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Gibt es ein “Comeback” für die Kontaktanzeige?

Heiratsanzeigen, Bekanntschaftsanzeigen, Kontaktanzeigen … kommt das Medium zurück, über das sich die Oma und der Opa kennengelernt haben? (Übrigens haben sie sich noch oftmals vor anderen geschämt, sich auf diese Weise kennenzulernen).

Es scheint so. Freilich nicht mehr mit „auf diesem, heutzutage nicht mehr so ungewöhnlichem Wege“, sondern per App, aber nach dem Vorbild der alten „Bekanntschaftsanzeige“.

Möglicherweise hat die Generation „Y“ die Nase voll von dem Unsinn, der über Algorithmen erzählt wird. Und vielleicht glauben sie ebenso wenig dem Slogan, dass der „frühe Vogel“ den Wurm, sprich, den Partner, wegfängt.

Interessant ist dabei, dass die Erfinder von bewusst komplizierten KI-Algorithmen nach immer mehr Rechenleistung für ihre KI-Experimente schreien: Mehrere Branchen hoffen auf den großen Reibach, der sich damit machen lässt.

Doch die jungen Leute haben sich offenbar besonnen – sie haben sich entscheiden, dass KI keine gültige Instanz für die Partnerwahl ist. Und schon aus diesem Grund suchen sie nach Alternativen zu den inzwischen kaum noch überschaubaren „Apps“.

Das Realleben, das man nun ins Feld führen könnte, ist für viele keine Alternative: Man sucht ja einen Partner fürs Leben – und zwar für ein ganz bestimmtes Leben. Und da wird klar: Das Leben einer zukünftigen Diplomatin erfordert einen anderen Partner als das Leben einer Verwaltungsangestellten. Das heißt klartextlich: Heute muss man sich den Partner nach dem Lebensstil aussuchen, nicht nach den vermeintlichen Charaktereigenschaften oder nach dem Musikgeschmack. Und der –ihr ahnt es - wohnt eben nicht „mal um die Ecke“.

Was daraus wird? Wir werden sehen. Vielleicht gib es eine Renaissance der Personenbeschreibungen. Ich wäre dafür.

Mehr über eine Gründerin kann man im Guardian lesen. Die Information erhielt ich via OnlinePersonalWatch.

Scham und Prostata

Schämen sich Männer? Einige ja, einige nein. Und während es ein paar Männer gibt, die ihren Penis stolz in erigiertem Zustand wippen lassen, wollen ihn andere nicht einmal einem Arzt zeigen.

Wissen Männer eigentlich etwas über ihre Prostata?

Und die Scham wird noch viel deutlicher, wenn wir uns mal ansehen, wie wenig Männer zur Prostata-Vorsorgeuntersuchung gehen. Nun sind wir sicher alles andere als ein Patientenmagazin. Aber es wäre schon gut, wenn Männer wenigstens wüssten, wie ihre Prostata funktioniert. Ob das immer der Fall ist? Ich bezweifle es. Und ob die Schule genügend tut, um auf die männliche Anatomie hinzuweisen, wenn das „peinliche“ Thema ansteht? Auch hier sind Zweifel angebracht.

Die falsche Scham, sich anal berühren zu lassen

Und dann ist da noch die Abscheu des Mannes, sich anal berühren zu lassen, denn der Weg zur Prostata führt über die Rosette, die viele Männer als ihr Heiligtum ansehen. Ja wirklich – Männer schämen sich oft vor dem Arzt oder der Ärztin, die mit dem behandschuhten Finger die Prostata betastet.

Die Diagnose „Prostatakrebs“ ist zunächst ein Tiefschlag

Die Diagnose „Prostatakrebs“, so sagen alle Betroffenen, ist zunächst ein Tiefschlag. Und je jünger jemand ist, umso problematischer ist es für ihn, sein Leben darauf einzurichten. Allerdings geht aus Statistiken hervor, dass die meisten "Neuerkrankungen" Männer zwischen 60 und 79 Jahren betreffen. Immerhin ist „Mann“ heute mit 60 noch in bestem Mannesalter, da sagt der Urologe schon mal: „Ich halte Sie noch für einen jungen Mann.“

Vorsorge: Niemand sollte sich schämen

Kommen wir zurück zur Scham: Dem Mann, der sich untersuchen lässt, muss sich wirklich nicht „schämen“. Vor allem, weil es nichts daran zu schämen gibt, das Gesäß vor einem Arzt zu entblößen und sich mit der Fingerkuppe oder einer Sonde untersuchen zu lassen. Das Gefühl, das dabei entsteht, ist ein bisschen „merkwürdig“, aber es ist kein „Schmerz“ im eigentlichen Sinn, sondern eher ein Druckgefühl. Im verlinkten Artikel wird dies ausführlich erklärt. Wer sichergehen will, kann in Absprache mit seinem Urologen einen Test auf seine PSA-Werte durchführen lassen.

Die Sexualität – vor und nach einer OP

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Was Ärzte über die Sexualität nach einer Prostataoperation sagen, ist zumeist vage – genau weiß das nur der Patient, und auch sein Empfinden ist von physischen, psychischen und sozialen Komponenten abhängig. Das heißt, es kommt darauf an, wie operiert wurde, wie der Mann sich hernach fühlt, welches Gewicht er seiner Sexualität beimisst und wie die Partnerin darauf reagiert. Der Arzt und Patient Walter Raaflaub hat dies in seinem mutigen Buch "Tote Hose“ beschrieben – ohne Scham.

Wer genau fachliche Auskünfte über die Folgen einer möglichen operativen Behandlung wünscht, muss seinen Urologen fragen. Hier geht es nur um die „Scham“ vor der Untersuchung: absolut unberechtigt.

Buch: „Tote Hose“ Gockhausen, 2007

Hinweis: Die ist kein Fachartikel, sondern ein Hinweis auf falsche Scham, die zu Problemen führen kann. Fragt bitte stets eure Ärzte, wenn ihr Fragen habt.