Skip to content
 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Die Woche: selber denken – den Zeitgeist verlassen

Warum du alles Denken und fast alles sagen darfst – und wie sich die Sache mit der Höflichkeit verhält.

Was du bestimmt nicht sagen darfst, regeln Gesetze, die zum Schutz der Persönlichkeit geschaffen wurden – und falls du Fragen dazu hast, ist ein Jurist die richtige Adresse.

Weichgespülte Sprache, aufgezwungene Begriffe

Außerhalb dieser Bereiche steht das, was man „soziale Sanktionen“ nennt. Ein Beispiel wäre, stets auf „sozialer Korrektheit“ zu bestehen, also darauf, andere nur so zu benennen, dass die Ausdrücke möglichst „weichgespült“ werden. Diese Kunstsprache macht insbesondere Autoren zu schaffen, denn der Alltagsmensch redet nicht so.

Die andere Seite der Medaille ist, dass wir manchmal genötigt werden, die Sprache von Minderheiten zu übernehmen – auch für uns selbst. Das heißt, dass sich die Massen der Sprachregelung von Minderheiten oder sozialen Untergruppen anpassen „müssen“, wenn sie nicht sozial geächtet werden wollen. Ein allgemeines Beispiel ist, angeblich „heterosexuell“ zu sein. Wer es ist, der ist es nur aus der Sicht der LGBT*-Gemeinschaft, die wahlweise auch den Ausdruck „CIS-Gender“ benutzt.

Frauen in bestimmter Weise wahrnehmen und "Gendern"

Ein anderes Beispiel ist das „Gendern“, das wir aus der gleichen Ecke übernehmen sollen – allerdings auch von Sozialwissenschaftlern, die damit einer Ideologie folgen. Zu den Nötigungen gehört auch, über Frauen in einer ganz bestimmten Weise zu schreiben – die Persönlichkeit soll im Vordergrund stehen, der Körper soll im Hintergrund verschwinden. Dieser Anspruch erscheint vielen Männern (und mittlerweile auch vielen Frauen außerhalb der streng-feministischen Szene) als ziemlich absurd.

50 Jahre Anbauten an die Ruinen der Realität

Vor 50 Jahren warnte ein bekannter Autor davor, dass wir in Wahrheit in einer Pseudo-Realität leben, die ständig nach neuen Reparaturen schreit. Mehr dazu lest ihr auch auf "sehpferd".

Auf der anderen Seite wurden gerade in diesen Jahren (1975 bis 2025) viele neue Anhänge zum alten Realitätsmodell gefunden, die an die brüchigen Fassaden geklebt wurden. Seither existiert eine Art Doppelkultur mit unendlich vielen Widersprüchen: Von Männern wird nach wie vor „alte Schule“ verlangt, also eine gewisse höfliche Einschränkung, während kein Mensch von einer Frau erwartet, sich wie eine Dame zu benehmen. Ähnlich ist es mit der viel beschworenen „Kommunikation“: Die Inhalte werden immer flacher, weil die Wahrheit oft schmerzhaft sein kann, während die Anforderungen an „gute“ Kommunikation immer höher werden. Dieser Widerspruch ist kaum noch lösbar, zumal der Sinn von Kommunikation dabei vor die Hunde geht, denn Kommunikation ist nur „gut“, wenn sie dazu dient, das gegenseitige Verstehen zu fördern. Mehr darüber in "Realfeelings".

Eine Lösung – befreit euch vom Zeitgeist!

Die Lösung ist im Grunde einfach: Löst euch los von euren Ideologien und macht euch frei vom Zeitgeist. Redet nicht das nach, was andere euch einreden wolle, und sagt, was ihr wirklich sagen wollt.

Damit findet ihr voraussichtlich keinen Follower, keine Likes oder falschen Applaus. Aber es könnte durchaus sein, dass ihr damit eine Person findet, die euch wirklich mag.

Ach, ich habe noch etwas vergessen ... wenn jemand ein Date hat und den oder die andere wirklich mag, dann ist es ganz normal, sexuell erregt zu sein. Warum wundern sich Menschen eigentlich immer wieder darüber?

Aber ein schönes Wochenende wünsche ich euch in jedem Fall.

Partnersuche – Schluss mit dem Wunschdenken

Haltet euch fest – denn nun könnten eure Denkmodelle über die Partnersuche ins Wanken kommen.

Wer heute eine Partnerin oder einen Partner sucht, bringt vor allem Wünsche mit – ob sie erfüllbar sind oder nicht. Klare Ansage: Je mehr Wünsche du hast, umso weniger sind sie erfüllbar.

Die Folge ist: Mehr und mehr Partnersuchende werden enttäuscht. Das ist bitter, aber es gefällt den Geschäftemachern, die im Internet an jeder Ecke stehen und dir zuflüstern „es geht doch“.

Dating-burn-out - mögliche Spätfolge übertriebener Wünsche

Inzwischen werden massenweise Artikel über das vermeintliche „Online Dating-burn-out“ veröffentlicht, sogar von ansonsten durchaus seriösen Medien. Was kaum gesagt wird: Es ist eine der Spätfolgen übertriebener Erwartungen und wird dadurch möglicherweise zum Gesundheitsproblem.

Der Teufelskreis: zu viele Wünsche - fast keine Erfolge


Ohne Umschweife: Wer so weitermacht, gerät in einen Teufelskreis. Das ist eine negative Spirale, die dich mit jedem Erlebnis weiter herunterzieht. Das muss nicht so sein.

Lösungen erfordern Einsichten

Was du jederzeit kannst, ob mit 18, 28, 38 oder sogar noch etwas später? Vor allem, deine Wünsche so anzupassen, dass sie erfüllbar werden.

Fang bitte heute damit an … räum deine Wunschwelt auf. Das ist der eigentliche Schlüssel für eine glückliche Zukunft.