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Sex und Zukunft - Monogamie siegt wahrscheinlich

Im ersten Teil des Artikels habe ich ihnen gezeigt, dass Menschen nicht monogam veranlagt sind - und dass die Kulturen Monogamie nicht wirklich unterstützten, sondern Seitensprünge als Ventil zuließen - mit "Augen zu und durch" sogar für Frauen. Heute sage ich Ihnen, warum sich die Ehe dennoch bewährt hat und warum wir sie nicht leichtfertig aufgeben sollten.

Warum sich Monogamie dennoch bewährt

Monogamie ist das erfolgreichste Menschheitskonzept überhaupt. Wer es nicht glaubt, sollte sich klar werden, dass aus Beziehungen üblicherweise Kinder erwachsen, und dass zu viele Kinder von zu vielen Frauen die Wirtschaftskraft der Folgegenerationen schwächen. Das ist der Grund, warum Kinder die „zur Linken“ gezeugt wurden, nicht erbberechtigt waren, und es ist auch die eigentliche Ursache für das Verbot der Priesterehe (Zölibat). Polygamie in jeder Form würde die bewundernswerte Wirtschafts- und Sozialstärke der westlichen Nationen nachhaltig schwächen und letztlich zerstören. Man muss nicht sonderlich klug sein, um zu wissen, dass Geschiedene mit Kindern es immer schwer haben, eine zweite oder gar dritte Existenz aufzubauen – es ist einfach eine Folge der sozialen Zersplitterung, die ein einzelner Mensch (meist ein Mann) nicht wirklich „stemmen“ kann.

Was sagt uns dies für die Zukunft?

Üblicherweise ist die Zukunft die Fortsetzung der Gegenwart unter Berücksichtigung von kontinuierlichen Entwicklungen der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart hineinreichen.

Nehmen wir an, Seitensprünge hätten zugenommen, wofür es ausreichend Belege gibt. Das kann man, wenn man naiv genug ist, auf eine Zukunft projizieren, indem wir alle „polyamorisch“ oder „polysexuell“ leben.

Nun wäre allerdings die Frage, wie die Menschen mit den Seitensprüngen umgehen, und welche Vorbildfunktion oder welches Abschreckungspotenzial dieser Umgang hat. Aus der Vergangenheit wie der Gegenwart wissen wir, dass es mehrerer Modelle gibt, damit umzugehen:

1. Unkenntnis
2. Duldung
3. Akzeptanz
4. Gütliche Trennung
5. Strittige Trennung

Die Erfahrung aus Gegenwart und Vergangenheit zeigt, dass die meisten Paare in Unkenntnis der gegenseitigen Seitensprünge leben, wobei (besonders unter Prominenten und Wohlhabenden) die Duldung an zweiter Stelle steht. Akzeptanz setzt voraus, dass es einem Teil oder beiden Teilen recht gut passt, dass der andere „fremdgeht“.

Die Trennung nach einem aufgedeckten Seitensprung ist zumeist unsinnig, gleich, ob sie gütlich oder strittig ist – dennoch favorisieren die Paare, insbesondere die Frauen, diesen Weg. Es ist der unsinnigste Weg, um mit den Tatsachen umzugehen, und der sicherste Weg in den wirtschaftlichen Niedergang. Kommt es gar zur strittigen Trennung (Ehescheidung mit nicht endenwollenden Prozessen und gegenseitigem Lamentieren), dann werden zumeist auch die psychischen Gerüste beider Partner angeschlagen – vom wirtschaftlichen Ruin und der Neurotisierung möglicher Kinder einmal ganz abgesehen.

Fazit – Zukunft ungewiss

Ist man pessimistisch, kann man von einer zunehmenden Vereinsamung und Neurotisierung durch Trennungen und Scheidungen sprechen, die aufgrund von Seitensprüngen in Zukunft zustande kommen. Ist man optimistisch, so kann man erwarten, dass wirtschaftliche Gründe und verbleibende positive Emotionen Seitensprünge verzeihbar machen. Das Großbürgertum hat uns vorgemacht, dass Duldung ein ausgezeichnetes Mittel ist, die Wirtschaftskraft der Ehe zu erhalten. Möglich ist auch, dass die negativen Emotionen aus Seitensprüngen herausgenommen werden können und es zur Akzeptanz kommt.

Was auch immer kommen wird – eine Quasi-Polygamie oder eine Polyamorie gehört in den Bereich der Fantasien, nicht in den Bereich seriöser Zukunftsforschung.

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