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Normal sein heißt nicht, niemals zu naschen

Süße Lust aus Neugiiede

Junge Mädchen sind oft höchst verwirrt, wenn sie ihre ersten erotischen Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht machen. Zumeist ergeben sich die Kontakte aus Zufällen, wie zum Beispiel gemeinsamen Übernachtungen mit Kuscheleien und Küssen. Danach fragen sich diese jungen Frauen häufig, ob sie „lesbisch“ seien, denn das ist ein Reizwort unter der Jugend.

Es geht um nichts: die Bi-Erlebnisse junger Frauen

Dabei geht es eigentlich um fast gar nichts: Der eigene Körper will entdeckt sein, und die Freundin hilft dabei ein wenig nach. Verführungen sind sehr selten – sie kommen eher bei den 18 – 25-jährigen Frauen vor, wenn man Eigenangabe für glaubwürdig hält. In den englischsprachigen Ländern heißt dies (ins Deutsche übersetzt) „Bi-Neugierde“. Sie wechselt offenbar in verschiedenen Lebensaltern, doch scheint es so, als ob Frauen über 30 einen „Anlass“ brauchen – meist in Form einer Verführerin.

Wie glaubwürdig Studien sind, wird immer wieder bezweifelt, doch wenn man diesen Satz vorausstellt, wird deutlich, dass es deutliche bisexuelle Wünsche unter Frauen gibt:

Erträumt ist noch nicht erwünscht, erwünscht ist noch nicht vorbereitet, und vorbereitet ist noch nicht ausgeführt.


Dennoch überraschen die Zahlen, die in einer Studie exemplarisch ermittelt wurden: 60 Prozent der heterosexuellen Frauen fanden andere Frauen erotisch attraktiv, 50 Prozent fantasierten über Sex mit anderen Frauen und 45 Prozent hatten bereits andere Frauen sinnlich geküsst.

Wer tatsächlich auf der gleichgeschlechtlichen Wiese grasen will, braucht neben der Absicht auch noch einen gehörigen Schuss Selbstüberwindung, einen Ort, an dem die Suche wahrscheinlich ist und eine Gelegenheit. Wenn bestimmte Orte aufgesucht werden, ergibt sich zudem die Möglichkeit, in vollem Bewusstsein der Situation verführt zu werden.

Die Forschungsergebnisse wie auch die einschlägigen Beobachtungen legen nahe, dass Frauen, die derartige Erlebnisse haben, nicht auch gleich die „Fraktion“ wechseln. Wie bereits der Name des Etiketts „Bi-neugierig“ andeutet, sind diese Frauen weder bisexuell noch lesbisch, sondern einfach neugierig auf weibliche Körper. Eine vergleichbare Einstellung unter Männern ist selten, kommt aber auch vor.

Frauen haben niedrigere Hürden

Der Hauptunterschied zwischen Bi-neugierigen Frauen und Männern liegt offenbar darin, dass sich Frauen eher „trauen“, über den Zaun der Geschlechterhürden zu steigen, weil sie von früher Jugend an gewöhnt sind, sich weiblichen Körpern vertrauensvoll zu nähern. Sie sind und bleiben „normal“, also heterosexuell, und sehen ihre homoerotischen Phasen eher als „Ausflüge“ an. Normal zu sein, beinhaltet für sie also durchaus, einmal zu „naschen“.

Bei Männern ist der „Zaun“ offenbar höher. Zwar sind auch manche Hetero-Männer bi-neugierig und nicht wenige lechzen nach passiv-analen Freuden, doch wünschen sie sich dabei zugleich feminine Zuwendung. Ein gängiges Stichwort dafür ist „Pegging“, eine Methode, die Prostata zu reizen, Analverkehr zu haben und dabei eine attraktive Frau vor sich zu sehen. Der zweite Schritt, diese Frau durch einen Mann zu ersetzen, ist technisch selbstverständlich völlig unproblematisch, erweckt aber emotionale Hemmungen. Im Gedankengebäude des Mannes soll ebene ein Frau das Vollziehen, was man eigentlich nur als „Analverkehr“ bezeichnen kann.

Bi-Neugierig ist nicht bisexuell

Bisexualität und Bi-Neugierde verhalten sich ungefähr wie Ernährung zu Süßigkeiten: Das eine erlebt man, am anderen nascht man. Es ist daher ein wenig unsinnig, bei jedem Seitensprung mit dem gleichen Geschlecht gleich von Bisexualität auszugehen, getreu dem Grundsatz: Wer einmal geangelt hat, ist noch kein Fischer.

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