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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Wie weise Menschen Glück verschenken, ohne Könige zu sein

Ein "klassischer" König zum Dreikönigstag
Die Zeit vergeht – und alle Jahre wieder tauschen sie auf, die „Heiligen Drei Könige“. Klar wisst ihr Schlaumeier und Schlaumeierinnen längst, dass sie weder heilig, noch drei, noch Könige waren. Aber in Zeiten von Fake News und der Umwandlung von Fakten in Märchen nehmen wir das kaum noch wahr. Und dann stehen sie da, an der Krippe, neben den Hirten von den Feldern und allerlei Haustieren.

Also dann – da sind sie wieder. In manchen Gegenden, das weiß ich wohl, tun sie Gutes. Sie sind sozusagen (immer noch) die Sendboten des uneigennützigen Schenkens. Selbst wenn sie in albernen königlichen Gewändern, mit Kupferkrönchen und in weißer oder brauner Hautfarbe auftreten, sind sie wichtig und wertvoll.

Großzügig die eigenen Gaben anbieten

Das hat einen einfachen Grund. Diese Menschen erinnern uns daran, dass wir wertvolle Gaben, vor allem aber Gedanken und Gefühle großzügig verschenken sollten. Weil wir damit Freude machen oder einfach neue Impulse in die Welt bringen. Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden, doch bleibt die Hoffnung, noch irgendwo einen Menschen zu erreichen.

Das ist sehr altmodisch, aber nicht konservativ. Denn wer absichtslos schenkt, zum Beispiel, indem er jemandem zuhört, der tut der Welt einen hervorragenden Dienst.

Wir müssten eigentlich ... Ja, eigentlich.

Selbstlose Geber als Stützen der Gesellschaft

Ich sage es mal anders: Wir benötigen selbstlose Geber, Menschen, die einfach präsent sind, wenn sie benötigt werden und dabei ihre Ressourcen unter Kontrolle haben. Auf der anderen Seite benötigen wir weniger selbstherrliche Heilsbringer.

Auch ein Grund, um an die weisen Männer aus dem Orient zu denken, die in auffälligen Gewändern wertvolle Geschenke verteilt haben, ohne einen Dank dafür zu erwarten.

Bild: Nach einem Foto aus dem Liebesverlag Archiv. Aufnahme © 2002 by Liebesverlag.de, Darstellung hier © 2026.

Die Lust an der anderen Hautfarbe

Diese Woche machen wir in Moral – doch nicht in Langeweile. Wie ist es eigentlich, wenn Frauen oder Männer einfach Lust auf die andere Hautfarbe haben? Ein Tipp: Vergesst "soziale Korrektheit" - in der Liebe regiert die Leidenschaft, nicht der Wohlanstand

faszination schwarze haut


Weißhäutige Frauen flüstern eher darüber, während die entsprechenden Männer gerne damit prahlen: Schwarze Haut und Liebe ist ein Thema, das so gut wie alle Europäer erregt.

Frauen schwärmen nicht nur davon, wie toll schwarze Männer sich bewegen, wie erregend sie tanzen und wie zärtlich sie sein können. Sie suchen auch das Exotische an ihnen, und für viele Frauen ist das Exotische eben auch das Animalische, selbst wenn dies nicht ganz „sozial korrekt“ sein sollte. „Ich will sie nicht als dauerhafte Partner, ich will sie im Bett“, schrieb jüngst eine weißhäutige US-Amerikanerin, und sie ließ keinen Zweifel daran, dass sie mehr Freude im Bett hatte, wenn ihr Lover schwarz war.

Wenn die geheimen Gelüste nach schwarzer Haut auf die Gelegenheit stoßen, einen Mann dunkler Hautfarbe kennenzulernen, werden Frauen oft unsicher. Im Forum „GoFeminin“ erschien vor einiger Zeit eine Anfrage von einer Dame, bei der sich ekel mit Lust paarten, und dann folgte noch der Mythos: „Sie fürchte sich vor dem großen Stück“.

Schwarze Männer - der Mythos um das "große Stück"

Um das „große Stück“ sind inzwischen Diskussionen entstanden, die nicht immer sehr fein sind, und manche Frau wollte schon von ihrer erfahrenen Freundin wissen: „Stimmt es wirklich, dass schwarze Männer …“ und dann flüsterten, sie eben das, was man hier besser nicht schreiben sollte. Auch hier paare sich Faszination mit Angst – übrigens eine hervorragende Voraussetzung, um ein wirklich erregendes Abenteuer zu finden. Meine rothaarige Bekannte in einer süddeutschen Großstadt, die ausschließlich schwarze Männer liebte, geriet zufällig an ihren „ersten“ Schwarzen – und wollte später keinen weißen Mann mehr, doch sie betonte stets, „aber nicht deswegen“. Schwarze Männer seien einfach unkomplizierter, sagte sie – sie wüssten, was sie erleben wollten und könnten sich auch darauf einstellen, was Frauen wollten. Punkt. Auch dies mögen Vorurteile sein, doch sagen Südafrikaner gerne „wenn du einmal Schokolade gekostet hast, willst du sie immer wieder.“

Faszination schwarze Frau: tänzerische Näherung

Das gilt auch für weiße Männer und schwarzhäutige Frauen: Auch bei ihnen ist es vor allem die Faszination der schwarzen Haut – und das auch ohne erotische Absichten. Die großen weißen Augäpfel bieten auf schwarzer Haut mehr Kontrast – das erzeugt eine gewisse Sehnsucht. Aber das ist nicht alles. Die meistens schwarzhäutigen Frauen bewegen sich tänzerisch, - sogar Serviererinnen und Flugbegleiterinnen, und tänzerische Bewegungen wirken auf fast alle Menschen erotisierend. So kommt es, dass wir Männer Sehnsucht bekommen. Vielleicht lernen Europäerinnen ja daraus?

Man nimmt kein Geld für die Liebe - nur für den Lebensunterhalt

Für die Männer ist es nicht ganz einfach, eine schwarzhäutige Geliebte zu finden – jedenfalls keine „richtige“ Geliebte. In Afrika gibt es diese merkwürdige Mischung von „ich bin keine Prostituierte, aber das Leben ist so teuer, dass du mich schon unterstützen solltest“. So zahlen die meisten Männer für die Frauen der anderen Hautfarbe – ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.

Frauen sind übrigens nicht viel besser. Der Sextourismus für Frauen geht überwiegend in Gebiete, in denen schwarze Männer auf weiße Frauen warten, und das Prinzip ist ganz genau so: Diese Männer nehmen kein Geld für die „Liebe“, sondern lassen sich nur etwas Geld schenken, damit man schön ausgehen und die Freuden des Lebens genießen kann – so sehen sie es jedenfalls offiziell. Auch die Frauen verdrängen, dass sie sich in Afrika Männer kaufen, und geben das Geld gerne, wenn sie nur die Illusion bekommen, vierzehn Tage lang geliebt zu werden mit allem, was dazugehört.

Wahre Liebe ist unabhängig von der Hautfarbe

Natürlich gibt es sie, die reine Liebe zwischen Schwarz und Weiß. Aber dazu gehört eben mehr, als die andere Hautfarbe zu begehren und von weißen Augäpfeln und rosa Handinnenflächen begeistert zu sein. Vierzehn Tage Illusion ist eben etwas anderes als eine langjährige Ehe – in jeder Hinsicht – und sie erfordert Anpassung an die Eigenarten des Anderen. Wenn ihr jetzt sagt, das sei bei anderen kosmopolitischen Paaren ja auch nicht anders, habt ihr Recht. Nur dann gilt auch, dass die andere Hautfarbe auf Dauer ihre Faszination verliert und der Mensch mit all seinen Eigenarten immer mehr in den Vordergrund gerät – und eben diese Umstände sind es ja, an denen sich das Glück der Liebe auf Dauer entscheidet.

Titelbild © 2010 by √oхέƒx™