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Der Po, der Screenshot, die Moral und die Akustik

Wenn der Schlitzverschluss abläuft ...
Wie klingt eigentlich ein Screenshot? Gerade hörte ich von einem Artikel, der ungefähr so überschrieben war (1):

Ihr mögt alle schlanke Frauen – bis ihr ihnen auf den Po haut und es klingt wie ein Screenshot.


Das wirft Fragen auf, nicht wahr? Bei mir klingt ein Screenshot, also das Abbild des Bildschirms, nämlich gar nicht. Also muss ich tiefer in die Welt der jungen Menschen eintauchen und finde, dass ein Screenshot ähnlich klingt, als wenn ein (heute altmodischer und daher fast unbekannter) Schlitzverschluss abläuft. Ein Schlitzverschluss verschließt keinesfalls Schlitze, sondern ist ein Schlitz, mit dessen Hilfe Filme belichtet werden können. Ich sag das mal für diejenigen, die nur noch Digitalkameras kennen oder in einem Schlitzverschluss etwas Unsittliches vermuten.

Der Schall als solcher und was das mit einem Po zu tun hat

Mit diesem Wissen ausgestattet, versuche ich, mir nunmehr den Sound zu vergegenwärtigen, den eine Hand auf erstens Jeans, zweitens bauwollener Unterwäsche und drittens auf einem nackten Gesäß machen würde. Leider reicht weder meine Imagination noch meine Erfahrung aus, um mir diesen Sound zu vergegenwärtigen. Doch wie war das eigentlich mit dem Schall? Und warum klingt ein „schlanker Po“ anders als ein fülliger?

Zur Schall selbst kann ich erfahren, dass es sich um eine in Längsrichtung verlaufende mechanische Welle handelt, bei der sich zeitlich periodisch der Druck ändert. Aha, denke ich, dann finde ich wahrscheinlich Informationen, wenn ich nach Schlagzeugen suche. Nur – ei hoppla, das Schlagzeug wird in der Schule anhand der klassischen Musik behandelt. Und dort ist alles, auf das man draufhauen kann, ein Schlagzeug, also auch Xylofon, Vibrafon und Marimbafon.

Das Tomtom und der Po

Ich müsste wohl einen Schlagzeuger fragen, um es genau zu erfahren, doch bezweifle ich, dass dieser Erfahrung mit entsprechenden Bio-Schlagzeugen hätte. Bei konventionellen Schlagzeug kommt das Tomtom dem am nächsten, was eine biologische Resonanzfläche an Tönen erzeugen kann. Ich überlege kurz, ob das überhaupt eine Resonanzfläche ist. Wobei sich als nächste Frage ergibt, ob eine Fettschicht Tonhöhe und Tonintensität verändern könnte.

Der unerhörte Vorfall - Bongospieler nutzt Gesäße musikalisch

War da nicht einmal ein Bongo-Spieler gewesen, der schändlich die Gesäße von vier Menschen missbrauchte, um auf ihnen „Bongo“ zu spielen? Ja, den gab es. Damals erzeugte dies einen feministischen Shitstorm. Nicht etwa aus ethischen Gründe, sondern weil es sich offenkundig um weibliche Gesäße handelte. Was wäre, wenn er dazu männliche Gesäße verwendet hätte? Und wie hat der Bongospieler die Gesäße eigentlich „gestimmt“?

Wie kommt der Bullshit in die Welt?

Wie war noch der Ausgangspunkt? Also, das war der Schlag auf den Po einer schlanken Dame, von der wir nicht genau wissen, womit sie bekleidet war. Und die Beschwerde darüber, dass dieser Schlag keinen tollen Sound bietet. Und bevor du jetzt irgendetwas sagst: Der Artikel, auf den ich aufmerksam wurde, stammt von einer Dame, wie fast alle Beiträge zum Thema, die ich in sozialen Netzwerken dazu fand – und übrigens: fast ausschließlich dort. Und ja, es handelt sich um wirklichen Bullshit. Gerade deswegen musste ich diese Satire schreiben - sie ist die einzig adäquate Antwort auf den Mist, der in solchen Netzwerken verbreitet wird.

Die Damen, denen der Spruch wirklich gefällt, sind – ihr werdet es erraten – etwas Fülliger. Oder wie das heute umschrieben wird: Es sind Frauen, die bereits nach dem Frühstück Appetit auf das Mittagessen haben.

Der einschlägige Artikel, der auf „medium.com“ (Autorin: thelma-louise) erschien, ist leider nur für Abonnenten lesbar.

(1) Im Original und als Titel: You All Love Those Slim Girls - Until you slap her ass and it sounds like a screenshot.

Der Mainstream der Unterwerfungen - Lust, Freude und ein bisschen Psycho-Reinigung

Der Mainstream der Unterwerfungen – die kleine Illusion der schmerzhaften Lust .

Ich muss zunächst erklären, wie wir vorgegangen sind: Wir haben aus Artikel, Foren und Interviews die Essenzen gezogen und verglichen. Dann haben wir die wesentlichen Aussagen soweit „bereinigt“ dass sie sich zur Veröffentlichung eignen und dabei oft sehr stark gekürzt. Schließlich haben wir sie verschleiert, um sie nicht nachverfolgen zu können. Ich verbürge mich aber dafür, dass alle Aussagen im Kern authentisch sind, soweit ich dies selbst beurteilen kann. Obgleich es hier um Männer geht, die sich einer Frau unterwerfen, mögen einzelne Passagen für alle Geschlechter und Konstellationen gelten.

Eine Kernaussage: Schläge um der Lust willen

Diese Kernaussage könnte für viele stehen, von denen wir gelesen haben (vor allem bei Männern in ihren „besten Jahren“:

Ob ich erregt werde, hängt sehr viel davon ab, was die Frau trägt. Es ist nicht wichtig, womit sie mich schlägt, obgleich ich auch dabei gewisse Vorlieben habe. Vor allem aber ist wichtig, was sie trägt, während sie mich züchtigt. Um es klar zu sagen; ich lasse mich schlagen, um sexuell erregt zu werden, also nicht um der Schmerzen willen.


Eine Frau, die einen Mann schlägt, kann keine Schlampe sein

Theoretischer, gleichwohl aber erfahren, argumentiert ein anderer Mann, die leichten und stimulierenden Schläge seien ein „Türöffner“ für lustvolle Rollenspiele und andere Experimente. Er meint, dass eine Frau, die einen Mann schlägt oder demütigt, sich nicht als „Schlampe“ fühlen kann, sondern die Macht genießt, die sie über ihren Partner gewinnt. Darauf könne man dann als Paar aufbauen.

Erregung durch den Auftritt und die Kleidung

Andere Männer sind sich sicher, die vollständige sexuell Erregung erstens durch die Kleidung der Partnerin und dann durch vorausgegangene Schläge zu bekommen:

Die Frau muss etwas tragen, was sie als Respektsperson darstellt. Da reicht ein ein langes Kleid mit einer weißen Bluse. Dann versteift sich mein Penis sofort – aber ich benötigte trotzdem die Schläge, um wirklich richtig erregt zu werden.


Noch harmloser ist der Einstieg über Rollenspiele, weil sie sehr bewusst als „Spiele“ deklariert werden – damit haben die handelnden Personen mit der Realität nichts zu tun – auch in diesem Fall kann die Ehefrau oder Freundin also keine „Schlampe“ sein.

Das klassische Motiv: Die Macht abgeben

Warum sich Männer überhaupt unterwerfen, will ein Brite in einem relativ neuen Beitrag wissen:

Viele bürgerliche Männer … wurden dahin gehend erzogen, dass Erfolg alles ist. Deshalb wünschen wir uns oft, „die Macht vorübergehend abzugeben“. Es sind die Männer, die unangefochten an der Spitze stehen und andere in ihrem täglichen Arbeitsleben dominieren, die zu den besten Kunden der Domina-Studios zählen … und dazu gehören auch Richter und Abgeordnete.


In ähnlicher Weise wird die Frage auch in einem Forum behandelt:

Erstens ist der Austausch der Macht – einen anspruchsvollen Job mit viel Verantwortung zu haben, kann sehr anstrengend und stressig sein. Es bringt ein Gefühl der Ausgewogenheit in mein Leben, wenn jemand die Verantwortung übernimmt und mich diszipliniert. Zweitens ist erotisch (und es kann) zu sexueller Erregung kommen, wenn man sich aus einer Liebessituation heraus sanft oder mäßig schlagen lässt. Drittens sind es die Endorphine – und deshalb führen Schläge nicht nur Schmerzen, sondern auch zur Freisetzung von Endorphinen, die Vergnügen bereiten.


Die Mischung aus Geist und Psyche und die Befriedigung

Allgemeiner versucht es ein anderer Mann zu beschreiben:

Ich glaube, dass jeder von uns (die wir uns unterwerfen) einem bestimmten Mechanismus folgt, die uns Erfüllung durch BDSM-Praktiken verschafft. Für viele von uns ist es eine komplexe Mischung aus geistiger oder psychischer Befriedigung, daneben auch körperlicher Befriedigung. Und für viele von uns eben auch etwas, das einer persönlichen Befriedigung sehr nahe kommt.


Weiter wird ausgeführt:

Für einige ist es das Szenario, für andere ein bestimmtes Instrument, dass die Dame verwendet, oder eine bestimmte Art der Beziehung zueinander … (zudem glaube ich, dass) es etwas mit Zufriedenheit und Erfüllung zu tun hat.


Und es ist absolut in Ordnung, sich schlagen zu lassen

Nahezu alle Aussagen stimmen darin überein, dass es absolut in Ordnung ist, sich von Frauen schlagen zu lassen. Sei es nun, um sich zu unterwerfen oder um mehr Lust zu verspüren, um eine Rolle wahrzunehmen oder um sich einfach fallen zu lassen.

Und es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Empfindungen von Frauen und Männer nicht soweit auseinanderliegen. Besonders die eigenartige Balance zwischen „Schmerz und Wonne“ wird immer wieder beschrieben. Und Frauen scheinen sie intensiver zu erleben als Männer, die glauben, sie vor allem „ertragen“ zu müssen und erst mal „über den Zaun gelupft“ werden müssen, um wirklich Freude daran zu haben.

Warum machen dich Schläge auf den Po an?

Bei der Dominanz liegen lustvolle Schläge meist im unteren Drittel
Mancher von euch quellen die Augen über vor Entsetzen, wenn ihr an Schläge denkt: Angst, wegducken, leiden und weinen. Und zornig sein auf die Menschen, die euch geschlagen haben. Und einigen von euch glänzen die Augen vor lustvoller Sehnsucht, wenn das Wort fällt. Wir haben nachgesehen und Gründe gefunden, warum sich jemand gerne schlagen lässt und warum jemand eine Person gerne schlägt, die Lust dazu hat. Und: Wir machen es kurz. Drei Mal „PRO“ für aktiv und passiv und je ein Mal kontra.

Für Empfänger:

Pro bekommen: Sanfte Schläge durchblutet den Unterleib

Es ist überhaupt keine Frage, dass leichte Schläge auf den Po den Unterleib durchbluten – und meistens führt dies auch zu mehr Lust. Wie heftig die Schläge ausfallen dürfen, ist individuell verschieden.

Pro bekommen: Es ist einfach schön, sich absolut hinzugeben.

Natürlich kannst du dich auch ohne Schläge hingeben. Aber die totale Hingabe an einen anderen Menschen, vielleicht noch „übers Knie gelegt“ hat eine andere Qualität – zumal, wenn du mit der Hand geschlagen wirst.

Pro bekommen: Der Kontrast ist erregend

Der Kontrast zwischen der Lust und dem leichten Schmerz ist erregend, auch, wenn du nicht „schmerzgeil“ bist.

Kontra bekommen: Du bist mental instabil

Psychisch krank, mental schwach, kaum Selbstbewusstsein? Betrunken oder bekifft? Dann lass es. Und: Versuche es gar nicht erst mit Fremden, die dich überreden wollen.

Für Geber

Pro geben: Die Lust, heftige Lust zu verschaffen

Wenn du weißt, dass es der/die andere liebt, dann kann es ein Gewinn für dich sein, der anderen Person diesen Liebesdienst zu erweisen.

Pro geben: Die Lust daran, „oben“ zu sein

„Spanking“ oder „Poschläge“ sind ein Zeichen der Macht. Wer sie ausführen darf, der empfindet eine gewisse Befriedigung, eine Entlastung vom Alltag. Wenn’s der ander gerne hat, ist es die ideale Kombination.

Pro geben: Es verbindet beide in Körper und Psyche

Schläge sind etwas Körperliches, das auch etwas Psychisches ist. Und etwas Psychisches, das auch etwas Körperliches ist. Wenn Körper du Psyche zugleich in Wallungen geraten, entsteht eine neue Verbindung zwischen beiden Partnern.

Kontra geben: Du bist wütend oder unkontrolliert

Wenn du wütend auf Frauen oder Männer bist, oder sonst oftmals die Beherrschung verlierst –lass es bleiben. Der/die andere vertraut dir und erwartet, dass du genau weißt, was du tun darfst und was nicht.

Was ich lernte:

Zum Bedenken: jede(r) erwartet etwas anderes, wenn das Spiel beginnt: Mal gehört Sex dazu, mal auf keinen Fall. Mal eine lange Vorbereitung mit geziertem Entkleiden, mal den unmittelbaren Kontakt mit dem Po. Manchmal ein Rollenspiel und manchmal das nackte, direkte Gefühl ohne Drumherum.

Und - wie ergeht es dir?

Die magische Züchtigung (2) Höschen runter!

Was bisher geschah: Eine junge Dame kommt in ein Buchantiquariat, liest ein erotisches Buch und hat dabei die Hand unter dem kurzen Rock. Die Antiquarin hat die Tür längst verschlossen – und die junge Frau wird daran gehindert, das Buchantiquariat zu verlassen.

Zweiter Teil - von blauen Augen gefesselt - wie das Höschen herunterkam - letzter Protest

Ich wusste nicht mehr, wie ich mich verhalten sollte. Mein Körper war wie gelähmt, und ich erinnerte mich an den Spruch vom Kaninchen, das vor der Schlange still stehen bleibt, um schließlich gefressen zu werden. „Wie heißt du?“, hörte ich wie durch einen Nebel die sanfte, aber klare Stimme der Frau mit den tiefblauen Augen. „Ich heiße … Ranghild .. sagte ich stockend, obgleich ich nicht wusste, was sie mit meinem Namen anfangen sollte. „Sie hätten dich lieber Rahima nennen sollen“, sagte mein Gegenüber daraufhin in einem spöttischen Ton, „so nennt man die Dienerin einer Herrin. Mein Name ist übrigens Sarah.“

Langsam kam mir zu Bewusstsein, dass ich hier stand wie ein kleines verirrtes Mädchen, mit nackten Beinen und viel zu kurzem Rock. Eine Dienerin? Hatte mich nicht gerade ein Mädchen fasziniert, das seiner Herrin in einer Weise diente, deren ich mich schämen sollte? Oder wollte ich selbst die Herrin sein? Was wollte ich denn nun „wirklich“? Im Moment kam ich mir klein und kläglich vor.

Ich spürte, wie ich bei der Hand genommen wurde, und es war mir keinesfalls unangenehm. Sarah hatte warme, freundliche Hände und führte mich ein Stück ins Ladeninnere zurück. Ja, ich hatte Führung nötig, musste zu mir selbst finden, zu meinen wirklichen Bedürfnissen. Ich seufzte tief auf, und zu meiner völligen Überraschung erriet Sarah meinen Wunsch: „Du brauchst Führung, mein Kind … folge mir einfach.“ Ich wollte gegen „mein Kind“ protestieren, aber da trafen mich wieder die blauen Augen, und ich sackte ein wenig zusammen.

Sie führte mich zu dem Jugendstilschreibtisch, räumte einige Bücher weg, setzte sich dahinter und sagte ohne Umschweife: „Nun zieh dein Höschen herunter, du böses Mädchen. Hast du nicht eine Strafe verdient, weil du dich so schamlos selbst befriedigen wolltest, hier, in aller Öffentlichkeit?“

Ich sah Sarah verständnislos an. „Aber“, wandte ich ein, „ich schäme mich, und es war … nun, der Einfluss des Buches, dass ich …“ Sarah lächelte, milde, sagte dann aber mit fester Stimme: „Es ist eine Sünde, sich selbst zu berühren, wie du wissen solltest. Und es ist unkeusch und außerdem ziemt es sich nicht für eine junge Dame aus gebildetem Stand, nicht wahr?“

Nachdem ich einen Moment wie versteinert vor ihr stand, wiederholte sie ihre Aufforderung als Befehl: „Zieh das Höschen herunter - dann werden wir beide weitersehen, wie wir uns amüsieren können.“ Sie zog dabei das Wort „amüsieren“ lang durch die Zähne und leckte sich die Lippen, nachdem sie den Satz vollendet hatte.

Ich nestelte an meinem Höschen, noch zögerlich, zog es dann aber wirklich herunter. Ich schämte mich dabei in Grund und Boden, nicht nur, weil ich hier vor einer erwachsenen Frau mein Höschen auszog wie ein kleines Mädchen. Nein, ich schämte mich, diesen billigen Slip zu tragen, der einem Schulmädchen alle Ehre gemacht hätte. Man denke! Mit Herzchen!

Sarah schien den billigen Slip zu übersehen, betrachtete mich amüsiert dabei, wie umständlich ich mein Höschen auszog. Als ich ihn endlich über meine Schuhe gefädelt hatte, sagte sie mit lüsternem Unterton: „Ich bin gespannt, was unter deinem Höschen hervorschaut. Rasierst du dich?“ Ich schüttelte den Kopf, und sofort ging über Sarahs Gesicht ein zufrieden Lächeln. „im Buch“, so begann sie, „wird ein dichter schwarzer Haarbusch voller Locken bewundert, der sich über den elfenbeinernen Leib vom Schritt bis an den Bauchnabel kräuselt“. Sie lächelte dabei verträumt, „und den möchte ich jetzt sehen – du hast doch Schamlöckchen?“

Das Blut schoss mir erneut in den Kopf, und trotz der unverschämten Frage zog ich meinen kurzen Rock ganz hoch, fast ein wenig keck, sodass Sarah meine schwarzen, krausen Locken bewundern konnte. „Sehr hübsch“, sagte sie nach einem intensiven, verlangenden Blick. „So muss sich die Dienerin Margret ihrer Herrin präsentiert haben. Du weißt, was im Anschluss geschah?“

Ich wusste es. Zuerst musste sich die arme Margret den anwesenden Damen in schamloser Weise präsentieren, bevor sie zuerst mit Blumen, dann mit einer leibhaftigen Rute heftig gepeitscht wird. Ich erinnerte mich, dass die Situation noch beschämender wurde, weil sich die junge Dienerin dabei offenbar so viel Lust bekam, dass sie … Ich wurde in meinen Gedanken durch Sarahs sanfte, aber fordernde Stimme unterbrochen: „Du hattest doch schon deine Hand unter dem Rock – wäre es nicht interessant für dich, wenn wir probieren würden, um durch Schläge allein … zur Erlösung kommst?“ Sie sah mich dabei unentwegt an, und ich konnte nicht einmal meinen Blick senken, sondern hing an ihren Augen und ihrem Mund. „Zur Erlösung“ – welch seltsame Worte sie verwendete. Doch ich hatte kaum Zeit, nachzudenken, denn Sarah fuhr fort: „Unglücklicherweise bekommt man heute keine Ruten mehr – doch ich habe noch einen wundervollen Rohrstock nach englischer Tradition – er wird uns vorzügliche Dienste leisten, wie ich annehme.“ Noch einmal regte sich in mir der Widerspruch: „Uns?“, sagte ich etwas kleinlaut, „ich werde mich nicht von Ihnen schlagen lassen – warum sollte ich? Es gibt doch gar kein „uns“ – es ist einzig Ihr Vergnügen und ich …“ Meine Worte erstarben im girrenden Lachen von Sarah, die mich nunmehr anstrahlte: „So ist es recht, mein Täubchen“, sagte sie, „leiste nur noch ein bisschen Widerstand – das gefällt mir, und du wirst sehen, dass es dir auch nützt. Du lernst dabei viel über dich – und das musst du auch, wenn du im Leben bestehen willst. Du willst doch ein unabhängiges Leben führen, nicht wahr?“

Wieder überkam mich dieses merkwürdige Gefühl, völlig umnebelt zu sein, und wieder hing ich an den tiefblauen Augen, die keinen Widerspruch zuließen. Ja, ich war unzufrieden mit meinem Leben, und ja, ich wollte weiterkommen im Leben, und ich hatte mir vorgenommen, dabei keine Scham zu kennen. Wie zu mir selbst sagte ich: „Ich bin noch zu schamvoll, und es stört mich.“ Dann senkte ich den Kopf in Demut und sagte einen Satz, den ich aus meinem Mund niemals erwartet hatte: „Ich hasse mich bei dem, worauf ich mich einlasse. Und ich hasse Sie, weil Sie mich behandeln wie ein Kind. Aber ich kann nicht anders, als Ihnen zu folgen. Ich weiß nicht warum …“

Es war die Wahrheit. Ich folgte Sarah, ohne zu wissen, warum. Diese legte nun den Kopf in den Nacken, warf ihn dann wieder ruckartig nach vorne und erwiderte eindringlich: „Dann ist es gut, denn auf diese Weise wirst du endlich lernen, dich dem Leben zu stellen – und vielleicht wirst du mich am Ende lieben statt mich zu hassen.“

Teil 3 von 8 - Schamvoll, höchst schamvoll.

Diese Geschichte ist reine Fiktion, wird hier unter dem Namen unseres Kulturbeobachters veröffentlicht und ist geistiges Eigentum des Liebesverlags. Striktes © 2013 bei Liebesverlag.de

Die magische Züchtigung

Erster Teil: Entdeckung in einem Antiquariat

Ich betrat das kleine Buchantiquariat nur zögerlich. Das letzte Mal war ein junger Verkäufer hier gewesen, der mir mit Argusaugen auf die Finger gesehen hatte. Doch nun saß hinter dem Jugendstilschreibtisch im hinteren, abgedunkelten Teil des Antiquariats eine ältliche Dame in einem blauen Schneiderkostüm. Sie sah mich an, lächelte ein wenig spitzbübisch und fragte mich: „Kann ich ihnen helfen, junge Dame?“ Es ging mir wie so oft: Ich errötete, denn der Grund meines Besuchs war ziemlich eindeutig. Ich suchte nach Literatur über die Züchtigungen in der viktorianischen Epoche. Damals soll es in England Kreise gegeben haben, in denen die Damen sich darin überboten, sich die schönsten und willigsten Dienstmägde zu halten, die sie mit Ruten und Rohrstöcken schlugen, um sich anschließend von ihnen befriedigen zu lassen.

Ich murmelte: „Nein, eigentlich nicht … ich kenne mich ein wenig aus.“ Die Hüterin des Antiquariats lächelte süffisant: „Dann wollen Sie sicher in den ersten Stock? Wir haben hübsche Neueingänge.“ Ich glühte nun bereits, weil mir das Blut in die Wangen schoss, aber ich war tapfer. Im ersten Stock, hinter der rechten Tür, auf der linken Seite – das war das sinnliche Reich einer Art von erotischer Literatur, die noch heute nicht nachgedruckt wird, weil sie zu heikel für den Buchhandel ist. Ich wollte gerade die Treppe hochgehen, als die Dame im Kostüm mich anhielt: „Bitte ziehen Sie bitte ihren Mantel aus, bevor sie hochgehen. Ich misstraue ihnen nicht, aber es sind einfach zu viele wertvolle Bücher verschwunden. Deshalb hat der Chef angeordnet, dass jeder Kunde Tasche und Mantel ablegen muss.“

Ich verstand dies zwar, aber es fiel mir doch nicht ganz leicht, meinen Mantel auszuziehen, weil ich nur einen ziemlich kurzen Minirock nach der derzeitigen Mode trug. Die Treppe nach oben war aber schmal und steil, und die Stufen bestanden aus nichts als Holzbrettern, sodass man von unten durch sie hindurchsehen konnte. So glich die Treppe denn eher einer Hühnerleiter, und man würde mein Höschen sehen können, wenn ich hinauf- oder herunterstieg. Offenbar amüsierte die Ladnerin mein Verhalten: „Sie könnten hier auch nackt gehen“, lächelte sie, „es ist niemand hier außer uns beiden, und wie es scheint, ist heute kein guter Tag für ein Antiquariat.“ Na schön, also zog ich den Mantel aus und stieg so stolz wie irgend möglich die Hühnerstiege hinauf, ohne zurückzublicken, doch hatte ich den Eindruck, als würde mir ein altes, aber äußerst neugieriges Augenpaar folgen.

Tatsächlich hatte man eine undatierte Auflage der „Wonnen der Rute“, eines der wenigen erotischen Romane, in denen ich das wiederfand, was ich suchte. Es waren Szenen, in denen sich die Dienstmägde schamvoll ausziehen mussten, bevor sie das Privileg genossen, von ihren Herrinnen gezüchtigt zu werden. Ob der Roman je eine Fortsetzung erfuhr? Ich kannte nur die Stellen, an der die Damen gegen Ende der Züchtigung entzückte Blicke auf die offenen Schamlippen warfen, „der zwischen den vollen Schenkeln sichtbaren Liebesgrotte und ihre klaffenden Lippen“, wie es hieß. Die Bedienstete musste von den Schlägen ihrer Herrin liebestoll geworden sein, denn „die Ränder desselben waren mit reichlich Liebestau benetzt“.

Offenbar hatte ich eine „bereinigte“ Ausgabe erwischt, denn in dieser ging es weiter, und wie im Finale eines Feuerwerks wurde eine Bedienstete namens Morena rückwärtig mit Ruten behandelt, während sie eine ganze Teegesellschaft mit dem Munde beglückte.

Ich fraß mich so in das Buch hinein, dass ich alles um mich vergaß. Meine Finger hatten sich längst unter den Rock geschoben, um meine „Kleine“ zu beruhigen, die sich inzwischen bemerkbar machte, doch statt ruhiger zu werden, wünschte sie sich immer mehr und mehr sanftem Druck.

„Wollen Sie das Buch?“ ich nahm wie elektrisiert die Hand unter dem Rock zurück, sah auf und sah die Damen im blauen Kostüm vor mir stehen. „Ich sehe, sie sind sehr beschäftigt“, sagte sie süffisant, „aber wir schließen um 18 Uhr, und das liegt nun schon zehn Minuten zurück.“

Lüstern nach Entblößung
Ich schluckte: „Was kostete es denn? Es ist doch historisch, nicht wahr?“ In diesem Moment schien die Ladnerin ein paar Zentimeter größer zu werden, und sagte wohlwollend: „aber sicher, mein Kind, aber sicher. Es kostet allerdings 200 D-Mark, und auch nur, weil du es bist. Ich weiß, dass es bei dir in guten Händen ist“ Der plötzliche Wechsel vom „Sie“ auf das „Du“ verwirrte mich noch mehr als alles andere. Normalerweise hätte ich einfach gehen können – was ging mich schon ein eine Frau wie diese an? Aber ich starrte in ihre faszinierenden blauen Augen, die mich zu durchdringen schienen. „Dir ist es zu teuer, nicht wahr“, sagte die Ladnerin nun, „und du denkst, „ich gehe jetzt einfach an ihr vorbei und hinaus, nicht wahr?“ Nachdem ich nicht antwortete, sondern still auf den Boden sah, macht sie mir einen anderen Vorschlag, der mich zutiefst empörte.

„Ich weiß, dass du ein braves Mädchen bist, das gerne ein böses Mädchen wäre“, begann sie, „und dass du danach dürstest, dich einmal in der Rolle solch einer Dienerin zu fühlen.“

Ich hatte nun genug. Ich stand auf, sagte zornig „Nein, das ist gelogen“, warf das Buch weg und rannte, so schnell ich konnte, die Hühnerleiter herunter, ergriff den riesigen Knauf der Ladentür, und musste erkennen, was ich eigentlich wissen müsste: Richtig, der Laden war abgeschlossen.

Ich blickte mich kurz um, und wollte in größter Hektik einen anderen Ausgang suchen, als ich die blauen Augen näher kommen sah, die mich bei meinen panischen Versuchen, die Tür zu öffnen, offenbar permanent verfolgt hatten. Sie übten einen völlig ungewohnten, hypnotischen Einfluss auf mich aus, dem ich mich nun nicht mehr entziehen konnte, und wie in Trance drang eine sanfte, aber ein wenig ironische Stimme in mein Ohr: „Du verabschiedest dich viel zu schnell, unser Gespräch war doch noch gar nicht beendet, wenn ich mich recht erinnere – aber es ist hübsch, wie widerspenstig du gerade bist. Einfach goldig! Reagierst du immer so, wenn jemand erkannt hat, was du wirklich willst? “

(Fortsetzung folgt)

Diese Geschichte ist reine Fiktion, wird hier unter dem Namen unseres Kulturbeobachters veröffentlicht und ist geistiges Eigentum des Liebesverlags. Striktes © 2013 bei Liebesverlag.de