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Gramse über Zungenküsse und den Geschlechtsakt

Langweiliges und tausend Mal Gehörtes zum Kusstag gibt es ja genug – und wie immer, wenn ich etwas Neues bringen will, habe ich mal danach geguckt, ob es eine Statik darüber gibt, wann unsere Mädels und Jungs ihre ersten Zungenküsse bekamen – und von wem.

Ich habe vor allem deshalb nachgefragt, weil die Mädchen ihre ersten Zungenküsse häufig von anderen Mädchen bekamen – nicht wegen der Liebe, sondern um zu lernen, wie es funktioniert. Na, und nachdem die Kusslehrerinnen unter ihnen nach einer Weile für bestimmte Gefühle taub waren, sollen sich manche der Kussschülerinnen ganz schön gewundert haben, was da alles in ihnen aufgekommen ist. Ich muss noch heute darüber grinsen, weil es damals natürlich „unmöglich“ war, lesbische Gefühle zu haben. Habe ich alles von Ina, die es mal selbst erlebt hat. Sagt sie jedenfalls.

Aber was Genaues herausgefunden habe ich nicht. Irgendwie ist es ja auch langweilig, zu wissen, wann ein Mädchen zum ersten Mal geküsst hat oder ein Junge. Interessant wäre ja wohl, wie das Ganze so abgelaufen ist, von „Zunge an Zahnsperre ansetzen“ bis schwer atmend am Zaun stehen mit Hose runter und Rock hoch.

Ich weiß jedenfalls noch, dass die Mädchen immer erst die Zähne zusammenbissen haben, und uns erst „aufgemacht“ haben, wenn wir es ganz lange versucht hatten. Ich weiß bis heute nicht, ob sie Angst hatten, dabei „geil zu werden“ oder ob sie es einfach nicht mochten. Damals konnte man mit den Mädchen ja nicht mal über so etwas reden – ja, ist lange her, sicher. Damals hat meine freche Tante Felicitas noch gesagt, ein Zungenkuss wäre schon ein halber Geschlechtsakt. Dann hat mein Vater immer die Stirn gerunzelt und sie bös angeguckt, weil man so was ja nicht sagt, jedenfalls nicht in einem anständigen Haus.

Heute müllen die jungen Mädchen ja schon die Briefkastentanten und Mädchenforen damit voll, wo sie überall hin küssen oder wo ihr Freund sie überall küssen will – die Zeiten haben sich eben verändert.

In letzter Zeit habe ich oft gelesen, dass es um Küsse auf den Po geht – und wenn es nur um das „auf“ ginge, dann würde ich ja noch sagen: Irgendwie lustvoll – der Po hat ja viel Fläche. Aber da war doch noch was?

Eigentlich – also eigentlich geht mich das alles wirklich nichts an. Neulich hab ich mal einer Dame im Zorn den schwäbischen Gruß entgegengeschmettert. Die hat allerdings nicht reagiert wie diese junge Journalistin … na wie hieß die denn noch? Nein, nein, also die hat gesagt: „Jojo, tut mir leid, aber das habe ich schon einem anderen versprochen – vielleicht beim nächsten Mal?“

Na, nun können die Nicht-Schwaben unter euch noch mal bei Google nachgucken, was der „Schwäbische Gruß“ ist und sich hinterher über mich ärgern – so wahr ich Gramse heiße.

Auf den Po, in den Po - die Foren:

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