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Weihnachten ist öfter

Weihnachten im Juni
Bei zahlreichen Interessenten von Dating-Portalen landete dieser Tage eine E-Mail mit dem Bild einer dürftig bekleideten angeblich „asiatischen“ Schönheit.

Ein Blick nach rechts zeigt: Weihnachten ist öfter. Sogar im Sommer.

Dein Leben ist Super – Dein Matching-Algorithmus ist Mist

Frauen - hört mal zu. Ihr weder diese Geschichte nur einmal lesen, und zwar hier. Sage mal, du da … warum hast du eigentlich keinen Erfolg bei den Kerlen? Ich meine, dauerhaft … für einmal reicht’s doch immer, oder?

Na, das liegt also entweder an den Männern, die keine Lust auf Bindung haben, oder an den Verhältnissen, weil die Scheiße sind oder an den Apps und Singlebörsen, bei denen es schon gar nicht klappt.

Nun nehmen wir mal an, „Männer sind sowieso Scheiße“ wäre was für die Prolos, die Verhältnisse (die Objektifizierung, der Kapitalismus) sind, was für links-intellektuelle Frauen, und das Singlebörsen-Verfluchen passt zu Frauen, die „schließlich etwas haben wollen für ihr Geld“.

Lösung für akademische Kränzchen: es liegt an den "unvollkommenen Algorithmen"

Und nun – endlich – haben wir die Lösung für die echt sauber polierten Intellektuellen unter euch – oder auf solche, die sich auf Partys gerne dafür ausgeben wollen: Es liegt an den unvollkommenen Algorithmen.

Ich meine, stellt euch mal vor, wenn ihr das auf einer Party sagt! Allein das Wort „Algorithmen“ zeigt doch den anderen, dass ihr nicht BILD, sondern Bildung im Kopf habt, nicht wahr? Ihr werdet ohnehin kaum jemanden finden, der auch dazu auffordert, das jetzt erstmal zu erklären. Niemand will sich ja die Blöße geben, nicht wahr?

Und wie kann man die Algorithmen verbessern? Ganz klar, mit KI und Superrechnern … beide zusammen können bekanntlich so schnell in die Ritzen der Weisheit gucken, dass … dass … ach so … na, dass sich die eigenen Algorithmen optimieren, nicht wahr?

Ich garantiere euch: Da fragt jetzt keiner mehr nach.

Also - für die nächste Party merken:

„Dass ich noch keinen Partner gefunden habe, liegt an den unvollkommenen Algorithmen, die heute noch verwendet werden, aber die Forscher arbeiten ja daran, sie zu optimieren.“

Na also - geht doch!

Hinweise: Erstens handelt es sich hier natürlich um eine Satire. Zweitens glauben manche Forscher wirklich daran.

Forschung an Alleinerziehenden – die Bestraften vom Partnermarkt?

Ei, ei .. da haben Forscher aus der Schweiz aber mal heftig zugelangt, indem sie über eine nicht näher spezifizierte Studie schreiben, dass Alleinerziehende auf dem Partnermarkt „gestraft“ würden.

Insbesondere zeige ihre Studie, dass Alleinerziehende im Verhältnis zu kinderlosen Singles im Partnermarkt bestraft werden und dass diese vor allem auf weibliche Alleinerziehende zuträfe.


Worauf die Forschung letztlich hinausläuft? Darauf, Partneragenturen (Online-Dating-Vermittler) mit besseren „Matching-Algorithmen“ zu versorgen? Es könnte sein, denn seit einigen Monaten versuchen verschiedene tatsächliche und vermeintliche Experten, uns mit KI-Thesen vollzulabern. Sehr auffällig ist, dass dazu fast immer angeblich „völlig neue Methoden“ zum Einsatz kommen, die es zwar gibt, von denen aber zweifelhaft ist, ob sie relevant sind. Forscher, die so vorgehen, behaupten generell, dass beim sogenannten „Data Mining“ Fakten und Zusammenhänge übersehen oder nicht genügend berücksichtigt werden.

Was einerseits bedeutet, dass sie den Daten vertrauen, über die sie verfügen, und zweitens, dass es tatsächlich relevante Informationen gibt, die traditionelle Systeme nicht erkannt haben. Im Grunde geht es also gar nicht um Fakten, sondern um eine Art Spiel, wie man Daten auf unterschiedliche Weise ausquetschen kann.

Muss das Kaninchen absolut aufs Fahrrad?

Wie nun das Kaninchen aufs Fahrrad kommen soll, weiß ich nicht. Die Partnersuche bei Alleinerziehenden mit Kindern, die ständig im Hause leben, ist hinreichend bekannt. Und neue Algorithmen helfen da genau gar nichts, weil sich die Passung erst klärt, wenn die Liebe größer ist, als die vorhandenen Hürden – also erst dann, wenn man einander längst kennengelernt hat.

Quelle: Alexandria.