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Single-Frauen über 40: Emanzipation gescheitert?

Nur acht Prozent der Single-Frauen glauben, ihre Bedürfnisse zu kennen – der Rest von ihnen lebt offenbar in der Scheinwelt des Anspruchsdenkens oder weiß sonst wie nicht, wohin der Lebensweg über 40 gehen soll.

Die Partneragentur PARSHIP hatte im April 2013 exakt 1.086 weibliche Singles zwischen 40 und 65 Jahren befragt, wie sie die Partnersuche für sich persönlich heute empfinde würden– im Vergleich zu früher beziehungsweise vor der letzten Partnerschaft. Dabei ist nicht erstaunlich, dass die meisten Frauen für „schwieriger“ votierten, sondern die Gründe, die sie dafür angaben.

Demnach sagten 61 Prozent der Frauen, die ihre Partnersuche für schwieriger hielten (78 Prozent), sie hätten nunmehr „höhere Ansprüche“ und seinen „weniger kompromissbereit“, wenn es „um die Liebe ginge“. Die übrigen nannten andere Gründe.

Nur ganze acht Prozent der befragten Frauen antworteten in einer emanzipierten Art und Weise: Sie sagten unter anderem, sie würden nunmehr „ihre Bedürfnisse besser kennen“, und dies helfe ihnen, neue Beziehungen einzugehen.

Mit über 40 Anspruchshaltungen zu pflegen und zu versuchen, sich mit aller Macht durchzusetzen, zeugt eher von kindhaftem Trotz als von einem emanzipierten Erwachsenenleben, während das Leben in Kenntnis der eigenen Bedürfnisse eher auf Emanzipation hinweist.

Man kann nun fragen: Hat die Emanzipation bei den Single-Frauen über 40 versagt? Oder ist das Ergebnis eher eine Folge von Frauenleben, in denen die Weichen falsch gestellt wurden? Ich bin gespannt auf die Antworten.