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Vorbei ist die Zeit der Rute – doch was ist jetzt aktuell?

Symbolische Darstellung beim Auftreffen einer weichen Velourlederpeitsche
Der beste Ersatz für die sanfte Rute in der Liebe ist die weiche Peitsche aus Veloursleder. Für die reine Lust ist es wichtig, dass deine Peitsche den Körper auf keinen Fall verletzt, aber in jedem Fall spürbar ist. Das gelingt am einfachsten und sichersten mit Peitschen aus sehr weichem Leder, deren Stränge flach geschnitten sind. Damit kannst du streicheln oder sanft bis fühlbar zuschlagen, ohne dass es schmerzt. Diese Peitschen gib es in Handtaschengrößen – es ist auch nicht nötig, sie größer zu kaufen, weil die Wirkung bei jeder Größe ähnlich ist.

Wirkungsweise: Geringe Beschleunigung der einzelnen Stränge durch die Trägheit des Materials und den Luftwiderstand. Treffen die Stränge auf die Haut auf, ergibt sich ein flaches Klatschen, das nicht schmerzhaft ist.

Das Wichtigste: Kauf bitte Qualität, auch wenn du noch nicht weißt, ob’s deinem Partner gefällt. Es schadet auch wirklich nichts, wenn die Peitsche hübsch aussieht.

Woche der Betrachtungen über die Rute

Diese Woche ist die Woche von Nico und Nicola, von Ruprecht und Pelzmärtel, und nicht zuletzt vom schlimmsten Krawallmacher des Nikolaustags, dem Krampus. Von Letzterem sind vor allem die Damen zugleich entzückt und verwirrt – denn er allein lässt sich nun so überhaupt nicht einordnen unter all den wilden Gesellen, die Nikoläuse so anschleppen.

Ein Naturprodukt aus frischen Birkenzweigen

Eigentlich handelt es sich bei der Rute um einige von Blättern befreite, sorgfältig gebündelte Zweige der Birke, die entweder frisch geschnitten oder sorgfältig gewässert werden mussten, um stets die gewünschte Wirkung zu entfalten.

Die Rute als Instrument der Körperstrafe

Diese Wirkung wird unterschiedlich beschrieben. Einmal galten Rutenstrafen als äußert schmerzhaft oder gar unerträglich. Die Spuren bleiben – so wird gesagt – tagelang sichtbar. Und gelegentlich wurde so lange auf die Delinquenten eingeschlagen, bis die Ruten zerbrachen oder Blut aus den geschlagenen Wunden austrat. Dies war zumeist dann der Fall, wenn die Ruten im vollen Ernst oder gar voller Wut auf die nackten Gesäße von Dienstboten oder gar Sträflingen geschlagen wurden.

Die Rute als Mittel, um die Sinne zu wecken und Intimität zu erzeugen

Die sinnliche Rute hingegen wird von der schönen, heimlich verehrten Gouvernante geführt, und sie dient einmal dazu, die Lust im Genitalbereich zu verstärken, was nicht auf den Schmerz, sondern auf die stärkere Durchblutung zurückzuführen ist. Sodann konnte sie durchaus Schmerzen verursachen, doch dieser liebevoll ertragene Schmerz führte nicht selten zu Ritualen der Lust. Dabei diente die Rute vor allem dazu, die Schamgrenzen aufzuheben. Auch in diesen Fällen schlug man vorzugsweise auf das unbekleidete Gesäß, doch wurden die Schläge, wenn sie leicht und stetig gegeben wurden, eher als sinnlicher, prasselnder Wasserfall erlebt wurden, zumal, wenn sie häufiger angewendet wurden. Und sie hatten eben auf viele Menschen diese faszinierende Doppelwirkung von Lust und Schmerz, die wenige bewusst genossen, aber viele durchlebten, die darüber schwiegen.

War von vornherein klar, dass die Schläge der Lust dienen sollten, entfiel auch die Furcht vor Schmerz und Tränen, selbst dann, wenn sie dann doch eintraten.

Schamvolles Schweigen in der Literatur

All dies ist in der Literatur kaum zu finden. Das Einzige, was wir immer wieder lesen können, ist die brutale körperliche Bestrafung durch eine enorm hohe Anzahl von Rutenschlägen als Strafe. Oder die Perversion mancher Londoner Gentlemen, sich in „Flagellationsbordellen“ den Hintern blutig schlagen zu lassen und sich daran aufzugeilen.

Die Drecksarbeit machte nicht der Nikolaus

Der gute Nikolaus – dies sei zu seinen Ehren gesagt – vergriff sich selbst nicht an der Rute, sondern überließ die Drecksarbeit seinen Knechten, den dunklen Gestalten der Raunächte. So entstand dann die Legende vom schenkenden und strafenden Nikolaus.

Das Warten auf die strafende Rute des Weihnachtsmannes

Ich werde ein bisschen stottern müssen, wenn ich mein Weihnachtsgedicht aufsage. Sonst wird mich der Weihnachtsmann nicht bestrafen. Denn wäre alles vergeudete Zeit.

Ach, ich habe vergessen, von den Vorbereitungen zu sprechen. Zuerst muss der Tannenbaum geschmückt werden. Dann müssen echte Kerzen dran. Dann ziehe ich mich festlich an. Weiße Bluse, schwarzer Rock. Viel zu kurz, wie damals. Am großen Tisch in der guten Stube sitzen Großmutter und Großvater, daneben Tante Bertholda und Onkel Kasimir. Die Eltern werden nicht kommen, das wäre mir viel zu peinlich. Oh, Sie wundern sich? Meine Eltern sind längst Rentner und fliegen Weihnachten immer auf Teneriffa und genießen dort die Wärme. Und von Großmutter und Großvater stehen die Porträts auf der Festtafel – sie sind schon vor ein paar Jahrzehnten verstorben. Wo Tante Bertholda und Onkel Kasimir abgeblieben sind, weiß ich nicht so genau, aber ihr Foto steht ebenfalls auf dem Tisch.

Nun denken Sie vielleicht, diese Personen wären gar nicht anwesend, weil da nur die Fotos stehen? Ich versichere Ihnen, sie werden dort sein, sobald der Weihnachtsmann hereinkommt. Die Großeltern werden sich über mich freuen wollen, weil ich eine so schöne, glockenhelle Stimme habe. Tante Bertholda ahnt wohl, dass ich etwas vorhabe. Schließlich sagt man ihr nach, sie habe eine „eigenartige Vergangenheit“. Und Onkel Kasimir bekommt immer Stielaugen, wenn er meinen kurzen Rock sieht.

Ich zünde alle Kerzen an, und schon tappst ein Bär die Treppen herauf – das ist er, der Weihnachtsmann! Er betritt die „gute Stube“ und schon duftet alles nach Äpfeln, Rheinwein, Rum, Braten, Kerzen, Tannen und einem extrem süßlichen Damenparfüm. Das hat Tante Bertholda über sich geschüttet.

„Hast du denn auch dein Weihnachtsgedicht brav gelernt?“ Ich nicke. „Dann wirst du es jetzt aufsagen“ kommt die scharfe Stimme von Tante Bertholda. Ich stelle mich in Positur: Lichterglanz in den Augen, ein holdes Lächeln, zwei Knöpfe der Bluse frech geöffnet, mit viel zu kurzem Rock und völlig unpassenden High Heels. Ich beginne noch ganz forsch:


Zwar ist das Jahr an Festen reich,
doch ist kein Fest dem Feste gleich,
worauf wir Frauen Jahr aus Jahr ein
stets harren in süßer Lust und Pein.

O schnuckelige, wilde Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Geilheit …
Äh … wie in jedem Haus teilst du auch hier.
Die Gaben aus und spielst Klavier



An dieser Stelle muss ich mich hilflos umsehen, und Tante Bertholda wird keifen „Sie macht es absichtlich, sie macht es absichtlich!“

Der Weihnachtsmann wartet ein paar Minuten geduldig, dann sagt er: „Du weißt aber, was böse Mädchen erwartet, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen? Willst du es nicht noch einmal versuchen?“ Er schweigt einen Moment, verbirgt ein Lächeln hinter dem Bart „Sonst muss ich die Rute herauszuholen, und sie wird … sehr, sehr schmerzhaft auf dein Gesäß treffen.“

Tante Bertholda wendet sich nun an Onkel Kasimir: „Das ist doch, was du wolltest, du Lustmolch?“ Und Onkel Kasimir bekommt nun tatsächlich Teleskopaugen, und der Rotwein läuft ihm aus dem Winkel seines schiefen Mauls.

Ich senke den Kopf. „Ich habe das Gedicht nicht gelernt“, sage ich zum Weihnachtsmann. „Ich habe die Rute verdient.“ Dabei drehe ich ihm meine Kehrseite zu und bücke mich. „Überzeug dich, dass es sich lohnt.“

Die Großeltern sind sitzen geblieben. Stocksteif. Tante Bertholda knetet an meinen Hintern herum und Onkel Kasimir hat sich einen Stuhl besorgt, damit er auch alles genau mit ansehen kann. „Köstlich, ganz köstlich“, flüstert die Tante, „das wird ein hübsches Bild abgeben, wenn dieser wundervolle Hintern von der Rute geküsst wird.“

Es riecht plötzlich nach dieser ekligen Mischung aus Chlor, Eau de Cologne und schimmelnden Wänden. So roch es überall bei Großmutter, außer in der „Guten Stube“, wenn Weihnachten war. Da duftete es nach Zigarren, Wein, Jamaikarum und Braten und nach dem süßlichen Parfüm der Tante. Da soff Onkel Kasimir und bekam Stielaugen, wenn ich den kurzen Rock trug, und die Tante dachte an ihre bewegte Vergangenheit. Und nun stehen sie da wieder auf dem Tisch, und der Weihnachtsmann ist zurück auf das Poster an der Wand gewandert. Das Harren auf Lust und Pein erfüllt sich nicht alle Tage. Aber träumen wird man doch noch dürfen?

Erwachsene Lust durch Nikolaus und Nicoline

Nikolaus und Nicoline - Rollenwechsel gefällig?
Nun aber los! Raus mit den Bettstiefeln, von Spermaresten säubern und blitzblank polieren. Denn sonst gibt’s nix vom Nikolaus. Nachdem nun alle die „50 Dingsdas von Grau“ gelesen oder gesehen haben, könne ja auch eine Rute drin liegen – aber so etwas ist schwer zu bekommen. Das nur als Hinweis für Mr-Grey-Imitatoren. In England kann man noch wundervolle Rohrstöcke kaufen, auch solche mit Handgriff – nur mal so als Tipp. Und natürlich gibt’s die ganze Kollektion der preiswerten „Spielwaren“ auch im Handel. Für Luxusmädels gibt's handgemachte oder antiquarische Peitschen - Geiz ist in diesem Fall nicht geil.

Oder die Rollen umkehren?

Wie wäre es mal, die Rollen umzudrehen? Soll er doch mal seine Puschen, Sneakers oder Theaterschuhe rausstellen, und du legst ihm mal eine kleine Peitsche, Klatsche oder etwas anderes hinein, was „Aua“ macht.

Am Besten: Gleich mal als Nicola (oder heißt das Nikolausine?) an die Tür klopfen und und dann mal überprüfen, ob er auch immer schön artig war. War er sowieso nicht, weil er Pornos geguckt hat. Na und dann? Dann gib’s „sechs von den Allerbesten“, und weil das die Kerle locker verkraften, noch mal sechs hinterher. Danach kommt entweder etwas Flüssigkeit aus seinen Augen oder woanders raus.

Dann kannst du weitermachen. Ob als Nicoline oder als du selbst. Tipp: unter dem Nikolauskostüm rote Dessous, sonst nix.

Böse Knaben bekommen die Rute – böse Mädchen auch?

die ruten des nikolaus


Das Fest des heiligen Nikolaus ist ja nun vorbei – und der unheilige Nikolaus hat euch da draußen sicherlich manch leckeres Naschwerk gebracht, nicht wahr? Jedenfalls, wenn ihr auch „immer schön artig“ wart, sonst könnte es sein, dass der Nikolaus auch mal seine Rute gezückt hat – oder war es der Ruprecht?

Früher wurden die armen Jungen tatsächlich noch nackt mit der Rute verdroschen – wohl nicht immer zu Nikolaus, ein Tag, an dem wir eher symbolisch abgestraft wurden. Bei Mädchen war man da ohnehin etwas zurückhaltender, und es galt seither als „unziemlich“, ein Mädchen zu schlagen. Wir folgten da ganz der britischen Tradition, die die seit der Regentschaft der Königin Victoria in den meisten Familien eingeführt wurde: Es gab Schamgrenzen, die nicht überschritten werden durften, und dazu gehört auch das Entfernen der Intimwäsche vor der körperlichen Züchtigung.

Doch es ergab sich, dass ich einmal als „junges Mädchen“ bei einer Tante nächtigen musste, und ich wurde Zeuge, wie die Tante ihren fast erwachsenen Sohn, der in ihrem Haus lebte, recht heftig abstrafte. Ich hätte natürlich nie dabei sein dürfen, aber an diesem Tag schickte mich die Tante in den Garten, um ein paar der wohlschmeckenden späten Himbeeren zu pflücken. Wer dies einmal getan hat, der wird wissen, dass es erbärmlich lange dauert, bis man ein Eimerchen davon gepflückt hat, zumal im September.

Ich rupfte also ein paar Himbeeren als Alibi ab, um mich dann ins Haus zurückzuschleichen, und ich traute meinen Augen nicht: Die Tante trug nur ein Korsett und Stiefel, hatte sich feine Lederhandschuhe angezogen und führte eine Birkenrute. Vor ihr, über einen Schemel gebeugt, lag mein Cousin, der ihr seinen weißen, nackten Hintern präsentierte.

Trotz meiner Neugier lief ich verwirrt davon, ging zu den Himbeeren zurück, doch ließ ich der Gedanke nicht los, wie es gewesen wäre, an der Stelle meines Cousins zu sein. Würde ich es dadurch erreichen können, unartig zu sein? Warum nur faszinierte mich das Bild so?

Ich pflückte so viel Himbeeren, wie ich konnte, dann kippte ich den Eimer mit den Himbeeren aus, setzt mich mit meinem weißen Sommerkleid darauf, tat die Himbeeren in den Eimer zurück und ging damit zur Tante.

Als ich hereinkam, war alles wie zuvor: Die Tante las ein Buch, mein Cousin ordnete seine Sammlung seltener Muscheln, und ich versuchte alles, um auf mich aufmerksam zu machen: „Da nimm deine mickrigen Himbeeren, ich habe sie schon für dich vermatscht“, sagte ich rotzfrech.

Die Tante lächelte, drehte sich um, erfasste die Situation mit einem Blick und sagte: „Du wirst den Fleck schnell entfernen müssen, sonst wird du ihn nie mehr aus deinem schönen Kleid herausbringen, und aus den Himbeeren kochen wir einfach Marmelade“. Ich bemühte mich noch das eine oder andere Mal, für meine Frechheit bestraft zu werden, doch musste ich gegen Abend wieder abreisen, sodass ich nur wenig Gelegenheit zu weiteren Frechheiten gegenüber der Tante hatte.

Ich beschloss, mich von meinem Cousin noch zu verabschieden und ihn dabei zu fragen, wie denn das sei, was er da erlitten habe. Zuerst war er etwas befremdet, dass ich Zeuge seiner Abstrafung wurde, doch dann sagte er: „Ich bin nicht dein Cousin, und sie ist nicht meine Tante – das musst du wissen, mehr nicht“. Ich war aufs Höchste erstaunt: Man hatte mir die Tante immer als eine merkwürdige Dame mittleren Alters geschildert, die mit ihrem Sohn zusammenlebte. „Und die Birkenrute?“, fragte ich nach. „Es gibt Dinge, die dich nichts angehen“, sagte der Pseudo-Cousin scharf – und nun geh.“

In den nächsten Jahren gab es kaum eine Woche, in der ich nicht an die Szene dachte, an der ich teilhaben konnte. Ich lernte bald meinen ersten richtigen Freund kennen, der etwas mehr von mir wollte als nur Herumknutschen. Ich hatte mir gedacht, der Tag, an dem er mich verführen durfte, sollte ein besonderer Tag werden, und ich verweigerte mich ihm solange, bis ich ihm am Nikolaustag ein Angebot machte: Ich würde vollständig ihm gehören, wenn er zuvor den Nikolaus spielen und mir die Rute geben würde, mit vollem Ernst und ohne Zurückhaltung.

Was soll ich euch sagen? Nach anfänglichem Zögern schlug er meinen Po mit einer solchen Leidenschaft, dass ich ein wenig aufstöhnte, als mich die Knospen der Rute küssten. Er schlug wacker und beständig, bis ich mich umdrehte und mein Versprechen mit wohl durchblutetem Unterleib wahr machte. Ich denke, ihr glaubt mir, dass nicht nur ich, sondern auch er durch unser kleines Spiel in die nötige Stimmung gekommen war, alles zu geben, was sich Liebende in einer Nacht geben konnten.

Ich wurde kurze Zeit darauf schwanger, und wir heirateten. Das war so üblich zu jener Zeit, aber bereut habe ich es niemals. Und jedes Jahr zu Nikolaus wiederholen wir das Spiel, das uns endgültig zusammenbrachte.

Geschichte eingereicht von "The British Girl", Bild: Fotomontage.