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Die Liebe zwischen Frauen



Die Liebe zwischen Frauen war und ist häufiger das Thema liebevoller, sinnlicher Romane, Novellen und Filme als die Liebe zwischen Männern. Letztere hat gerade halb Frankreich aufgebracht – das „Land der Liebe“ erweist sich als ein Land ausgeprägter Schwulenhasser. Denn nichts anderes ist es, was die angeblich „aufgebrachte Massen“ verbindet, die ja von den neuen Gesetzen gar nicht betroffen sind.

Heute ist die Liebe unter Frauen ist weniger tabuisiert als noch vor wenigen Jahren. Schon allein, weil geschätzte und (bisweilen festgestellte) 25 Prozent der Frauen sie gelegentlich praktizieren. Allerdings tun sie es nicht schrill und aggressiv, wie man dies gelegentlich bei männlichen Homosexuellen feststellen kann.

Die intensive und außergewöhnliche lesbische Liebe darzustellen, ist ein Anliegen vieler Autorinnen und Autoren gewesen, und die Älteren erinnern sich vielleicht, wie „Maiglöckchen oder ähnlich“. Damals (1965) wurde das Buch mit lesbischen Inhalten gegen die deutsche Rechte, das Zeitungsimperium des Herrn Springer und die „ewig gestrigen“ in der CDU geschrieben.

Tatsächlich ist „Lesbe“ heute noch ein Schimpfwort unter manchen Schülerinnen und Schülern, und doch ändert sich manches, vor allem durch Frauen, die mal auf dieser, mal auf jener Seite des Gartenzauns gegrast haben. Bekannt wurden Forschungen, in denen deutlich wurde, wird, dass Frauen sich in ihrem Leben häufig nicht eindeutig definieren wollen. Wenn kein Etikett wirklich passt, sollte man sich wahrhaftig auch keines aufdrängen lassen: „Ich liebe“ reicht völlig – frau muss nicht sagen, ob sie lesbisch, bisexuell oder bi-neugierig ist, auch wenn es die Extremisten und Extremistinnen auf beiden Seiten gerne hätten, sich als „eindeutig“ zu definieren.

Lesbische Liebe - Film erhält "Goldene Palme"

Schön, dass in Cannes jetzt ein sinnlicher, erotischer und bewegender Film über eine lesbische Liebe die „Goldene Palme“ erworben hat. Er heißt mit einem einfachen Titel „La vie d’Adèle“ („Das Leben der Adele“) und beschreibt in vielen Facetten eine intensive Liebe zwischen zwei Frauen. Im Grunde müsste es gar keine „lesbische Liebe“ sein, die dort beschrieben wird, aber sie lässt sich eben wundervoll in emotional berührende Bilder umsetzen.

Gewöhnen wir uns daran: Nur die Liebe ist die Liebe – und niemand außer jenen, die einander lieben, weiß, was dies bedeutet. Jeder von uns, der wirklich geliebt hat, wird wissen, dass Liebe auch Leid sein kann, Entbehrung und Verlust. Die Liebe ist eben die Liebe – und sie ist einmalig schön, einmalig aufregend und selbstverständlich auch einmalig verwirrend – was denn sonst?

Wer wirklich liebt, wer sich nach der Liebe verzehrt und sie als Teil seines Selbst annimmt, der wird niemals fragen, ob seien Liebe dem Mob auf den Straßen gefällt. Das ist auch gut so. Und der Mob? Dem sollte man vielleicht einmal mit dem christlichen Religionsstifter antworten: Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

Video: Der Trailer stammt von Kinozeit.de

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