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Männer lügen Sexpartner nach oben, Frauen nach unten



Es ist immer das Gleiche: Wenn irgendwelche Wichtigtuer aka Meinungsforschungsinstitute feststellen wollen, wie oft Mann und Frau “es” schon taten, dann bekommen sie bei Männern größere Zahlen heraus als bei Frauen. So war es auch jetzt wieder, als die US-Regierung absolut wissen wollte, wie oft das amerikanische, heterosexuelle Volk sexuell ineinander gerät.

Die Herren zwischen 15 und 44 wollten wissen, dass sie 5,4 Frauen während ihrer Lebenszeit vernascht hätten – und immerhin ein Viertel von ihnen will bereits 15 Frauen sexuell verputzt haben. Dagegen stehen die Angaben der Frauen: Sie wussten nur von 3,3 Männern, denen sie bisher den Zugang zum Erfrischungsraum freigaben, und nur müde 9,2 Prozent wollten schon 15 Männer durchgezogen haben.

Die Lösung dieses Problems könnte ganze Mathematiklassen beschäftigen (wie wäre es mit „Jugend forscht“?), denn es könnte natürlich sein, dass diese Rechnung nicht 1:1 aufgeht, weil nur wenige Frauen mit vielen Männern geschlafen haben, während viele Frauen mit wenigen Männern in die Heia gingen.

So ganz geht die Chose aber mathematisch nicht auf, und so vermuten manche Forscher, dass Männer ihre Sexabenteuer nach oben lügen, während es natürlich ebenso sein könnte, dass Frauen sie nach unten korrigieren. Wie heißt es doch immer so schön: Keine anständige Frau hatte jemand mehr als zwei Männer vor dir – und mindestens einer davon war ein „entsetzlicher Irrtum“. Übrigens ist dies beim Dating ganz wichtig: Eine Frau hat nie mehr als zwei nachweisbare Partner pro Jahr gehabt, bevor sie mit ihrer neuen Bekanntschaft ins Bett schliddert – und bei festen Absichten ist es besser, man hatte die letzte Beziehung vor zwei Jahren. Tipp: "Es ist schon solange her, dass ich mich gar nicht mehr genau daran erinnern kann".

Was soll ich euch sagen? Lügt nur schön weiter, denn solange ihr das tut, haben die Demoskopen Arbeit – und ihr wollt doch nicht, dass die armen Mädchen und Jungs arbeitslos werden, oder etwa doch?

Bild © 2008 by Katie Tegtmeyer

Wir lasen zum Thema USA: Frisky.

Warum du stinken solltest wie eine Vorstadthure


Die Meldung, die der FOCUS heute bringt, ist nun wirklich reichlich angejahrt, aber lassen wir sie uns das Ergebnis noch mal auf der Zunge zergehen:

1. Vorbereitung zum Date: Drei Nächte lang T-Shirt tragen, möglichst im Sommer bei 30 Grad Außentemperatur und bei Eisprung.
2. Begründung lesen: Frauen, die abartig nach Schweiß stinken, haben Erfolg bei Männern, Eisprung vorausgesetzt.
3. Fazit: warum eigentlich nur T-Shirt? Mit BH, T-Shirt, Rock und Höschen schlafen. Kleider nicht wechseln. Am dritten Tag nach Eisprung zum Date gehen.
4. Möglicher Erfolg: Erstens – „Ey, Tusse, wo ist dein Bett“? Zweitens: „Lange nicht geduscht, Süße, komm, wir gehen mal zu mir duschen.“ Drittens: „Du stinkst wie eine Vorstadtnutte. Bist du eine?“
5. Wenn du noch bei Verstand bist, vermeide „wissenschaftliche“ Beiträge in Publikumszeitschriften.

Bild © 2008 by Incase Designs

Feminisierung - Chancen und Risiken für mehr Lust

Dieser Artikel wurde dauerhaft gelöscht, weil er nicht mehr den Qualitätsansprüchen der Liebeszeitung genügt. Es reicht völlig, diesen Artikel zu lesen.

Wie verführt – ein Mann eine Frau?



Die meisten Männer verführen Frauen, indem sie sich in ihre Seele einschleichen und eine vermeintliche Übereinkunft herstellen. Freilich ist es am leichtesten, wenn die Frau ohnehin flirtbereit oder vielleicht gar schon selber geil ist – das ist heutzutage immerhin nicht mehr so selten.

Das Spiel mit einer lauschigen Umgebung, in der es Kerzen und Champagner gibt sowie schöne Reden von der Liebe sind im Allgemeinen sinnvoller als das Abfüllen der Frauen mit Cocktails, bis sie den Widerstand aufgeben – stocktrunken sind auch Frauen nicht mehr so gut im Bett wie leicht angesäuselt.

Es dürfte fast überflüssig sein, dies zu sagen – aber die meisten Männer überschätzen ihre Möglichkeiten, wirklich auf Frauen einzugehen und sie lustvoll zu befriedigen. Es ist typisch für sogenannte „professionelle“ Verführer, dass sie im Grunde gar nicht interessiert, was Frauen wollen – nur ihre eigene Befriedigung ist ihnen wichtig.


Nun, was meint ihr?

Wer glaubt, zu diesem Thema vertiefende Beiträge liefern zu können, möge sich bitte an die Redaktion wenden. Wir verbreitern das Thema in den nächsten Tagen, vertiefen es aber vorläufig nicht.

Bild: Auszug aus einem von ibcurio in flickr zur Verfügung gestellten Anzeigenbeitrags.

Es gibt keinen G-Punkt, es sei denn, es gäbe ihn



Forschung im geisteswissenschaftlichen Bereich stellt sich immer wieder als populistischer Klamauk heraus, der mit Wissenschaft wenig zu tun hat. Doch auch im Bereich der Naturwissenschaften steht offenbar die Öffentlichkeitswirksamkeit von sogenannten „Forschungen“ vor dem Nutzen der Forscherarbeit.

So kommt es, dass nun eine Studie des King’s College London Furore macht. Die Forscher behaupten kurz und bündig, dass es den weiblichen G-Punkt nicht gibt. Ihre Ergebnisse haben sie anhand von 1804 britischen Frauen gewonnen haben wollen. Die Frauen beantworteten die Fragen der Forscher per Fragebogen – und um die Sache spektakulärer zu machen, befragten die Forscher ein- und zweieiige Zwillinge. Sie gingen dabei davon aus, dass die Wahrheit in den Genen liegt: Wenn eine der eineiigen Zwillingsdamen sagte, sie habe einen G-Punkt, dann wäre es sehr wahrscheinlich, dass ihr Co-Zwilling auch einen solchen haben würde – meinten jedenfalls die Forscher.

Das Ergebnis fiel zuungunsten des G-Punktes aus – und die Forscher gaben sich siegessicher, dass sie recht hatten – und ein gutes Werk an der Menschheit wollen sie auch noch verbracht haben, denn „die Behauptung, es gäbe einen G-Punkt, setze Frauen wie Männer unter Druck“.

Wie schön, dass die Herren Forscher nun den „Druck“ von uns allen abgewendet haben. Millionen Frauen, die in der Gräfenberg-Zone zu schönen Orgasmen kamen, müssten sich nun wohl damit abfinden, dass diese Orgasmen gar nicht existierten – und die Hersteller von G-Punkt-Vibratoren müssen ihre Produktion einstampfen.

Das allerdings wird nicht geschehen. Denn den Millionen Genießerinnen, die mithilfe ihrer G-Punkt-Dildos oder Finger wundervolle Orgasmen verschafft hatten, werden dies auch weiterhin tun und sich an ihrer Lust erfreuen – und vielleicht dann und wann daran denken, dass die armen Forscherinnen und Forscher am King’s College London bedauern, die nun an sich selbst (falls weiblich) oder bei ihren Partnerinnen (Falls männlich) keine G-Punkt-Orgasmen mehr erleben dürfen, weil dies wissenschaftlich unmöglich ist.

Wobei mir noch einfällt: P-Punkte gibt es auch nicht. Ich bin sehr gespannt zu erfahren, wann Mediziner behaupten werden, dass die Prostata ganz und gar unempfänglich für sexuelle Reize ist. Vielleicht könnte man dies schnell einmal anhand von heterosexuellen eineiigen Zwillingen feststellen? Ich wette, dass dann das gewünschte Ergebnis herauskommt.

Der Original-Artikel stand in der TIMES.

Di qualifizierteste Kritik an der Arbeit der Forscher lieferte - wie so oft - die Bloggerin Dr. Petra Boynton.

Foto © DJane88