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Auch Männer dürfen „Nein“ sagen

Manchmal geben Männer allzu schnell nach - doch müssen Männer immer "Ja" sagen?
Wenn es nicht die Mutter tut, dann tut es die Schule – und selbst, wenn sie sich nicht laut genug vernehmbar machte, ist da die feministische Öffentlichkeit. Gemeinsam bläuen sie dem jungen Mädchen ein: „Sag Nein, wenn du Nein sagen willst, und sorge dafür, dass es die Männer auch so verstehen.“

Das Thema ist so tot, das es sich nicht lohnen würde, darüber zu schreiben – wenn das gleiche auch für Jungs gelten würde. Aber denen sagt man bestenfalls, dass die Gefahr der ungewollten Verführung von erwachsenen, männlichen Homosexuellen ausgehen würde. Aber einer Frau einen Korb zu geben? „Nein“ zu sagen zu ihren Verführungsversuchen und dann sogar noch dabei zu bleiben? Nein bei einem Mann? Da lachen ja die Hühner! Oder vielleicht doch nicht?

Der Mann als Vibratoersatz und Sex-Dienstleister?

Es geht nicht um das „erste Mal“ – es geht darum, ob sich Männer allzeit verfügbar halten müssen, wenn Frauen gerade einfällt, dass sie notgeil sind. Offenbar glauben Frauen, dass Männer ihren Rüssel in alles hineinhängen wollen, was weiblich ist. Offenbar halten sie Männer für eine Art Vibratorersatz, den sie mal eben aufladen können. Toller Sex? Na ja – für die Frau vielleicht. Aber für den Mann? Zähne zusammenbeißen, an eine geile Szene aus dem letzten Porno denken und weiter Hubbewegungen vollziehen. Schließlich will der Mann man sich keine Blößen geben.

Sehr junge Männer sagen selten Nein. Sie freuen sich meistens, wenn die Einflugschneise problemlos freigeben wird und sie ihre Potenz beweisen können. Aber mit den Jahren sagen Männer eben oft aus Höflichkeit „Ja“, obwohl sie eigentlich etwas Besseres zu tun hätten, als die nächstbeste Frau zu vögeln.

Nein - bei Männern nur, wenn die Frau aufdringlich wird

Ein „Nein“ gibt es höchstens, wenn sich die Frauen zu sehr „ranschmeißen“, wenn sie den Sex erzwingen wollen. Männer sind (oftmals mit Recht) misstrauisch, wenn sie allzu offene Herzen und Körperöffnungen finden. Da liegt dann der Hauch von Prostitution, Gefahr durch Geschlechtskrankheiten, gewillkürte Schwangerschaften oder gar Verbrechen über der Einladung. In dieser Situation können Männer nur gewinnen, wenn sie ablehnen, der Frau zu folgen. Doch kaum eine Frau, die einen Mann mit verschwiegenen Absichten ins Bett tricksen will, wird so ungeschickt vorgehen.

Auch, wenn alles völlig „koscher“ zu sein scheint, sollten sich Männer überlegen, wann ein „Nein“ angebracht ist. Im Grunde degradiert sich ein Mann zum wohlfeilen Mietrammler, wenn er jeder Frau folgt, die ihn lockt. Wer etwas Würde hat, sollte deswegen häufiger „Nein“ sagen – oder wenigstens wählerischer werden.

Was meinen Sie? Wollen Männer immer, können Männer immer, sind Männer auf Befehl geil?

Andere fragen es sich auch.

Sie hat Transen- und Bi-Pornos. Was soll ich tun?

Will_Sowas_Nicht fragt:

Hallo,

Ich bin 42 und habe jetzt eine Frau kennengelernt, die mir sehr gut gefällt. Wir haben auch fantastischen Sex miteinander, und eigentlich könnte alles perfekt sein. Ich habe nun aber per Zufall entdeckt, dass sie Bi-Pornos besitzt, auch welche mit Transvestiten und so. Meine Freundin ist natürlich keine Transsexuelle, sondern eine ganz normale Frau, die allerdings ziemlich oft nach Sex verlangt..

Ich habe jetzt zwei Fragen, die mich beschäftigen. Die erste ist, ob so etwas für Frauen noch „normal“ ist. Ich meine, da treiben es doch Männer mit anderen Männern, nicht? Und das soll eine Frau wirklich interessieren?

Die zweite ist, ob ich mit ihr drüber reden soll. Ich habe aber Angst, dass dabei herauskommt, dass sie solche Spiele auch mit mir machen will, wie sie in den Pornos vorkommen. Das ist doch krank, was die Männer da machen, oder wie denkt ihr darüber?

Euer Will-Sowas-Nicht


Ina antwortet:

Lieber Will-Sowas-Nicht,

Zuerst möchte ich dir sagen, dass „Pornos“ und Realität“ selten zusammengehen. Wenn deine Freundin Transen-Pornos hat, dann sind die dazu da, um sie „anzumachen“, und du findest wahrscheinlich nie heraus, warum das so ist.

Ich habe mich mal umgehört, und dabei habe ich herausgefunden, dass ziemlich viele sexuell aktive Frauen an Bisexualität interessiert sind. Ich kann dir leider nicht sagen, woran das liegt, aber Männer sind ja häufig an lesbischen Szenen interessiert. Warum sollten sich Frauen als keine Bi-Szenen mit Männern ansehen?

Manche Frauen scheinen aber auch richtig fasziniert zu sein von Männern, die Sex miteinander haben. Ich denke mal, das liegt einfach daran, dass man in Bi- oder Schwulenfilmen kaum Frauen sieht, die erniedrigt werden. Ich kann dir auch verraten, dass manche „schwule“ Männerliteratur von Frauen geschrieben wird, und nicht von schwulen Männern. Du siehst: Frauen setzen sich ziemlich mit den Gefühlen von Männern auseinander, und manchmal mehr als die Männer selbst.

Deine zweite Frage ist schwerer zu beantworten. Ich rate immer, Partnerinnen oder Partner nicht zur Rede zu stellen, die Pornos gucken, sondern herauszufinden, ob es Sex-Filme gibt, die man auch mal zusammen angucken könnte.

Ich persönlich glaube nicht, dass deine Freundin irgendwelche „Spiele“ mit dir und einem zweiten Mann machen will, und solange sie nichts vorschlägt, musst du dir auch keine Sorgen machen. Eigentlich versuchen nur junge, unerfahrene Paare Pornos nachzuspielen, und Spaß macht das sowieso meistens nicht. Also genieße dein schönes Leben mit deiner neuen Freundin und mach es nicht kaputt.

Deine Ina, die sich für dich freut

Weitere Meinungen zum Beispiel bei "GuteFrage"

Die wildesten Sexfantasien der Frauen – stimmen sie?

Man kann mit zwei Methoden versuchen, herausfinden, welche erotischen Fantasien Frauen haben. Die erste erfolgt durch Befragen und ist relativ unzuverlässig. Die Zweite ist gemein und hinterhältig, aber wesentlich zuverlässiger: durch einen Blick in ihren „geheimen“ Bücherschrank oder den Teil der DVDs, die in der Schublade liegen, in der auch die Dessous zu finden sind.

Was finden wir da heute? Verschiedene Autorinnen haben sich schon Gedanken darüber gemacht – dies ist eine Zusammenfassung, die für die Zeit nach den „Fifty Shades of Grey“ gilt.

Unterwerfung

Seit den „Shades of Grey“ ist Unterwerfung ein Thema, das in vielen Frauenköpfen wiedererweckt wurde. Manche Frauen sind darüber entsetzt, während andere durchaus begrüßen, den unterwürfigen Part in einem Rollenspiel übernehmen zu können. Die Argumentation der Frauenrechtlerinnen, dies sei ein Rückschritt, ist Unsinn. Um die unterwürfige Rolle genießen zu können, muss man frei und unabhängig sein. Das „Spiel“ mit der Unterwerfung beginnt im Übrigen im Kopf – also in der Fantasie. Nur wenige Frauen unterwerfen sich wirklich in einer Weise, die man als „realitätsnah“ bezeichnen könnte, und nur ganz wenige spielen die Rolle der Unterworfenen konsequent aus.

Dominierung

Dominanz in Beziehungen ist für Frauen prinzipiell nichts wirklich Neues – nahezu jede Frau versucht, in einer Beziehung Macht zu gewinnen. Doch diese Macht (Definition der Ehe, Geldverwaltung, Druckmittel Sexentzug) ist hier nicht gemeint. Bei der erotischen Dominierung (Beherrschung) geht es darum, de Macht körperlich auszuspielen – und dies ist üblicherweise nur in Rollenspielen möglich. Dominanz kann sich darin ausdrücken, davon zu träumen, zwei Männer zu beherrschen oder einen Mann zu unterwerfen bis zu der Fantasie, Männer als erotische Sklaven zu halten. Auch bei dieser Variante steht die Fantasie im Vordergrund, während bei der Ausführung zahllose Hürden zu überwinden sind. Abgesehen davon, dass zur Dominanz eine große Disziplin und Selbstüberwindung gehört, sind auch die „Mitspieler“ nicht einfach zu beschaffen.

Exhibitionismus, Voyeurismus, Nacktheit

Das „Spiel mit dem Feuer“ äußerst sich in dem Wunsch, sich ganz oder teilweise zu entkleiden und damit Männer zu provozieren. Frauen bewundern oft heimlich den sinnlichen Einfluss von Stripperinnen auf Männer, und sie fragen sich: „Was können, die, was ich nicht kann?“ Der Traum von nahezu jeder Art von erotischer Provokation (was würde wohl passieren, wenn …) ist eines der Spiele, die sowohl in der Fantasie wie auch in der Realität beliebt sind. Und beim Liebesspiel des Partners mit einer Fremden zusehen? In der Fantasie kann es köstlich sein - aber in der Praxis erzeugt es oft Eifersucht.

Dreier und Gruppen

Die bekannte Fantasie: "Wie wäre es mit zwei Männern?" lässt sich in Wahrheit nur schwer umsetzen, weil die Männer, die sich Frauen dafür wünschen, emotionale Hemmungen haben. Auch die Fantasie, von Männergruppen („Herrenrunden“) intensiv sexuell frequentiert zu werden, ist nicht leicht zu verwirklichen. Außerhalb der Swinger- und Cuckoldszene, die nur wenige Frauen goutieren, ist Gruppensex ebenso schwer zu verwirklichen wie ein „Dreier“ mit zwei Männern.

Der böse Räuber

Der Fremde mit bösen Absichten ist nach wie vor ein beliebtes Thema in Frauenfantasien, aber so gut wie niemals in der Realität. Dem Spielwunsch liegt zugrunde, für nichts verantwortlich zu sein, weil der „böse Räuber“ über Macht- und Gewaltmittel verfügt. Die Gefahr, die von „Böse-Räuber-Spielen“ ausgeht, ist zumeist so hoch, dass die Schwelle zur Ausführung nicht überschritten wird.

Die sinnliche Partnerin

Zärtlichkeiten im Umgang mit anderen Frauen sind nahezu jeder Frau geläufig, doch die Fantasien umfassen alle Szenarien, die überhaupt möglich sind: vom zärtlichen Verwöhnen bis zur Dominanz. Die Ausführung in der Realität ist gelegentlich frustrierend, weil von der sexuellen Begegnung mit einer anderen Frau mehr erwartet wird.

Die Fantasien der Frauen benötigen ein Happy End

Ob der böse Räuber keinen Moment fackelt, um seine Absichten durchzusetzen, oder ob die Heldin während der Fantasie gedemütigt wird, ob sie in ihren Träumen hilflose Männer mit Füßen tritt oder ob sie der erotische Star eines Herrenabends ist – die meisten Fantasien sollen ein Happy End haben. Entsprechend sind erotische Geschichten unbeliebt, die nicht mit einem Triumph der Weiblichkeit, mit unendlicher Befriedigung der Sinne oder mit dem Kuscheln in den Armen einer zuvor als gefährlich angesehenen Person enden.

Was meinen Sie? Alles erstunken und erlogen? Ist die Realität doch schöner als die Fantasie? Oder gibt es diese Fantasien nur in Büchern, nicht aber in Tagträumen?