen unter dem Begriff „Dating“ läuft.

Wer den Zustand der Partnersuche beurteilen will, sollte die Presse lesen. Entweder, sie redet dabei von „Generation Z“ oder sie übernimmt Beiträge von Autoren und Institutionen, die das „Pro und Contra“ des Online-Datings abbilden.

Ein Teil der Presse fällt dabei auf die Betreiber von Online-Dating-Seiten herein, ein anderer Teil verweist auf die von Gesundheitsorganisationen befeuerte Diskussion um das angebliche „Dating Blackout“.

Alle diese Themen sind völlig unbrauchbar, um die Wahrheit über Partnersuche und Partnerwahl herauszufinden. Dabei ist es gleichgültig, wie viel angebliche „Wissenschaft“ in den Artikeln zu finden ist oder was jüngst „enthüllt“ wurde.

Vergiss die Sprechblasen der Presse und Netzwerke - hör auf dich selbst

Wer an den großen Sprechblasen Freude hat, die ich täglich in der Presse vorfinde, der mag das tun. Aber im Grunde wäre nötig, sich selbst darüber klar zu werden, was jeder von uns aus Selbstsucht versäumt, wenn er (oder sie) keine Beziehung eingeht. Oder mal flapsig: Die Emotionskonten werden nicht gefüllt, wenn du „zu stolz“ bist, eine Beziehung einzugehen.

Gibt es wirklich eine "Dating-Krise"?

Die angebliche Dating-Krise ist ein Phänomen des Zeitgeistes – mehr nicht. Wer sich selbst realistisch sieht und den Austausch eigener Gefühle mit anderen versucht, hat in jedem Fall mehr Erfolg bei der Partnersuche. Und wenn du eine solche Person bist, dann wirst du kaum auf den Beschuss mit Meinungen hereinfallen, die über „soziale Netzwerke“ verbreitet werden.

Frauen, Geld, "chalant" sein, Partnersuche und Presse

Wenn finanzielle Stabilität ein Kriterium für die Partnerwahl der Frauen sind, ist dies keine Schande. Die Frage ist aber, warum diese Beobachtung in Nebensätzen auftaucht, während die „edleren Motive“ ausführlich abgehandelt werden.

Dazu lese ich: (1)

Für fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) bedeutet „sich Mühe geben“ vor allem, konkrete Pläne im Voraus zu machen.

Fragt sich natürlich, wie konkret oder auch realistisch die Pläne beispielsweise im Alter von 25 Jahren bereits sind. Einige Zeilen später lesen wir dann (1):

Immerhin geben über drei Viertel aller heterosexuellen weiblichen Befragten (78 Prozent) an, dass ihnen finanzielle Stabilität wichtig sei.

Dating-Anbieter als Quelle

Diese und viele ähnliche Artikel (2,3) beziehen sich übrigens auf die Studie eines Dating-Anbieters. Und die zitierte Zeitung schrieb dann noch etwas - nämlich, dass ein hoher Prozentsatz der untersuchten User in ihren Profilen nach „chalanten“ Personen suche.

Kurz und bündig: Das Wort gibt es nicht, werde im Deutschen noch im Englischen (4). Es ist eine der üblichen Verballhornungen der sozialen Medien oder eine Art „Jugendjargon“. Wenn es das Gegenteil von „nonchalant“ sein soll, dann wäre eine „chalante“ Person ein „ernsthafter Kümmerer“, aber auch jemand der nicht locker, verkrampft oder schlicht konservativ ist.

Tipp für Singles

Das Beste wäre, dieses Wort aus allen Texten zu entfernen, in denen es benutzt wird. Für eine ernsthafte, bewusste Partnersuche gibt es genügend andere, meist zutreffendere Bezeichnungen. Und wer sich selbst oder andere als „Chalant“ einstuft, riskiert, dass er (oder sie) missverstanden wird. Beschreibe dich, wie du wirklich bist und nutze für die Suche Wörter, die jeder verstehen kann.

Und das will eigentlich niemand.

(1) WELT

(2) Esquire
https://www.esquire.de/news/gesellschaft/money-money-money-diese-rolle-spielt-geld-im-dating

(3) Cosmopolitan
https://www.cosmopolitan.com/relationships/a69033235/chalance-tiktok-dating/

(4) Andere Definition Urban Dictionary https://www.urbandictionary.com/define.php?term=chalant