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Erotisches Konzert für zwei Schlagzeuge, Bass und Saxofon

Dies ist kein Schlagzeug

Eine neue erotische Geschichte ... zum sinnieren, selbst weiterschreiben oder auf eine Fortsetzung hoffen ... wir machen es davon abhängig, ob ihr uns mögt. Jedenfalls ist hier der erste Teil zum Einlesen: die Anzeige

Mutige und stabile junge Frau für eine spezielle Jazz-Performance gesucht – Vorkenntnisse oder Musikalität nicht erforderlich. Gute Bezahlung.


Die Anzeige hatte mich sofort angesprochen, weil mich Jazzmusiker schon immer fasziniert haben – vor allem Drummer und Saxofonisten. Ich schäme mich ein bisschen, euch zu gestehen, dass mich der Klang eines sanft röchelnden Tenorsaxofons richtig geil macht. Ich hatte mir oft gewünscht, dass ich mal einen Saxofonisten in die Wohnung einladen könnte, damit er nur für mich blies. Vielleicht würde ich kein Höschen tragen und die Töne ganz nah auf meine Muschi auftreffen lassen? Kann man mit der Muschi hören? Dringen die Töne einfach so ein? Oder prallen die Töne darauf ab? Und der Atem?

Ich nehme mein Herz in die Hand und rufe die Leute an. Chancen rechne ich mir nicht aus, weil bestimmt viele Frauen dorthin wollten. Ich selbst kenne mindestens drei Frauen in Stuttgart, die wirklich schöne Stimmen haben und unbedingt mal „The Man I Love“ singen wollen – und ich wollte es natürlich auch. Will nicht jede Jazzsängerin mal singen wie Billie Holiday?

Someday he'll come along
The man I love
And he'll be big and strong
The man I love
And when he comes my way
I'll do my best to make him stay.


Der Mann, den ich liebe. Eines Tages wird er kommen, groß wird er sein und stark wie ein Baum – und wenn er kommt … ich ertappe mich dabei, wie ich das Lied summe. Vielleicht wird er auch Saxofon spielen. Wer weiß?

Zurück in die Realität und zum Telefon. Zu meiner Überraschung meldet sich ein Mann mit einer sonoren sympathischen Stimme. Ich frage etwas schüchtern, worum es sich denn wohl genau handeln würde, aber der Herr am anderen Ende erweist sich als wenig auskunftsfreudig. „Sie werden einen Teil der Rhythmusgruppe verkörpern“, sagt er knapp, „und Sie müssen körperlich stabil sein und Freude an ungewöhnlichen musikalischen Auftritten haben. Wäre das etwas für Sie?“ Ich sage etwas voreilig „ja sicher“, und der Mann am anderen Ende nennt mir den Termin und den Ort für das „Casting“.

Die Sache wird immer spannender. Die Adresse liegt im Bohnenviertel, das früher für seine Animier-Bordelle berüchtigt wahr, aber da ist längst nicht mehr so. Ein Jazzlokal? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es dort jemals ein Jazzlokal gab. Oder traten nicht doch gelegentlich Musiker dort auf? Es läge doch nahe …

Was würden die Leute von mir wollen? Singen? Tanzen? Mich ausziehen zu sinnlichen Balladen? Selbst das würde ich tun. Wie hieß es noch? Gute Bezahlung … das macht neugierig. Ob es ein Trick ist? Ich habe keine Angst. Ich habe einfach Lust dazu, auf der Bühne zu stehen. Ach, wäre es nicht schön, sich einmal richtig zu schlängeln, während der Saxofonist mich mit seinem Instrument führt wie ein Schlangenbeschwörer? Sag mal, träumst du nicht auch manchmal davon? Immerhin habe ich noch sieben Tage Zeit bis zum Casting. Wie bereite ich mich bloß darauf vor?

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