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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Und … jährlich grüßt der Valentinstag

Den heutigen Valentinstag nutzen viele Zeitungen, um nochmals das Thema „Online-Dating“ durchzukneten. Tolle Überschriften – kaum Hintergrund. Und ständig die Aufforderung, doch ein Abo abzuschließen. Fragt sich nur, was man dann bekommt … mehr Worte oder mehr Informationen? (1)

Was die selbsternannten "Dating-Experten" zur Zeit von sich geben, hat dankenswerterweise der ORF veröffentlicht. Alle berufen sich darauf, dass die "Apps" gemieden werden - das pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern. Aber Wanderkameradschaften als Beziehungsstifter sind auch nicht das, was man sich wirklich wünscht, oder?

Die Spurensuche - was hat der Valentinstag mit der Liebe zu tun?

Die ersten Spuren des „romantischen“ Teils des Valentinstags finden wir in England. Der britische Dichter Geoffrey Chaucer (1340 - 1400) gilt als Schöpfer des „Tages der romantischen Liebe“. Im Grunde geht es dabei um Fortpflanzung, also um Sex. Denn am Valentinstag beginnen bestimmte Vögel mit der Paarung und dem damit verbundenen Nestbau. Dieses Verhalten im Spätwinter wird allgemein als „Frühlingsanzeichen“ gewertet.

(1) Beispiele gibt es in Hülle und Fülle. Da ich nicht für Abos werbe, fehlen hier auch die Links.

Was Vögel mit dem Valentinstag zu tun haben

Vogel, Herz, Ring ... der gesamte Kitsch vom Valentinstag vereinigt
Nicht einmal ich komme an der Tatsache vorbei, dass demnächst wieder Valentinstag ist. Und alle, die auch nur ein Fetzchen Wissen haben oder ein Gramm Gold damit verdienen wollen, werden demnächst wieder darüber schreiben.

Valentin -Heiliger ohne historischen Beweis

Wer mich liest, der weiß, dass es nicht um den Heiligen Valentin geht, der möglicherweise niemals gelebt hat, aber in angelsächsischen Ländern dennoch äußerst bekannt ist.

Ein Dichter war die Ursache für die Verehrung

Zurückzuführen ist dies auf niemand anders als der Dichter Geoffrey Chaucer, der zwischen 1340 und 1400 lebte. In seinem „Parlament der Vögel“ („The Parlement of Foules“)“

Diese Strophen enthalten den Valentinstag wie folgt:

For this was on Saint Valentine’s day,
When every fowl (1) comes there his mate to take,
As they were wont to do from year to year,
On Saint Valentine’s day, standing there.

You know that on Saint Valentine’s day,
By my statute and through my governance,
You come to choose – and then fly your way –
Your mates, as I your desires enhance.


Saint Valentine, who art full high aloft –
Thus sing the small fowls for your sake –
Now welcome summer, with your sun soft,
That this winter’s weather does off-shake.


Ich will diesen Text nicht nochmals übersetzen – er wurde bereits in das heutige Englisch übersetzt. Sinngemäß sagen diese Texte aus:

Am Valentinstag kommen die Vögel zusammen, um sich eine Gefährtin zu holen. Denn das war am Valentinstag, wie sie es Jahr für Jahr tun. (Die zweite zitierte Strophe ähnlich. („Sie kommen, um zu wählen, dann fliegen sie wieder fort“). Heiliger Valentin, der du hoch oben bist, die kleinen Vögel singen dir zuliebe.

Das Gedicht handelt also tatsächlich von der Paarung der Vögel und ist zugleich ein Symbol für die Hoffnung auf den Frühling. Es trifft auch zu, dass viele Menschen sich schon damals (wie auch heute) zum Start in den Frühling frühzeitig einen Partner (eine Partnerin) suchen.

Neben der Romantik, die das Gedicht ausdrückt, ist es vor allem der Nestbau – die Vögel kommen nicht nur zusammen, um miteinander zu zwitschern, sondern eben auch, weil die Natur ihre Rechte verlangt. So fragt auch Theseus bei Shakespeare:

Der Heilige Valentin ist vorbei: Fangen diese Waldvögel tatsächlich an, sich jetzt zu paaren?

Hoffen wir, dass auch die seltenen Vögel unter den Menschen frühzeitig eine Partnerin finden. Und alle anderen auch.

Hinweis: (1) Der Name „Fouls“ stand früher für Vögel
Bild von Wikimedia, im Ursprung Postkarte

Was ich nicht wissen will (oder wollt ihr es wissen?)

Wir fanden diesen schrecklichen Artikel auf einer Bezahlseite für besonders gute Artikel - und fanden ihn absolut beschissen.

Sicher: es ist nur der Anfang. aber muss so etwas wirklich sein?

Nach vielen Jahren, in denen ich mich mühte und mich dahin gehend überprüfte, kann ich sagen, dass ich gerne vögele. Ja, wirklich: Ich liebe es, zu vögeln. Lange war ich mir nicht sicher, ob ich gerne vögele.


Wie sagt man doch im Vereinigten Königreich? Ein Vogel in der Hand ist besser als zwei im Busch. Und ich will nie (wirklich nie) wissen, wie viele Vögel jemand schon "im Busch hatte".

Ostern und Vögel

Ostern und Vögel - was hat das miteinander zu tun? Nein - wir meinen nicht "Ostern und Vögeln". Aber wie bekannt, ist das Huhn ja ein Vogel und legt die bekannten Nicht-Schokoladeneier.

Also: Ein Huhn ist ein Vogel, ein Osterhase nicht – und wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest.