Skip to content
Werbung Email:

Wie kann frau einen Mann demütigen?

Herrin sein und Demut einfordern?

Die Frage überrascht dich? Mich nicht. Viele Frauen stehen heute beruflich in Führungspositionen. Klar, es ist nicht gerade eine Führungsaufgabe, Menschen zu demütigen, aber etwas mehr Demut tut den Männern ganz gut. Die werden nämlich oft ziemlich frech, weil sie denken: „Ist nur eine Frau – bei der kann ich es mir leisten.

Etwas mehr Respekt, bitte!“ ist das Motto, um das es eigentlich geht. Wenn du in einer Führungsposition bist, schuldet dir jeder Respekt, aber nicht jeder will das einsehen. Frauen kommen kriecherisch an dich heran und wollen „wie Freundinnen“ reden, und für Männer bist du vor allem eine Frau und weniger die Chefin. Beides kannst du nutzen, aber nur dann, wenn klar ist: Du bist die Chefin.

Wie ist es aber mit dem Privaten?

Ich habe einmal eines dieser Bücher gelesen, in dem Männer sagen, wie sie Frauen demütigen können, und zwar so, dass sie am Ende mit ihnen ins Bett gehen. Sie sagen dann, sie hätten die Frau „geknackt“ und das freut sie.

Das heißt, dass Männer eine Gratifikation bekommen können, wenn sie unseren Willen brechen. Können wir aber auch etwas bekommen, wenn wir den Willen eines Mannes brechen? Haben wir etwas davon, wenn wir ihn demütigen?

Eine meiner Freundinnen hat schon als Gymnasiastin damit angefangen, Jungs zu demütigen. Sie mussten peinliche Dinge für sie tun – und sie haben es getan. Jetzt demütigt sie ihre Lover, und dabei macht sie einen ganz guten Schnitt: Die sind lammfromm und tun, was sie will. Wenn sie einmal einen Lover braucht, der eher wild und furios ist, dann nimmt sie sich einen anderen.

Ich habe sie mal gefragt, wie frau so etwas machen kann, und dies ist das Geheimnis – es funktioniert körperlich, psychisch und durch erzieherische „Nachhilfe“. Ich habe es für euch aufgeschrieben, hoffe, dass es euch nützt und das es niemandem schadet. Hier meine Aufzeichnungen:

Männer körperlich erniedrigen

Wenn er neu ist

Kritisiere sein Aussehen, seine Kondition oder seine Kleidung. Motto: "Denkst du etwa, so wie du aussiehst, bekommst du jemals eine Frau?" Er wird versuchen, Argumente zu finden, warum er doch infrage kommt. Sag am Schluss: „Na ja, ich kann es ja mal mit dir versuchen - wir kleiden dich morgen neu ein.“ Dann nimmst du ihn erst mal mit. Überlege dir bei einem „Neuen“ immer vorher, wie du ihn zur Demut zwingst, sobald er durch deine Tür gegangen ist - er muss deinen Wunsch zur Herrschaft spüren. Am nächsten Tag gehst du mit ihm einkaufen.

Wenn du ihn schon gut kennst

Körperlich musst du ihn dazu bringen, sich schwächer und minderwertiger zu fühlen, als er ist. Gut ist, ihn aufzufordern, sich nackt auszuziehen, während du bekleidet bleibst. Die meisten Männer glauben ja, es gäbe bald etwas „Süßes“, wenn sie sich ausziehen. Dabei zeigen sie aber Schwächen. Wenn er nackt ist, kritisierst du sein Bauchfett, seine ungepflegte Schamgegend und, wenn du besonders gemein sein willst, seinen Penis. Wenn etwas sein Selbstbewusstsein zerschmettert, dann das.

Männer psychisch oder sozial erniedrigen

Wenn er neu ist

Egal, was er darstellt – du hast mehr erwartet. Sag ihm das. Erkläre ihm, dass er keine Eigenschaften hat, die du wirklich an einem Mann suchst. Bezweifle, dass irgendeine Frau seinen Status oder seine Eigenschaften brauchen kann. Er wird auch in diesem Fall blubbern wie ein Wasserfall. Sag am Schluss so etwas wie: „Na ja, du redest zwar zu viel – mal sehen, wie du dich auf meiner Couch machst.“

Wenn du ihn schon gut kennst

Psychisch sind Männer am empfindlichsten beim Status (den legen sie mit den Kleidern ab, siehe: körperlich), bei ihrer Potenz, bei der Masturbation und bei der "sexuellen Orientierung". Alle haben Angst davor, dass du geheime oder gar „verbotene“ Träume entdecken könntest. Hier findest du Ansatzpunkte, die ich jetzt nicht näher beschreiben will. Zeig ihm, dass du seine Schwächen kennst. Die meisten Männer schämen sich, wenn ihre Geheimnisse entdeckt werden.

Männer Nachhilfe in Demut erteilen

Wenn er neu ist

Wenn er schon glaubt, dass nichts mehr läuft, mach ihm ein Angebot: Falls er sich bei dir „bewährt“, wirst du seine Geliebte. Er wird dann alles tun, um dir zu gefallen und sich deinen Wünschen zu unterwerfen.

Wenn du ihn schon kennst

Denk dir ein Netz von Strafen und Belohnungen aus. Halte die Belohnungen auf Sparflamme, und gehe bei den Strafen an deine und seine Grenzen. Erfülle einige seiner Fantasien, aber achte darauf, dass er sich dafür schämen muss. Mische einen Cocktail aus „strenger und liebevoller Mutter (1)“ für ihn. Nur wenige Männer fallen nicht darauf herein. Sage ihm immer wieder, dass alles, was du tust, nur zu seinem Besten ist. Man nennt das eine Doppelbindung, und sie verankert sich dauerhaft in seinem Selbstbewusstsein. Er wird versuchen, dir alles Recht zu machen – aber das lässt du gar nicht zu. Hast du ihn dahin gebracht, so hast du ihn in der Hand.

Moral und praktische Folgen

Es ist nicht sehr „moralisch“, einen Mann zu demütigen. Viele Frauen und Männer werden dich dafür hassen. Nimm es so: Wenn er nicht mitkommen will, soll er verzichten, und wenn er nicht bleiben will, soll er gehen. Wenn er trotzdem in dein Spinnennetz geht, dann gehört er dahin. Viele Männer wollen sich von Frauen einfangen, demütigen und benutzen lassen. Wenn sie es wollen – solltest ausgerechnet du es Ihnen verweigern? Es gibt nur einen Grund, es nicht zu tun: Es macht dir keine Freude. Dann lass es bleiben. Noch ganz wichtig: Spiele keine Spiele, die du nicht beherrscht. Es ist zu gefährlich, weil sich die Rollen dann wandeln könnten.

Ein Rat zur Güte: Jeder Mann hat seine Grenzen. Überschreitest du sie zu schnell, dann versucht der Mann, aus der Nummer herauszukommen. Wenn er jung ist, wird er mit dir diskutieren „was denn jetzt eigentlich los“ ist, bevor er abhaut. Lass ihn gehen, er ist nichts für dich. Ist er älter, dann sagt er höflich „oh, ich glaube, ich habe mich in dir geirrt“, und geht. Auch ihn kannst du nicht halten.

Ein kleiner Trick? Schließ die Wohnung hinter dir ab, wenn du mit deinem „Neuen“ eingetroffen bist. Sollte er irgendwann Panik bekommen, muss er dich erst nach dem Schlüssel fragen. Die meisten Männer tun es nicht.

(1) Wenn das aus ethischen Gründen nicht geht, dann Tante, Cousine, Lehrerin, Gouvernante. Wichtig ist allein das Wechselspiel zwischen Zuneigung und Strafe.

Tipps auch hier: med1 und Planet Liebe.

Frauen: Es sind niemals die Anderen, die Sie behindern

Sie sind verantwortlich für ihr Leben - niemand sonst
Nehmen wir an, da draußen wäre der Dschungel. Es gibt Schlangen, die Sie beißen könnten, Tiger, die sie anfallen könnten, und Insekten, die Sie stechen könnten. Es gibt andere Frauen, die mit Ihnen um die besten Futterstellen konkurrieren, und Männer, die sie nicht einmal mit dem Gesäß ansehen. Wenn Sie morgens die Tür öffnen, und vor Ihnen liegt nicht der Dschungel, sondern London, Berlin oder München, dann ist es fast genau so. Im Grund genommen ist die Welt da draußen nicht ihr Freund – sie birgt jede Menge Gefahren, lästige Konkurrentinnen und Männer, die sie nicht beachten.

Alles klar? Keine Probleme? Meine Hochachtung!

Sie werden jetzt vielleicht sagen: „Das ist zwar so, aber ich habe gelernt, damit umzugehen.“ Falls Sie dies sagen, ist die Welt vermutlich in Ordnung. Frage ich jetzt weiter: „Warum haben sie keine große Karriere gemacht und sind Ministerien oder Top-Managerin geworden?“, dann werden Sie nun vielleicht lächeln und antworten: „Oh, ich dachte nie soweit – ich bin zufrieden mit der Führung der Marketing-Abteilung.“ Noch eine Frage? „Warum haben sie jetzt, da Sie 32 sind, noch keinen festen Freund, Ehemann oder Verlobten?“ „Ja“, sagen Sie dann möglicherweise, „ich habe mich eben auf andere Dinge konzentriert.“

Falls sie so oder ähnlich argumentieren, genießen sie meine Hochachtung. Und bevor sie jetzt das Wort „geschlechtsspezifisch“ in den Mund nehmen: Ich denke genauso, und mit mir die Mehrheit der Männer.

Bevor wir in „Friede, Freude, Eierkuchen“ verfallen, lassen Sie mich noch die dunkle Seite beleuchten, in der Argumente fallen wie diese:

- Im Kapitalismus kann man kein erfülltes Leben führen.
- Die Karriere der Frauen wird durch Sexismus verhindert.
- Meine Eltern sind Schuld an …
- Mein Ex hat verhindert …
- Meine Kinder hindern mich daran …
- Es gibt zu wenig Möglichkeiten für …
- Die Männer sind … (beliebiges Argument)
- In dieser Stadt ist es unmöglich …
- Ich habe keine Zeit für …


Das alles lässt sich zusammenfassen in einer einzigen Zeile:

Ich bin nicht bereit, Verantwortung für mich zu übernehmen und schiebe mein Versagen auf andere Menschen oder andere Umstände ab.



Manchmal schieben wir die Verantwortung ab - aber nicht für lange Zeit

Sehen Sie: Wir alle tun dies vermutlich dann und wann. Sie gehen durch den Dschungel und Ihnen passiert etwas Unvorhergesehenes. Sie können die Situation nicht meistern, weil Ihnen etwas fehlt, um die Hindernisse zu überwinden. Manchmal finden Sie keinen Job, mal keinen Partner, mal nicht die passende Wohnung. Das ist genau das, was den Dschungel, Ihren Dschungel und meinen Dschungel ausmacht: Es ist nicht leicht, jeden Tag durch ihn hindurchzugehen und erfolgreich zu sein.

Übernehmen Sie endlich Verantwortung, und beginnen Sie JETZT damit

Und doch: Nur Sie sind verantwortlich dafür, dass Sie im Dschungel stecken geblieben sind, und nur Sie können das ändern. Das gilt jedenfalls für 90 oder mehr Prozent der Menschen. Denken Sie also daran: Wahrscheinlich gehören Sie zu den 90 Prozent, die etwas, ja vielleicht sogar alles in Ihrem Leben ändern können. Wenn Sie dies verinnerlichen, werden Sie finden: Die anderen sind nicht schuld, die Umstände sind nicht schuld. Es sind nicht andere, die sie behindern, und es sind nicht die Umstände: Alles, was Sie behindert, ist in Ihnen, und vieles davon können Sie ändern.


Kategorien: liebe an sich | 0 Kommentare
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: 1 von 5, 5 Stimme(n) 17803 Klicks
Tags für diesen Artikel: ,

Partnersuche: Warum Sie an sich selbst scheitern

Partnersuche - so wechseln Sie die Richtung


Zugegeben – es gibt Dinge, die sie nicht ändern können. Und weil es Dinge gibt, die Sie nicht ändern können, müssen sie sich manchmal damit abfinden.

Allerdings sind die Fälle, in denen dies zutrifft, selten. Zumeist können Sie etwas ändern, und zwar aus eigener Kraft oder mit geringer fremder Hilfe. Nehmen wir mal mein Spezialgebiet, die Partnersuche. Wenn sie sich sehr bemühen, aber dennoch keinen Partner finden, sollten Sie an die Wurzeln gehen und die Ursachen ermitteln. Und Sie können sich ändern – von ihrem Verhalten über Ihre üblichen Jagdgründe bis hin zur Aufgabe von Wohnort oder Arbeitsstätte. Selbstverständlich können Sie auch abweichen und sich eine ganz spezielle Beziehung suchen, die etwas jenseits von bürgernahen Vorstellungen von Moral liegt. Denken Sie daran: Sie sind frei und nur Sie verantworten das, was sie tun – nur SIE.

Sie sind verantwortlich - nicht "die Anderen"

Aber eines sollen Sie niemals tun: Jemand Anderen, die Anderen, das andere Geschlecht oder die Gesellschaftsordnung verantwortlich machen. Damit geben Sie sich selber zum Teil auf, und Sie schränken ihre an sich grenzenlose Freiheit unnötig ein.

Im Internet finde ich immer die gleichen, dümmlichen Artikel, und ihr Tenor ist:

„Nicht ich bin verantwortlich für mein Scheitern, die andern sind es.“

Gerade las ich wieder einen Artikel, der diesem Schema folgt, und ich zitiere:

Sie (Männer) suchen Spaß – ohne Verpflichtungen. Wenn sie eine Verbindung auflösen, zeigen sie wenig Anstand, und suchen den Fehler bei der Frau.


Verantwortung abschieben wie ein Kind?

Na klar – wenn wir gerade mal aus der Pubertät heraus sind, suchen wir die Schuld am Scheitern bei unseren Eltern. Das Vermasseln der Schule suchen wir bei Mitschülern, Lehrern oder „der Schule“ als Institution. Das Scheitern im Beruf liegt an der Berufsberatung oder am Lehrherrn. Wenn alles andere nicht mehr als Grund herhalten kann, scheitern wir am Kapitalismus. Und bei der Partnersuche? Da scheitern wir am anderen Geschlecht.

Das ist absolut kindisch, und wenngleich es partnersuchende Frauen nicht gerne hören: Wer sich so kindisch verhält, wird auch so behandelt. Dabei haben wir ein gutes Recht, unseren „kleinen Jungen“ oder unser „kleines Mädchen“ ein bisschen spielen zu schicken. In der Liebe spielt das ES, sagt die Transaktionsanalyse. Also jener Teil von uns, der gar nicht immer und überall verantwortlich sein will.

Nicht Bauklötze staunen - Beziehungen mit Meilensteinen versehen

Doch wenn wir eine Beziehung eingehen, können wir dies nur mit der Konsequenz tun, daran wirklich beteiligt zu sein – im Guten wie im Bösen. Wir staunen nun nicht mehr Bauklötze, sondern wir nehmen diese Bauklötze, um für uns Meilensteine zu setzen. Wir achten auf uns und auf den anderen, und wir wissen, dass dies alles auch schiefgehen kann.

Beispiel: Warum Sie Fehler machen müssen

Leider verfolgt ein Teil der Menschen, andere Wege, die einfach schrecklich sind. Ein typisches Beispiel dafür ist der Wunsch, alles richtig machen zu wollen:

1. Ich darf keine Fehler machen.
2. Ich achte deshalb darauf, niemals Fehler zu machen.
3. Wenn ich dennoch Fehler mache, ist es nicht mein Fehler.

Sobald sie dies umdrehen, wissen Sie, wie Erwachsene handeln, wenn sie nicht „Kind spielen“ (was ihnen weiterhin offensteht):

1. Solange ich lebe, mache ich Fehler.
2. Einige dieser Fehler nehme ich einfach hin, andere versuche ich zu beheben.
3. Was immer daraus folgt – ich verantworte es.

Was immer aus allem folgt – verantworten Sie es. Je mehr Sie die Ursachen (und nicht etwa die Fehler!) bei sich selbst suchen, umso mehr Chancen haben sie, beim, nächsten Mal erfolgreicher zu sein. Vielleicht überlegen Sie sich einfach mal, dass kein anderer Mensch ihr Leben leben kann – sie können es nur selber – und weil sei es nur selber können, übernehmen sie bitte auch Verantwortung dafür.

Liebe Woche: Schreiben, singen, lieben und Moral

Hei Safari! Die Jungs von der „Flachleger-Fraktion“ sind wieder aktiv. Das heißt: Wenn du sie vögelst, hast du sie fest im Griff, weil ihre Körper dann Oxytoxin produziert. Klar, die biologische Axt im Haus ersetzt den säuselnden Zimmermann. Der Mist stand natürlich nicht bei uns, sondern anderswo.

Alles viel zu früh - von Sexualkunde zu "Dr. Sommer"

Klar liebe Gutmenschenfraktion, wir alle werden „viel zu früh“ mit Sex konfrontiert. Wann ist eigentlich „zu früh?“ Mir scheint, für manche ist alles zu früh, während für andere alles zu spät ist. Stammt übrigens aus „Baby und Familie“.

Sex - Wissen und Können

Ach, überhaupt – Sexualaufklärung. Was die Schule heute tut, ist sozusagen die Mechanik zu lehren und sie mit etwas Ethik zu dekorieren – das war den Jugendlichen noch nie genug. Was denn nun? Mehr Ethik-Deko? Nein – Fragen, Gefühle, Ängste, Erlebnisse. Früher erste Adresse: das Dr.-Sommer-Team. Nur ist „Dr. Sommer“ inzwischen nicht mehr, was „er“ mal war. Soll man darüber weinen? Nö – wir nicht. Allerdings macht sich unsere Zeitung Gedanken darüber, wann wir Menschen wissen können, was Sex eigentlich ist – jedenfalls niemals, bevor wir ihn ausprobiert haben. Warum wir hingegen niemals etwas Endgültiges über die Liebe schreiben können (und sonst auch niemand) das lest ihr hier.

Frauen sind offen? Eine Schreiberin will feststellt haben, dass junge Männer singen wie die Kanarienvögel, wenn es um ihren ersten ungewöhnlichen Sex ging.

Huren, Freier, Liebeseinkauf

Derzeit vertritt jeder seien Ethik-Theorie über Huren und Freier. Klar, das bringt Leser. Im Grunde giftet dabei jeder gegen jeden, und im Kern haben alle Seiten irgendwie auch ein bisschen Recht. Nur, dass alle denselben Fehler machen: Wer sich Lust kauft, kauft Lust – und damit vielleicht die Illusion von Liebe. Aber Freier kaufen sich weder Liebe noch Frauenkörper. Sie wollen lustvolle sexuelle Erlebnisse. Fragt da jemand, warum sie damit zur Hure gehen? Nein? Fragt euch doch mal selbst, egal, auf welcher Seite ihr steht.

Überhaupt – nehmt euch in acht vor Leuten, die auffällig oft von „Prostituierten“ sprechen. Sie meinen Huren. Dieser Artikel hier von 2011 über moderne Formen, mit Huren in Kontakt zu kommen, scheint übrigens ungewöhnliche Aktualität gewonnen zu haben.

Liebe, Kultur, Romane

Kommen wir mal zur Liebe – die ist in zweifelhafte Gesellschaft gekommen – und wenn es so weiter geht, gerät sie immer weiter in das Mahlwerk der Besserwisser und Moralapostel. Die Kultursendung ASPEKTE war nur ein Beispiel, wie es nicht weitergehen darf.

Da ich gerade bei Kultur bin: Liebesromane, aber auch erotische Romane leben von Konflikten. Nur, falls ihr so etwas schreibt, gebe ich mal Lese-Empfehlung für diesen Artikel.

Ein lustvolles Osterfest

Lasst euch Ostern nicht durchs Wetter oder Moralisten verderben. Frühling erzeugt Lust, und Lust ist gut für uns Menschen.

Der sinnliche Konflikt – Tipps für Erotik-Autorinnen

Der Konflikt - dem Verlangen nachgehen oder nicht ...


„Verlangt denn ein erotischer Roman nach einem Konflikt?“, werden Sie sich vielleicht fragen. Ich darf Ihnen verraten: ja, selbstverständlich. Alle Liebesromane, und eben auch die erotischen Romane, leben sozusagen von Konflikten - und Ihre Leserinnen gieren geradezu danach. Einfacher ist es übrigens, eine erotische Kurzgeschichte zu schreiben – in ihr benötigen Sie nur einen Konflikt, und sie müssen nur einmal eine Lösung finden. In den meisten heutigen Romanen – nicht nur in Liebes- und Erotikromanen – werden die Konflikte stark überspitzt. Besondere unauffällig wird dies in manchen Seifenopern, in denen Konflikte oft „an den Haaren herbeigezogen“ werden, um die Dramatik zu steigern. Ein weiteres Beispiel finden Sie neuerdings in Kriminalserien, in die dauerhaft ein privates Beziehungsknirschen eingearbeitet wird.

Im erotischen Roman haben Sie eine zusätzliche Konfliktebene

Kommen wir zurück zum erotischen Roman. Üblicherweise handelt es sich dabei um einen Liebesroman, der die Leserin nicht vor der Schlafzimmertür stehen lässt, sondern sie dort hineinbegleitet. Für das Konzept des Romans hat dies alles zunächst gar keine Bedeutung, denn um einen Liebesroman zu entwerfen, müssen in der Regel innere und äußere Widerstände aufgebaut und wieder aufgelöst werden. Oftmals wird in den Roman ein Entscheidungskonflikt eingearbeitet, beispielsweise einer aus diesen Varianten:

Konflikt zwischen

- Eltern und „Zukünftigem“.
- Kindern und neuem Lover (oder Ehemann).
- Geliebtem und Ehemann (Verlobten).
- Abenteurer und bodenständigen Mann.
- Neuerdings: Karriere und Liebe.
- Im Extrem: reine hetero- und bisexuelle Orientierung.

Wird nun der erotische Teil eingefügt, so sind es meist „innere Widerstände“, die überwunden werden müssen. Dieser Umstand erzeugt weitere Konfliktsituationen, die einerseits, auf den bereits bekannten Annahmen fußen, teil aber auch neu sind – und die sogar im Widerspruch zueinander stehen können. Insofern hat die Autorin erotisch eingefärbter Romane wesentlich mehr Möglichkeiten, Konflikte auszuspielen. Mögliche „innere Konflikte“, die sich auch im Widerstand äußern können, sind:

- Ethisch, religiös oder weltanschaulich begründete Vorbehalte gegen vorehelichen Sex generell.
- Gewissensbiss unterschiedlicher Art bei Seitensprüngen.
- Angst vor dem Geschlechtsakt als solchem. (erstes Mal, erstes Mal auf diese Weise).
- Furcht vor vor Intimitäten bei gleichgeschlechtlichen Begegnungen.
- Probleme mit der Nacktheit.
- Unbehagen bei der Präsentation des Körpers.
- Ablehnung von bestimmten Praktiken (z. B. Oralverkehr).
- Angst vor Schwangerschaft und STDs.
- Die Panik, nicht potent zu sein (Männer) oder sich aus Angst zu verkrampfen (Frauen).

Verschachtelte Konflikte durch Erotik-Szenen

Der erotische Roman hat also den Vorteil, ihre Heldin in verschachtelte Konflikte bringen zu können. Sie können ganz traditionell schildern, wie Ihre Heldin den Schwur bekämpft, sich nie wieder zu verlieben. In dem Moment, in dem sie sich verliebt hat, erkennt sie aber, dass nun auch sexuelle Bedürfnisse auftauchen, vor denen sie sich fürchtet, die sie aber zugleich herbeisehnt. Dieser Konflikt eskaliert, sobald sie sich tatsächlich mit ihrem Geliebten in die Situation begibt, in der sie nicht mehr ausweichen kann.

Ich denke, diese wenigen Hinweise sollten jeder fantasiebegabten Autorin die Möglichkeit eröffnen, eine erotische Liebesgeschichte zu schreiben, aber ich vertiefe diesen Punkt noch einmal, um zu verdeutlichen, worauf Sie achten sollten.

Wie Sie die Konflikte in intimen Situationen verschärfen

Günstig ist stets, die inneren Konflikte, die sich durch Ihre Geschichte ziehen, in sexuellen Situationen wie in einem Vergrößerungsglas aufzuzeigen. Nahmen wir an, die Heldin hatte sich schon immer gewünscht, einmal von einer Frau verführt zu werden, obgleich sie mit einem Mann verlobt ist. In ihrer Fantasie (das hatten sie zuvor geschildert) fühlte sich alles sanft und romantisch an. Doch als die Heldin dann wirklich die fordernde Zunge, die tastenden Hände, vor allem aber die Begierde spürt, mit der sie „genommen“ werden soll, erstarrt sie vor Angst. Vermutlich wird die Geschichte so weitergehen, dass sie nach dieser ersten, fehlgeschlagenen Begegnung weiter sucht. Erst, wenn sie weiß, dass ihre Bineugierde auf eine schöne, sinnliche Art befriedigt werden kann, wird sie sich wieder dem eigentlichen Kernkonflikt stellen: Soll sie an ihrer Verlobung festhalten oder sich nunmehr eine Frau suchen, um mir ihr zusammenzuleben? Mit einem Satz: Ihre Heldin muss sich durch die eigenen Konflikte „hindurchfressen“, und das geht nicht, ohne „Versuch und Irrtum“.

In der Kurzgeschichte bearbeiten Sie nur einen Konflikt

Wie ich schon sagte, ist es einfacher, eine erotische Kurzgeschichte über einen Konflikt zu schreiben. Sie müssen den Konflikt nicht erst entwickeln: Er ist von vornherein da. Hier ein kurzes Beispiel für den Anfang einer solchen Kurzgeschichte

Ich lag da, bereit. Und doch fragte ich mich, wie alles vor sich gehen sollte. Er begann, mir sanft die Beine auseinanderzudrücken, und ich ließ es geschehen. Ich dachte er würde sich jetzt ausziehen, aber er tat es nicht. Stattdessen glitt sein Mund an meinen Oberschenkeln hoch. Er sagte leise: „Ich werde dich jetzt küssen – dort.“ Ruckartig kniff ich die Schenkel zusammen und befreite mich. „Das machst du nicht, Carlos“, schrie ich ihn an. Er grinste. „Doch das werde ich tun“, sagte er, „und nicht nur heute.“


Diese kurze Geschichte kann nun in viele Richtungen entwickelt werden – ich habe Ihnen bewusst nur den Anfang verraten. Sie sind vermutlich neugierig geworden, wie die Geschichte weitergeht – und das werden Ihre Leserinnen nun auch sein. Sie werden also weiterlesen.

Konnte ich Ihnen helfen? Wenn ja, sagen Sie es weiter. Wenn nein, sagen Sie es mir.

Der Artikel erschien in ähnlicher Art, aber etwas kürzer, in meinem Schriftsteller-Blog.

Aufgrund einiger Rückfragen zum Thema habe ich den Artikel um einen psychologischen Teil ergänzt.