Skip to content
  Werbung

Bekommen Frauen immer und überall Sex?

Ihre Vorstellungen müssen nicht dem entsprechen, was er will
Bekommen Frauen immer und überall kostenlos Sex? Und sind die zufrieden mit den Männern, die sich für ihren ONS angeln? Und wenn nicht: Zahlen Frauen Geld für "richtig guten Sex"?

Fragte man Männer, was eine Frau tun muss, um einen Lover für eine Nacht zu haben, so bekommt man schnell die Antwort: In eine Bar gehen, die Brüste sexy präsentieren und etwas von den Oberschenkeln preiszugeben – mehr sei nicht nötig.

Eine Frau sagte mir jüngst: Das geht natürlich – aber dann bekommst du den Sex, den Männer wollen – und nicht den Sex, den du willst. Es ist der Sex, von dem Männer glauben, dass Frauen ihn wollen. Und das sieht ungefähr so aus: Eine Frau, die sich anbietet, will auf irgendeine beliebige Art gevögelt werden – und sonst gar nichts.

Was letztlich wieder heißt: Wenn du Sex willst, sehen die Männer in dir eine Art Hure, die sie nicht bezahlen müssen – und sie handeln auch so.

Irrtum: Der nächst Penis ist so weit, wie deine Hand reicht

Drehen wir die Sache mal um: Woher kommt eigentlich die Annahme, Männer wollten „sowieso immer Sex“? Oder, etwas flapsig: „Der nächste Penis ist soweit, wie deine Hand reicht?“

Vermutlich beruhen all diese Vorurteile auf der gleichen Quelle: „Sex wollen“ heißt für Männer, ihren Penis in irgendeine halbwegs feuchte Vagina zu stopfen, etwas zu ackern und dann erschöpft aus dem Bett zu fallen. Entsprechend heiße es für Frauen, nur mit einer halbwegs feuchten Vagina in eine Bar zu gehen, zu gehen und zu zeigen, dass ein Penis erwünscht ist.

Ihr mögt sagen: „Na klar denken Männer so.“ Aber warum sollten Frauen diese Gedanken eigentlich annehmen? Warum sollten sie so sein, wie Männer glauben, dass sie sein müssen?

Dabei haben wird die eigentliche Frage vergessen, die lautet: Welche Art von Sex ist für Frauen eigentlich „guter Sex“? Ihr werdet feststellen, dass Frauen darüber nur ungerne sprechen –nicht untereinander, und schon gar nicht mit Männern, die sie gerade erst in einem Bar-Milieu kennengelernt haben.

Drei Wünsche, die deine Barbekanntschaften nicht erfüllt

Diejenigen Frauen, die solche Fragen überhaupt beantworten, nennen vor allem diese Punkte:

1. Ich will Sex, bei dem ich im Mittelpunkt stehe – nicht der Mann.
2. Ich will meine Fantasien ausleben können, nicht seinen Regeln folgen.
3. Ich will entscheiden, wie lange ich die Kontrolle behalte und wann ich mich hemmungslos hingebe.

Das Ergebnis nahezu aller Autorinnen, die sich damit beschäftigt haben, ist eindeutig: Entweder, du musst sehr sorgfältig bei der Auswahl deiner männlichen Partner sein, oder du musst für sie bezahlen. Gelegenheitsbekanntschaften in Bars seien jedenfalls nicht geeignet, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.

Diese Ansicht wirft viel Licht darauf, dass viel mehr Frauen ihre Lust voll ausschöpfen wollen, als sie nur „irgendwie abbrennen zu lassen“. Und das wäre auch eine Überlegung, die für Männer interessant sein könnte.

Dieser Artikel beruht auf gründlichen Recherchen im Internet, Einzelaussagen und Hintergrundinformationen, die wir von Frauen erhielten.

Spontan mit einem Mann schlafen?

Eine ganz normale Geschichte ...
Dieser Text entstammt einer authentischen Schilderung. Sie wurde mir erzählt, und ich erzähle sie für euch nach. Ich weiß, dass viel von euch in einem ähnlichen Konflikt stehen.

Dating ist eigentlich nicht meine Sache. Gut, ich habe es versucht – und nicht nur einmal. Du sitzt da und redest, und denkst: Du darfst auf keinen Fall zeigen, dass du ihn „zu sehr willst“. Und lass dir bloß nicht anmerken, dass du seit einem halben Jahr keinen Mann hattest und dringend darauf wartest, dass dich einer … ich vermeide, mal, das Wort auszusprechen.

Bleib cool. Finde raus, ob er was Ernstes will. Schlaf nicht mit ihm, bevor du ihn genau kennst. Du bist keine Schlampe, die mit jedem ins Bett hüpft, nicht wahr?

Ja, und dann ging ich auf eine Tagung. Alles macht auf blitzeblank und vornehm. Hier denkt niemand an Dating oder so etwas. Mir fällt ein junger Mann auf, und ich entdecke, dass wir etwas Gemeinsames haben. Ich weiß genau, was es bedeutet, wenn man mit einem Mann abends in der Hotelbar sitzt und trinkt. Ich bin für ihn ein Schnäppchen, na klar. Aber er ist für mich wie ein Glas Wasser in der Wüste. Er will mich jetzt und hier.

Verdammt – wann ist das zum letzten Mal passiert?

Ein letztes Mal meldete sich mein Tantchen-Ich: „Du wirst dich doch nicht einfach vernaschen lassen?“, und schon geht die Ampel auf Rot. Und dann, sehr plötzlich, schaltet sie auf Gelb und sagt mir: „Na los, was kann dir denn passieren? Du bekommst gleich freie Fahrt.“

Irgendwie wartete ich auf Grün. Jemand wollte mich. Es ist schön gewollt zu werden, zumal, wenn man kaum noch erwarten kann, eine wirklich lustvolle Nacht zu erleben. Und das mit einem völlig Fremden! Bei wem kribbelt es denn da nicht? Erst jetzt wird mir klar, dass ich auf einen ONS zusteuere, und dass es mich förmlich hineintreibt in dieses Abenteuer.

Er ist nicht frei, das merkt man ihm an. Aber ein Mann, der nicht frei ist, hat wenigstens Erfahrung. Als wir vor seinem Hotelzimmer ankommen, sage ich noch: „Sollen wir es wirklich tun? Ich meine, du bist gebunden, und ich bin … auch ein wenig gebunden.“

„Meinst du wirklich, was du sagst?“ Er lächelte dabei. Natürlich wusste er, dass ich nicht meinte, was ich sagte. Ich musste inzwischen verdammt bedürftig wirken.

Nachdem wir die Zimmertür hinter uns schlossen, fielen alle Hemmungen, vor allem meine. Das passiert, wenn du ausgehungert bist und es nicht zugibst. Du kannst nicht mehr gegen die Natur, wenn sie dich einmal im Griff hat.

Es war nur Sex. Und es war schön.

Natürlich kannst du sagen, dass ich ihn benutzt habe. Oder dass er mich benutzt hat. Er wollte wissen, ob er für eine andere Frau noch attraktiv ist, und ich wollte wissen, ob ich für irgendeinen Mann noch attraktiv genug bin. Daran ist nichts Böses.

Ich weiß, dass viele von euch denken, diese Art von Sex aus reiner Lust und Begierde würde eine Frau abwerten. Aber davon stimmt kein Wort, wenn du dich nicht selbst abwertest. Wundervoller Sex schadet dir nicht. Mag sein, dass Menschen dir schaden könnten, aber sicher kein guter Liebhaber.

Gehst du ab und zu auf Dates? Dann bereite dich auf alles vor – und tu um Himmels willen das, was du wirklich willst.

Hinweis: Das Titelbild (Frau auf Pensionsflur) bezieht sich nicht auf die im Artikel dargestellte Person.