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Der Weg zum glücklichen Dreier

Wer einen „Dreier“ nicht als „tolles Abenteuer“ begreift, sondern sensibel an diese Form „verbotener“ Lust herangeht, hat mehr davon – so jedenfalls sagte es uns Charlie Glickman. Der sollte es wissen, denn er ist ein einfühlsamer Sexberater – und nicht einer von diesen modernen Falschmünzern, die uns sagen wollen, dass Sex nur Sex ist – und man dabei gar keine Gefühle außer Geilheit benötigt. Der Wissenschaftler schreibt, wie man einen Partner für den Dreier findet, wie man ihn pfleglich behandelt und wie man dabei gesund bleibt – körperlich, sozial und vor allem mental.

Mr.Glickman schreibt in seinem Artikel ausschließlich für Paare, die „einen dritten Partner suchen“, also nicht für Singles, die auf Paarsuche sind. Darüber werden wir aber demnächst noch Informationen hinzufügen.

Das Paar muss sich zuerst selbst auf den Dreier einstellen

Zunächst stellt der Sexualberater die Gretchenfrage: „Sind Sie sicher, dass Sie es wollen? Das kann nicht einfach zwischen Tür und Angel entschieden werden. Man braucht dazu mehr als die Idee, „es“ einmal zu tun. Am Ende es muss eine weitgehende Übereinstimmung zwischen den Partner herrschen: Nicht nur „es zu tun“, sondern vor allem auch, was dabei passieren sollte und was nicht. Schon mancher Ehepartner war überrascht, welche Wünsche im anderen schlummern, und die erst bei der Frage nach einem „Dreier“ akut werden. Seien Sie sich bitte darüber klar, dass sich Ihre Paarbeziehung nach einem Dreier verändern könnte –in jeder Richtung.

Wer soll der Dritte sein?

Wenn Ihnen klar ist, dass sie "es" tun wollen, dann ergibt sich bereits die nächste, für viele Paare ebenfalls überraschende Frage: Was wollen Sie eigentlich von dem Dritten? Mann oder Frau? Eher passiv oder eher aktiv? Hetero oder Bi? All dies sind Fragen, die man nicht erst klären kann, wenn der andere bereits im Wohnzimmer sitzt, denn auch er hat ein Recht darauf, zu wissen, was seine Rolle im Spiel sein wird. Der Autor des Originalartikels hat eine verblüffende Logik: Je besser sie selber wissen, was sie wollen, umso leichter ist es, jemanden zu finden, der dies auch will. Abgesehen davon: Sogenannte „Hohe Ansprüche“ verhindern nicht nur konventionelle Beziehungen, sondern auch Dreier.

Den Fuß in die Tür bekommen – wo man den Dritten findet

Sollte man online suchen? Vielleicht. Manche Paare verwissenschaftlichen dort ihre Wünsche und reden von „Polyamorie“, viele sagen, sie führten eine „offene Ehe“, andere suchen im Internet ganz offen einen Dritten („Paar sucht Frau, Paar sucht Mann“), manche suchen „Cuckold-Beziehungen“ und wieder andere bezeichnen sich als „Swinger“. Bei den allzu offenen Anzeigen von Einzelpersonen ist stets etwas Vorsicht geboten – da fragt sich, welche Interessen wirklich verfolgt werden. Ob Sie eine Freundin oder einen Freund fragen sollten? Denken Sie daran, das sich auch Ihre Beziehung zum Freund oder zu Ihrem gesamten sozialen Netz nachher verändern könnte – „gute Freuden“ lassen sie also besser „außen vor“.

Keine spontanen Dreier

Wenn Sie glauben, jemanden gefunden zu haben, dann sollten Sie sich die Person an einem neutralen Ort ansehen – laden Sie Ihren Kandidaten oder Ihre Kandidatin zu einem informativen Treffen ein, möglichst noch außerhalb Ihrer Wohnung.

Entspannt liebt es sich besser

Der Artikel, den ich las, geht sehr behutsam mit den Menschen um, sid einen Dreier suchen. Der Autor weiß (was viele ignorieren) dass beim Dreier „zwei gegen/mit einem“ spielen. Dieser „Eine“ soll sich wohlfühlen, und er soll glücklich werden mit seiner Rolle. Das geht nur, wenn man einander entspannt gegenübertritt, die Lust langsam anfacht und jedem das zugutekommen lässt, was man schenken kann.

Sicherheit auch beim Dreier zuerst

Ihre Sicherheit, sei es die körperliche Unversehrtheit oder der Schutz vor übler Nachrede oder gar Erpressungen, ist bei einem Dreier noch wichtiger als bei jedem anderen Date. Weisen Sie Personen zurück, die sich Ihnen als „Dritte“ aufdrängen, und benutzen Sie Kondome, auch dann, wenn Sie als Paar niemals welche benutzen. Die Person, die Sie als Dritten „mitnehmen“, kann Ihnen viel über die eigene Gesundheit und die eigenen Absichten erzählen – was davon wahr ist, wissen Sie nicht.

Wenn Sie mehr (viel mehr) lesen wollen – diesen tollen Artikel fand ich auf „Blogher.com“. Charlie Glickman führt euch ein Blog – das Buch, das er empfiehlt, gibt es leider nur in englischer Sprache.

Buch: The Threesome Handbook: A Practical Guide to SLEEPING WITH THREE

Foren im Web 2.0 – wie nützlich ist Wischiwaschi über Sex?

Wenn ein Junge wissen will, wie groß ein normalgroßer Penis ist, dann wird er im Internet schnell fündig – und ist meist hernach beruhigt. Wenn junge Frauen aber etwas Genaues über ihre Vagina wissen wollen, dann müssen sie weiterhin beschämt und verunsichert suchen – und landen oft auf Foren, also Web 2.0-Seiten, bei denen sogenannte „User“ die Antworten für andere „User“ geben. Diese Antworten werden zwar oftmals bewertet, aber sehr selten qualifiziert moderiert – was zu unsäglicher Konfusion führen kann.

Die Liebeszeitung hat sich die Mühe gemacht, einmal nachzusehen, was passiert, wenn eine junge, unerfahrene Frau wissen will, wie groß ein Penis maximal sein darf, den sie noch aufnehmen kann. Für eine Frau von 30 ist das natürlich kein Thema mehr, und sie mag solche Fragen lächerlich finden.

Doch junge Frauen haben Gründe, so etwas zu fragen – und sie haben Anspruch auf vollständige, zutreffende und befriedigende Antworten.

Ob Sie diese bekommen? Wir meinen: Nein, auf keinen Fall. Ungenau, am Thema vorbei, lächerlich gemacht – ist dies der richtige Weg? Wir meinen: So geht es nicht weiter.

Zwar halten netdoktor.at und netdoktor.de wirklich ausführliche Informationen über die Scheide bereit, aber beide zieren sich doch ein bisschen, die genaue Interaktion zwischen Penis und Scheide zu beschreiben – und geben deswegen keine Antwort darauf, ob der Penis „zu groß“ („zu lang, zu dick“) sein könnte, und ob in diesem Zusammenhang Schmerzen entstehen können.

Aufklärung durch Pornografie? Da erschrecken Eltern und sagen: "um Himmels Willen, nein!" Aber Aufklärung durch Web2.0-Foren, so zweifelhaft sie auch sein mag – da soll in Ordnung sein? Wir meinen: Schafft endlich verlässliche, ausführliche und zutreffende Informationsquellen – und das sind die Damen und Herren aus dem Medizinbereich, namentlich Gynäkologen und Urologen gemeint, die so etwas auch vermitteln können. Die jungen Menschen mit dem Wunsch, die Liebe nun auch körperlich zu vollziehen, wollen keine „trockenen Fakten“, die ihnen in der Praxis nichts nützen, sondern eine dynamische, nachvollziehbare Erläuterung der Körperfunktionen. Nur so können sie lernen, die Liebe zu genießen, auf sich selbst und den anderen zu achten und Krankheiten zu verhüten.

Anmerkung: Wir besuchten auch weitere Foren, die ähnlich sinnentleerte Antworten enthielten.