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Zum ersten Date „grundsätzlich ohne Slip“?

Mit BH, ohne Schuhe - aber was ist eigentlich mit dem Slip?


Wenn es ein B-Promi vormacht, muss man es nicht gleich nachmachen. Eine gewisse Melanie Müller (muss man die eigentlich kennen?) behauptet, zum ersten Date immer ohne Slip zu gehen. Da habe ich mich gefragt: was macht eigentlich ihr?

Also: Kurzer Rock, kein Slip? Vielleicht noch besser: Minikleid, kein Slip? Oder doch lieber mittellanger Rock oder halblanges Kleid, wenn der Slip fehlen soll?

Isi hat mal einen Typen getroffen, der sie beim Date gefragt: „Trägst du eigentlich einen Slip?“ Nun kennt ihr wahrscheinlich Isidor nicht, aber jedenfalls hat die ganz kühl gesagt: „Wenn du das wissen willst, musst du schon nachsehen.“ Na ja, da ist der Typ ziemlich still geworden. Ich hab‘ ja schon alles gehört: Im Korselett zum Date gehen (als Top getragen), ohne Höschen zum Date gehen, keinen BH tragen, unter den Blazer keine Bluse, sondern nur Haut … wir wär’s mit Barfuß?



Vorsicht vor der Domina als „Ärztin“

Gefährliche Doktorspiele

Der Besuch einer Domina sollte eigentlich dem ehernen Gesetz folgen: Aufgeklärt über die Art der Behandlung und deren Folgen, klar im Kopf vor Beginn der Sitzung, drogenfrei über die gesamte Behandlung, und selbstverständlich einverstandene mit der Behandlung durch die Damen.

Das sahen und sehen auch heute noch viele Dominas anders: Sie spritzen Procain, ein Mittel zur Schmerzreduktion, das aus der Zahnmedizin bekannt ist. Warum dies geschah, wird nicht recht deutlich, denn die üblichen „Behandlungen“ beruhen ja darauf, aus dem Schmerz selbst heraus körpereigene Botenstoffe zu produzieren, die dann das „Abheben“ auslösen. Je nach den Wünschen der Klienten wird normalerweise ein möglichst lang anhaltender Schmerz oder das Übergehen in den transzendenten Zustand gewünscht.

Der Prozess, der derzeit um die Anwendung von Procain bei einem Domina-Kunden geführt wird, wirft zahllose Fragen auf. Der Berufsstand der Domina, wenn er denn einer ist, beruht drauf, dass sich der Kunde während der Sitzung absolut sicher fühlen darf. Ist dies nicht mehr der Fall, aus welchen Gründen auch immer, nimmt die Branche Schaden.

Eine weitere Frage wäre, warum man sogenannte Dominas frei agieren lässt, ohne wenigstens einen Befähigungsnachweis zu verlangen. Man muss sich doch vergegenwärtigen, dass es bei der Tätigkeit um eine „Behandlung am Menschen“ geht, die annähernd so viel Kenntnisse in Anatomie verlangt wie die eines Heilpraktikers.

Hier werden ausführliche Procain-Wirkungen und Nebenwirkungen erläutert.

Bild: nach einer Illustration in einem erotischen Werk.

Frauen sind keine Ware – aber Sex bleibt ein Tauschmittel

Seit wir Männer uns die Sprachregelungen von Feministinnen vorschreiben lassen, „kaufen wie Frauen“, wenn wir für ihre Gunst bezahlen. Dahinter steht eine neue Philosophie, die besagt, Frauen (oder Menschen generell) könnten die eigene Sexualität nicht von der Person trennen, oder anders ausgerückt „Sexualität ist keine Ware. Es ist stets der ganze Mensch, der da berührt wird.“ (Die Sozialarbeiterin Sabine Constabel in der „Stuttgarter Zeitung“)

Fragt sich: Wenn stets der „ganze Mensch berührt wird“, warum versuchen Frauen dann nach wie vor, mit Männern zu schlafen, um von ihnen Vorteile zu erlangen? Und warum kaufen sich immer mehr Frauen dann „Mietrammler“, wo sie doch wissen, dass sie in diesem Fall nicht als „ganzer Mensch“ berührt werden? Nicht zu vergessen: So manche Frau klappert heute Bars ab, um sich einen Lover für die Nacht zu suchen – oder sie nutzt Casual Dating, um einen ONS zu haben. Das ist „Sexualität, die den ganzen Körper berührt“, aber keine, „die den ganzen Menschen berührt.“

Alles kann, nichts muss ...
Sex als Mittel, um Wünsche erfüllt zu bekommen? Das ist nur der Bodensatz, sozusagen eine Alltagserfahrung. Mit Sexentzug drohen, falls bestimmte Forderungen nicht erfüllt werden? Viele Männer haben diese Erfahrung gemacht. „Erotisches Kapital“ wird auch im Berufsleben gelegentlich eingesetzt, wenn Ziele erreicht werden sollen, die sonst kaum erreichbar wären. Dabei geht es oft nicht einmal darum, dass sich die betroffenen Frauen als „Betthäschen“ anbieten – es reicht völlig, Personalchefhirne bei gleichen Qualifikationen mit dem Gift der erotischen Attraktivität einzulullen. In sensiblen Bereichen der Wirtschaft werden zudem oft erotisch anziehende Frauen eingesetzt, um Beschwerden abzuwehren – und nicht wenige „nicht ganz koschere“ Geschäfte werden von betont attraktiven Frauen eingefädelt.

Man sollte sich als Mann nicht ins Bockshorn jagen lassen: Das Verhältnis zwischen Frauen und Männer lässt sich mit dem Giftstoff „Erotisches Verlangen“ jederzeit beeinflussen – und zwar von Frauen. Ob diese nun selbst als Sexanbieterinnen auftreten oder im Casual Dating Bereich als Lockvögel benutzt werden – das Verfahren funktioniert.

„Es ist stets der ganze Mensch, der da berührt wird.“ Man liest in feministischen Kreisen offenbar zu viel Grimms Märchen, um solche Formulierungen zu schaffen. Der „ganze Mensch“ müsste theoretisch auch „berührt“ werden, wenn der Psychotherapeut oder Pfarrer die Lebensbeichte eines gestrauchelten Menschen anhört. Ja, selbst dann schon, wenn die Sozialarbeiterin sich anhören muss, wie eine Frau in die Prostitution hineingeschliddert ist. Doch die Parallele wird nicht gesehen: Helferinnen haben sich angewöhnt, die eigene Psyche während der Berufstätigkeit zu schützen. Der ganze Mensch bleibt außen vor – und nur der professionelle Teil hört zu. Wenn ich behaupte, dass dies möglicherweise bei Dominas, Stripperinnen, Table-Tänzerinnen, Pornodarstellerinnen oder eben Huren ähnlich ist, dann breche ich ein Tabu. Na und? Dann breche ich es eben. Vor zehn Jahren hätte auch neimand geglaubt, dass Frauen Sex und Liebe trennen können.

Hurendiskussion: Argumente unter falscher Flagge

In den letzten Wochen haben wir zur Genüge gehört: Das deutsche Prostitutionsgesetz fördert die Prostitution und den Menschenhandel, lässt Bordellbetreiber und Stadtkämmerer aufjauchzen, und nützt den Frauen nichts. Dabei wurde niemals beweisen, dass es den Frauen „nichts nützt“, während manche bedauerliche Begleitumstände (Prostitutionstourismus) in epischer Breite ausgewalzt wurden.

Da wer doch nun zu festzustellen: Nehmen wir mal an, das Gesetz taugt wirklich nichts –dann wäre es an der Zeit, eines zu machen, das etwas taugt und das die Frauen wirklich schützt. Das ist fürs Erste nicht gelungen – aber das heißt ja nicht, dass man nicht an dieser Front weiterkämpfen könnte, statt in die totale Verneinung abzutauchen.

Bei den Argumenten wird nun ein neuer Zungenschlag verwendet. Das Argument der „Zwangsprostituierten“ erweist sich als stumpf, wie es keine verlässlichen Zahlen über tatsächliche Zwangsprostitution gibt. Man hat aber Zahlen über die Herkunft der Frauen aus Osteuropa, sodass nun der Begriff „Zwangsprostitution aus Armut“ verwendet wird – für Frauen, die genau wissen, dass sie in Deutschland als Prostituierte arbeiten werden.

In einem Interview mit der populären Stuttgarter Sozialarbeiterin Sabine Constabel (Stuttgarter Zeitung) wurde deutlich, wie belastet die Diskussion ist. Zunächst wird „Prostitution“, von der im Artikel die Rede war, plötzlich vom Interviewer durch „Zwangsprostitution“ ersetzt, und er fragt: Was könnte Zwangsprostitution zurückdrängen?

Die Sozialarbeiterin geht sofort darauf ein und sagt, der Gesetzgeber müsste den Markt unterbinden, und im nächsten Satz: „Am sinnvollsten wäre es, Prostitution zu verbieten.“

„Den Markt unterbinden?“ Es gibt wahrhaftig genug Ländern, in denen es angeblich keine Bordelle gibt, in denen Prostitution offiziell verboten ist oder in denen sogenannte „Freier“ mit Strafen bedroht werden. In all diesen Ländern gibt es einen Markt, auf dem sich Frauen verkaufen. Prostitution zu verbieten ist eine Sache – den Markt „trockenzulegen“ eine andere.

Kommen wir zur Ideologie: Der typisch feministische Zungenschlag lautet: „Frauen sind keine Ware“. (Auch als: „Sexualität ist keine Ware“) .Es ist verständlich, dass so plakativ argumentiert wird, denn diesem Claim wird wohl jeder zustimmen. Die Frage wäre aber, ob Sexualität ein Tauschmittel ist. Diese Frage klingt allerdings vergleichsweise harmlos – und genau aus diesem Grund wird sie gar nicht erst gestellt. Immerhin gibt es zahllose Frauen außerhalb der Prostitution, die Ihre Gunst auch nach merkantilen Gesichtspunkten verteilen statt ausschließlich nach Neigung.

Lesenswerter als das Interview in der Stuttgarter Zeitung ist übrigens der Beitrag in „Emma“, die ich in diesem Fall gerne zitiere. Merkwürdigerweise hat die Frau, die jetzt in der „Stuttgarter Zeitung“ den Kahlschlag bei der Prostitution empfiehlt, noch vor kurzer Zeit noch recht vernünftige Vorschläge zur Veränderung des Prostitutionsgesetzes gemacht (Prostitutions-Hearing im Bundestag).

Zwei ausgemusterte Wörter für Huren

Freudenmädchen (nach Pascin)


Freudenmädchen

Als man noch sagen durfte, dass Huren zur Erhöhung der Lebensfreude zahlungskräftiger Herren beitrugen, duften sie noch „Freudemädchen“ heißen, wobei die heutigen Beckmesserinnen sowohl das Wort „Freude“ wie auch das Wort „Mädchen“ stört. Sie argumentieren daher: Es sind keine Mädchen, und sie haben keine Freude daran. Nun waren „Mädchen“ einst unverheiratete Frauen, und der Begriff wurde wechselweise mit dem Begriff der „Jungfer“ verwendet. Da man nun aber die Damen, die „es taten“ nicht gut als „Jungfrauen“ bezeichnen konnte, wurde „Mädchen“ gewählt.

Im Niederdeutschen, wo es zwar auch das „Mädchen“ gab, (Mēgedeken) hatte man sich angewöhnt, die „Deern“ zu sagen. Es muss jedoch bezweifelt werden, ob die „Deern“ nur für „een lütten Fruunsperson, de noch nich full opwassen is“ gebraucht wurde, wie das niederdeutsche Wikipedia analog zum Hochdeutschen behauptet. Man hätte einen Segler wohl nicht „Seute Deern“ (schönes Mädchen) genannt, wenn dies so wäre. Zudem wird die Anrede „min Deern“ im Sinne von „mein Fräulein“ verwendet – relativ unabhängig vom Alter.

Erst die Beherrschung des Internets durch feministisch behauchte Neusprech-Adepten hat dazu geführt, dass die Begriffe „Mädchen“ und „Deern“ abgewertet wurden. Die „Deern“ wurde im Amtsdeutsch zur „Dirne“, lebte aber bis heute im „Dirndl“ fort.

Halbweltdamen

Der zusammengesetzte Begriff rührt aus einer Kombination des französischen „demi-monde“ (Halbwelt) mit dem Wort „Dame“ her, dass ebenfalls aus dem Französischen übernommen wurde. Halbweltdamen waren Frauen, die sich äußerlich verhielten und kleideten wie bürgerliche, wohlanständige Frauen, die aber gegen entsprechende Zuwendungen bereit waren, den Geschlechtsverkehr zu vollziehen.

Da in Deutschland angeblich niemals eine „Halbwelt“ nach französischem Vorbild existierte, wurden bald auch teuere Huren als „Halbweltdamen“ bezeichnet.

Der deutsche Begriff „Dame“ war zahllosen Wandlungen unterworfen. Galt er vielfach als eine Bezeichnung für eine „besser Frau“ oder ein „edleres Weib“ , also eine von höherem Stand, so wurde er zeitweilig ebenso abgewertet, indem man von den „Damen des Gewerbes“ sprach. Inzwischen sagt man vielfach „Frauen“ oder „die Frauen“, wenn man noch vor 50 Jahren „Damen“ oder „die Damen“ gesagt hätte.

Ein Blogger hat die Halbweltdame einmal seht treffend so beschrieben:

Halbweltdamen waren Edelhuren des 19. Jahrhunderts. Mädchen und Frauen aus allen Schichten der Gesellschaft hatten erotische Beziehungen mit reichen Männern. Oft mit mehreren gleichzeitig. Dadurch konnten sie überleben oder sich manchmal sogar ein Leben im Luxus leisten.


Entsprechende Berichte gab es auch aus Österreich und Deutschland. In Deutschland wurde die "Edelprostitution" noch einmal belebt, als die Inflation (nach dem Esrten Weltkrieg) es reichen Ausländern möglich mache, in deutschen Heilbädern englisch sprechende Huren zu treffen, die ebenfalls der besseren Gesellschaft entsprangen.