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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Mehr Liebe in Deutschland – geht das?

Venus hat wenig Chancen in Deutschland

Angeblich ist es die „soziale Ungerechtigkeit“, die Deutschland teilt. Doch mit der Behauptung, in Deutschland herrsche „soziale Ungerechtigkeit“ oder „soziale Ungleichheit“ kommen wir auch nicht weiter. „Soziale Gerechtigkeit“ gibt es nicht, und „soziale Gleichheit“ ist gesellschaftspolitischer Unsinn, weil sie nicht berücksichtigt, dass sich Menschen mit den Geschenken handwerklicher Gaben, der Kraft des Geistes oder der Macht der Emotionen von der Masse abheben wollen. Merkwürdig, dass es den Menschen, die „soziale Gleichheit“ fordern, oft an Respekt für die Andersdenkenden fehlt.

Erst Respekt, dann Liebe?

Ich wäre froh, wenn wir mehr Respekt voreinander hätten, wenn wir gegenseitige Standpunkte anerkennen würden und uns dennoch aufeinander zubewegen würden. Im Alltag müssen wir das. Im täglichen Arbeits- oder Geschäftsleben müssen wir das. Bei der Partnersuche müssen wir das. Warum erheben wir es dann nicht zu unserem gemeinsamen Motto als Volk?

Deutsche erkennen den Wert der Liebe nicht mehr

Was Deutschland mehr fehlt als alles andere, ist den Wert der Liebe zu erkennen. Wenn Menschen einander lieben, dann finden sie den Weg zueinander, und wenn sie den Weg zueinanderfinden, dann können sie soziale Netze bilden, die sie beliebig dicht weben können.

Familienpolitik in Deutschland? Vergessen Sie es!

Die Liebe kann allerdings nicht verordnet werden, und alle versuche, Familien mithilfe von Geld auszubauen und zu erweitern, sind unter den wechselnden Regierungen und Koalitionen gescheitert. Die Politik füttert stets angejahrte Mittelstandfamilien, um sie als Wähler bei der Stange zu halten, aber sie sieht keinen Weg, wie sie jungen Menschen die Vorzüge der Zweisamkeit oder der Familiengründung erläutern soll.

Was die Frauenpolitik angeht, so gibt es schwammige, vieldeutige Konzepte, die nicht als verwirren: Auf der einen Seite wird die liberale Leistungsgesellschaft vertreten, in der alle Frauen ihres Glückes Schmiedin sind. Auf der anderen Seite wird die Anspruchsgesellschaft gefördert, wo von „Frauenquoten“ die Rede ist, und schließlich wird die Hausfrauenehe propagiert, indem man „Herdprämien“ auslobt oder – wahlweise – dafür sorgen will, dass die Rente „erkindert“ werden kann. Wie soll eine deutsche Frau da noch auf die Idee kommen, dass sinnliche, emotionale, wahlweise auch geistige, geschäftliche oder soziale Erfüllung das Lebensziel sein könnte?

Dies ist kein politischer Artikel, wie Sie vielleicht meinen – im Gegenteil. Die Politik kann für die Liebe, die Lust, die Freude, die Ehe oder die Familie kaum noch etwas tun - und genau genommen konnte sie das nie.
Machtfrau, Anspruchsfrau, Hausfrau, Geliebte? Verwirrung allenthalben.
Mehr Liebe für Deutschland heißt Liebe für junge Paare

Keine Frage – wir benötigen in Deutschland mehr Liebe. Das beginnt mit der Liebe junger Paare. Gegenwärtig scheint das Ziel zu sein, möglichst lange Nesthocker zu bleiben, also keine eigenen Haushalte anzustreben. Wer es dennoch tut, bliebt erst einmal „Single“. Daraus entwickelt sich eine Art „Lebensgefühl“, das die Liebe als „etwas, was auch gelegentlich stattfinden kann“ disqualifiziert. In Zeiten, in denen junge Menschen aufeinander zugehen sollten, um „Liebe zu lernen“, wird das Leben mit Single-Aktivitäten vertrödelt. Ich sage bewusst „vertrödelt“, weil diese Aktivitäten nichts als sozialer Müll sind – sie führen zu nichts hin, sondern von allem weg, was uns Menschen ausmacht.

Verführer und Geschäftemacher stehlen Zeit

Nehmen wir allein die Zeit, die junge Erwachsene (ich rede nicht von den Kids) auf sogenannten „sozialen Netzwerken“ vertrödeln. Hinzu kommen immer mehr sogenannte „Dating-Apps“, mit denen Geschäftemacher der Jugend noch mehr Zeit stehlen wollen. Es ist beinahe belustigend, dass sie mit dem Gegenteil argumentieren: Man würde Zeit sparen, wenn man Apps verwenden würde. Da kommt mir das Argument in den Sinn: „Zeit sparen wofür?“ wird das „Zeitkonto“ größer, wenn man Zeit spart?

Verwahrlosen reiche Singles sozial?

Unsere Singles lieben es, Zeit zu zerschreddern. Sie sind in Wahrheit spielende Kinder, die nicht erwachsen werden wollen, und das Volk findet eigentlich todschick, was die jungen Leute da tun. Möglich, dass sie es selber gerne so gemacht hätten. Früher, so erinnere ich mich, verwahrloste man möglicherweise „sozial“, wenn man arm war. Heute verwahrlost man sozial, wenn man wohlhabender Single ist.

Sie kennen sicher den Dialog, den ein Deutscher und ein Franzose führen:

Der Deutsche: „In Frankreich habt ihr mehr Kinder, weil der Staat das Kinderkriegen besser fördert“.
Der Franzose: „Aber bei uns macht der Staat doch gar keine Kinder, die machen wir aus Liebe.“


Was ist los mit den Deutschen und ihrer Liebe?

Wenn Liebe etwas Wundervolles, Privates und Intimes ist, dann gehören Liebesnester dazu. Doch was tut unsere Jugend? Sie „wohnt bei den Eltern“, bis es gar nicht mehr geht. Ob es nun das Liebes- oder Familiennest ist: Es wird nicht eingerichtet, stattdessen bezieht man „Single-Wohnungen“. Das sind meist Appartements oder Zweizimmerwohnungen, die kräftig ins Geld gehen – schließlich ist die Ausstattung einer komfortablen Zweizimmerwohnung für Singles und einer Paar- oder Familienwohnung kaum anders, als auch kaum billiger. Das ist Verschwendung von Ressourcen - vor allem aber würde das Geld für den gemeinsamen Lebensweg benötigt, das hier zerspant wird.

Junge Liebe wird unmodern – die „untervögelte“ Generation

Es ist unmodern geworden, sich jung zu verlieben und die Liebe alsbald mit allen Inhalten zu füllen, die man sich denken kann. Auch unter Jugendlichen spricht sich herum, dass die Triebe nach drei oder fünf Jahren nicht mehr so weiter wachsen wie zuvor, vielleicht gar verdörren. Doch währen die Urgroßmutter darüber noch froh gewesen wäre, nach einigen Jahren nicht ständig im Bett „rangenommen“ zu werden, sind die Urenkelinnen heute mit 25 oder 30 „oversexd and underfucked“ und suchen sich nach wenigen Beziehungsjahren neue Partner – mal als Seitensprünge, mal als Übersprünge. Es muss nicht unbedingt an der vermeintlichen „Übersexung“ liegen – es kann auch ganz einfach so sein, dass man versäumt hat, eine innige Liebe aufzubauen, die den „Lustverlust“ ein wenig ausgleicht.

Idiotische Karrierepläne hemmen die Liebe

Ein Argument, das ich immer wieder lese höre, und das so krank ist, dass ich es nicht mehr hören kann: „Erst Karriere, dann Ehe, dann Familie.“ Merkwürdig – ich kennen nicht einen einzigen Menschen, der glücklich mit diesem Konzept geworden ist. Wer bis Dreißig nicht die Kurve zu einer innigen, eher traditionellen Zweisamkeit mit Familienwunsch bekommen hat, wird sie voraussichtlich nicht mehr bekommen. Wer es dennoch versucht, wird bald die Grenzen erkennen – es ist nicht unbedingt erstrebenswert, mit 65 noch einen Teenagersohn zu haben. Die meisten Frauen, die lange Singles belieben, sind ohnehin Opfer ihrer Karrieren.

Frauen sind die angeschmierten der Anti-Liebes-Strömungen

Mit spätestens 40 tritt der Doppeleffekt für Frauen ein: Die Karrieremöglichkeiten brechen weg, die Beziehungsmöglichkeiten verschwinden so gut wie ganz. Wären diese Frauen wenigstens ehrlich, und würden sie ihr Doppel-Versagen eingestehen und an die nächste Generation vermitteln, so wäre etwas gewonnen. Doch das tun sie nicht. Sie behaupten von sich, glückliche und zufriedene Singles mit perfekten Freundeskreisen zu sein – oder machen Politiker dafür verantwortlich, keine Frauenquoten einzuführen. Da die Triebe mit 40 noch nicht nachlassen, lebt man in geheim gehaltenen „beschissenen Beziehungen“, oft mitverheirateten Lovern oder smarten gesellschaftlichen Verlierern. Oder frau nimmt sich ab und an mal einen Callboy, den man nicht „Mietrammler“ nennen möchte.

Hat die Liebe in Deutschland noch eine Chance?

Hat die Liebe noch eine Chance? Können Deutsche noch zurückkehren zu einem Leben, das von Liebe, Lust und Leidenschaft geprägt ist? Zu einem sinnlichen, zufriedenen Leben, in dem Geist und Emotionen wieder zusammenwachsen und nicht getrennt dastehen?

Klar können Deutsche das. Sie müssen es nur wollen.

Sagen Sie uns, wie Sie … ja SIE zur Liebe zurückkehren wollen. Oder waren sie gar nicht raus aus der Liebe? Ist es vielleicht nur eine „urbane Perversion“, überzeugter Single zu sein? Sind scheuklappenbewehrte Karrieristinnen eher selten? Was meinen Sie?

Bildquellen: © 2013 by liebesverlag.de Bild oben: Venus, Bild unten: Voodoo-Darstellung der Liebeskönigin.

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