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Erotisch schreiben ohne abwechslungsreiches Sexualleben?

Schreiben geht immer
Kann man erotisch schreiben, wenn das eigene Sexualleben eher einer Sandwüste gleicht? Können Männer sich in das Sexualleben der Frauen hineinversetzen, und kann eine heterosexuelle Autorin wilde homoerotische Fantasien produzieren?

Selbstverständlich können sie all dies. Schriftsteller sind keine Selbstdarsteller – dennoch unerstellt man ihnen stets, sie würden „irgendwie autobiografisch“ schreiben.

Lesen Sie, welche 10 Punkte Sie beachten sollten, wenn sie erotisch schreiben wollen, aber nicht viel von den Dingen wissen, über die Sie schreiben.

Warum Nacktheit unehrlich sein kann und Nackt-Dating Blödsinn ist

Sicher - so klapp die Verführung - aber nicht die Partnersuche

Nackt Dating? Das ist angeblich eine ursprüngliche, authentische und über alle Maßen ehrliche Partnersuche.

Dazu passt eine Aussage der Moderatorin Nela Lee, die über die merkwürdige Nackt-Datingshow „Adam sucht Eva – gestrandet im Paradies“ sagte:

Unser Fokus liegt auch nicht auf der Nacktheit, sondern darauf, dass zwei Menschen sich auf einer paradiesischen Insel ganz pur kennen lernen dürfen und von keinerlei Ablenkungen und Oberflächlichkeiten des Alltags gestört werden.


Nein, selbstverständlich ohne jede Ablenkung – außer von dem Team der RTL-Leute, die sicherlich stets in der Überzahl waren. Und worauf der „Fokus“ der RTL-Redaktion lag, war ja in zahllosen Ankündigungen zu lesen: auf die Massen der Voyeure, die hofften, dass Menschen bei der Partnersuche nackt anders aussehen als Menschen am FKK-Strand. Von den auswendig gelernten, hölzernen Dialogen, die die Darsteller aufsagen mussten, will ich hier gar nicht reden. Aber das alles nur nebenbei, denn die Aussage von Frau Lee impliziert ja auch, dass man sich nackt eben „ganz pur“ kennenlernen kann.

Kann man das? Ist es natürlich, ist es ehrlich, ist es „pur“? Sehen wir mal ganz ab von dem Getue der RTL-Leute. Ist nackt ehrlicher?

Für Säugetiere ist es keinesfalls normal, sich bei der Partnersuche „nackt und ehrlich“ zu zeigen. Sieht man davon ab, dass sie ohnehin ihr Fell zu Markte tragen, so blasen sich die Männchen bei der Partnersuche gewaltig auf, und die Weibchen zeigen deutlich, dass sie es kaum erwarten können, von ihrem Galan gedeckt zu werden. Sehen Sie, und da liegt der Unterschied: Ein Mensch, der nackt auf Partnersuche geht, ist nicht "natürlich" – sondern er muss sich verstellen, damit der Penis nicht gleich in Habtachtstellung steht oder die Brustwarzen der Frauen verdächtig angeschwollen sind. Und deswegen ist Nackt-Dating eine einzige Lügenveranstaltung.

Der Körper lügt angeblich nicht - stimmt das denn?

Die Behauptung ist alt. „Der Körper lügt nicht“, sagten in der Vergangenheit schon einige überkandidelte Psychotherapeuten - und veranstalteten Nackt-Encounter, um die Psyche gleich mit zu entkleiden. Dankenswerterweise ging die „Bewegung“ so schnell wieder vorbei, wie sie gekommen war – denn um die Psyche nackt zu zeigen, benötigt man keinen ebenso nackten Körper, sondern eine verbale und atmosphärische Stimulation.

Wenn du reizen willst - zieh dir etwas an

Ich jedenfalls erinnere mich an einen Song von Hanne Wieder, nämlich die „Enthüllungen einer Striptease-Tänzerin“. Dort heißt es,

Wenn du mich reizen willst, dann zieh‘ dir bloß was an


Ja, und so ist es denn wohl – reizen ist ein Spiel, zu dem Kleidung einen erheblichen Beitrag leistet. Und dies sollte man vor allem bedenken: Nackt sind wahrhaftig nur wenige Menschen perfekt - und sie sind schon gar nicht unterhalb des Halses völlig enthaart und von Hautunreinheiten befreit.

Menschenfrauen zeigen öffentlich bei den Vorstufen der Paarung aka Partnersuche weder vor Lust strotzenden Hintern noch gespreizte Schamlippen, und Menschenmänner hüten sich, ihre eventuell aufkommende Begeisterung sofort erkennbar durch einen hervorquellenden Penis zu zeigen. Ich glaube, dass dies gut und richtig ist, und mit mir wahrscheinlich fast alle Menschen. Aber damit dergleichen, falls es denn doch auftritt, nicht missverstanden wird, benötigt man Kleidung. Fehlt diese, muss man den Körper darüber belügen, was man fühlt - jedenfalls öffentlich.

Adam und Eva nackt – auf der ganzen Linie in den Sand gesetzt

Erstaunlich, wie positiv unsere deutsche Jubelpresse die neue RTL-Show „Adam und Eva“ – gestrandet im Paradies“ bewertet. Selbst der Kritiker der „Frankfurter Allgemeinen“ geht erstaunlich gnädig mit Autor, Regie und Kameraführung um und bemerkt biedermännisch:

Was das Äußerliche angeht, hätte es schlimmer und also sehr viel pornographischer kommen können. Die Kamera zeigte uns „Adam und Eva“ zumeist und dankenswerter Weise von der Gürtellinie an aufwärts.


Ach so, darauf kam es also an: Der Bürger soll nicht vor Vaginen und Penissen erschrecken. Offenbar fiel dem FAZ-Kritiker nicht einmal auf, wie dümmlich die Dialoge waren. Stattdessen lobt er die angeblich partnersuchenden Nackten, die hier verniedlichend als „Nackedeis“ beschreiben wurden. Immerhin bezweifelt auch er, ob „die Gefühle echt“ sind. Ach wie sinnig – genau darüber wird sich auch der BILD-lesende Sofahocker in den Frankfurter Vorstadt-Beton-Silos Gedanken machen.

Auf die miesen, falschzüngigen und gekünstelten Dialoge geht der Tagesspiegel an, und man könnte wirklich glauben, der FAZ-Redakteur und der Tagesspiegel-Redakteur hätten unterschiedliche Sendungen beglotzt. Oh, haben Sie eine gewisse Nela Lee gesehen? Völlig überflüssig und deplatziert, diese Dame. Und überhaupt (da lesen Sie besser mal das Interview mit Frau Lee): Nackt-Dating ist nicht das, als was es ausgegeben wird. Genau, wie ein Nackt-Encounter keine besseren Ergebnisse bringt als jede andere Form der Gruppentherapie. Aber solche Sätze gehen sicherlich an den Primitivhirnen vorbei, für die RTL die Sendung macht.

In Wahrheit hat RTL die Sendung in den Sand gesetzt – eine Kunstwelt, wie sie nicht schlimmer sein könnte, aufgefüllt mit Illusion und verkrampften Dialogen. Je eher dieser Mist wieder eingestellt wird, umso besser.





Starke Vibrationen und Hausfrauen steigen in Ihrer Gunst …

Frauen, die kein Geld nehmen, sind nicht mehr unter meinen Top-20 und auch die Bauer, die angeblich Frauen suchen, haben sich vom Acker gemacht. Dafür sind nun mit 30044 Zugriffen die Vibrationen im Frühling hinzugekommen und mit ihnen die Hausfrauen, die Casual Dating betreiben … früher hieß das wohl „Hausfrauen-Sex“.

Worum es wirklich geht? Folgen Sie den Links … sind sind nicht neu, aber offenbar immer wieder aktuell … unser absoluter All-Time-Spitzenreiter ist übrigens eine Betrachtung über den Unterschied zwischen einem „Sugar Baby“ und einer Hure – der erreichte tatsächlich gerade 183.762 Klicks.




Die Besucherin des Schriftstellers

Die "Besucherin des Schriftstellers" ist eine Geschichte aus unserem Archiv. Sie wurde bisher noch nirgendwo veröffentlicht.

Wenn die Blicke auf die Brüste fallen ...


Sie legte den Blazer ab. „Mehr werde ich nicht ausziehen, auch später nicht“, sagte sie leise. Merkwürdig – über „später“ hatten wir gar nicht gesprochen. „Oh, ich hatte keine dahin gehenden Erwartungen“, versuchte ich zu scherzen. Sie sah einen Moment aus dem riesigen Dachflächenfester in den nahen Wald, so, als ob sie dort nach Erleuchtung suchen würde. Dann drehte sie sich um und fragte mit leicht geröteten Wangen: „Sie hätten aber auch nichts dagegen, nicht wahr?“ Dabei stellte sie sich so gegen das Fenster, dass sich ihr Körper silhouettenhaft unter einer weißen Seidenbluse absetzte. Kein BH hübsche Nippel, die offenbar bereits erregt waren. „Ihnen muss doch gefallen, was Sie sehen, sagen Sie einfach, wie sie mich einschätzen“, begann sie erneut.

Ich lächelte: „Sie haben einen wundervollen Körper – und das wissen Sie. Ich habe allerdings keine Ahnung, warum Sie ihn mir so auffällig präsentieren, und Sie reden in Rätseln. Wollen Sie, dass ich Sie als Vorbild für eine meiner Kurzgeschichten verwende?“

Sie trat nun an mich heran, wesentlich näher, als es schicklich war, und sagte leichthin: „Ich möchte, dass Sie etwas tun, worüber sie nicht schreiben werden, weil es ihnen peinlich sein dürfte …“

Nun lachte ich laut auf: „Etwas Menschliches ist mir selten peinlich – hatten sie bestimmte Pläne? Sie stockte einen kurzen Moment, dann gab sie sich einen Ruck: „Ich möchte, dass Sie mir etwas von sich schenken – etwas Intimes“, sagte sie knapp und errötete dabei noch mehr.

Was für eine naive Vorstellung – doch ich beschloss, herauszufinden, worauf meine Besucherin eigentlich hinaus wollte, also fragte ich: „Und dachten Sie dabei an etwas Bestimmtes?“

Sie blickte schüchtern zu Boden und sagte beinahe tonlos: „Ja, ich dachte an etwas … Sperma.“

Irgendwie sah ich die Sache nun mit Humor und antwortete: „Aber meine Beste, dergleichen ist doch für Frauen reserviert, die ein Mann besonders gut kennt, also vielleicht für eine liebevolle Freundin, oder nicht?

„Dann will ich ihre Freundin werden“, antwortete die Besucherin nun hastig. „Bitte – ich will es, und ich gehe nicht, bevor ich es bekommen habe.“

Ich hob an, einen Vortag zu halten: „Hören Sie, Sie können hier nicht einfach auftauchen und meine Freundin werden wollen. Dazu gehört doch … etwas Romantik, ein paar Küsse und vor allem – Zuneigung, nicht wahr?

Sie dachte einen Moment nach, dann schüttelte sie den Kopf: „Was Sie sich da vorstellen, geht bei mir nicht. Würde es ihnen helfen, wenn ich die Bluse weiter aufknöpfen würde? Es wird Sie doch sicher erregen?“

Sobald sie dies gesagt hatte, knöpfte sie ihre Bluse so weit auf, dass ihre Aureolen sichtbar wurden. „Weiter nicht“, sagte sie bedauerndem Lächeln. „Aber es reicht doch, um Sie anzuregen, nicht wahr?“

Ich war völlig überrascht, konnte meinen Blick aber nicht von den wunderschönen, weißlich schimmernden Brüsten nehmen, die mit bläulichen Blutbahnen durchsetzt waren. Dazu lachten mich die süßen, nugatfarbenen Aureolen an und die fordernd vorstehenden Brustwarzen, die sich unter der Seide abzeichneten. Ich beschloss dennoch, kühl zu bleiben: „Für was soll es denn reichen?“

„Dafür, dass Sie … nun, dass Sie mich damit … benetzen, wovon ich gesprochen habe. Ihnen gefallen meine Brüste, wie ich sehe. Was hindert Sie, mir den kleinen Dienst zu erweisen?“

Nun wurde es wirklich peinlich. Wenn ich das Ganze richtig verstanden hatte, dann sollte ich auf ihre Brüste … allein der Gedanke daran stieß mich ab. Ich beschloss, energisch zu werden, bevor mi die Situation aus den Fingern litt – denn ganz unbeeindruckt war ich von den wunderschönen Brüsten nicht, die mir dargeboten wurden. Also wandte ich mich an meine Besucherin und sagt in freundlichem, aber durchaus unnachgiebigem Ton: „Ich denke, Sie sollten ihre Bluse wieder zuknöpfen … und das Ganze besser vergessen.“

Sie schüttelte den Kopf und lächelte nun überlegen: „Ich sagte doch, ich würde nicht gehen, ohne dass ich das von Ihnen bekommen habe, was ich mir wünsche. Und außerdem: Ihr Mund sagt es so, ihr Penis will es anders, nicht wahr?“ Dabei legte sie ihre Hand auf meine weiße Bauwollhose, genau dort, wo sich in der Tat etwas regte, was mir gegenwärtig überhaupt nicht passend erschien.

„Sie haben es provoziert“, sagte ich nun etwas kleinlaut, „doch das, was Sie zu sehen glauben, ist nichts als eine biologische Reaktion auf den Anblick ihrer Brüste. Das muss keine Folgen haben, wenn Sie wissen, was ich meine. Bitte nehmen sie doch ihre Hand … von meiner Hose .. es ist mir peinlich, wie sie mich gerade provozieren.“

Ihre Augen blitzen. „sagten Sie nicht zuvor, nichts wäre Ihnen peinlich?“ Und als ich nicht antwortete, fuhr sie fort: „Wollen wie nicht ‚du‘ sagen, jetzt, wo ich deine Freundin werde? Einen Penis zu streicheln, ist doch etwas, was eine Freundin tut, nicht wahr? Wenn wir uns duzen, ist es dir vielleicht nicht mehr so peinlich, oder?“

Ich versuchte noch einmal, zu widersprechen: „Ich werde jedenfalls nichts mit … Ihnen … tun, was im entferntesten nach Sex aussieht.“

Wieder lächelte sie schelmisch: „Du musst auch nichts machen. Ich tue es für dich.“

Ich weiß wirklich nicht, was mich dazu veranlasste, aber ich gab auf, ihr zu widersprechen und ließ den Dingen ihren Lauf. Als ich wieder halbwegs zu Sinnen kam, sah ich drei kleine, langsam ineinanderfließende Bächlein über ihre Brüste rinnen, die sich nach und nach ihren Weg in die Bluse bahnten, die ihrerseits auch bereits einige feuchte Flecken aufwies. Sie sprach kein Wort, sondern knöpfte die Bluse wieder zu, so, wie sie war, wobei sie darauf achtet, dass sie gut durchtränkt wurde von den Resten, die sich noch auf ihrer Haut befanden. Dann zog sie ihre Blazerjacke wieder darüber, ging zur Tür und sagte: „Auf Wiedersehen – vielleicht treffen wir uns mal bei einer Lesung?“

Ich wollte sie noch hindern und ihr folgen, doch ich muss gestehen, nicht richtig angezogen gewesen zu sein für diesen Zweck. Man kann nicht gut ohne Hose auf die Straße gehen, jedenfalls nicht in meiner Gegend.