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Datenfehler - sorry

Verflixte Technik
Ich sag mal: Entschuldigung. Wegen eines Datenfehlers musste ich die Bewertungen/Statistiken auf den Stand von April zurückladen. Das ergibt keine großen Unterschiede für euch - aber vielleicht fielt es doch jemandem auf.

Die guten Artikel und ihre schlechten Bewertungen

Freier und Hure, 1808, Britisches Museum (Teilansicht)
Am schlechtesten wurden Beiträge der Liebeszeitung immer dann bewertet, wenn sie versuchten, Irrtümer zu beseitigen.

Zum Beispiel, welche Dienste in britischen Flagellationsbordellen verrichtet wurden. Offensichtlich sind manche Zeitgenossen der Meinung, dort wurde fein säuberlich getrennt zwischen der Arbeit am „Embulon“ und an der Bearbeitung des Gesäßes mit Ruten. Denn steht außer Zweifel, dass die britischen Frauen, die in Flagellationsbordellen arbeiteten, im engeren wie im weiteren Sinne Prostituierte waren. Vom 16. Jahrhundert bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war eine derartige Frau eine Stiefelhure. Die Domina oder „Dominatrix“ wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts intensiv für Frauen genutzt, die überwiegend oder ausschließlich für Schläge, Qualen und Erniedrigungen aufgesucht wurden. Die sogenannte Lifestyle-Domina gilt hingegen als reine Verschleierung der Rotlichtbranche, um dem Prostitutions-Vorwurf zu umgehen. (-80 Punkte)

Entsprechend schlecht wurde auch ein Artikel über Theresa Berkley bewertet, in dem bezweifelt wird, dass es sich bei der primitiven Holzkonstruktion, die heute als das „Berkley Horse“ bezeichnet wird, wirklich um die „berühmte Erfindung“ der Bordellbesitzerin handelt. (-70 Punkte).

Was am Artikel über die Neo-Moralapostel auszusetzen war, ist mir hingegen unbegreiflich. (-75 Punkte). Und ob es auch die Mortalapostel waren, die sich heimlich darüber echauffierten, dass erfahrene Frauen die besten Lehrmeisterinnen für junge Männer sind? (-74 Punkte).

Der am unterschiedlichsten bewertete Artikel war jener über Männer, die vor allem nach Intimität in der Lust suchten. Er bekam 163 Stimmen – gemischt aus Zustimmung und Ablehnung.

Eine Online-Präsenz haben, schreiben und beachtet werden

Entspannt nachdenken über mein Handeln
Wer einen eigenen Online-Auftritt hat, wird danach beurteilt, was er schreibt. Dein Sein, deine Persönlichkeit und dein Denken werden danach eingeschätzt.

Wir Autoren wissen natürlich, dass es nur Facetten und Aspekte der Persönlichkeit sind, die wir in Worte fassen. Aber ein Teil unserer Leserschaft (leider auch sogenannte Intellektuelle) glauben, sie können ein Urteil über uns fällen.

In Wahrheit ist das, was wir schreiben, ein mehrfach gefilterter, gelegentlich sogar wohlabgewogener Auszug aus dem, was wir denken und nur ein Flügelschlag dessen, was wir fühlen. Nein, wir haben keine fühlbaren Körper, keine nackt daliegenden Emotionen. Wir schreiben, was andere lesen und verstehen können – das hoffen wir jedenfalls.

Möglich, dass meine eigenen Worte über die Seiten streichen wie Sand an der See und dass deshalb nicht davon übrig bleibt. Indessen bin ich überzeugt, irgendjemanden mit meinen Worten Freude zu machen. Und wenn ich wirklich gut war, dann konnte ich jemandem helfen, sein Leben besser in den Griff zu bekommen. Vielleicht gelingt es mit heute noch.

Wer ich bin und warum ich all die Mühe auf mich nehme? Diese Frage hat man mir einmal gestellt, als ich gegen 38 Jahre alt war. Die Antwort war: Wer ich bin, geht dich nichts an, und was ich mache, tue ich, weil ich es tun muss.

Und ein Nachsatz: Frag niemanden, warum er etwas tut, von dem du nichts verstehst. Du könntest ihn damit dazu verleiten, den guten Weg zu verlassen.

Die Liebeszeitung wird gestärkt

Wie bereits mehrfach angekündigt, wird die Liebeszeitung zum zentralen Blog aller Interessen, die ich im Bereich von Partnersuche, Liebe, Lust und Leidenschaft abdecke. Betroffen sind davon nun auch die Neugründungen „sinnlich leben“, das heute eingestellt wurde (1) und „sinnlich schreiben“, das Blog, das ich immer wieder mit Leben befeuert habe, obwohl ich es eigentlich schon vor Monaten aufgeben wollte. Was die Liebeszeitung selbst betrifft, so wurde sie vor Monaten auf eine neue Datenbank gesetzt, die sich inzwischen als stabil erwies. Außerdem wurde das Sicherheitszertifikat verlängert.

Damit ist diese Zeitung gut aufgestellt. In ihr wird nach wie vor alles zu lesen sein, was mit der „wahren“ und nicht ganz so wahren Liebe und all ihren Facetten zusammenhängt. Artikel über die Partnersuche werden konkreter, direkter und schnörkelloser – die Wahrheit mag gelegentlich schmerzen, aber es gibt keinen Grund für mich, Romantikkitsch und Küchenpsychologie als Wahrheiten zu verkaufen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich mich auf keinen der einschlägigen Erotik-Blogs mehr verlasse. Sie sind bestenfalls amüsante Unterhaltung, schlimmstenfalls aber verbreiten sie bewusst oder unbewusst fragwürdige Informationen. Und davon abgesehen dienen viele inzwischen ausschließlich der Produktwerbung.

Wer von Liebe schreibt, der schreibt eigentlich von einem Lebenselixier, das so wichtig ist wie die Nahrung. Ich denke, wir sollten das, was schön ist, und was wir lustvoll genießen können, auch so bezeichnen – egal, ob andere unsere Geschmacksrichtung als zuckersüß, süßsauer oder bittersüß einstufen.

Trotz der Aufgabe von „Sinnlich Schreiben“ bin ich nach wie vor der Meinung, dass ausgesprochen sinnliche Kurzgeschichten in ein Magazin wie die „Liebeszeitung“ passen. Wer Ideen dazu hat, darf sich gerne bei mir melden.

Ich jedenfalls freue mich auf die „Sinnlichkeit mit Sinn“, die hier ihren Platz finden kann.

(1) Auf diesem Blog läuft gerade ein Versuch an, das alte Lexikon der Lust auf einen aktuellen Stand zu bringen.
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