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Schweden: inzwischen prüde und altbacken-bürgerlich?



Schweden gilt als Paradies für zwanglosen Sex – aber auch als Hort von bürgerlichen Vorstellungen, die anderwärts längst der Vergangenheit angehören. Das schwedische Janusgesicht zeugt sich unter anderem darin, das Huren geschützt, Freier aber kriminalisiert werden. Das angeblich dahinterstehende Konzept, die Frauen zu schützen ist Teil dieses schizoiden Gedankenguts: In Wahrheit vergleichen konservative bürgerliche Schweden einen Besuch bei einer Hure mit dem Besuch einer verschissenen Latrine.

Inzwischen ist man offenbar so weit, dass auch die sex-positive Darstellung im Fernsehen attackiert wird. Ein Video-Clip, der lustige, nackte und bekleidete Cartoon-Penisse und ebensolche Vaginen zeigte, wird heftig attackiert – von schwedischen Eltern.

Allerdings gibt es auch ausgesprochen positive Stimmen aus Schweden zum Film. Nach der allgemeinen Auffassung soll der im schwedischen Fernsehen gezeigte Film dazu dienen, das Gespräch zwischen Kindern und Eltern über Sexualität zu erleichtern. Das wäre auch ein Gewinn für Deutschland – und wie es scheint, ist Schweden insgesamt eben doch nicht durch und durch prüde geworden.

Das EU-Parlament will Prostitution restlos verschwinden lassen

EU-Parlament: Wie man Huren verschwinden lässt

Das EU-Parlament hat eine Resolution verabschiedet, nach der Prostitution verunmöglicht werden soll. Zwar sollen Huren nicht bestraft werden, dafür sollen sogenannte „Freier“ kriminalisiert werden. Die Sprecherin der Initiative, eine gewisse Mary Honeyball. Die Sozialistin (Labour Party) sagte dazu:

Statt der Legalisierung, die in den Niederlanden und Deutschland zu einem Desaster geführt hat, brauchen wir einen nuancierten Ansatz, der die Männer bestraft, die die Körper der Frauen als Gebrauchsgegenstand behandeln, ohne dabei diejenigen zu bestrafen, die in die Sexarbeit abgeglitten sind.


Nun mag man der Legalisierung der Prostitution in Deutschland skeptisch gegenüberstehen (wie die Liebeszeitung inzwischen auch), aber von einem „Desaster“ kann im Grunde nicht die Rede sein – diesen Begriff sollte man sich für Situationen aufsparen, in denen er gerechtfertigt ist. Auch Worte wie „Frauen als Gebrauchsgegenstand“ benutzen“ und „in die Prostitution abgeglitten“ seien, trifft nicht das, was eigentlich gemeint ist.

Sozialismus, Gutmenschentum und Feminismus - Einstieg in die Gynäkokratie?

In Wahrheit wird eine Ideologie (Sozialismus) , eine moralische Empörung (Gutmenschentum) und ein angebliches Eintreten für Frauenrechte (Feminismus) miteinander verklumpt, um zu zeigen, wie „wahrhaftig, gütig und fürsorglich“ man ist. Doch könnte es vielleicht auch sein, dass es sich um eine Mischung aus sich Hurenhass, Männerhass und realitätsferne handelt?

Dies wird deutlich, wenn man die „Empfehlungen“ der EU-Parlamentarier ansieht. In ihr wird klar, dass sie in der EU eine Art Gynäkokratie sehen, die auf feministischen Theorien fußt.

Prostitution soll demnach als eine Verletzung der Menschenrechte und als eine Form von Gewalt gegen Frauen angesehen werden, womit die Kunden der Huren, kriminalisiert werden sollen.

Die merkwürdige Resolution bindet die Mitgliedstaaten glücklicherweise nicht. Im EU-Parlament haben sich 343 Abgeordnete dazu hinreißen lassen, der Resolution zuzustimmen. 139 Abgeordnete waren so mutig, dagegen zu stimmen und 105 Abgeordnete haben sich durch Enthaltungen entzogen, klar Stellung zu beziehen. Die Relationen zeigen zudem, dass die Mehrheit nicht zufällig zustande gekommen ist, sondern offenbar der Geisteshaltung von 45 Prozent der EU-Parlamentarier entspricht. (Das EU-Parlament hat 754 Abgeordnete).

Im Lieblingsland der Scharfmacherinnen gegen Freier, Schweden, ist die Prostitution übrigens inzwischen in den Untergrund abgewandert oder hat sich in der Kontaktaufnahme auf Neue Medien verlagert.

Zahlenquelle: EXPRESS

Hinweis: Die Bildmontage basiert auf dem Plakat für die Show eines Illusionisten ca. 1920.