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Egal, wie alt du bist: Shades of Grey in real?

Klar ist die Welt voller konfuser erotischer Eindrücke, wenn du 18 bist. Aber sie ist auch noch voller wundersamer Begegnungen, Verhaltensweisen und Praktiken, wenn du 48 bist. Was du hier liest, kann dir deshalb in jedem Alter nützen.

Englische Erziehung, Romanillustration von 1908
OK - reden wir noch einmal von den „Shades of Grey“. Und nehmen wir mal an, dass Sexualität, Erotik und dergleichen immer etwas ist, was Übereinstimmung im Handeln bedeutet. Es ist ein bisschen wie beim Wandern: Wenn euch jemand fragt: „Kommst du mit Wandern?“, dann sagt ihr auch nicht „ja“ oder „Nein“, sondern fragst mindestens wohin. Und wie beim Wandern weißt du noch nicht, ob du den ganzen Weg schaffen wirst, also brauchst du eine Lösung, um unterwegs abzubrechen.

Wenn das so ist, dann sind die „Shades of Grey“ keine geeignete Anleitung, weil die Heldin eben nicht weiß, wohin der Weg führt. Und in Wahrheit ist sie keinesfalls vorbereitet ist auf das, was ihr im ersten Teil der Trilogie widerfährt. Sagen wir’s salopp: Im Märchen frisst der Wolf die Geißlein, und in den „SoG“ ist die Heldin ganz besoffen davon, dass Mr. Grey ausgerechnet sie, das Aschenbrödel, als unterwürfige Geliebte erwählt hat.

Wer an Märchen glaubt, den frisst der Wolf – oder so ähnlich. Und in der Tat hört man von männlichen Falschmünzern, die mit „Sklavenverträgen“ herumwinken, um ihre Ziele durchzusetzen.

Wer ihnen auf den Leim geht, riskiert viel – zu viel. Es ist nicht allein der Respekt vor sich selbst, der dabei verloren gehen kann – es kann auch der Beginn einer gezielten Gehirnwäsche sein, die am Ende zu einer mentalen Versklavung führt.

Die "Teen Vogue" hat sich die Mühe gemacht, dies alles zu dokumentieren und dabei sogar eine Ex-Domina gefragt, und sie wusste unter anderem, dass es bei den BDSM-Spielen kein „allgemein bekanntes Manuskript“ wie beim gewöhnlichen Sex gibt. Nein, klare Worte seien nötig und diese müssten auch verbindlich sein. Nur dann sie alles in Ordnung und für die Beteiligten angenehm.

Das heißt: Beide müssen genau wissen, was gefordert wird und wie es vonstattengehen soll – und selbstverständlich, wie das Spiel jederzeit unterbrochen oder beendet werden kann.

Warum dies alles in „Teen Vogue“ stand? Vermutlich, weil auch junge Leute fasziniert von den „Shades of Grey“ waren und sind. Und da ist es sicher hilfreich, für sie zu schreiben, wie sie sich verhalten sollten, wenn sie nach dem Lesen der „Shades“ entsprechende Gelüste verspüren.