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Dates … was du besser nicht tust – sieben harte Tatsachen

Ach? Ach so?
Eigentlich … ja eigentlich sind Dating-Ratschläge Mist. Aber hier habe ich einige, die dich interessieren könnten. Geht darum, was du NICHT tun solltest.

1. Hobbys? Bist du ein Kind?

Bist du wirklich so blöd, ein „Hobby“ zu haben? Oder ein Fan von Frau Dingskirchen oder dem 1. FC zu sein? Dann hast du dich schon als beschränkt eingeordnet. Tun mir leid, Jungs – und Mädchen auch. Du kannst gerne Fan sein, Hobbys haben und was sonst noch – aber das ist kein Thema für ein Date. Es ist ein Date, hast du verstanden? Es geht um mehr als ein bisschen Gelaber.

2. Dating? Sei nicht so bescheuert, darüber zu reden!

Hier sitzt du, und dir gegenüber sitzt die Person, die dich interessieren sollte. Niemand sonst. Es geht nicht um irgendwelche anderen Dates, sondern um DIESES Date. Und du willst nicht wirklich wissen, welche Dates er/sie schon hatte.

3. Es geht um euch - nicht um Kinder

Wenn du schon Kinder hast, kannst du sagen, wie alt sie sind und ob sie bei dir leben. Das klärt die Sache zunächst mal. Aber eigentlich geht es nicht um deine Kinder, sondern um dich und dein Gegenüber. Ihr seid die Personen, die sich jetzt und hier treffen. Und was für vorhandene Kinder gilt, gilt auch für Zukünftige oder eine erwünschte Ehe: kein Thema für das erste Date.

4. Brücken noch nicht verbrannt? Dann wird es Zeit!

Es geht nicht drum, wie viele Beziehungen du schon hattest und warum sie in die Brüche gingen – sondern darum, welche Beziehung du JETZT willst. Frag nicht, lass dich nicht danach fragen. Es reicht, dass du jetzt keine Beziehung hast und bereit für eine Neue bist.

5. Sex ist immer eine Option – aber kein Thema

Wenn du bewusst Sex-Dating betreibst, dann kannst du natürlich reden, über was du willst – und dann ist’s auch sinnvoll. Aber sonst wird nicht über Sex geredet, verstanden? Nicht, weil es unfein ist, aber es führt zu dem Missverständnis, dass dir Sex wichtiger ist als eine Beziehung. Wenn du anschleißend mit ihm/ihr ins Bett gehst, ist das OK, aber nicht unbedingt notwendig.

6. Frag nicht „Warum“ – die Antwort ist fast immer gelogen

„Warum bist du noch (wieder) Single?“ Frage nicht so blöd. Du kriegst Scheiß-Atworten, wenn du fragst. Du kriegst früher oder später raus, was ihn/sie jetzt zum Single gemacht hat und warum er/sie jetzt sucht.

7. Red keinen Scheiß

Gut, du kannst mit irgendeinem Mist anfangen. Mit dem Wetter oder „hast du diesen Ort schnell gefunden?“ Aber macht bloß nicht so weiter. Sei ehrlich, sag, was du sagen willst und hör gut zu, was er/sie zu sagen hat. Stell Fragen dazu, was er/sie täglich tut oder wo und was er/sie isst, wenn dir sonst nichts einfällt. Denk dran: Ihr wollt gucken, ob ihr zusammenpasst. Da hat ein dummes Gelaber keinen Platz.

Anderer Meinung? Dann sag sie!

Bild: Aus einer Seifen-Werbung, Alter unbekannt

Sex - einvernehmlich oder nicht?

Wahrscheinlich "con"
Anglizismen und Slangausdrücke aus Nischenbereichen der Sexualität gehen immer mehr in die deutsche Sprache über. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Umso mehr sollten wir wissen, wovon Menschen reden, wenn sie merkwürdige Worthülsen wie „CON“ oder Noncon“ gebrauchen.

Alle, die sich mit Liebe, Partnersuche und Sexualität aktiv oder passiv beschäftigen, sollten deshalb diese drei Kurzbezeichnungen kennen, die immer mehr Bedeutung bekommen:

Con, Noncon und Dubcon.


Diese Begriffe stammen aus der BDSM-Szene und sind von dort sowohl auf die erotische Literatur wie auch auf die Sprache der Feministinnen übergesprungen. Sie sind damit auch in der Alltagsrealität angekommen.

Was ist also „Con“?

Con steht für „Consensual“, auf Deutsch am besten mit „Einvernehmlich“ übersetzt. Die BDSM-Szene geht einen Schritt weiter und verlangt, dass die Aktivitäten „SSC“ (Safe, Sane, Consensual) also sicher, bei klarem Verstand und einvernehmlich) ausgeführt werden. Auch bei „Einvernehmlichem“ Sex wird davon ausgegangen, dass dieser weder mit psychisch labilen Menschen noch mit solchen unter extremem Drogeneinfluss ausgeführt wird.

Was ist „Noncon“?

Entsprechen ist „Noncon“ jede sexuelle Handlung, die nicht einvernehmlich ausgeführt wurde, die also auf irgendeine Art (Gewalt, Erpressung, Nötigung oder Drogen) herbeigeführt wurde.

Und was ist Dubcon?

Ein Kofferwort aus „Zweifel“ und „Einvernehmlich“ – das Wort wird für alle Aktivitäten verwendet, bei denen Zweifel daran bestehen, ob der Sex oder eine andere Aktivität wirklich oder kontinuierlich in Übereinstimmung ausgeführt wurde.

Liebesromane, Erotikromane, Realitäten

Die Basis der meisten Liebes- Erotik- und Sexromane besteht einem Konflikt zwischen Leidenschaft, Abenteuerlust oder Begierde kontra Sittsamkeit, wohlerhalten oder Moral. Doch nicht nur im Roman, auch in der Realität wägen die Menschen die eigenen Triebe gegen die Risiken des sozialen Abfalls, Ehrverlusts oder anderer Risiken ab.

Der Konflikt „Soll ich oder soll ich nicht?“ findet zwar im Inneren statt, kann aber von äußeren Umständen sowohl abgeschwächt als auch verstärkt werden.

Dabei tauchen zwei Probleme auf: da Erste liegt darin, dass sich die meisten Menschen verpflichtet fühlen, den einmal eingeschlagenen Weg auch konsequent zu Ende zu gehen, also „keine Rückzieher zu machen.“ Das zweite Problem liegt darin, dass die einmal entfachte Begierde durch körpereigene Drogen verstärkt wird, die den Rückzug umso mehr erschweren, je weiter die Begierde bereits vom Körper Besitz ergriffen hat.

Theoretisch könnte man sagen: „Konsens“ über die Lust miteinander und aneinander sollte idealerweise vor der Aktivität, während der Aktivität und auch noch nach Abschluss der Aktivität bestehen. Allerdings ist zu bezweifeln, ob Menschen unter der vollen Dröhnung der Neurotransmitter noch in der Lage sind, einen bewussten Konsens einzugehen.

Bild: Buchillustration, vermutlich aus einer Ausgabe eines Buches der Zwanziger Jahre. Zeichnung Anonym, Ausschnitt.