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Freundschaft

Bist du nicht glücklich, mein Freund zu sein?
Freundschaft zwischen Mann und Frau? Ist das wirklich unmöglich? Und wieso leben Männer in "Fallen", die Freundschaften mit Frauen pflegen?

Wie steht es eigentlich mit der Freundschaft zwischen Frau und Mann? Ach, sie ist gar nicht möglich, weil der Sex dauernd hintere dem Sofa lauert? Und bei Kolleginnen, mit denen man tagelang auf Reisen ist, versteckt er sich da bei jedem Abendessen und vor jeder Hotelzimmertür?

Begehren Männer die Frauen nur, weil Sie Sex naschen wollen?

Ich weiß nicht, welche Minderbemittelten solche Begriffe wie „sieh zu, dass du aus der Freundeszone (Friedzone) herauskommst“ entwickelt haben, aber ich traue ihnen durchaus zu, dass sie - zumindest teilweise - in Frauen nichts mehr als „begehbare Sexualobjekte“ sehen.

Sicher – wer eine Frau wirklich begehrt, will nicht „nur“ ihre Freundin werden. Aber wie viele Frauen begehrt ihr eigentlich so – sagen wir mal, im Jahr? Sind es zwei, zwölf oder 52?

Die selbst ernannten Beziehungsgurus sehen das anders. Na klar. Sie machen ja Kohle damit. Und also sagen sie erst mal, dass es Scheiße ist, mit einer Frau "nur" befreundet zu sein. Hat keine Vorteile, Mann! Vergiss es – du kümmerst dich um sie und ein anderer vögelt sie!

Unsinn und Mackertum höflich formuliert - die Fallen-Legende

So sagen es die Obermacker der Szene natürlich nicht. Sie geben sich seriös und versprechen dir, dich aus der Freundschaftsfalle zu führen oder dir mal zu verklickern, warum du da überhaupt drin steckst.

Sie alle sagen: Mit einer Frau „nur“ befreundet zu sein, heißt, in einer Falle zu stecken. Und du weißt noch gar nicht, dass du in der Falle bist, wenn du „nur“ eine Freundschaft mit einer Frau pflegst. Denn mit Frauen, so lesen wir allenthalben, hat ein Mann „eine schöne Beziehung mit Zärtlichkeiten und Sex“ zu haben. Der Gipfel der Guru-Lügen: Sie behaupten, dass Frauen uns Männer „betrügen“, indem sie uns Gefühle entgegenbringen. (1)

Wissen diese sogenannten „Berater“ überhaupt, was Freundschaften bedeuten können? Ahnen sie nicht, wie sinnvoll es sein kann, wenn du mit einer Frau intime Gedanken austauschen kannst, ohne mit ihr „körperlich intim“ zu werden?

Es gibt manchmal Schwierigkeiten - aber sie liegen woanders

Tatsächlich ist es oftmals ein wenig problematisch, Freundschaften in Liebesaffären zu verwandeln – und Liebesaffären in Freundschaften. Dabei ist aber auch die Frage, wie man zur Sexualität steht. Sicher habt ihr von Paaren gehört, die sich in „Rollenspielen“ ganz anders verhalten als „normal“ uns sich dabei Dinge sagen (oder Dinge tun), die nicht unbedingt zum bürgerlichen Umgang miteinander gehören. Und ebenso gibt es auch Freundschaften, in denen es Sex-Episoden gibt – egal, was man von FWBs hält – es ist möglich, wenn man Sex nicht als Sozialkleister, sondern als Vergnügen versteht. Es kommt also auf die Einstellung an – und die ist bei jedem etwas unterschiedlich.

Übrigens gibt es nicht nur innerhalb von Freundschaften Liebesaffären, sondern auch in Liebesbeziehung Freundschaften. Die Gemeinsamkeit, die Freundschaft, das Wohlbefinden – all dies hat in der Beziehung einen ebenso hohen Stellenwert wie der Sex. Was ist also falsch an „freundschaftlichen“ Gefühlen?

Tut euch was Gutes, Männer: Pflegt Freundschaften mit Frauen

Ich sag euch mal dies: Wohl dem, der eine feste Freundschaft mit einer Frau pflegt, sie genießt und daraus lernt. Und manche gute Freundin überdauert -wirklich- mehrere Liebschaften.

(1) Ich verkenne keinesfalls, dass es intrigante Frauen gibt. Sie sind aber leicht zu entlarven.
Bild: Werbung, ca. 1940

Das Recht auf Sex

Das Recht auf Sex - ungewöhnlich durchgesetzt durch die biblische Thamar
Sex ist ein Menschenrecht, aber auf manche Menschenrechte haben wir dennoch keinen Rechtsanspruch. Nehmen wir dies als Tatsache und fragen wir uns dann, ob es auch gerecht ist, keinen Sex zu bekommen.

Als Grundlage nehme ich den Tenor feministischer und linkssozialistischer Meinungen zur sexuellen Erfüllung. In ihnen wird klar, dass Sex weder zu den Menschenrechten noch zur sozialen Gerechtigkeit gehört.

Dabei gibt es geschriebene und verborgene Sätze.

Geschrieben sehen sie so aus (Zitat):

Es gibt kein Recht auf Sex, aber ein Recht auf ein gewaltfreies Leben für alle.

Und ungeschrieben so:

Es gibt kein Recht für Männer auf Sex, aber ein Recht für Frauen auf ein gewaltfreies Leben.

Es gibt ein Recht auf Sex - aber nicht jedes Recht ist durchsetzbar

Nun wird keine vernünftige Person bezweifeln, dass es für Menschen, Frauen wie Männer ein Recht auf ein Leben ohne Gewalteinwirkung gibt – aber gibt es wirklich kein Menschenrecht auf Sex? Hat nicht jeder Mensch das Recht, sich in einem (1)

„Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens“


zu befinden, wozu auch eine aktive, befriedigende Sexualität gehört?

Kaum eine Frau fragt sich, ob sie ein Recht auf Sex hat - sie setzt er voraus

Wir sehen: Die Frage ist wesentlich schwieriger zu beantworten, als es die Ideologen tun. Und wir sehen auch, was die Ideologinnen denken: Wenn es keinen Rechtsanspruch gibt, was sicher der Fall ist, dann darf es auch keinen Ausweg geben. Ja, nicht einmal Mitleid mit jenen, die darben müssen.

Ich habe noch nie im Leben gehört, dass eine Frau sagt: „Ich will keinen Sex, um andere nicht zu zwingen, ihr Leben um meinetwillen zu verändern.“ Für Frauen gehört das Recht auf sexuelle Erfüllung zu den Grundrechten. Übrigens auch für Frauen des „Alten Testaments“ (2).

Eigentlich geht es immer um Prostitution "an sich"

Nun spielen die Autorinnen, die das „Recht auf Sex“ ablehnen, mit gezinkten Karten: In Wahrheit sind sie Gegner der Möglichkeit, sich sexuelle Illusionen zu kaufen, jedenfalls, soweit es Männer betrifft. Überraschenderweise lehnen diese Autorinnen ja nicht die Prostitution ab, die in der Tat äußert merkwürdige Auswüchse hat. Sie glauben viel mehr, dass Männer die alleinigen Verursacher der Prostitution sind. Klar kann man darüber diskutieren, ob das Angebot der Nachfrage folgt oder die Nachfrage dem Angebot. Und sicher kann man Männer, die sich 15 Minuten Sex erkaufen, als Dreckskerle bezeichnen. Und ebenso jene, die sich erpresserisch Sex erschleichen und dafür gar nichts zahlen.

Keine Rechte, kein Sex, kein Verständnis für Männer?

Aber ist Sex deswegen kein Menschenrecht? Wer verschenkt schon freizügig Liebe, Nähe und sexuelle Handlungen? Wer Sex aus Mitleid gibt oder empfängt, steht gesellschaftlich und sozial üblicherweise noch unter den Menschen, die Sex kaufen oder verkaufen.

Oh, ich habe ein paar von den Kerlen kennengelernt, die keine Frau mit der Kneifzange anfasst. Und klar ist: Die können auch ihre „Rechte“ auf Sexualität nicht durchsetzen.

Das alles beantwortet aber nicht die Frage, warum einzelne Menschen gänzlich von Lust, Liebe und Zärtlichkeit ausgeschlossen sein sollen, obgleich sie danach streben.

Es mag durchaus sein, dass diese Problem unlösbar ist – aber das heißt keinesfalls, dass es nicht existiert.

(1) WHO - zitiert nach dieser Quelle.
(2) AT - Genesis
Bild: Erschaffen vom Orientmaler Émile Jean-Horace Vernet (1789-1863).