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Frühsexualisierung – Unwort der klerikalen Sektierer

Sektierer als Sprachverfälscher?
Das Wort „Frühsexualisierung“ finden Sie nur dort, wo mit der Wahrheit relativ großzügig umgegangen wird. Solche verfälschenden und tendenziösen Worte sollten eigentlich nicht zum Vokabular der Menschen gehören, die sich für die „besseren Menschen“ halten.

Das Wort an sich ist schlüpfrig: Menschen können nicht „sexualisiert“ werden, weil sie von Geburt an sexuelle Wesen sind, nämlich Mädchen einerseits und Jungen andererseits.

Was von den genannten konservativen oder sektiererischen Kreisen als „Frühsexualisierung“ beschrieben wird, bezieht sich in der Regel auf den Aufklärungsunterricht in den Schulen, besonders aber in der Grundschule. Die meist aus einem klerikalen Umfeld stammenden Eltern, die den Begriff verwenden, glauben, dass der Bereich der Sexualität in das alleinige Hoheitsgebiet der Familien fällt und sehen im Unterricht der Schulen eine Gefahr für Ehe und Familie. Es ist leicht auszumachen, dass es sich dabei um reine Ideologie handelt, denn neben den von diesen Kreisen strapazierten Elternrechten gibt es längst auch Kinderrechte.

Selbstverständlich könnte man seitens der Eltern argumentieren, dass Kinder heute durch die Medien zu sehr mit der Sexualität konfrontiert würden. Es wäre dann aber Aufgabe des Elternhauses, sich mit den Kindern über daraus entstehende Probleme auseinanderzusetzen. Im Grunde verhält es sich doch genau umgekehrt: Kinder und Jugendliche erhalten durch die Medien Informationen, die sich nicht begreifen und über die sie gerne Aufklärung hätten. Wenn die Eltern ihre Fragen nicht beantworten mögen oder die Eltern aus Angst vor den Reaktionen gemieden werden, ist die Schule mit Sicherheit der sicherste und verlässlichste Ort, um Fragen zu stellen.

Dieser Artikel kann auch in anderen Medien gefunden werden. © 2013 by Gebhard Roese.