Skip to content
Werbung Email:

Souvenirs, Souvenirs

Hölzern, emotionslos - einfach Sex


Ein Date. Eigentlich ganz nett. Er ist schön, männlich und hat viele Haare auf dem Kopf. Er hätte längst fragen müssen. Tat er aber nicht.

Er zahlt, und wie gehen aus dem Restaurant. Es ist warm, lauschig, frühlingshaft. Da ist ein Torbogen, alt, weinumrankt, still und dunkel. Gute Gelegenheit, zur Sache zu kommen.

„Hast du noch was vor?“
„Nein, woran dachtest du?“
„An Sex. Ich will es.“
„Keine Frau sagt so etwas.“
„Ich sage es, und ich bin eine Frau.“
„Jetzt?“
„Ja jetzt.“
„Müssen wir da nicht Vorbereitungen treffen?“
„Ich habe ein Kondom, kein Problem.“
Er denkt nach. Ich mag nicht, wenn die Kerle lange nachdenken.
Schließlich sagt er: „Ich dachte an ein Bett, Kerzen, ein Glas Sekt …“
Davon muss er runter. Ich mach eine Ansage, damit er mich versteht: „Nein, jetzt. Hier.“

Ich ziehe mein Kleid hoch. Den Slip hatte ich schon im Restaurant ausgezogen. Frau muss vorbereitet sein.
„Fass meinen Hintern an, verdammt!“
Er kann wenigstens zupacken.
„Bist du hart genug?“
Ein irritiertes Lächeln. Ein „Ja, denke schon“.
Gürtel öffnen, Reißverschluss. Unterhose ein wenig runterziehen.
Er ist hart genug. Das Kondom flutscht rüber.

Ein letzter Blick in die Augen, dann ein Zungenkuss. Fordernd, wie ich es mag.
Er kommt schneller zur Sache als ich dachte. Verschafft sich Eintritt.
Aufnehmen, erfüllt sein, genießen. Hoffentlich hält er eine Weile durch.
Bin ganz hin und weg. Er stößt tiefer, wird unruhiger, beißt die Zähne zusammen, versucht, sich zu beherrschen.
Er atmet heftiger, wird sich gleich ergießen. Schreit fürchterlich, als es ihm kommt. Schade, doch zu früh.
Ich nehme ihm das Kondom ab, verknote es, stecke es in die Handtasche. Souvenirs, Souvenirs.

Er sieht mich fragend an, will mich wieder küssen.
Ich wehre in ab: „Nicht auf die Lippen“ sage ich. „Du weißt schon, wo?“
Er wird etwas grau im Gesicht, geht dann aber doch auf die Knie.
Ist ein bisschen scheu dabei. Neu für ihn. Geht aber so. Immerhin weiß er, wo die Zunge hingehört.
Nun wird leidenschaftlich. Gut so. Ich denk nur noch an meine Lust, die Welt um mich verschwindet. Nun kein Gedanke mehr, alles fließt. Wahrscheinlich sehe ich gerade schrecklich aus in meiner Geilheit.

Er kniet immer noch vor mir, sieht zu mir auf, findet keine Worte. Dummkopf. Ich Grätsche über ihn, und verteile den Ausfluss meiner Lust über sein Haar. „Souvenirs, Souvenirs“, sage ich.
Er hat noch immer die Hose offen, wie peinlich. Ich grinse ihn an: „Siehst besser aus, wenn du dein Gemächt wieder einpackst.“

Er errötet. Wie süß, steht auf, dreht sich um und verpackt sein Zeug wieder. Guter Moment, um zu verschwinden.

Ich habe bekommen, was ich brauchte und er auch. Ehrlich, ich mag kein Gequatsche hinterher. Ich sammele Souvenirs. Fragt mich nicht, warum.

Trackbacks

die liebeszeitung am : Liebe Woche: geil mit Halsband, Vibro, Zunge und G-Punkt

Vorschau anzeigen
Schon mal ein Halsband getragen? Solltest du mal versuchen, ist wirklich geil – vorausgesetzt, du wünschst dir, dass andere danach lüsten, dich daran spazieren zu führen. Sieht aber auch optisch gut aus. Was du sonst noch über die Erotik des Halses wissen

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen