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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Der Hunger auf Lust und sexuelle Experimente

Nicht gewöhnlich, aber auch nicht ungewöhnlich -in jedem Fall ein Erlebnis
Ich las dieser Tage, der „Hunger nach Lust“ sei in der Jetztzeit besonders groß. Man spricht sogar schon von der Nach-Corona-Zeit. Inzwischen fänden, so hörte ich ebenfalls, sexuelle Begegnungen nicht mehr unbedingt in Wald und Flur statt. Vielmehr würde man den Partner oder die Partnerin gerne ins heimische Bett einladen. Das gilt zwar in mehrfacher Hinsicht als risikoreich, aber Risiken sei man ja inzwischen als Single gewohnt.

Oh, und noch etwas. Die sexuelle Experimentierfreude würde wieder zunehmen.

Und dazu kann ich nun endlich zitieren:

Weil die Sexerziehung und die sexuelle Bildung nicht mehr der Mainstreampornografie überlassen werde, würden die Menschen dazulernen und hätten auch das Bedürfnis, viel mehr auszuprobieren.

Aus dieser Stellungnahme und mehreren anderen Quellen können wir dies entnehmen:

1. Die unattraktive sexuelle Bildung, wie sie in Schule und Elternhaus praktiziert wurde (und wird), wurde längst durch das Internet abgewählt.
2. Im Lauf der Jahre haben Jugendliche und Erwachsene durch das Internet hinzugelernt. Dabei wird die Mainstreampornografie von Bildungswilligen immer mehr gemieden.
3. Eine glaubwürdige, realistische und dennoch ethisch vertretbare Darstellung sexueller Vorgänge würde von vielen bevorzugt, wenn es sie denn gäbe.
4. Erwachsene haben offenbar das Bedürfnis, weiterhin ihren sexuellen Horizont zu erweitern.

Übrigens scheinen so gut wie alle Prognosen über Beziehungen in der „Nach-Corona-Zeit“ nichts als Makulatur zu sein. Doch immer noch findet man Beiträge über den Segen von „Slow Dating“ und die Gefahren der „Abschleppkultur“.

Aus meiner Lebenserfahrung kann ich dazu nur sagen: Wer verbissen irgendeinem Trend folgt, verliert deutlich schneller als andere. Wer hingegen weiß, was gut für ihn ist und was ihm Freude bereitet, der (oder die) gewinnt dabei.

Das war alles für den Moment – aber es kommt noch mehr.

Zitat: Deutschlandfunk, nach Laura Méritt.
Bild: Japan, 1960er Jahre, nachkoloriert.