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Lust, Sinnlichkeit und Fakten: Mehr Sinn auf „Sinn und Sinnlichkeit“

Das neue Motto meinerr Publikationen
Wir haben uns hier seit Jahren um Spaß an der Lust bemüht, aber auch darum, Menschen alles zu erklären, was in im Rahmen von Sinnlichkeit, Lust und Liebe möglich ist.

Wie können wir noch effektiver, nüchterner und dennoch interessanter und lebensnäher werden?

Indem wir uns nicht mehr so viel an Medien aus den USA und aus dem UK orientieren. Indem wir die Ohren öffnen, wenn die Hilflosen, Enttäuschten und Unsicheren sprechen. Und sicher auch, indem wir sie verschließen, wenn irgendwelche sexuellen Interessengruppen die großen Tröten aufstellen, um ihre meist hanebüchen unsinnige Stellungnahmen auszuposaunen.

Und deshalb wollen wir das Motto, das wir immer mal wieder in Artikel eingestreut haben, ganz groß über unsere Publikationen schreiben:

Unterstelle nichts –
Glaube niemandem -
Überprüfe alles -
… und fürchte dich nicht vor dem Ergebnis.


Oder auf Englisch:

Assume nothing
Believe no one
Check everything –
... and don’t fear the results.



Und weil die „Liebeszeitung“ in die Jahre gekommen ist (sie ist zudem überladen und lässt sich auch technisch immer schwerer beherrschen, tun wir dies alles jetzt auf „Sinn und Sinnlichkeit“ (Sinnlichleben.de).

Warum Wissenschaft und Realität auseinanderklaffen

Warum Wissenschaft und Realität auseinanderklaffen

Ich habe gerade eine Textstelle gelesen, die für mich sehr aufschlussreich war. Formal geht es dabei um Feminismus, aber es könnte um nahezu alles aus dem Bereich der Geisteswissenschaften gehen.

Lassen Sie mich zunächst einmal zitieren, was ich behandeln will (etwas gekürzt):


Die größte Schwierigkeit sei es … die gelernten akademischen Konzepte in den Alltag zu übersetzen. Ich schämte mich ein wenig, weil ich mit all meinen aktuellen Debatten und Terminologien im kulturfeministischen Gepäck fast gar nichts anzubieten hatte, was im Gleichstellungsalltag auf dem Land, in der Kleinstadt oder der Provinzstadt von Nutzen wäre.


Ich habe nur die Teile zitiert, die ich für relevant für die Grundhaltung der Geisteswissenschaften halte. Sie glauben, den Menschen tatsächlich zu verstehen, und nicht nur dies: Sie wollen ihr Bild vom Menschen, so, wie sie ihn verstehen, auch vermitteln. Und mehr noch als dieses Menschenbild zu vermitteln wollen sie es nach Möglichkeit verändern.

Mir steht nicht an, daran Kritik zu üben, und ich gebe gerne zu, auch schon so gedacht zu haben. Es wäre schön gewesen, ein Messias des logischen Denkens geworden zu sein oder wenigstens dessen Prophet. Doch zwischen der Theorie sei sie auch noch so fein erarbeitet, und ihrer Umsetzung steht die Realität. Und diese Realität fußt auf dem „Machbaren“, nicht auf dem „theoretisch Möglichen“.

Was ich noch dazu sagen muss: Die Diskussion hat gar nichts mit Großstädten, Kleinstädten, Provinzstädte oder dem flachen Land zu tun. Vielmehr hat sie etwas mit dem zu tun, was Menschen erfahren können, erfahren wollen und zu ändern bereit sind. Und da sollte ich vielleicht noch dies ergänzen: In Großstädten gibt es ein Publikum, das empfänglich für Strömungen und Zeitgeist-Erscheinungen ist, und dort fällt auch nicht auf, wenn man/frau einmal „falsch liegen“ sollte. In dem, was die Autorin die „Provinz“ nennt, muss frau/man zu dem stehen können, was gesprochen und getan wurde. Und also sagt und tut man nur das, was längerfristig (also über den Tag oder die Trends hinaus) als sinnreich und wirksam angesehen wird.

Letztendlich kann ich nur dies sagen: Ich möchte die Realität lieber nach dem Muster von Paul Watzlawick definieren als nach dem, was Religionen und Ideologien dafür halten.