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Die Magie von sinnlichen Frauen, Parfüm und Muschiduft

Ein bisschen Unterhaltung muss sein ...


Ich sitze gerne in einer kleinen Bar, die zwischen 10 und 18 Uhr eher einem Café gleicht. Gegen 20 Uhr wird der schwere, doppelte Samtvorhang zugezogen, sodass man zuerst die Eingangstür öffnen muss, um dann mit beiden Händen den Samtvorhang zu teilen. Zuerst sind es meist zarte Hände, die mit Vorsicht und Grazie die beiden Hälften voreinander teilen, um sie kurz danach hinter sich wieder zusammenfallen zu lassen. Ein kurzes Verharren, ein prüfender Blick: Madame tritt auf. Überflüssig zu sagen, dass alle Damen, die durch diesen Vorhang gehen, wissen, was sich für eine Dame ziemt. Im Winter legen sie sorgfältig ab, im Sommer schreiten sie sogleich auf die Bar zu, begrüßen die Barfrau, die ihnen sofort das Getränk hinstellt, das sie bevorzugen. Die männlichen Gäste, die zu diesem Zeitpunkt in der Bar sitzen, eigen sich nicht für Kundengespräche: Sie gehören zum „Inventar“, wie die Barfrau leicht spöttisch behauptet.
Die Kleider und Haare der Damen sind allesamt mit Düften belegt, und jede hat ihre Kombination. Die Reste des zuletzt verwendeten Duschmittels, das bevorzugte Parfüm, ein paar Reste eines anderen Parfüms in der Kleidung, manchmal auch die Reste eines Herrenparfüms, das irgendwie „hängen blieb“. Je später der Abend, umso mehr mischen sich Südweingerüche und moschusähnliche Körperdüfte oder der Rauch von Zigarillos in die schwüle Atmosphäre ein. Und sobald die Jalousien auch nicht mehr den geringsten Anteil von Tageslicht durch die Fenster lassen, erstrahlt die Bar in rosa Licht, das die ohnehin attraktiven Frauengesichter noch deutlicher hervorhebt.

Nach und nach füllen sich die Barhocker mit den Damen, und auch an den kleinen Tischen sitzen sie, lächelnd, sich dezent unterhaltend, gelegentlich auflachend oder kichernd.

Nur wenig später werden die Samtvorhänge von schweren Händen mit goldenen Uhren aufgezogen, und man sieht Anzüge italienischer Edelmarken. Manche werden erwartet, und ihre Damen begrüßen sie mit Wangenküssen. Dann trinken beide noch einen Südwein miteinander und verschwinden durch den Samtvorhang – zumeist ins nahe gelegene Luxushotel, gelegentlich aber auch in die Wohnungen der Damen, sofern es sich um Stammgäste handelt.
Wieder andere, meist fremde Geschäftsleute und Diplomaten, streben auf die Bar zu und beginnen eine Unterhaltung mit einer der Damen. Manchmal gibt es Champagner, gelegentlich sogar für alle Damen an der Bar, doch alsbald löst sich eine der Damen heraus, lässt sich von ihrem Galan in den Mantel helfen, und geht durch den Samtvorhang hinaus. Es ist nicht üblich, am Abend zwei Mal in der Bar aufzutauschen, denn hier gibt es nur „Arrangements“ für mindestens drei Stunden, meist jedoch für die ganze Nacht. Manche Dame wirft mir beim Hinausgehen noch einen Blick zu, als wolle sie sagen: „Warum nicht du?“ Aber natürlich weiß sie, warum: Ich kann sie mir nicht leisten. Doch manchmal wartet eine der Damen vergeblich, und zu später Stunde fragt die übrig gebliebene gelegentlich: „Fährst du mich nach Hause?“ Manchmal küssen Sie mich am Ziel, und dann und wann schenken sie mir auch das, was sie anderen verkaufen. „Ach, du bist wirklich süß“, sagen sie dann manchmal.

Was ich von alldem habe? Oh, das ist sehr einfach: Ich kann die Damen solange bewundern, wie ich will, kann den Duft aus Parfüm, Südwein und Muschiduft genießen, so oft und solange ich will.

Übrigens schreibe ich auch Texte für die Webseiten der Damen und wähle die Fotos aus –und (falls Sie es nicht glauben, kann ich dran nichts ändern) die Damen sind wundervolle Gesprächspartner und gute Zuhörer – so wahr ich Gramse heiße. Wenn Sie mich zufällig einmal in der Bar sehen sollten, sprechen sie mich bitte nicht an. Ich werde leugnen, diesen Artikel geschrieben zu haben.

Wir weisen daraufhin, dass diese Geschichte reine Fiktion ist. Ähnlichkeiten mit tatsächlich vorhanden Erotik-Bars sind rein zufällig.

Sind Ärzte inkompetent bei sexuellen Problemen?

Sind Ärzte inkompetent, wenn es um die Entwicklung der Sexualität bei Heranwachsenden geht, schämen sie sich oder haben sie Angst vor der Reaktionen der Eltern?

Diese Fragen könnte man sich stellen, wenn man eine Studie aus den USA liest. Denn obgleich 65 Prozent aller Gespräche der Heranwachsenden mit dem Arzt auch Sexthemen beinhalteten, wurde dieser Teil der Visite im Durchschnitt in 36 Sekunden abgehandelt. Die durchschnittliche Länge eines Arztbesuches wurde dabei mit 22 Minuten angegeben.