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Nur die Vulva ist die Vulva

Viele Menschen, sogar manche Frauen und erstaunlicherweise sogar manche Moderatoren, wissen nicht, was eine Vulva ist.

Die Vulva besteht aus dem Venushügel, den Schamlippen und der Klitoris (Kitzler), wobei die Klitoris größer ist, als sie zu sein scheint. Im Deutschen, Französischen und Englischen wird sie mit dem Maul der Katze verglichen, ein Sinnbild, das dem behaarten Venushügel mit dem dahinterliegenden, rosa „Katzenmäulchen entspringt. Entsprechen sagt man „Muschi“, „Pussy“ oder „Chatte“. Bei Menschenfrauen zählt, im Gegensatz zur Tierwelt, auch der Scheidenvorhof zu Vulva.

Vulva und Vagina

Wichtig ist, die Vulva von der Vagina (Scheide) unterscheiden zu können. Dazu bietet Lilli die besten Informationen, die du im Netz finden kannst. Zwar sind sie eigentlich eher für sehr junge Mädchen gedacht - sie helfen aber jedem Menschen, der sich ausführlich und verständlich informieren möchte.

Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. „Lilli“ ist einfach eine ausgesprochen zuverlässige Quelle. Alternativ könnt ihr bei „Netdoktor“ nachlesen.

Die Besten der Besten Vibratoren – gibt es sie?

Einfacher Vibrator - der Motor und der Exzenter, der die Vibration bewirkt
Dieser Tage veröffentlichte eine der Bloggerinnen, die wir hier (noch) regelmäßig lesen, einen Artikel über die besten „Sex Toys. Nun war der Artikel (ihr erratet es sicherlich) gesponsert, aber die Frage nach dem „Besten der Besten“ wird natürlich immer wieder gestellt, weil Spitzenqualitäten nicht für ein paar Euro zu haben sind. Sagen wir es deutlich: was „Solides“ fürs „unsolide“ Verhalten kostet zwischen 70 und 200 Euro.

Die „Besten Sex-Spielzeuge“ haben mit dem „Heiligen Römischen Weltreich“ (1) eines gemeinsam: Sie sind weder „die Besten“, noch geht es um Sex, und schon gar nicht um Spielzeuge.

Das Technik-Zeug – vom Drehen zum Rütteln

Normalerweise ist der Name „Sex Toys“ ein Zusammenfassung von Dildos und Massagegeräten, die nahezu ausschließlich von Exzenter-Motoren angetrieben werden und dabei eine „rüttelnde“ Bewegung erzeugen. Da normalerweise starke Motoren nötig sind, um diese Bewegungen zu ermöglichen, verbrauchen sie auch relativ viel Strom. Das brachte manche Hersteller auf die Idee, sie für 110/240-Volt auszulegen. Ähnlich wie bei anderen Massagegräten, liegt die Elektrik völlig abgeschirmt im Gehäuse, nur die Vibration wird nach außen geleitet. Andere Konstruktionen nutzen Batterien oder Akkumulatoren zum Antrieb der Gleichspannungs-Motore. Diese rotiert nur – sie können nichts anderes. In den meisten Geräten arbeiten Mini-Antriebe, die mit etwa 2000 – 10.000 UpM (Umdrehungen pro Minute) rotieren.

Eine Top-Marke setzt beispielsweise einen Motor mit 6.400 UpM ein. Das musst du durch 60 teilen, um die maximale Rüttelfrequenz zu errechnen, ergibt also ungefähr 100 Hertz. Auf dem Motor sitzt dann die „Unwucht“ die dafür sorgt, dass die Rotation in Vibration verwandelt wird. Diese wird anschließend entweder direkt oder über eine Welle an den Kopf des Vibrators übertragen.Wie das bei einem hochwertigen Vibrator oder Massagegerät funktioniert, kannst du hier an einem zerlegten Gerät sehen. Diese Frequenz ist hörbar, und deshalb „summen“ Vibratoren tieffrequent, sie „brummen“ also. Durch sogenannte „Obertöne“ „klingen“ sie aber oft heller. Zum Vergleich: Der „Kammerton“ in der Musik hat eine Frequenz von 440 Hertz.

Köpfchen, Köpfchen …

Dieser „Kopf“ kann theoretische jedwede Form haben – von einer Kugel über eine eichelähnliche Spitze bis hin zu einem schnabelartigen, kleinflächigen Punkt. Einige Vibratoren sind dafür gedacht, von der Vagina ausgehend auf die inneren Organe (und auch die Klitoris) abzustrahlen. Stärkere Reize gehen in der Regel von kugel- schnabel- oder punktförmigen Köpfen aus, die speziell die Schamlippen und/oder die Klitoris reizen. Die „Auflagevibratoren“ massieren den Unterleib eher flächig und gelten deshalb als sanft. Übrigens spielt auch das Material der Außenhaut eines Vibrators eine wesentliche Rolle für deine Gesundheit. Darüber ist allerdings schon viel geschrieben worden, sodass wir hier darauf verzichten.

(1) Das Reich war nicht "heilig" sondern weltlich, nicht römisch, sonder deutsch, und auf keinen Fall ein Weltreich. Ähnlich ist es übrigens mit den "Heiligen Drei Königen".

Nächste Folge: Was passiert eigentlich in dir und auf dir, wenn du unterschiedliche Vibratoren einsetzt?

Der Geruch der Genitalien

Irgendwann kommt der Moment: „Seine“ Nase kommt deiner Vagina nahe. Gut, vielleicht nicht nur die Nase. Und du – du machst dir Gedanken darüber, wie du riechst und wie du schmeckst.

Tu’s nicht.

Falls du befürchtest, dass deine Genitalien nicht „gut“ riechen, solltest du bedenken: Genitalien sollten wie Genitalien aussehen und wie Genitalien riechen. Falsche Informationen zur Körperkultur und Produkte wie Vaginalduschen erwecken den Eindruck, dass Vaginas nach Blumen riechen sollten. Aber das tun sie niemals.

Du riechst, wie du riechst. Wenn er dich „dort“ nicht mag – warum solltest du ihn dann „dort“ mögen?

Weibliche Anatomie ausführlich – leider in Englisch

Die Anatomie des weiblichen Unterleibs ist selbst für manche Frauen ein Rätsel – sie haben schließlich gelernt, sich möglichst nicht damit zu beschäftigen. Wer es dennoch wagen will, sich mit allem zu beschäftigen, was unterhalb des Bauchnabels Lust und Frust bereitet – bitte schön.

Em & Lo bieten aber nicht nur das – sie erklären auch, warum es vaginale Druckpunkte gibt, die Reize auslösen. Wie bekannt, ist dies ein langjähriger, teils heftig geführter Kampf zwischen Frauenärzten und Forschern, Psychologen und Gender-Forschern, und vor allem zwischen Feministinnen und lustvollen Frauen, die es eigentlich wissen mussten.

Das Geheimnis: Auch dort, wo keine unmittelbaren Nerverstränge verlaufen, kann Druck auf andere Organe ausgeübt werden, die sensible Nerven enthalten. Und dann – geht die Post ab oder auch nicht. Je nachdem, was du vorher schon ausprobiert hast und wie dein Gehirn die Reize aufnimmt.

Der Ursprung der Welt – von der Vagina, der Klitoris und mehr

Die Welt hat ihren Ursprung – nun ja, wenn jetzt unsere Welt gemeint ist, dann hatte sie ihren Ursprung in einer Vagina. Grob gesprochen.

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Die Autorin Liv Strömquist zeichnet die Kulturgeschichte der Vulva nach – in Comics. Dabei führt sie uns Ärzte und Psychotherapeuten vor, die alle sehr geschwätzig und zumeist unqualifiziert über Vulva, Vagina und Klitoris schwadroniert haben – und lässt auch den Biologieunterricht unserer Zeit nicht aus.

Ob das Buch ein bisschen zu feministisch ist? Mag sein. Aber die Darstellung eignet sich jedenfalls, um Vor- und Fehlurteile abzubauen. Und das ist auch der eigentliche Sinn. Eine Leseprobe finden Sie hier.