Skip to content
 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Das Spektrum der Frauen – Rolle oder Sein?

Manche Frauen spielen ständig eine Rolle – sie sind niemals sie selbst. Andere sind so sehr „sie selbst“, dass sie nicht einmal die Rollen der Geliebten spielen können oder wollen.

Die Psychologie dreht ihren Eselschwanz in der Regel nach der Mode: Mal ist es ganz normal, Rollen zu spielen oder sogar bewusst spielerisch mit sich selbst und der Umgebung umzugehen, dann ist es wieder angesagt, allzeit „authentisch“ zu sein und „zu sich selbst zu stehen“: Edel sei die Frau, hilfreich und gut.

Bei all der Verwirrung weiß „frau“ oft nicht, wohin der Weg eigentlich gehen soll – hätten wir de Hilfe?

Ja, und zwar aus der Transaktionsanalyse, und das machen wir sogar ganz kurz:

Wenn eine Frau in Augenhöhe mit dem Mann aus ihrer vollen Persönlichkeit heraus spricht und nicht erkennbar flirtet, dann ist das der Zustand, in dem sie üblicherweise keine Rolle spielt, sondern nichts als „Person“ ist. Die Person spricht zur Person – das Erwachsnen-Ich paart sich mit dem Erwachsenen—Ich, um wie „erwachsene Menschen“ miteinander zu kommunizieren.

Wenn eine Frau allerdings die Option „Liebe“ wählt, dann spielt sie damit, Kind zu sein und nimmt dabei auch Rollen an oder tritt in Verkleidungen auf – möglicherweise sogar in solchen, die für die Rolle nicht passen: nuttig dargebotene Brüste zu unschuldigem, flehenden Ich-Brauche-Hilfe-Blick, beispielsweise. In der Regel wird der andere Spieler, meist wohl ein Mann, nun beginnen, den Boden der Fakten zu verlassen und mitzuspielen – so lange, bis beide sich entscheiden haben, worauf das Spiel hinausgehen soll.

Was daran allein wichtig ist: Erkennen, dass die Liebe ein spielerischer Vorgang ist, eine Ausnahmesituation, die uns erlaubt, uns einmal wieder ganz in Rollen zu fügen, die wir in unserer Erwachsenen-Persönlichkeit nicht zulassen würden. Lediglich Frauen, die im Leben ständig wechselnde Rollen spielen und sich niemals in „ihrer Mitte befinden“, sollten sich mal einen Moment gönnen, um sich hinzusetzen und zu fragen: „Verdammt, wer bin ich eigentlich wirklich?“ Sonst kommt frau schnell in die Zickenecke – und das ist das Leben wirklich nicht komfortabel