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Fünf Gründe, Unterwerfung zu erproben

Wenn du willst, dann tu’s einfach. Überzeuge ihn, dass du mal sein Miezekätzchen sein möchtest – das ist meistens am schwersten. Vor allen Dingen, wenn du sonst die Chefin bist (nicht unbedingt zu Hause, aber sonst wo).


1. Deine Ehe/Beziehung könnte ein bisschen Auffrischung gebrauchen?
2. Du bist schüchtern und hasst es, Entscheidungen zu fällen?
3. Du bist keinesfalls schüchtern und übernimmst stets die Initiative – aber nun willst du dich mal fallen lassen.
4. Du warst mal gut als Schauspielerin in Schulaufführungen?
5. Du glaubst, viel, viel besser zu sein als Anastasia Steele (1)?

Na, und dazu wäre noch zu sagen: Dadurch ändert sich nichts in deinem sozialen oder wirtschaftlichen Status. Wenn das jemand will, geht’s um etwas ganz anderes. Dies hier ist ein Spiel, und so viel weiß ich: Wenn du eine gute Spielerin bist, dann gehst du in der Rolle auf.

(1) Das ist die Frau aus den Shades of Grey
Die Idee und fünf weitere fanden wir bei Em & Lo.

Rollenspiele für Anfänger(innen) – was ist wichtig?

Vanille-Rollenspiel: in seinem Kopf kommst du als verruchte Verführerin an

Die erste Frage an dich, wenn du Rollenspiele beginnen willst: Worin bist du gut? Das heißt: In welcher Rolle bist du am glaubwürdigsten? Normalerweise hat jeder von uns ein „zweites Ich“, das etwas strenger, etwas schwächer, etwas brutaler, etwas unterwürfiger oder einfach etwas frivoler ist als das Alltagsgesicht. Wenn die Rolle deines „zweiten Gesichts“ aus dir heraus will, dann ist das eine prima Voraussetzung für das Spiel.

Dominanz braucht oft eine nachdrückliche Stimme

Die zweite Frage ist, ob du dazu deine Stimme benötigst. Normalerweise muss derjenige, der die dominante Rolle spielt eine feste Stimme oder einen Befehlston haben. Das gilt für die dominante Lehrerin, Erzieherin, Tante, Krankenschwester und insbesondere für die Verhörspezialistin. Gerade beim erotischen Verhör ist die Stimme das Wichtigste. Wenn deine Stimme oder dein Wortschatz eher mager ist, dann kannst du die dominante Rolle weiterhin spielen, aber dann eher als Sportlehrerin, Aufseherin, strafende Nonne, Foltermagd oder (in Vanille-Erotikspielen) als lüsterne Verführerin, die überwiegend ihren Körper einsetzt.

Unterwürfig sein geht fast automatisch, wenn du magst

In der unterwürfigen Rolle ist bekanntlich alles einfacher: Du spielst einfach deinen schwächeren Teil aus, ordnest dich unter, gehorchst oder lässt dich behandeln, verführen oder was auch immer. Viele Worte brauchst du meist nicht, und eine schwache, weiche Stimme reicht völlig. In manchen Rollen wird etwas Widerstand erwartet. Ein Beschuldigter, der sofort alles gesteht, ist so langweilig wie eine Dienstmagd, die sich nicht der Strafe widersetzt. Manchmal wird gewünscht, dass du dich schämst, aber wahrscheinlich schämst du dich manchmal wirklich in der Rolle. Die Schmerzen und die Tränen sollten sowieso echt sein – gespielter Schmerz und gespielte Tränen bringen dir nichts.

Wenn dein Inneres sagt: Ja, ich mag diese Rolle für jemanden spielen, der es wirklich will, ist die nächste Frage, was du dafür an Outfit brauchst. Und wenn diese Frage klar ist, musst du auch noch wissen, in welcher Umgebung du dein Spiel ausführen willst – vom perfekt ausgestatteten Spezialraum über das hässliche Schlafzimmer bis hin zum Hotelzimmer.

Bewährt und sozial inkorrekt: Rollenspiel als frivoles "Betthäschen"


Ein Vanille-Szenario für Rollenspiele

Das einfachste Szenario geht so:

Du klingelst an deiner eigenen Haustür im Outfit einer Hure. Die Klamotten gibt’s billig im Versandhandel. Ein bisschen „schmutzig“ reden zu können, hilft. Sag „Süßer“ zu ihm, „Titten“ und zu deiner Brüsten und mach ihm Vorschläge, was du ihm zu bieten hast. Berühr ihn von dir aus mit deinem Körper, biete ihm alle Stellen zum Küssen an, die er sonst niemals küssen würde. Wenn es der Raum zulässt, verschütte Sekt auf deinem Körper und bitte ihn, alles aufzuschlürfen. Das ist zwar nicht neu, aber wenn du es noch nie gemacht hast, ist es toll.

Dazu brauchst du nicht viel Vorbereitungen, aber etwas Mut. Eine Gouvernante, Domina oder so etwas ist viel schwerer zu spielen als ein Escort-Girl. Eine Steigerung: Dein Mann muss sich ein Hotelzimmer nehmen, und du kommst dann aufgedonnert als Escort auf sein Zimmer und gehst wieder, wenn du mit ihm fertig bist.

Und hier unser Tipp: Nicht zu viel vornehmen

Die meisten Paare nehmen sich viel zu viel vor bei Rollenspielen. Fangt besser klein an, mit wenig Aufwand, aber viel Spieltrieb. Das Wesentliche ist immer, dass ihr beim Spiel anders sein dürft als im „richtigen“ Leben. Wenn du sonst „offen für alles“ bist, kannst du dich im Spiel verweigern. Wenn du sonst sehr zurückhaltend und scheu bist, kannst du dich im Spiel ganz der Rolle unterwerfen. Das ist der eigentliche Sinn: Im Spiel werden die Grenzen der Lüste und Widerstände für ein paar Minuten oder Stunden verschoben. Versucht deshalb nicht, „ganz große“ Rollenspiele nachzuahmen. Die Rollenspiele, die in Pornos vorkommen, sind fast immer unrealistisch und häufig grenzenlos brutal. Wenn ihr zum Beispiel Sklave und Herrin spielen wollt, müsst ihr genau wissen, was der Unterschied zwischen Spiel und Realität ist, und das unter Extrembedingungen. Da reicht der Tipp nicht aus, „irgendwie ein Sicherheitswort“ zu vereinbaren. Denn bei euch ist spätestens am nächsten Tag wieder Alltag, und der erfordert ja meisten unsere ganze Kraft und Aufmerksamkeit, oder etwa nicht?

Wir wurden zu diesem Thema vom "BaDoink" Magazin angeregt.