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Falsche oder geschönte Identitäten? Hauptsache: Nichts Intimes ins Netz

In einer Zeit, in der nach Millionen zählende, naive junge Menschen ihr Leben in den sogenannten „sozialen“ Netzwerken ausbreiten, geht ein anderer Teil der Menschheit den umgekehrten Weg: Im Netz werden ganz bewusst falsche oder „geschönte“ Identitäten angelegt, um den Privatbereich zu schützen. Es ist leicht, völlig problemlos und gelegentlich unerlässlich.

Die Intimsphäre ist derjenige Bereich, in den Unbefugte nicht hineinschauen sollen – und sogar der berufliche Bereich ist oft schützenswert. Selbst der „edelste Beruf“ sollte verschwiegen werden, wenn er negativ besetzt ist oder gar Anlass zur Ausspähung gibt. Noch mehr gilt dies für den Beruf der Bordellbetreiberin oder einer sogenannten „Domina“.

Die meisten Internet-affinen Personen nutzen einen Trick: Da es immer möglich ist, negative über eine Person zu schreiben, versuchen sie, möglichst viele positive Artikel über sich im Internet verfassen zu lassen. Ebenso läuft das Verfahren ab, wenn etwas verschliert werden soll: Zwei Identitäten, jede für sich ausreichend abgesichert, erscheinen auf sozialen Netzwerken oder im Internet.

Gerade las ich in der „Westdeutschen Zeitung“, dass es sogar eine Agentur gibt, die sich um so etwas kümmert. Ein paar Visitenkarten und ein Türschild mit „Persönlichkeitsberatung“ dürften heute allerdings kaum noch ausreichen, um Nachstellungen zu vermeiden. Besser ist es, das Internet von intimen Daten ganz frei zu halten und die Persönlichkeit so umzugestalten, dass in der Breite nur die besten Eigenschaften und edelsten Motive zum Vorschein kommen. Dann braucht man auch kein „Doppelleben“, was vor allem für Partnersuchende mit „edlen Absichten“ wichtig ist.

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