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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Dating und BSDM – passt das zusammen?

Das Spiel beginnt - aber Vorsicht vor SM-Süchtigen


BDSM – für die einen die süße Lust, für die anderen eine psychische Störung. Dabei ist „BDSM“ in Wahrheit nur ein Sammelbegriff für verschiedene sinnliche Praktiken, die manche Autoren zusammenhängend sehen, andere aber durchaus getrennt.

„D“ steht für Dominanz – aber auch für Disziplin, und Disziplin ist unter BDSM-Anhängern gleichbedeutend mit Schlägen. Seit die „Fifty Shades of Grey“ in aller Munde sind, wissen viele Frauen (die Trilogie wurde kaum von Männern gelesen) was es ist – und bewegen den Begriff halb sehnend, halb angewidert in ihren Emotionen.

Fragt sich, was BDSM für die Partnersuche bedeutet. Und ein junger Mann gibt die Antwort:

Wie jeder in meinem Alter suche ich nach einer Partnerin. Manchmal ist es einfach die sexuelle Anziehungskraft und alles ist ganz normal, und manchmal wird es eben interessanter. Manchmal versuche man es zu erkunden und manchmal nicht. Es ist wie Tennis: Manche Leute spielen Tennis, andere nicht – und mit denen spielt man eben kein Tennis. Manche sind auch an Tennis interessiert, aber sie haben niemals Tennis gespielt. Und manche sind wirklich gut in Tennis, und sie wollen unbedingt spielen.


Mit dieser Auffassung ist es offenbar möglich, bei der Partnersuche autonom zu bleiben und dennoch eines der lustvollen Ziele zu erreichen, die man sich erträumt. Wie so oft in anderen Bereichen zahlt sich aus, nichts Bestimmtes zu erwarten, aber dennoch für alles offen zu sein.

Das allerdings ist neu: Noch vor wenigen Jahren wäre eine Frau niemals auf die Idee gekommen, auch nur andeutungsweise über Handschellen, Augenbinden oder Peitschen zu sprechen. Doch heute ist es etwas anderes: Immer mehr Frauen machen in Gesprächen Andeutungen, dass sie gerne einmal etwas Ungewöhnliches erproben würden, wenn es denn sicher wäre. Doch offenbar eine Regel: Wenn Männer ihre Datingpartnerinnen mit der Nase auf ihre Lust an der Dominierung stoßen, regieren sie abweisend oder empört. Geht der erste Hinweis aber von denselben Frauen selbst aus, so erwarten sie, dass der Mann den Ball zurückspielt.

Dating und SM sind also nicht unbedingt Widersprüche. Zu beachten ist lediglich, dass beide nicht aus krankhafter (suchtartiger) Veranlagung heraus handeln (was leider auch vorkommt), sondern tatsächlich „miteinander spielen wollen".

Mehr Varianten auf NERVE, von wo aus das Zitat stammt.

Warum es Schlampen gibt

Poseirende 50-er-Jahre Frau, als "Schlampe" aufgemacht

In einer Welt, in der es ganz normal wäre, „sexuell“ zu sein, gäbe es keine Schlampen. Es ist aber nicht normal. Sexuell zu sein geziemt sich nicht für eine „rechte“ deutsche Frau.

Man sagt, die Schlampe würden nicht also solche geboren, sondern sie machte sich dazu. Aber wer sagt das? Sind es nicht diejenigen Frauen, die „Schlampen“ benötigen, uns sich selbst als edel und schwer zugänglich zu präsentieren? Die Psychologen sagen „Abwärtsvergleich“ dazu. Krass ausgedrückt: Solange es Huren gibt, freuen sich die „Soliden“, und solange es „Schlampen“ gibt, hoffen veredelte Frauengestalten auf gute Positionen für den Heirats- oder Karrieremarkt.

Träume, Wünsche, Sehnsüchte? Was in den Gehirnen vorgeht, geht niemanden etwas an. Inzwischen wissen wir: Frauen müssen gar nicht den dritten Blusenknopf öffnen, um zu Schlampen zu werden. Es reicht völlig, ein Buch zu schreiben, das von den Damen Edelmenschen als „Perversion“ angesehen wird, wie dies bei Charlotte Roche der Fall war. Genau das ist das Prinzip: Überall dort, wo sich eine Brustwarze oder Vagina offen zeigt, sei es optisch oder gedanklich, treten Frauen auf, die stolz verkünden, „ihre“ habe noch niemand gesehen außer ihren Ehepartnern.

Schlampenverdacht wegen Selfies 2014
Was, das ist euer einziger Stolz? Sonst nichts?

Schlampen sind selten stolz. Bücher scheibende „Offizial-Schlampen“ werden ausgegrenzt, und die „Wohlanständigen“ unter den Frauen finden dies ganz richtig. Was ist denn schon eine Schlampe? Der Abstieg auf der Stufenleiter der Würde ist ihr sicher – und er wird nicht ausschließlich und in erster Linie von Männern vorangetrieben, sondern von Frauen.

Sicher, manche Frauen versuchen, auch ihr „Schlampensein“ mit Stolz zu tragen, aber das erfordert Mut, Entschlossenheit und Selbstbewusstsein. Denn die Gegner „da draußen“ sind gut gewappnet mit ihren Korsetts der Wohlanständigkeit. Sie bilden Seilschaften, die Parteien- und Gruppen übergreifend Bestand haben. Moderne Femegerichte, die nach überkommenen Regeln aus Bürgertum und Religion Menschen verurteilen. Das Prinzip ist dabei einfach – sie versuchen, die eigene Wollust und die „schmutzigen Gedanken in ihren eigenen Hirnen den „anderen“ zuzuweisen. Nein, sie töten nicht … sie versuchen nur, sogenannte „Schlampen“ wie Aussätzige zu markieren. Und sie fühlen sich außerordentlich wohl dabei.

Dazu sagt Vicky Amesti in „Les Petits Plaisirs“ (sehr lesenswert):

Solange es das Konzept der Schlampe gibt, können Mädchen und Frauen … (an diesen) ... Platz verwiesen werden. „Anständige Mädchen“ müssen die Strategien erlernen und verinnerlichen, die sie davor schützen, eine Schlampe zu werden.


Ich fürchte, das „Modell Schlampe“ wird es noch lange geben. Und eben auch die Femegerichte, die den Stab über alle brechen, die öffentlich zu ihren Lüsten und Begierden stehen.

Doch dürfen wir uns (und Sie sich) fragen, wer wohl die festere Persönlichkeit hat: Jene, die als „Schlampen“ auftreten und selbstbewusst damit leben,, oder jene erbärmlichen Existenzen, die es nötig haben, sich von diesen Frauen abzusetzen.

Deine Domina - Nachtgedanken über die Unterwerfung

Pose oder Passion? Meist braucht der Fotograf lange, um der "Domina" Respekt zu verleihen
Die erste Domina? War es eine entfernte Tante, eine Fremde, die versprach, deinen sexuellen Frust zu beseitigen? Oder einfach eine Freundin, die neugierig war, wie weit sie mit dir gehen konnte, während deine Hände gefesselt waren? Erst schien es ein Spiel zu sein, nicht wahr? Aber dann erkanntest du, wie ihre Augen blitzen, während sie nach und nach Macht über dich gewann. Du hast gemerkt, in welcher Gefahr du warst, aber du bist nicht geflohen. Hast sie gewähren lassen, weil du … eine Frau nicht beleidigen wolltest? … mehr von ihr erhofft hast? … genossen hast, mit einer Schönheit so intim zu sein, dass du ihr deinen nackten Po präsentieren durftest? … oder es einfach genossen hast, lustvolle Schmerzen zu ertragen?

Sie hat dich dabei beobachtet, wusste genau, was sie tat. Hat deine Ängste genutzt und deine Geilheit. Hat beides miteinander verknotet, bis du es selbst als richtig empfunden hast, dich vor ihr zu erniedrigen.

Dann hat sie versucht, deine Grenzen auszuloten, nicht wahr? Du hast dich in Grund und Boden geschämt, vor Schmerzen gewinselt, um Gnade gebeten, versucht, deine Tränen zurückzuhalten. Sie hat dich „Weichei“ genannt und noch Schlimmeres, wenn du winselnd vor ihr gelegen hast, unfähig, auch nur noch einen vollständigen Satz zu sagen. Aber du bist wieder zu ihr gekommen … immer wieder. Wie weit ist sie gegangen?


Sie hat dich benutzt, verführt, verdorben. Du hast nach ihrer Nähe gelechzt, Schmerz, Erniedrigung und Wollust bei ihr gesucht. Du hast dich dafür geschämt, so geworden zu sein, hast oft gedacht, die Beziehung zu ihr abzubrechen, dich nicht mehr benutzen zu lassen. Und hast es doch wieder getan. Hast sie angerufen, inständig gebeten, dich noch einmal zu treffen.

Aber irgendwann hatte sie keine Lust mehr auf dich. Es gibt noch so viele junge Männer, die ängstlich und lüstern sind. Männer, die sich gerne verführen lassen. Männer, die zunächst nicht merken, dass ihre Lüste bald mit Bedingungen verknüpft werden. Die strenge, durchtriebene Frau wird ihren Stolz scheibchenweise vereinnahmen, so wie sie es bei dir getan hat.

Du vermisst sie und suchst nach ihrem Ebenbild. Du versuchst es zuerst bei den Damen, die deiner Verführerin ähnlich sind. Frauen, die selbstbewusst einherschreiten, gute Umgangsformen haben und jenes eigenartige Blitzen in den Augen, das deine Verführerin hatte. Damen, die die aussehen wie selbstbewusste Geschäftsfrauen und die beim Flirt anklingen lassen, dass sie durchaus wissen, wie man Männer zur Räson bringt.“

Mag sein, dass du sie wirklich triffst, die Frau, die wunderschön aussieht, natürliche Strenge ausstrahlt, die passende Stimme hat und die Freude dabei empfindet, dich zu züchtigen und zu demütigen. Man sagt: „Viel Glück“, und meint „die findest du nie, mein Freund …“

Wenn deine Suche zur Sucht wird, findest du dich bald in einem anderen Milieu wieder, in dem das Zwielicht der Absichten aufflackert. Du wirst Frauen treffen, die Männer hassen und verachten. Solche, die mit sich selbst im Unreinen sind und solche, die dich betrügen. Mag sein, dass du krank bist, weil du in deiner Sucht befangen bist. Aber du wirst hier auf Menschen treffen, die unter anderen Dämonen leiden als nur unter der Sucht, beherrscht zu werden.

Kannst du dein süchtiges Verlangen immer noch nicht beherrschen?

Oh, sie warten auf dich. Frauen, die im Internet auftauchen wie in einer Schaubude. Sie nehmen lächerliche Posen in Dessous, Lack und Leder an, wie die Frauen, die auf der Parade alter Jahrmarktsbuden standen. Das Blitzen in den Augen? Man merkt, wie lange der Fotograf brauchte, um den „strengen Blick“ einzufangen, den sie nur mühsam zustande bringt.

Die meisten sind Huren, die bei Bedarf eben auch die „Domina-Rolle“ für dich spielen. Wenn es aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und schnattert wie eine Ente, dann ist es eine Ente, auch wenn ihr jemand fürs Foto eine Peitsche in die Hand gedrückt hat.

Gibt es da nicht die anderen, die dir professionell und instinktsicher die perfekte Unterwerfung bieten? Schon bald wirst du merken, wie brüchig die Illusionen sind, die dir angeboten werden. Seih mal: Die Peitschenkönigin gastiert diese Woche in München, morgen in Wien und nächste Woche in Zürich? Nein, so hattest du es dir nicht vorgestellt. War es nicht gerade die Intimität, die du gesucht hast?

Soll ich ehrlich zu dir sein? Solange du daran festhältst, deiner Verführerin noch einmal zu begegnen, wist du ein schweres, anstrengendes und unerfülltes Leben haben. Du wirst desillusioniert, betrogen und verachtet werden. Frauen werden dich meiden, auch solche, die vielleicht Lust auf deine Nähe hätten. Frauen, die dich eigentlich mögen und dir vielleicht gar Lüste schenken möchten, die ebenso bittersüß sind. Aber sie wollen nicht mit deiner Verführerin verglichen werden. Wirklich nicht.

Hinweis: Dieses Essay hat keinerlei Bezug zu den Autoren und auch nicht zu einer Einzelperson, die davon betroffen ist. Es ist vielmehr eine aufbereitete Zusammenfassung der Abgründe, die entstehen, wenn jemand seine ersten, ungewöhnlichen Lusterfahrungen suchtartig wiederholen will. Anfragen oder gar Angebote an die beteiligen Autoren sind deshalb zwecklos.

Wer kauft gigantische Dildos?

Größer ist wirklich nicht immer besser ...
Gigantische Dildos werden erstaunlicherweise zumeist von heterosexuellen Single-Männern gekauft, nämlich jene 35 Modelle der realistischen Dildos, die mehr als 20 cm lang waren. Nimmt man alle gigantischen Dildos, Analplugs und dergleichen zusammen, so wurden drei Viertel dieser Produkte von Hetero-Männern gekauft, darunter durchaus Dildos, die gegen 45 cm lang waren und den Durchmesser einer CD hatten. Allerdings kaufte nur jeder 600ste Kunde solch ein monströses Gerät.

Die bevorzugte Dildo-Länge weiblicher Käufer war nach der gleichen Marktanalyse 15 Zentimeter, was ungefähr einer Einführtiefe von 12 Zentimetern entspricht.

Quelle: John Millward, nach einem Hinweis von Cara Sutra.

Die vergessene Lust am Spiel mit der häuslichen Züchtigung

Die Sessellehne - eine klassische Position


Warnung: Dieser Artikel ist nach Ansicht der Redaktion ungeeignet für Menschen, die an den Folgen einer körperlichen Züchtigung in der Jugend leiden. Er wendet sich an Paare, die spielerisch mit sinnlicher Züchtigung umgehen wollen, zum Beispiel, weil sie durch die "Shades of Grey" dazu angeregt wurden. .

In einer Zeit, in der lüsterne Frauen mittleren Alters die „Shades of Grey“ sehnsuchtsvoll lesen, dürfen wir wohl daran erinnern, dass die gesamte Geschichte in einer erkalteten Glitzerwelt spielt, deren Elemente modernen pornografischen Darstellungen entlehnt sind.

Das süße Sehnen nach der intimen körperlichen Züchtigung dürfte sich kaum darin ausdrücken. Es ist ursprünglicher, intimer und stärker am alltäglichen Leben orientiert. Der Hintergrund besteht in der Sehnsucht, von einem Angehörigen des anderen Geschlechtes, meist von einer deutlich älteren Person, gezüchtigt zu werden. Dabei werden ambivalente Empfindungen geweckt, die man als süßen, bittersüßen oder auch bitteren Schmerz bezeichnen kann, der sich mit der Lust paart, sehr innig und intim mit dem Partner verbunden zu sein. Frühere Annahmen, dies sei auf Kindheitserlebnisse zurückzuführen, konnten niemals bestätigt werden, aber auch moderne Theorien sind brüchig. Möglicherweise steht dahinter eine allgegenwärtige, geheime Befriedigung durch Unterwerfung, die den meisten Säugetieren eigen ist.

Gegen die Kälte von Stahlmöbeln, echten Peitschen, sterilen Umgebungen und gestelzten Dialogen ist die „häusliche Züchtigung“ wesentlich „heimeliger“. Sie findet im Wohn- oder Schlafzimmer statt, wird mit der Hand, einem Hosengürtel oder Haushaltsgegenständen durchgeführt und kann jederzeit und unmittelbar inszeniert werden.

Wie bereits erwähnt, ist die häusliche Züchtigung sehr intim, weil sie in den weitaus meisten Fällen mit dem Kontakt der Handfläche zu einem anderen Körperteil beginnt, also nicht mit einem Instrument. Der Nachteil dürfet jedem bekannt sein, der es einmal versucht hat: Die Hand schmerzt am Ende mehr als der Körperteil, den sie traf, und die schmerzhaften Empfindungen halten oft länger an als bei der Person, die geschlagen wurde. Deshalb haben vor allem schlagende Frauen schon bald nach anderen Möglichkeiten gesucht, die sie (in angelsächsischen Ländern) in der Rückseite der breiten, hölzernen Haarbürste fanden, die sehr stabil ist. Neben dem Kochlöffel und dem Pantoffel spielt auch der Teppichklopfer eine Rolle, der bis heute auf Korbmärkten angeboten wird. Er ist etwas aus der Mode gekommen, seit alle Welt von „Floggern“ und Peitschen redet, aber er ist wesentlich sinnvoller und gefahrloser einzusetzen.

Bei der häuslich motivierten erotischen Züchtigung spielt die Auflage eine große Rolle, und zumeist wird dabei eine vernünftige Mischung aus Bequemlichkeit und Erreichbarkeit gewählt. Sofa- oder Sessellehnen eignen sich vorzüglich, weil sich der Züchtigende dabei nicht sonderlich anstrengen muss, um sein Ziel zu erreichen und der zu Züchtigende immer ebenso stabil, wie den Umständen entsprechend auch bequem darauf liegen kann.

Zumeist benötigen Paare, aber auch Personen, die nur das Spiel genießen wollen, eine Art Drehbuch, nach dem die Prozeduren ablaufen sollen. Häufig beginnt dies damit, dass sich eine Person selbst bezichtigt, „böse“ oder „unartig“ gewesen zu sein. Dies ist dann für den Partner das Stichwort, von der Realität in die Spielhandlung zu wechseln. Sie beginnt in der Regel mit einem Ritual, innerhalb dessen der betroffene „schuldige“ Partner ausdrücklich darum bitte, für seine Vergehen bestraft zu werden. Danach beginnt die bewusst als entwürdigend inszenierte Entkleidung. Was dann passiert, ist individuell unterschiedlich, jedoch steigen sich die Partner, die Strafe empfangen wollen, immer mehr in die Rolle hinein und verschmelzen schließlich mit ihr. Obgleich es als paradox erscheint, fällt es den Strafenden meist viel schwerer, die Rolle zu halten – sie werden also viel seltener zu emotional agierenden „Sadisten“, als dies allgemein angenommen wird.