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Casual Dating – so erstellst du deine Profilfotos

Die Sinnlichkeit einer Muschel ...
Eigentlich – ja, ja, eigentlich. Eigentlich wolltest du die Fotos ja beim örtlichen Fotografen machen lassen, nicht? Also unser Fotoladen, der sich hochtraben „Foto-Atelier“ nennt, macht so etwas auch: Akt und Dessousfotos hat er im Angebot. Aber mal ehrlich: Wenn du in der schwäbischen Provinz wohnen würdest, würdest du dann in den Laden gehen und hinhauchen: Ach, ich hätte da gerne ein paar Aktfotos? Und dann sitzt da vielleicht noch Tina an der Kasse, die du schon in der Volksschule nicht leiden konntest, und sagt: „Ach Ina, haste einen neuen Freund, der auf so Sachen steht?

Also: Nach Stuttgart gehen? Oder Freiburg?

Ja, geht … such dir einen, der sich auf Porträt-, Akt- und Dessousfotografie spezialisiert hat. Der rät dir, was du an Klamotten brauchst, wenn du am besten zum Friseur gehst und wie du dich schminken lassen solltest. Sitzungen beim Profi können lang dauern, weil du dich mehrfach umziehen musst und auch nicht jeder „Schuss“ gleich sitzt.

Wo kannst du dich noch fotografieren lassen?

In deiner Wohnung vor einem Fenster, in das keine Sonne scheinen darf. Das ergibt ein gutes Studio. Wenn du mit Kunstlicht fotografieren (lassen) willst, brauchst du eine Fotografin mit einer Spezialkamera (1) oder eine, die eine tragbare Beleuchtungseinrichtung hat. Das Arbeiten mit Kunstlicht erfordert viel Übung - also muss deine Freundin, die dich fotografieren soll, darin schon sehr geübt sein.Auf keinen Fall den eingebauten Blitz nehmen!

Wer kann dich fotografieren?

Jemand, der gute Porträts machen kann ist einen Versuch wert. Ganzkörperakte sind schwierig, aber Wäschefotos (du in Dessous) kriegt jeder hin, der auch Porträts kann. Denk daran, dass dich die Fotografin (/der Fotograf mehrfach nackt sehen wird. Du musst dich also mit ihm/ihr wohlfühlen. Anregungen für die Motive findet ihr in hochwertigen Aktbildbänden, zum Beispiel in diesem wunderschönen Fotoband. Wenn du solche Bildbände durchsiehst, stell dir einfach vor, du würdest eine schicke Augenbinde dazu tragen, damit man dein Gesicht nicht sieht. Überhaupt empfehle ich, alle Fotos mit Maske machen zu lassen, aber nicht mit Vollmaske. Die Augen sind auch bei Dessous-Fotos der Spiegel der Seele.

Vor dem Shooting solltest du einen leichten Hausmantel tragen

Mindestens eine Stunde vor dem Shooting musst du alle Kleidungsstücke ablegen, die dich irgendwie beengen, also alle „Gummizüge“ (Strings) und meistens auch den BH, weil er Abdrücke auf der Haut hinterlässt. Findest das Shooting bei dir zu Hause statt, trägst du einfach einen Bademantel, einen Hausmantel oder ein Hauskleid. Außerdem: Schalte den Thermostaten ein wenig hoch. Deine Fotografin kann ruhig schwitzen, du solltet aber nicht frieren.

Haar, Haut, Stoff: Das ist die richtige Mischung für ein Erotikfoto

Nackt taugt nicht viel für Fotos, die beim Betrachter ankommen sollen. Trage stattdessen leichte, sinnliche Stoffe direkt auf der Haut. Sie dürfen für das Shooting ruhig ein wenig transparent sein. Wenn du lange Haare hast, kannst du dies ebenfalls nutzen, um dich verführerisch zu „bekleiden“. Überlege auch, welche Rolle du verkörpern willst – die muss zu deinem Suchprofil passen.

Was an Kleidung dazugehört und sonst wichtig ist

Erotische Fotografie für Casual Dating heißt nicht, dass du ein Akt- oder Wäschefoto brauchst. Eine offene Bluse oder ein kurzer Rock kann noch erotischer wirken. Schmuck ist unheimlich wichtig – entweder als einzige „Kleidung“ oder als Ergänzung. Du kannst auch Fotos machen lassen, auf denen du dich aus- oder anziehst. Das kommt meisten unheimlich gut an.

Deine Brüste, dein Po, deine Schulter, dein Hals, dein Bauchnabel, deine Armbeuge – das alles kannst du für sich wirken lassen. Wenn du keine Maske tragen willst, kannst du einen tollen Rückenakt machen lassen, oder das Gesicht zur Seite drehen. Auch toll: Den lüsternen und feuchten Lippen zusammen mit dem Brustansatz fotografiere lassen.

Erkennungszeichen immer verdecken und verstecken

Ich nehme an, du willst nicht dein volles Gesicht zeigen, nicht wahr? Das kriegst du eigentlich leicht hin, am besten mit großen, schönen Masken. Aber viele machen den Fehler, auffällige Tätowierungen zu zeigen. Auch Einrichtungsgegenstände sind verräterisch, zum Beispiel Antiquitäten. Bitte auch keine Hochzeitsfotos, Bilder der Kinder Aufnahmen von Vater und Mutter im Hintergrund auf der Vitrine zeigen. Das ist alles nicht gesponnen, sondern schon passiert. Tätowierungen kannst du rausretuschieren lassen. Zum Retuschieren, nachträglichem Weichzeichnen und anderen technischen Manipulationen wie Hauttonverbesserung eignen sich Fotobearbeitungsprogramme, wie z.B. Adobe Photoshop Elements.(2)


Wenn du all dies beachtest, gelingen bestimmt wunderschöne Fotos – und wenn du Lust hast, dann schicke mal welche davon an die Redaktion.

Bericht: Ina Yanga (Miss Y.)
(1) Besonders gut eignet sich die Lumix LX-7 wegen der hohen Lichtstärke (red.)
(2) Tipp von unserer Bildredaktion.
Bild © 2013 by liebesverlag.de

Die Liebe zwischen Frauen



Die Liebe zwischen Frauen war und ist häufiger das Thema liebevoller, sinnlicher Romane, Novellen und Filme als die Liebe zwischen Männern. Letztere hat gerade halb Frankreich aufgebracht – das „Land der Liebe“ erweist sich als ein Land ausgeprägter Schwulenhasser. Denn nichts anderes ist es, was die angeblich „aufgebrachte Massen“ verbindet, die ja von den neuen Gesetzen gar nicht betroffen sind.

Heute ist die Liebe unter Frauen ist weniger tabuisiert als noch vor wenigen Jahren. Schon allein, weil geschätzte und (bisweilen festgestellte) 25 Prozent der Frauen sie gelegentlich praktizieren. Allerdings tun sie es nicht schrill und aggressiv, wie man dies gelegentlich bei männlichen Homosexuellen feststellen kann.

Die intensive und außergewöhnliche lesbische Liebe darzustellen, ist ein Anliegen vieler Autorinnen und Autoren gewesen, und die Älteren erinnern sich vielleicht, wie „Maiglöckchen oder ähnlich“. Damals (1965) wurde das Buch mit lesbischen Inhalten gegen die deutsche Rechte, das Zeitungsimperium des Herrn Springer und die „ewig gestrigen“ in der CDU geschrieben.

Tatsächlich ist „Lesbe“ heute noch ein Schimpfwort unter manchen Schülerinnen und Schülern, und doch ändert sich manches, vor allem durch Frauen, die mal auf dieser, mal auf jener Seite des Gartenzauns gegrast haben. Bekannt wurden Forschungen, in denen deutlich wurde, wird, dass Frauen sich in ihrem Leben häufig nicht eindeutig definieren wollen. Wenn kein Etikett wirklich passt, sollte man sich wahrhaftig auch keines aufdrängen lassen: „Ich liebe“ reicht völlig – frau muss nicht sagen, ob sie lesbisch, bisexuell oder bi-neugierig ist, auch wenn es die Extremisten und Extremistinnen auf beiden Seiten gerne hätten, sich als „eindeutig“ zu definieren.

Lesbische Liebe - Film erhält "Goldene Palme"

Schön, dass in Cannes jetzt ein sinnlicher, erotischer und bewegender Film über eine lesbische Liebe die „Goldene Palme“ erworben hat. Er heißt mit einem einfachen Titel „La vie d’Adèle“ („Das Leben der Adele“) und beschreibt in vielen Facetten eine intensive Liebe zwischen zwei Frauen. Im Grunde müsste es gar keine „lesbische Liebe“ sein, die dort beschrieben wird, aber sie lässt sich eben wundervoll in emotional berührende Bilder umsetzen.

Gewöhnen wir uns daran: Nur die Liebe ist die Liebe – und niemand außer jenen, die einander lieben, weiß, was dies bedeutet. Jeder von uns, der wirklich geliebt hat, wird wissen, dass Liebe auch Leid sein kann, Entbehrung und Verlust. Die Liebe ist eben die Liebe – und sie ist einmalig schön, einmalig aufregend und selbstverständlich auch einmalig verwirrend – was denn sonst?

Wer wirklich liebt, wer sich nach der Liebe verzehrt und sie als Teil seines Selbst annimmt, der wird niemals fragen, ob seien Liebe dem Mob auf den Straßen gefällt. Das ist auch gut so. Und der Mob? Dem sollte man vielleicht einmal mit dem christlichen Religionsstifter antworten: Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

Video: Der Trailer stammt von Kinozeit.de