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Dreier, Triole Menage a Troi – warum „drei“ nicht drei sind

Die Möglichkeiten und Variationen eines „Dreiers“ werden oft unterschätzt. Also: Minus Begierde plus Logik sehen Dreier so aus, wobei wir M für Mann und F für Frau setzen und annehmen, dass der vorne stehende Partner der Initiator ist. Dann ergib sich, die beiden komplett gleichgeschlechtlichen Möglichkeiten FFF und MMM einmal ausgelassen, dies:

1. Initiativen, die von der Frau ausgehen:
FMM – eine Frau sucht zwei Männer für einer Dreier, oder aber.
FMM – ein Hetero-Paar (sie dominiert) sucht einen Mann für einen Dreier.
FFM – ein Freundinnenpaar sucht einen Mann für einer Dreier.
FMF - ein Hetero-Paar (sie dominiert) sucht eine Frau für einen Dreier.

2. Initiativen, die vom Mann ausgehen:
MFF – ein Mann sucht zwei Frauen für einen Dreier, oder aber.
MFF - ein Hetero-Paar (er dominiert) sucht eine Frau für einen Dreier.
MMF – ein Freundespaar sucht eine Frau für einen Dreier.
MFM - ein Hetero-Paar (er dominiert) sucht einen Mann für einen Dreier.


Ähnliche Konstellationen könnt man auch für Singles mit „bietet sich an“ erstellen.

M>FM – ein Mann bietet sich einem Paar an.
F>FM – eine Frau bietet sich einem Paar an.
MM>F – zwei Männer bieten sich einer einzelnen Frau an.
FF>M – zwei Frauen biete sich einem einzelnen Mann an.

Diese rein technische Aufstellung sagt nichts aus über die Häufigkeit, mit der diese Dinge vorkommen, und auch nichts darüber, welche Motive damit verbunden sind.

Häufige Motive sind:

1. Neugierde (Paare, bei Singles, überwiegend Männer).
2. Sexuelle Langeweile, heterosexuell geprägt (Paare).
3. Sexuelle Lüste, bisexuell geprägt (Paare und Singles).
4. Eindeutige homoerotische Wünsche an den „Dritten“
5. Bedürfnisse aus der Swinger-Szene („Frischfleisch“).
6. Cuckold- oder SM-Aktivitäten (wenn Paare suchen).
7. Verständliche Motive (Impotenz, Lustlosigkeit).
8. Finanzielle Interessen (überwiegend, wenn Frauen suchen).
9. Suche nach Opfern für kriminelle Akte.

Es geht weiter nach der Grafik ...

Grafik nach Unterlagen von 1982 (Grafik 1, Angaben in Prozent)


Oftmals werden Motive verschleiert, beispielsweise bei „Paar, sie leicht bi“ – hier ist wahrscheinlicher, dass der Mann seine Partnerin zu einem Dreier überredet hat und er der eigentlich „Begünstigte“ ist. Allerdings nimmt der Anteil an bisexuellen Wünschen seit Jahren zu – insbesondere in den Kategorien „Paar sucht Mann“ und „Mann sucht Paar“.

Und wieder eine Grafik, nach der es weitergeht ...

Fakten über Dreier 2013 - bitte Hinweise beachten - Zahlen in Prozent.
Dreier, Triole Menage a Troi – warum „drei“ nicht drei sind.

Überhaupt ist ja die Frage, warum Paare Einzelpersonen suchen, und nicht etwa andere Paare, denn im Grunde ist der oder die Dritte dem suchenden Paar in einer gewissen Weise ausgeliefert. Das Paar kann geheime Absprachen untereinander getroffen haben, die dem als Einzelnen schwächeren Dritten nicht mitgeteilt werden.

Bei der Antwort auf Anzeigen, sei es in Bürgerzeitungen, im Internet oder in „einschlägigen“ Einrichtungen, ist deshalb höchste Vorsicht geboten. Ähnlich wie bei anderen „heiklen“ Treffen sollte man alle Register der Vorsicht ziehen, bevor man sich als Dritte oder Dritte mit einem Paar einlässt.

Single-Männer sollten besonders vorsichtig sein, wenn sich zwei Frauen für einen Dreier anbieten. Im günstigsten Fall haben die beiden Frauen dann offenkundige finanzielle Interessen („gegen Taschengeld“), die sie nicht immer sofort offenbaren, im ungünstigsten Fall haben sie kriminelle Energien, die hier nicht näher erläutert werden können.

Und hier die dritte Grafik und die Erläuterungen ...

Anteil der Bi-Angebote und Gesuche an den Dreiern


Erläuterungen zu den Grafiken:

In der ersten Grafik wird recht altes Zahlenmaterial verwendet. Es ist anzunehmen, dass der Anteil der suchenden Frauen inzwischen etwas höher liegt.

In der zweiten Grafik wird deutlich, wie viel bisexuelle Beziehungen im Rahmen von Dreiern (2013) gesucht werden. Der Anteil von Frauen, die Paare suchen, ist jedoch nu8r scheinbar „wesentlich“ höher als 1982. Das liegt daran, dass als Quelle Google verwendet wurde, und innerhalb von Google die meisten Dienste neben der Sparte „Mann sucht Paar“ auch ein Äquivalent von „Frau sucht Paar“ anbieten. Die Grafik sagt deshalb nichts darüber aus, viele Frauen tatsächlich Paare suchen. Vermutlich ist die Anzahl der Frauen, die Bi-Paare suchen, deshalb aussagefähiger. Alle Zahlen in der Grafik in Prozent. In der zweiten Grafik wurden Gruppen der Allgemeinen „Dreier“ Wünsche und der Bi-Dreier-Wünsche gebildet. In der dritten Grafik wurde der absolute Anteil von Bi-Wünschen an den Dreiern festgestellt.

Daten-Quelle der Grafiken zwei und drei: Google, eingeschränkte Suche. Datenqulle der Grafik 1:
"Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten", Düsseldorf 1982 - Bild © 2013 by liebesverlag.de

Reflexion über den Dreier

Wie gut, dass Gummibächen geschlechstlos sind


In der Fantasie ist alles erlaubt, und Frauen scheinen besonders begabt darin zu sein, dich in Fantasien hineinzuträumen, ohne sie jemals zu verwirklichen. Eine Stimme aus dem Off:

Es ist den sexuellen Fantasien ja sozusagen imminent, dass wir darin unsere Bedürfnisse hemmungslos ausleben können - ohne Rücksicht auf die Realität, unsere Ängste oder das, was die Gesellschaft so von uns erwartet.


Das klingt gut und erläutert beispielsweise, warum Frauen Unmengen von Sozialkitsch-Literatur verschlingen, inklusive des modernen Cinderella-SM-Märchens „50 Shades of Grey“.

Fantasie-Dreier und echte Dreier - der Sprung über den Zaun

Doch zwischen der Fantasie ein der tatsächlich ausgeführten Handlung steht bekanntlich ein emotionaler Weidenzaun, der für die Eine leicht durch darüber hopsen überwindbar ist, für die Andere aber mannshoch und mit Stacheldraht gespickt ist.

Das Phänomen ist nicht neu. Selbstverständlich stehen nun nicht alle Frauen vor Weidenzäumen und versuchen, über den Zaun auf das fremde Territorium zu hüpfen – das hatten wir alle auch nicht erwartet.

Aber – wie kamen sie dann auf der „anderen Seite“ an?

Neugierde, Rückzug und Verführung beim Dreier

Der erste Grund ist die Neugierde ohne Netz und doppelten Boden, also der Sprung über den Zaun ohne Rücksicht auf Hemmnisse. Der Zweite ist die Möglichkeit sich nicht völlig einzubringen, sondern sich den Rücksprung jederzeit offen zu halten. Der Dritte ist bekannt als „Verführung“ – man stellt ein Treppchen an den Zaun und sagt „hier, schau doch, ist ja gar nicht schwer“.

Eins und eins macht zwei - und beim Dritten?

Nun gibt es einen großen Unterschied, der auch deutlich gemacht werden muss: Eins und eins macht zwei, aber was in der Liebe eins und eins und eins ergibt, ist schwieriger, denn es gibt insgesamt acht Möglichkeiten mit mehreren Varianten. Kurz gesagt kommt es darauf an, wer sucht und wer gesucht wird.

In aller Kürze:

Ein Dreier kann aus drei Frauen, drei Männern, einer Frau und zwei Männern und einem Mann und zwei Frauen bestehen. Dabei kann die Initiative von einem Paar oder von einer Einzelperson ausgehen, was durchaus zu unterschiedlichen Situationen führen kann. Hinzu kommt im weitgehend heterosexuellen Bereich, ob die jeweiligen Partner bi-neugierig sind oder nicht.

Was Männer und Frauen wünschen - die Hetero-Version

Wenn dies soweit klar ist, kann ohne Weiteres gesagt werden:

- Die meisten Männer wünsche sich ein Dreier, bei dem die Frauen ruhig bi-neugierig sein können, solange der Mann durch und durch zufrieden mit den Diensten ist, die beide Frauen an ihm verrichten.
- Die meisten Frauen wünschen sich hingegen einen Dreier, bei dem sie selbst Regie führen, und bei dem die Männer ausschließlich für sie da sind und nicht füreinander.

Zumeist sind also alle Konstellationen unerwünscht, in denen „zwei zu eins“ gespielt wird, in denen also ein Paar die dritte Person dominiert. Dies ist allerdings oftmals der Fall bei der Suche nach solche einem Partner.

Von Frauen gehen selten Dreier-Aktivitäten aus


Nach einer (zugegebenermaßen angejahrten) Erhebung suchen die meisten Hetero-Paare Frauen (37 Prozent der Dreier-Suchenden) , während kaum eine Frau Paare sucht (unter ein Prozent). Die Paare, die explizit einen Mann suchten, stehen an dritter Stelle mit 27 Prozent, und stoßen dabei auf ein reges Interesse beiden paarsuchenden Männern (35 Prozent). Obgleich die Zahlen nicht aktuell sind, ist die Tendenz noch heute ähnlich.

Oder vielleicht doch lieber: Dreier mit ein bisschen Bi-Lust?

Nicht ganz schlüssig ist hingegen die Annahme, was Frauen und Männer „tun würden“ und „was sie niemals tun würden“. Hier wird immer wieder behauptet, dass Frauen kaum Interesse an bisexuellen Erfahrungen während der „Dreier“ hätten, und dass Männer daran gar kein Interesse hätten. Man begibt sich selbstverständlich auf dünnes Eis, wenn man hier gegenteilige Behauptungen aufstellt, doch kann man vielleicht dies sagen:

Die Nähe, die bei Dreiern zwangsläufig entsteht, lässt zahllose Berührungen zu, die sonst nicht üblich sind. Es wäre möglich, dass diese Berührungen nicht als so unangenehm empfunden werden, wie dies im sozialen Alltag der Fall ist. Daraus könnte sich wieder ergeben, dass unter Frauen wie unter Männern eine erotische Intimität entsteht, die ihnen zuvor befremdlich vorkam. Einen Beweis dafür liefen die Untersuchungen an Erotikdarstellern, die sich offen zu bisexuellen Kontakten bekennen. Hierzu haben wir weitere Zahlen und Hintergründe.

Frauen im Sexfilmgeschäft: Zwei Drittel sind bisexuell


Um es deutlich zu sagen: Dreier können Beziehungen ruinieren, Emotionen verwirren und Weltbilder zum Einsturz bringen. Sie sind wahrlich nichts für diejenigen, die nur den Zucker lecken wollen, aber niemals das Salz spüren. Der beste Tipp: Setzen Sie keine Freundschaften wegen einer kleinen privaten Triole aufs Spiel – und wenn Sie weiblich sind – es ist allerhöchste Vorsicht geboten bei Männern, die darauf aus sind, einmal eine Frau gemeinsam „zu nehmen“. Es ist ja schon schwer, mit einem einzigen fremden Partner umzugehen – aber mit zweiten? Da ist die Frage, wer welches Spiel betreibt.

Auch Männer sollten sich nicht allzu sicher fühlen: Ein Dreier mit zwei Frauen kann – je nach der kriminellen Energie der Frauen – leicht bös enden.

Datenquelle: "Nur ernstgemeinte Zuschriften erbeten", Düsseldorf 1982 - Bild © 2013 by liebesverlag.de