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  Eigenwerbung

Rollenspiele und Erotik: Spiele mit dem sozialen Unterschied

Die sozialen Rollen aufheben
"Erotische Spiele mit dem sozialen Unterschied" bildet den zweiten Teil einer dreiteiligen Übersicht zu erotischen Rollenspielen.

Die zweite, sehr große Gruppe von Spielen beruht auf „Unterwerfung und Machtausübung“. In ihr werden soziale Rollen angenommen, wie etwa:

- Professor(in) und Student(in).
- Sportlehrer(in) und unwillige(r) Sportstudent(in).
- Chef(in)und Assistent(in).
- Gouvernante und Zögling.
- Hotelgast und Zimmermädchen.
- Escort-Frau (Escort Mann) und Kunde/Kundin.
- Vornehme Dame und Handwerker.
- Vornehmer Herr (vornehme Dame) und Putzfrau.
- Sklavenhalter(in) und Sklave/Sklavin.
- Gefangene(r) und Wärter(in).
- Sadistische(r) Pfleger(in) und Patient(in)
- Domina/Dominus und Kunde/Kundin.
- Herrin und „Sissy“ oder (seltener) Herr und Tomboy.

Warum mindestens eine(r) gut schauspielern sollte

Bei all diesen Spielen liegt auf der Hand, dass schauspielerisches Talent sehr gefragt ist. In einigen Fällen sind speziell ausgestalte Räume willkommen, und manchmal erhöhen Kostüme die Illusion.

Wir können und das so vorstellen: Der soziale Status beider Personen ist in Wahrheit gleich. Wird nun eine Verkleidung gewählt oder eine Kulisse aufgebaut, die Unterschiede im Status hervorhebt, wird das Spiel glaubhafter. Man denke an eine Domina auf einem Thron, eine Pflegerin oder Wärterin in Uniform, oder einen Schüler auf einer Schulbank.

Kein Spiel ist sozial korrekt - und erotische Spiele schon gar nicht

Wie schon mehrfach erwähnt, sind alle diese Spiele bewusst „sozial unkorrekt“. Das heißt: Eine Person ist gezwungen, sich sozial zu überhöhen, während sich die andere im Spiel sozial erniedrigt. Nach nahezu allen Berichten ist es einfacher und willkommener, die erniedrigte Person darzustellen oder zu verinnerlichen.

Wenige Zahlen - aber sie sagen doch etwas aus

Es gibt sehr eindeutige Statistiken dazu, wie Frauen und Männer in ihren Fantasien über solche Rollen denken, aber wenig Informationen, wie sie diese Rollen konkret erleben.

Nach der Statistik träumen zwar mehr Frauen als Männer davon, dominiert zu werden, doch sind die Differenzen gering, (65 zu 53 Prozent). Ähnliche Werte ergaben sich, als nach dem Wunsch zu dominieren gefragt wurde. Etwa 48 Prozent der Frauen könnten sich dies in ihrer Fantasie vorstellen, verglichen mit 60 Prozent der Männer. Allerdings gelten diese Werte nicht für „körperliche Disziplin“, also schmerzhafte Züchtigungen. Bei solchen aus der Literatur bekannten Rollenspielen sind die Frauen nur etwa zu einem Viertel bereit, aktiv „Hand anzulegen“. Passiv würden sich etwa ein Drittel dazu bereit erklären, wenn es bei einer Fantasie bliebe.

Ein Paar sein, aber nicht miteinander spielen?

Einige der vorerwähnten Rollenspiele werden nicht von verheirateten oder zusammenlebenden Paaren ausgeübt. Einige Frauen und Männer gehen bewusst fremd, um das Rollenspiel bei einer anderen Person zu genießen. Wieder andere (vor allem Männer) lassen sich mit professionellen Rollenspielerinnen ein, die sich als „Dominas“ vermarkten.

Eine Zwischenbilanz

Das Fazit: Die hier erwähnten Spiele sind eine Spur aufwendiger und deutlich intensiver als die Rollenspiele, die im Rahmen von „Blümchensex“ inszeniert werden. Die meisten setzen voraus, dass einer der Partner seine Rolle erotisch genießt, während dies beim anderen nicht zwingend notwendig ist.

Was kommt noch?

Im dritten Teil komme ich zu den Rollenspielen, die extreme körperliche Bereitschaft und/oder emotionale Überwindung erfordern. Diese Spiele werden von vielen Menschen als „äußerst befremdlich“ angesehen, obgleich sie in der Literatur recht häufig vorkommen. Der Reiz dieser Spiele liegt für die Beteiligten darin, dass sie nicht einfach „schauspielern“ können als sei nichts geschehen. Diese Spiele hinterlassen heftige, oft länger andauernde emotionale und physische Spuren, die man besser solchen Spielern überlässt, die auch sonst hohe Risiken eingehen.

Bild: Buchillustration, um 1930.

Strippen als Rollenspiel

Auf der Bühne oder "privat" - wenn der Mann auf dem Stuhl sitzt, kommst du besser an ihn heran
Strippen als Rollenspiel - diese Version wendet sich an Frauen. Über strippende Männer haben wir weniger Informationen gefunden.

Vielleicht hast du schon mal daran gedacht, mit deinem Liebsten einen Strip als Rollenspiel zu zelebrieren. Hier ist der Tipp, auf den du dich verlassen kannst:

Du kannst so frivol sein, wie du willst

Wenn du Rollen spielst, bist du nicht „du selbst“. Das heißt, du darfst wirklich einmal absolut schamlos extrem frivol sein. Wie ist das nun bei einer Stripperin?

Das „frivole“ an Stripperinnen besteht in der schamlosen, offensiven Präsentation ihres Körpers. Du kannst dich in beliebige frivole Positionen begeben, dich dem Mann nähern, auf seinem Schoß tanzen, deinen Körper an ihm reiben oder was du sonst willst.

Kostümieren oder "zivil" Strippen?

Professionelle Stripperinnen kombinieren manchmal eine bestimmte Kostümierung (Domina, Krankenschwester, Dienstmädchen, Sekretärin) mit dem Strip. Das ist aber nicht unbedingt nötig, es sei denn, dein Typ „steht darauf“.

Wichtig beim traditionellen Strip ist nur, dass du keine Probleme damit hast, deine Klamotten zu öffnen. Lediglich bei einer Bluse kannst du dir Zeit lassen und „Knopf für Knopf“ öffnen - ein Kleid oder ein Rock hingegen sollte sich mit einem Griff öffnen lassen.

Bei allen Kleidungsstücken, die sich unter dem Kostüm, Kleid oder Rock befinden, hast du die freie Wahl. Es gibt professionelle Stripperinnen, die „darunter“ lediglich einen weißen Spitzen-BH und einen entsprechenden Slip tragen. Andere gehen mit entsprechenden Korsagen, Strapsen und Stiefeln auf die Bühne.

Generell benötigst du also nicht unbedingt „extrem frivole“ Dessous, es reicht völlig, wenn du damit „ungewöhnlich anregend“ aussiehst. Es ist auch nicht unbedingt nötig, wirklich zu „tanzen“ beim Strip. Eine paar laszive Bewegung reichen völlig. Die kannst du leicht vor dem Spiegel einüben.

Wenn dein Liebster beim Strip auf einem Stuhl sitzt ...

Vielleicht hast du schon mal gesehen, dass eine Tänzerin einen Herrn auf die Bühne bittet. Was sie dann mit ihm „macht“, ist genau das, was du auch tun kannst, ohne zu tanzen. Die Ausgangssituation ist wesentlich besser, als wenn er auf dem Sofa sitzt, weil du aus jeder Richtung an ihn „herankannst“, ohne dich zu ihm setzen zu müssen. Meistens besteht das Repertoire der Profi-Stripperin darin, zwischen Körperkontakt und optischer Show zu wechseln. Das kannst du auch privat nutzen – in diesem Fall ist die „optische Erregung“ dann eben nur für ihn persönlich gedacht.

Ob du deine Show mit „Toys“, Handschellen oder Peitschen krönst, ist ganz von der Choreografie abhängig. Und natürlich von dem, was auf den Strip folgen soll. Denn du weißt sicher schon, ob, wann und wie du ihn später sexuell befriedigen willst oder ob du ihn noch eine Weile „zappeln“ lässt.

Wenn du mehr wissen willst findet du vielleicht etwas bei bei "Miss.at".

Erotische und andere Spiele der Erwachsenen

Natürliche Flirtpose
Spielen ist etwas, was unsere ganze Kultur, unsere ganze Entwicklung voranbringt.

Die Ethnologin Dr. Karin Falkenberg im Deutschlandfunk (1)

Als Eric Berne vor etwa 50 Jahren „Spiele der Erwachsenen“ schrieb, sahen viele der damaligen Zeitgenossen erstaunt auf sein Werk. Ach, Erwachsene spielen dauernd Psycho-Spiele? Wäre Berne nicht Psychiater gewesen, hätte man ihm die Thesen seines Buches kaum abgenommen. Er fasst im Vorwort zusammen, worin der Vorteil spielerischer Begegnungen liegt.

Jede soziale Verbindung, welcher Art sie auch immer sei, (ist) auf jeden Fall ein biologischer Vorteil gegenüber dem Fehlen einer solchen Bindung.

Doch warum spielen wie miteinander Psycho-Spiele? Der plausibelste Grund besteht darin, dass nahezu alle Säugetiere, insbesondere aber Primaten, mindestens zwei Spiele beherrschen müssen, um zu überleben.

- Seinen Platz in der Sozialstruktur zu finden.
- Sich zu paaren.


Was ich hier schreibe, ist stark vereinfacht. Es basiert auf der Maslowschen Bedürfnishierarchie. Letztendlich nutzen die Menschen dann Spiele, wenn es darum geht, die Chancen auf Macht, Anerkennung, Sex und Zweisamkeit zu verbessern.

Spiele werden angeregt - und angenommen oder auch nicht

Stark manipulativer Flirt
Spiele haben eine vertrackte Eigenschaft: Jemand muss sie anregen, und ein anderer, der Mitspieler, muss das Spiel annehmen. Dabei gehen gutwillige Spieler davon aus, dass der andere die Regeln kennt und eigener von beiden sie verletzt. Manipulative Spieler suchen sich hingegen „Opfer“, also Menschen, die das Regelwerk des Spiels nicht beherrschen. Es kann sich um Verführer, Verkäufer oder sogar falsche Berater handeln.

Erotische Spiele können unbewusst angeregt werden

Eine weitere Eigenschaft mancher Spiele besteht darin, dass sich nicht alle Menschen bewusst sind, diese Spiele selbst anzuregen. Dazu gehört das angeborene Flirtverhalten. Besonders Frauen, die „natürliche“ Flirteigenschaften haben, wissen oft nicht, dass sie diese einsetzen. Obgleich dies hauptsächlich für die Jugend gilt, kann man es auch an Erwachsenen beobachten. Auf der anderen Seite kann „Flirten“ sehr manipulativ eingesetzt werden, indem die psychologisch recht gut beschriebenen Signale „verstärkt“ werden. Damit können sie dann gezielt, manipulativ oder auch für unlautere Absichten eingesetzt werden.

Schalter umlegen: Wenn aus dem Spieler der Bespielte wird

Eine dritte Eigenschaft der Spiele ist weniger bekannt. Wir haben schon gehört, dass jemand das Spiel anregen muss, und der andere Spieler dann entweder einwilligen kann oder nicht. Das heißt, aber nicht, dass es bei dieser Rollenverteilung bleibt. Der erste Spieler wird oft behaupten, nichts dazu beigetragen zu haben, im Gegenteil, der Mitspieler habe die ganze Verantwortung dafür, dass es zu einem Spiel kam.

Betrüger spielen leider auch - aber falsch

Schließlich kommen wir zu dem ärgerlichen Teil der Spiele. Wir sind zuerst davon ausgegangen, dass beide die Regeln beherrschen, nach denen das Spiel ausgetragen wird. Dann haben wir gesagt, dass sich manche Spieler „Opfer“ suchen, die zu schwach sind, um die Regeln einzuhalten und sich vielleicht „überrumpeln“ lassen. Doch es gibt eben auch Spieler, die selbst gar nicht daran denken, die Regeln einzuhalten oder die diese ändern, gerade so, wie sie es für richtig halten.

Ich hoffe, ich habe euch einen Eindruck von den erotischen (und anderen) Spielen des Alltags gegeben. Zum Schluss will ich noch eine Definition des Flirts geben.

Eine brauchbare Definition des Flirts

Der Flirt ist ein psychisches Spiel mit den Möglichkeiten für die andere Person attraktiv zu wirken. Er ist völlig unabhängig davon, ob die Person hetero- oder homosexuell, gebunden oder ledig ist. Das Resultat eines Flirts ist ergebnisoffen. Das Ziel kann also eine Bestätigung der eignen Attraktivität, der Beginn einer Beziehung oder der Einstieg zu einem ONS sein.

Es gibt andere Definitionen für den Flirt, zum Beispiel den „vorgeblich unverbindlichen Kontakt“. Tatsächlich ist der Beginn und Verlauf eines Flirts nicht vorgegeben, sondern vom Willen der Beteiligten abhängig, ihn zu zelebrieren.

(1) Zitatenquelle.
(2) Berne, Eric: "Spiele der Erwachsenen" zuerst New York, 1964, Übersetzung: Reinbek 1970.

Bilder: Von Schauspielerinnen nachgestellte Flirtposen, Quellen unbekannt.

Hornig in den Februar - denn alles ist besser als Frust

Strenge Rollenspiele - lustvolle Zeiten?
In der Schule musste ich noch lernen, wie die „deutschen“ Äquivalente zu den lateinischen Monatsnamen lauteten: Hartung, Hornung ...

Nachdem der Januar absolut hart war, sollte der Februar hornig werden. Hornig? Aus dem Englischen wissen wir, dass „horny“ so viel wie „geil“ heißt. Ganz logisch klingt das nicht, denn der Lenz, der Wonnemonat, liegt noch in weiter Ferne ... doch wen interessiert das? Weder die Anhänger des St. Valentin, die in diesem sozusagen den Vorboten sinnlichen Genüsse sehen, noch die Pappnasen, die auch in diesem Jahr wohl wenig Gelegenheiten haben werden „im geheimen Bastarde zu zeugen“, wie ich aus Wikipedia lernte.

Wenn wir uns mal ansehen, wie schnell die Zeit vergeht: Ostern ist in diesem Jahr bereits am 4. April. Ei, ei ... falls wir bis dahin unsere Freiheit wiedererlangt haben, dürfen wir dann also Eierchen suchen ... aber das ist ja nun wirklich noch eine Weile hin, nicht wahr? Und falls die Friseure bis dahin nicht wieder öffnen, werde ich bestenfalls als Rattenfänger Beschäftigung finden. Schließlich sagte man in meiner Ex-Heimat immer, dass jemand, der seine Haare nicht pflegt, wie ein „Musefangkerl“ aussehen würde.

Mit Rollenspielen den Februar versüßen

Ob es mir gelingt, euch den Februar zu versüßen? Ich denke, das bin ich euch schuldig. Die Damen und Herren in den Glaskuppeln und Elfenbeintürmen werden auch im Februar manches tun, um uns die Stimmung zu verderben. Und dem muss zumindest etwas Vergnügen entgegengesetzt werden - und sei es virtuell.

Ein kleines, noch weitgehend unausgeschöpftes Potenzial der lustvollen Umtriebe passt ganz gut in den Februar: Rollenspiele. Dabei kommt man sich (jedenfalls zumeist) nicht zu nahe, hat dennoch schaurig-schöne Freuden aneinander und erlebt wirklich mal etwas anderes. Paare können es sowieso tun, alle anderen benötigen Kompromisse - und manche Spiele gehen auch virtuell. Das alles passt so gut in den Februar, weil es die Pappnasen sowieso bald wieder täten: Sich verkleiden. Sich „höher stellen“ oder sich „erniedrigen“ gehört dazu. Wer in den Fasching als „Rotkäppchen“ oder „Schülerin“ geht, wird wissen, warum - wer als Domina oder Äbtissin geht, auch. Nun gut, dies Jahr geht man nirgendwo hin. Aber die Kostüme sind trotzdem dieselben. Rollenspiel-Kostüme eben.

Klar dürfte sein: Auch bei Rollenspielen werden Grenzen überschritten - aber eben hauptsächliche solche, die ihr im Kopf habt. Denn anders als bei den Spielchen, die früher oder später in der Gegend dessen enden, was mit „V“ anfängt, kannst du meistens Abstand halten. Einige der Spiele basieren sogar darauf. Und falls es sich um sogenannte „Klinik-Spiele“ handelt, macht sich die obligatorische Maske nicht schlecht.

Nein, nein ... wir sind hier nicht zynisch. Im Gegenteil - wir sorgen wenigsten dafür, dass ihr zum Träumen kommt und nicht in Dauerfrust versinkt.

Also auf ... in den Februar. Sagt eurem Schamgefühl, es könne ruhig mal über die Stränge schlagen.

Der Oktober - Zeit für frivole Spiele daheim?

Intensives Rollenspiel
Welcher Monat eignet sich am besten, um erotische Rollenspiele zu beginnen?

Ich weiß es nicht genau - aber ich denke, wenn es dafür „beste“ Monate gibt, die sich dafür eignen, dann sind es die Herbst- und Wintermonate. Der Rausch des Frühlings ist vorbei, die Leichtigkeit des Sommers auch. Ihr zieht euch jetzt dicker an, wenn ihr aus dem Haus geht, und ihr zieht euch mehr aus, wenn ihr es euch gemütlich macht.

Was läge da näher, als mit dem Anziehen und Ausziehen zu experimentieren? Mit Dessous und Bettstiefeln, aber auch mit Uniformen und Formalkleidung? Mit strengen Verboten und dem Verweigern der Gunst? Mit verbaler Strenge und erotischer Züchtigung? Vielleicht gar mit gespieltem Geschlechtertausch?

Alles schon mal gehört - aber nie verwirklicht

Das alles hast du schon mal gehört, nicht wahr? Und du hast etwas darüber gelesen, aber du hast es nicht gewagt, darüber zu reden. Mit einer ziemlichen Wahrscheinlichkeit hattest du schon Fantasien darüber, die du deinem Partner niemals offenbart hast. (1)

Intime Handlungen sind Ausnahmezustände. Du redest nicht drüber, ob er deine Brustwarzen lutscht oder deine Zehen oder vielleicht gar nie irgendetwas an dir befleckt.. Und du verrätst wahrscheinlich niemandem, ob und wie wie du sein Ejakulat aufnimmst. Und du musst – wirklich – mit keinem anderen Menschen als deinem Partner darüber reden, wenn du etwas machen möchtest, was „echt ziemlich heftig“ ist.

Klischees oder Spiel?

Klischees nachzuspielen, mag das Thema spektakulärer Vorschläge aus dem Zettelkästchen vieler Redakteurinnen und Bloggerinnen sein. Richtig daran ist, dass du am besten mit Rollenspielen beginnst - und dabeibleibst. Denn die meisten Menschen außerhalb der „Szene“ leben eben nicht in „schrägen“ Beziehungen, sondern in ganz normalen Lebensentwürfen. Im Rollenspiel kannst du deinen Partner oder deine Partnerin nennen, wie du willst - wenn du mit deinem Mann zur Bank gehst und über ein Hypothekendarlehen verhandelst, sicher nicht.

Die Rolle schützt

Die Rolle ist nur dazu da, um klar zu machen: „Jetzt spielen wir und der Alltag bleibt draußen“. Ob „SIE" einen frivolen Fummel trägt, dessen Besitz sie gegenüber ihren Freundinnen leugnen würde, oder ob er unter dem Nadelstreifenanzug Strapse trägt - das alles bleibt in jedem Fall „entre nous“. Es ist ein Spiel, und solange das Spiel dauert, gibt jeder von beiden das Beste, was er dazu beitragen kann. Wie perfekt eine Darstellung sein muss, hängt ebenfalls einzig von den Akteuren ab. Wenn sie im Business-Outfit heimkommt und ein paar Handschellen aus der Aktentasche zieht, kann dies eben so erregend sein wie eine komplette Inszenierung mit Kostümen und Dekorationen. Ebenso gilt: Eine Rolle, in den eigenen vier Wänden in vollem Bewusstsein zelebriert, kann nicht „entehrend“ sein.

Beginne einfach "Einfach"

In vielen Artikeln steht die nüchterne Wahrheit: Alles, was du wirklich für erste Versuche brauchst, ist einfach und preiswert. Und je besser du als Herrin oder Meister schauspielern kannst, umso mehr freut sich dein Partner oder deine Partnerin über die Lust, in seiner/ihrer Rolle aufzugehen.

Was ich dir persönlich raten würde, wenn du eine Frau bist?

Sieh mal in deinen Kleiderschrank. Schau, was streng wirkt und was frivol, was damenhaft und was jungmädchenhaft. Besitzt du Kittel, Schürzen, Schottenröcke, High Heels, Overknees? Vielleicht noch eine vergessene Korsage? Irgendetwas findet sich immer - und wenn es ein Strumpfband ist.

(1) Die Wahrscheinlichkeit liegt, je nach Lustbedürfnis, zwischen 50 und 90 Prozent für die gängigsten Lüste.