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Die Erotik der Zähne



Zumeist sind sie gar nicht so erotisch, die Zähne. Bleiben sie uns doch verborgen unter den Lippen, die sie oftmals verschließen. Doch wenn sich das „leise Lächeln“ in die Bereiche des „strahlenden Lächelns“ vorwagt, dann kommen sie eben zum Traggen, die Zähne: blitzend weißes Elfenbein zwischen verführerischen roten Lippen. Typisch dafür ist das "Zahnpastalächeln" der Schauspielerinnen und Sexgöttinnen dre 1950er Jahre.

Zähne strahlen – mehr als andere Körperteile, denen dies auch zugeschrieben wird – Informationen über den Gesundheits- und Pflegezustand der Person aus. Strahlend weiße, natürliche und gesunde Zähne sollen der Beweis dafür sein, dass sonst auch alles in Ordnung ist mit dem schönen Körper.

Die Zähne und der erotische Kuss

Auch sonst erinnern wir uns: Da war doch der Zungenkuss, nicht wahr? Junge Mädchen verhinderten ihn mit der Zahnsperre, wenn sie keusch bleiben wollten, und zeigten die Bereitschaft zur Hingabe, indem sie dem Mann gestatten, die Zahnsperre zu überwinden. Das gilt heute zwar nicht mehr unbedingt, aber ein nettes Spiel ist es immer noch.

Mit Zähnen kann man natürlich auch beißen, und Liebesbisse mit Bissmalen sind in manchen Kulturen sehr beliebt. Wer dies beim Flirten nutzt, zum Beispiel, indem der Zeigefinger an die halb geschlossene Zahnreihe gelegt wird, gibt Signale, die Männerfantasien anregen.

Sonst noch etwas zu Zähnchen? Natürlich – Vampirzähne symbolisieren neben Horror auch Erotik, und in den 1950er Jahren nannte man einen „flotten Teenager“ auch einen „steilen Zahn“ . Die Zahnspangenerotik gehört eher zu den saublöden Seiten der Erotik und soll hier deshalb nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden.

Bild oben (titel) © 2008 by razee
Bild unten: Softporno-Modell der 1950er Jahre.

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