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Was ist „Heteroflexibel“?

Ein bisschen gleichgeschlechtliche Lust für gelegentlich
Selbst das flippige Magazin „Nerve“ wunderte sich über das Wort "heteroflexibel", das (wo auch sonst) im noch umtriebigeren „Urban Dictionary“ zu finden ist.

Dabei hatte sogar „Cosmopolitan“ schon mal einen scheuen Blick in die Welt heteroflexibler Frauen geworfen – und dies sogar in deutscher Sprache.

Heteroflexibel“ fällt in eine Gruppe mit den Neuschöpfungen „Bi-neugierig“ und Bi-flexibel“. Während aber die beiden letztgenannten Begriff hauptsächlich für weibliche Bi-Wünsche stehen, wird der erste Begriff am Häufigsten für Männer verwendet, die nicht ausschließlich, aber ganz überwíegend heterosexuelle Wünsche, Träume oder Beziehungen haben.

Im Grunde werden all diese neuen Begriffe dadurch notwendig, dass sich Sexualforscher Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts darauf geeinigt haben, von „der Homosexualität“ und „dem Homosexuellen“ zu sprechen. Damit haben sie festgeschrieben,, dass die so definierte Person bedingungslos aus ihrer Prägung heraus handeln muss, und nicht mehr Herr/Herrin des eigenen Willens ist, wenn es um Sexualität geht.

Nun ist aber, zumindest bei Frauen, durchaus erwiesen, dass ein Spiel mit der Geschlechterrolle sowohl vor-, wie auch rückwärts möglich ist. Dafür kennt die Wissenschaft allerdings keinen Begriff, weil sie den Willen zur freien Wahl der Geschlechterrolle ausschließt.

Wer sich auf dieses Glatteis begibt, muss recht vorsichtig sein, denn auf der einen Seite halten einige rechtskonservative Menschenbeglücker die Homosexualität nicht für eine Prägung, sondern für eine Fehlsteuerung, die behebbar ist. Das hat aber mit dem Thema „sexueller Flexibilität“ nichts zu tun. Die oder der Heteroflexible nutzt lediglich sein gesamtes Potenzial an erotischen Möglichkeiten, um neben dem anderen Geschlecht auch noch das eigene Geschlecht romantisch, erotisch oder sexuell zu lieben.

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