Skip to content
Werbung Email:

Casual Dating und Prostitution – Grenze erreicht?

werbung für call girls in london - bald nicht mehr nötig?


Schon bevor es Casual Dating gab, wurden Diskussionen darüber geführt, ob das Dating per Zeitungsinserat die Prostitution fördern könnte. Es gab (und gibt) zahllose Umschreibungen dafür, dass die sexuelle Gunst „tabulos“ gewährt wird, auch wenn in der Anzeige nur „für alles Schöne“ steht oder man sich als „aufgeschlossen“ betrachtet. Wer zeigen wollte, dass arme Schlucker keine Chance hatten, suchte einen „solventen Herrn“, einen „Geschäftsmann“ oder „Gentleman“. Die direkte Forderung nach Bargeld war verpönt – selbst der abgemilderte Ausdruck für den Hurenlohn „gegen Taschengeld“ wollten viele Frauen nicht verwenden.

Das Internet hat die Grenze zwischen echter Prostitution, verdeckter Prostitution und anderen geldwerten Zuwendungen an Frauen im Austausch für sexuelle Dienste weit geöffnet. Die üblichen Verdächtigen, die Schmuddelanzeigenportale, sind keinesfalls ausgestorben, sondern blühen wie eh und je, und die neue Form der Singlebörsen wurde sorglich von den Geschäftemachern entdeckt, die auch schon vorher in Anzeigenspalten ihr Unwesen trieben – und unter ihnen eben auch Huren, Abzockerinnen, Betrügerinnen und Geschäftemachern aller Couleur. Zwar gelang es den meisten seriösen Singlebörsen, diese Frauen (es handelt sich überwiegend um Frauen) von den Seiten fernzuhalten – aber gelungen ist dies noch lange nicht überall.

Casual Dating ist als Sammelbegriff für "schnelle Begegnungen" inzwischen zu einem sicheren Ort für Huren geworden – besonders in den „offenen“ Casualdating-Seiten treiben sich massenweise Liebesdienerinnen herum. Über die eher verdeckten, geschlossenen Bezahlseiten liegen keine verlässlichen Informationen vor. Das Problem dabei liegt bei dem einfachen Zugang für Frauen – bei den meisten Seiten zahlen nur die Männer, sodass den Frauen die Datingseiten offen stehe wie die Scheunentore. Soweit mir bekannt, hat noch kein Unternehmen Zahlen und Daten darüber veröffentlicht, wie viele Scammer, Betrügerinnen und Huren täglich aus der Datei entfernt werden.

Ist "ein Date verkaufen" bereits Prostitution?

hoffentlich wissen die damen, wie viel sie wert sind
Ein US-amerikanisches Unternehmen, das schon mehrfach wegen ähnlicher Versuche auffiel, hat nun eine Webseite ins Leben gerufen, bei dem Frauen (und vereinzelte Männer) „ihr Date verkaufen können“. Es richtet sich klar an Frauen, die Geld machen wollen – doch ob der inzwischen oft erhobene Prostitutionsvorwurf der Presse greift, ist ungewiss – ein Date zu verkaufen ist „an sich“ noch keine Prostitution, ebenso wie die „Begleitung“ eines Herrn zum Abendessen keine Prostitution ist. Die Umschreibungen wirklicher Prostitution reichen inzwischen in den USA von „Entspannungsmassagen“ über „Erotische Heilungen“ bis hin zu „Wohlfühl-Arrangements“.

Wie auch immer – die „Einstiegspreise" sind zwar niedrig, variieren aber merkwürdigerweise stark, wenn man die Webseite des Anbieters erneut aufruft: Normalerweise gibt es keine sinnlichen Begegnungen unter 200 USD die Stunde, und so erscheinen dann Dates von lächerlichen 33 USD vorläufig als durchaus „seriös“ – wenn, ja wenn sie wirklich seriös wären.

Die "liebe pur" hat mehr Informationen.
Titelbild © 2009 by liebesverlag.de, seite links: Auschnitte aus der Webseite von Whatsyourprice com. © 2011 by whatsyourprice.com