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Sexualkunde für Teenager - umgesetzt auf 40-Plus-Frauen

Ist Sexualkunde für Teenager vor dem ersten Date wirklich ähnlich wie der Sexrat, den man einer 40-jährigen Frau geben kann? Wir meinen: Ja, warum denn eigentlich nicht?

Mit 40 ... nochmals Lustgewinn lernen?


Was man heute einem Teenager über die ersten Schritte zum Dating mitgibt, ist auch für die Frau über 40 noch wichtig, die ihre „späten“ Dating-Erfahrungen beginnt.

Sex gehört nicht zum Dating?

Entschuldigung, das sagen alle – vorher. Sex gehört zum Leben, also kann er auch beim Dating zum Durchbruch kommen. Was ist wahrscheinlicher – dass Sie im Supermarkt an der Kasse Sex haben oder nach einem schönen Essen bei Kerzenschein zu zweit?

Motivation

Wenn Sie über 40 sind: Niemand will Sie belehren, aber Sex mit einem Mann zu haben ist in Ihrem Alter ganz normal – auch, wenn er nicht ihr Ehemann wird. Haben Sie Sex mit jemandem, wenn Sie Lust dazu haben, und lassen Sie es bleiben, wenn sie nicht in Stimmung sind. Was dem Teenager geraten wird, gilt auch für Sie: Geschlechtsverkehr kann emotionale, mentale physische oder spirituelle Effekte haben, und manche sind gut für Sie, andere aber auch nicht. Das alles gehört einfach zum Dating dazu, und negative Erlebnisse können nie ganz vermieden werden.

Verhütung

Wenn Sie aus bürgerlichen Kreisen kommen, dann haben ihnen Ihre Leute vermutlich erzählt, dass die Frau mit der Pille verhütet, der Mann mit einem Kondom. Blödsinn! Nehmen Sie selbst Kondome mit, stets griffbereit, und bestehen Sie drauf, dass der Mann die Kondome benutzt. Wenn Sie wissen wollen, wie man sie benutzt und einen Dildo besitzen: Probieren Sie es dort aus, und probieren Sie aus, wie es sich bei Ihnen anfühlt.

Sie haben Angst vor Ihren Reaktionen – nach Jahren der Abstinenz

Besitzen Sie einen Dildo? Und benutzen sie ihn regelmäßig? Wenn nicht – beginnen sie sofort damit, bevor Sie auch nur ein einziges Date eingehen. Ansonsten: Männer sind toleranter, als Sie denken. Nur die Praxis macht sie wieder zu einer perfekten Geliebten, die angstfrei mit einem Penis umzugehen versteht – von dem Rest am Mann ganz zu schweigen.

Manchmal muss man einfach reden

Manchmal müssen Sie einfach mit Ihrem Dating-Partner über Sex reden – und zwar möglichst, bevor Sie nervös mit ihm ins Bett steigen. Themen sind nicht Verhütung und Geschlechtskrankheiten, sondern auch das Vergnügen. Sex ist nicht immer und überall, dass ein Druckknopfoberteil in ein Druckknopfunterteil passt, sondern manchmal etwas ganz Anderes.

Empörungen beherrschen lernen

Es gibt Dinge, die sie nicht wollen oder die Sie jetzt nicht wollen. Das ist Ihr gutes Recht, aber es ist nicht ihr Recht, empört oder gar angriffslustig zu werden, wenn jemand Ihnen sagt, was er gerne von Ihnen hätte, bevor Sie Sex miteinander haben. Im Gegenteil: Seien Sie froh, dass er darüber redet. Sagen Sie einfach, was bei Ihnen jetzt und hier geht und was nicht.

Verführungen, Spiele und passive Lenkung

So hätten es die Männer gerne - aber so läuft es nicht

Mein Versprechen, hier heute einen zweiten Artikel über die Verführungen zu schreiben, muss ich etwas einschränken. Der Hauptgrund besteht darin, dass unsere Leserinnen und Leser nichts dazu beigetragen haben, hier der Wahrheit Schritt für Schritt näher zu kommen, sodass ich andere Quellen nutzen musste. Das ist sehr schade - ich hätte mich gerne mit Ihnen unterhalten.

Halten wir also fest, was bekannt ist:

1. Verführungen von Frauen durch Männer sind die populärsten „willkürlichen“ Verführungen. Zumeist wird dabei versucht, eine Frau innerhalb kurzer Zeit „ins Bett zu labern“, jedoch gibt es offenbar auch zahlreiche „romantische Verführungen“. Angeblich gibt es Seminare, Kurse oder Bücher für Männer, die Verführungen lernen wollen. Nach meinen Recherchen sind in den meisten Fällen die Anbieter die Gewinner, nicht die Kunden.
2. Verführungen von Männern durch Frauen sind differenziert zu sehen. „Unwillkürliche“ Verführungen, beispielsweise durch Flirtsignale, sind die Regel, aber willkürliche Verführungen sind selten. Mit anderen Worten: Frauen verführen häufiger als Männer, aber nicht durch verbale Ansprache. Daher kommt die Volksweisheit, Frauen würden nie oder sehr selten verführen.
3. Verführungen von Frauen durch Frauen gewinnen an Bedeutung. Meist versucht eine lesbische Frau, Kontakt zu einer Hetero-Frau (seltener zu einer Bi-Frau) herzustellen, um sie romantisch zu verführen.
4. Verführungen von Männern durch Männer gelten als relativ aussichtslos, vor allem, wenn der Verführer homosexuell und der zu verführende „streng“ heterosexuell ist.

Generell gelten Verführungen als Spiel, auch wenn sie nicht immer so bezeichnet werden. Die entschiedenen Motive bei der Vorstufe zur Verführung sind zumeist die Neugierde der Person oder eine „schlafende“ Begierde. Das bedeutet, dass die zu verführende Person wenigstens eine minimale Bereitschaft oder einen latenten Wunsch nach Sex haben muss, damit die Verführung gelingt. Frauen lassen Männer oft in dem Glauben, dass sie „einen Widerstand gebrochen“ hätten, obgleich sie den gesamten Verlauf der Verführung passiv lenkten.

Der Prozess „passiver Lenkung“(1), der nicht wirklich "passiv" ist, passt allerdings nicht in das Weltbild vieler Frauen, sodass sie vehement verneinen, so zu handeln, wenn man sie darauf anspricht.

Der Vorteil der/des Verführten liegt immer darin, sich später als „nicht verantwortlich“ zu bezeichnen, währen die Person, die verführt, als „schuldig“ betrachtet werden kann. Verführerinnen und Verführer müssen also über das nötige Selbstbewusstsein verfügen, um solche Vorwürfe an sich abblitzen zu lassen.

Trotz der Spielsituation entstehen aus Verführungen gelegentlich ernsthafte Konflikte zwischen den beteiligten Personen, zum Beispiel, weil der Verführer oder die Verführerin mit „gezinkten Karten“ gespielt hat. Es liegt mir fern, Einzelfälle zu beurteilen oder gar zu verurteilen. Ich gebe aber zu bedenken, dass Erwachsene sich vorher überlegen sollten, ob sie mit einer Person intim werden wollen oder nicht – und dass es keine „einseitige Verantwortung“ dafür gibt.

(1) gemeint ist das Lenken aus der schwächeren Position heraus, das vom Stärkeren als "passiv" wahrgenommen wird.